Neues aus Bad Hersfeld * kulturell * interessant * wissenswert*

Klinikum Bad Hersfeld stellt sich vor

Das Klinikum Bad Hersfeld ist als Akademisches Lehrkrankenhaus der Justus-Liebig Universität Gießen und der Hochschule Fulda angeschlossen. Des weiteren hat es die Funktion einer Lehreinrichtung der Technischen Hochschule Mittelhessen für Krankenhaus-Hygiene und Krankenhaus-Technik. Es ist ein modernes Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 600 Betten verteilt auf 19 Kliniken und Fachabteilungen

in Osthessen.

- http://www.klinikum-hersfeld.de -

 

 

 

Was sind Notfälle?
Typische Notfälle, die keinen Aufschub dulden und sofort durch einen Notarzt behandelt werden müssen, sind zum Beispiel:

  • Stürze bzw. Unfälle mit offensichtlich höhergradigen Verletzungen, Blutungen oder in Verbindung mit Bewusstlosigkeit, starken Kopfschmerzen oder Verwirrtheit
  • Plötzlicher und ausgeprägter Brustschmerz ist bis zum Beweis des Gegenteils ein Herzinfarkt. Dies gilt umso mehr, wenn eine Herzkrankheit bekannt ist. Typische Begleitsymptome des Herzinfarktes sind Ausstrahlung der Beschwerden (in Arme, Schulter, Rücken oder Bauch), Luftnot, Kaltschweißigkeit, Blässe und Schwindel
  • Weitere gefährliche Erkrankungen, die typischerweise mit plötzlichem Brustschmerz einhergehen können, sind zum Beispiel der akute Lungenarterienverschluss (Lungenembolie) und Verletzungen der Hauptschlagader (Aortendissektion).
  • Plötzliche Luftnot kann ebenfalls auf eine Lungenembolie, aber auch zum Beispiel auf einen Lungenkollaps (Pneumothorax) oder Asthmaanfall hindeuten.
  • Plötzliche Bewusstlosigkeit, Sprechstörung, halbseitige Lähmung oder Verwirrtheit sind bis zum Beweis des Gegenteils als Schlaganfall zu deuten und ebenfalls ein dringlicher Notfall. Auch ein Krampfanfall kann Symptom eines Schlaganfalls sein und muss durch einen Notarzt versorgt werden.
  • Bewusstseinstörungen, Atemnot oder andere Symptome in Folge von Vergiftungen sind ebenfalls dringliche Notfälle, die umgehend durch einen Notarzt behandelt werden müssen.

Wie verhalte ich mich im Notfall?

Ruhe bewahren und den Notruf 112 absetzen.

WER ruft an?
WAS ist passiert?
WO ist es passiert?
WIE viele Verletzte?
WARTEN auf Rückfragen, nicht auflegen!

 


Bad Hersfeld/Rotenburg a.d.F.. 15. Juni 2017

Dr. Edel beim Vortrag am Tag der offenen Tür

Riesenandrang - Angebote des Klinikum Hersfeld-Rotenburg als Magnet

Das Motto - Klinikum Hersfeld-Rotenburg / Das Gesundheits-Netzwerk - war in jeder Ecke des Messesaals im Durstewitzhaus zu sehen. Viele Kliniken und Abteilungen des Klinikums, des Herz-Kreislauf-Zentrums, der Orthopädie Bad Hersfeld, der Klink am Hainberg und des MVZ Hersfeld-Rotenburg präsentierten ihre medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Angebote - sie waren den ganzen Tag in Gespräche mit interessierten Gästen vertieft. 
Geschäftsführer Matin Ködding versuchte die vielen Eindrücke des Tages in Worte zu fassen:

„Wir sind positiv überrascht von dem starken Zuspruch, den unser Angebot hier findet. Die vielen interessierten Besucher und die hochengagierten Mitarbeiter aller Bereiche machen diesen Tag der offenen Tür zu einem unserer Highlights in diesem Jahr.“ so Ködding und fügt an,“ Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg mit seinen insgesamt rund 3.100 Mitarbeitern an den Standorten Hersfeld und Rotenburg gehört nun zu den zehn größten Kliniken in Hessen und stellt somit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Region und darüber hinaus dar. Auf diese Entwicklung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg können wir stolz sein“.

HKZ Rotenburg a.d.Fulda, Hybrit OP Tag der offenen Tür

Führungen im Halbstundentakt

Wie facettenreich die Arbeitswelten des Krankenhauses sind, erfuhren die Besucher dann zusätzlich im Inneren des Hauses: Im Labor für Elektrophysiologische Untersuchungen von Rhythmologie-Chefarzt Dr. Stefan Steiner hatte das Maskottchen „Leo“ auf dem Tisch Platz genommen, Oberärztin Stefanie Bergmann erläutert den Besuchergruppen ihre tägliche Arbeit mit der Elektrik des menschlichen Herzens. Von großem Interesse war der Besuch des Hybrid-OP-Saals. „Wann kommt man hier schon mal hin?“ hörte man von vielen Gästen. Dort erläuterten die beiden Ärztlichen Leiter der Anästhesie, Dr. Andreas Kayß und Dr. Marcel Kunde, die Besonderheiten dieses modernen Saals, der in der Herzklappentherapie von Risikopatienten eine besondere Stellung einnimmt. Auch eine Herz-Lungen-Maschine hatten die Kardiotechniker mit vielen Fragen und Antworten für die Besucher vorbereitet. Im Bereich der Funktionsdiagnostik mit EKG-, 

Prof. Nef beim Vortrag am Tag der offenen Tür

Blutdruck-Langzeitmessungen und Ultraschalldiagnostik zeigten die Echokardiografie-Spezialisten Kurt Heise und Oberarzt Dr. Bruno Löprich an einem Probanden Bilder des bewegten Herzens. In der Lehrküche der Klinik ging um die Herstellung von Kostformen bei Schluckbeschwerden und die Verkostung der Ergebnisse vor Ort. Beim Fachsimpeln der Besucher mit dem Ernährungsteam stand auch die herzgesunde Ernährung im Mittelpunkt. Die frisch renovierte Geriatrie im Bettenhaus 2 des Herzzentrums lud bei bestem Wetter zu Fachgesprächen rund um Alterserkrankungen und deren Behandlung aber auch zum Verweilen im Patientengarten ein.


Kinderklinik, Spass mit Clown am Tag der offenen Tür

Kinder entdeckten derweil die Hüpfburg, das Kinderschminken oder das Spiel mit dem Klinikclown „Tiffi“. Auch malen, basteln und marmorieren mit Ergotherapeuten Peter Kreiling in den Räumen des Freizeitzentrums fanden regen Zuspruch.

Fachvorträge waren ein Renner

Einen immensen Zuspruch hatte das Vortragsforum, das parallel in zwei Vortragssälen stattfand, zu verzeichnen. Im 30 Minuten-Takt wechselten die hochkarätigen Referenten – darunter viele Chefärzte des Klinikverbundes - und häufig auch die Zuhörer. Auch hier zählten die Organisatoren etwa 1000 Zuhörer bei den Fachvorträgen im Auditorium und im Foyer des Therapiezentrums.

Busreise zum Herz-Kreislaufzentrum

Die vermutlich weiteste Anreise hatte die Koronarsportgruppe aus Mittelhessen. Mit einem Reisebus kamen die Gäste aus der Region Marburg nach Rotenburg. Ein Mitreisender bedankte sich für den erlebnisreichen Tag zum Abschluss mit einem Trompetensignal im Rosengarten. Dort wie auch im Durstewitz-Haus gab es an mehreren Ständen Schmackhaftes aus der Klinikküche. Insbesondere die Sonnenplätze auf der Terrasse luden zu kleine kulinarischen Pausen ein.

Bad Hersfeld, 26. Mai 2017

Starker Zuspruch schon zur Eröffnung der Veranstaltung, Prof. Dr. Gerald Schiller bei seiner Ansprache

Reges Interesse am Innenleben der Klinikumpsychiatrie
Feinste musikalische Untermalung durch die beiden 9-jährigen Schülerinnen der Musikschule Meckbach Nele Schindler und Nina Ziehn starteten den Tag, an dem sich nicht nur die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit ihren Räumlichkeiten sondern besonders mit ihren Mitarbeitern und externen Kooperationspartnern dem zahlreichen Publikum präsentierten.

Schon in den Eröffnungen durch Prof. Gerald Schiller der 1. Kreisbeigeordnete Elke Kühnholz und Standortleiter Wilfried Imhof kam das Kernanliegen der Veranstaltung zur Sprache. Stigmatisierung und Ausgrenzung sind die Worte, die immer wieder benutzt wurden- Dem ist nur durch Offenheit, Abbau von Vorurteilen und Transparenz in der Behandlung psychisch kranker Mitmenschen zu entgegnen- war die einhellige Meinung der Vortragenden. Die Programmpunkte des Tages gingen von Vorträgen über Filmvorführungen bis zur Präsentation der Räumlichkeiten der Klinik. Alles perfekt organisiert und durchgeführt von den Mitarbeitern der Abteilung, deren besonders Engagement in allen Bereichen von den Organisatoren Prof. Gerald Schiller und Karin Weiser hervorgehoben wurden

Bad Hersfeld, 11. Mai 2017

Bildunterschrift: Das Herz-Team stellt sich vor: v.l.n.r.: PD Dr. Dieter Fischer, Prof. Dr. Ardawan Rastan, Prof. Dr. Holger Nef, Dr. Bernd Abt, Dr. Andreas Kayß, Dr. Martin Kolhoff, Dr. Henning Köhler

Herz-Kreislauf-Zentrum erhält Zertifizierung als TAVI-Zentrum

1. Zentrum in Nordhessen - Das Alter als Risikopotential

Die Erkrankungen an Herzklappen insbesondere der Aortenklappe, nehmen mit dem Alter kontinuierlich zu. Betroffen sind vor allem Menschen, die das 70. Lebensjahr überschritten haben. Der chirurgische Ersatz durch eine künstliche Klappe erlaubt die fast vollständige Regeneration. Neben der klassischen Operation wurde seit 2008 durch ein neueres alternatives Verfahren namens TAVI der Ersatz der Aortenklappe auch für alte und kranke Risikopatienten möglich, die bis vor einigen Jahren nicht mehr behandelt wurden, weil eine Herzoperation häufig zu riskant erschien. TAVI steht für englisch „Transcatheter Aortic-Valve Implantation“ und revolutioniert die Behandlung der Aortenklappen-Erkrankung insbesondere bei älteren Patienten und hat sich zu einem festen Bestandteil in der Therapie der Aortenklappenstenose entwickelt.

Herzklappe mittels Katheter

Bei dem Eingriff wird eine passgenaue, zusammengefaltete Herzklappe über einen Katheter, vornehmlich über die Leistenarterie in die Position der degenerierten Aortenklappe des Patienten vorgeschoben und dort entfaltet. Dies geschieht schonend am schlagenden Herzen, so dass auf den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine und auch zumeist auf die Eröffnung des Brustkorbes verzichtet werden kann. Der erfolgreiche Ersatz der Herzklappe bedeutet für den so behandelten Patienten eine verlängerte Lebenserwartung mit verbesserter Lebensqualität.

Erstes Zentrum in Nordhessen

Das Herz-Kreislauf-Zentrum in Rotenburg ist nach der Auditierung am 13. Januar 2017 im Februar 2017 als erste Klinik in Nordhessen mit dem Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als „TAVI-ZENTRUM“ ausgezeichnet worden. „Große Sorgfalt und ein hoher Qualitätsanspruch bei einem solchen Verfahren sind die Eckpfeiler einer erfolgreichen Behandlung“ sagt Kardiologie Chefarzt Prof. Dr. Holger Nef. „Wir besprechen in regelmäßigen „Herz-Team“-Konferenzen jede einzelne Patientengeschichte. Dabei sind wichtige Fragen zu dem individuellen Risiko für den Eingriff selbst und für Komplikationen zu diskutieren. Eine weitere wichtige Rolle spielen bei der Entscheidung auch weitere Erkrankungen des Patienten“ so Nef weiter. Die Gutachter der DGK attestieren dem Team des Herz-Kreislauf-Zentrums in Rotenburg ein „sehr gut strukturiertes Klappenprogramm. Mehrere Ärzte mit hoher Expertise. Exzellente Kooperation zwischen den Disziplinen Herzchirurgie und Kardiologie. Kurze organisatorische Wege und Prozeduren werden sehr sorgfältig durchgeführt." Zudem wurde die im Bundesdurchschnitt außergewöhnlich geringe Sterblichkeit am HKZ hervorgehoben.

In Hessen gibt es bislang nur in Frankfurt, Bad Nauheim und Gießen zertifizierte TAVI-Zentren; in Deutschland sind es insgesamt 36.

 Sicherheit, Teamarbeit und kurze Wege

„Unser Herz-Team aus Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesisten und wenn nötig weiteren Fachdisziplinen vor Ort, arbeitet vorbildlich zusammen“, betont Prof. Dr. Ardawan Rastan, Chefarzt der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie. „Unsere über alle Fach- und Berufsgruppen gelebte Kooperation wird durch gute bauliche Voraussetzungen unterstützt. So stehen uns ein  moderner Hybrid-OP, mehrere Herzkatheterlabore und zwei Intensivstationen rund um die Uhr zur Verfügung. Die Anbindung im Zentrum für Cardiolpulmonale Medizin (CPM) erleichtert zudem seit Herbst 2016 den Austausch mit den Herzzentren in Giessen, Marburg und Bad Nauheim. Eine unserer Stärken ist, dass wir im Falle einer Komplikation, diese sehr zeitnah operativ versorgen und so die damit verbundene Gefahr für den Patienten rasch kontrollieren können“, so Rastan weiter.

Minimalinvasive TAVI-Aortenklappen-Implantationen werden in Rotenburg bereits seit 2010 vorgenommen, bislang insgesamt 509 Mal. Im Jahr 2016 waren es alleine 108 Eingriffe. Die Zahl des herkömmlichen chirurgischen Aortenklappenersatzes lag im Herz-Kreislauf-Zentrum isoliert oder in Kombination mit anderen Eingriffen für das Jahr 2016 bei 162 Operationen.

Hintergrund:

Für Eingriffe an der Aortenklappe des Herzens, die nicht konventionell mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine am ruhenden Herzen, sondern durch eine katheter-gestützte Herzklappenintervention am schlagenden Herzen vorgenommen werden, gelten seit Januar 2015 qualitätssichernde Mindeststandards. Dies hat seinen Grund darin, dass beide Methoden jeweils spezifische Vor-, aber auch Nachteile haben können und sich beide Verfahren im Spannungsfeld der operativen und internistischen Fachdisziplinen befinden. Um hier eine Konkurrenzsituation auszuschließen und für einen individuellen Patienten die bestmögliche Therapieentscheidung zu finden, hat der Gesetzgeber die feste Implementierung eines interdisziplinären Herzteams und das Vorhandensein fester Kliniks- und Teamqualifikationen eingefordert.

Der gesetzliche Beschluss durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gilt für Krankenhäuser, die katheter-gestützte Aortenklappenimplantationen (TAVI), aber auch katheter-geführte Verfahren an der Mitralklappe durchführen. Diese Zentren müssen bestimmte strukturelle, fachliche und personelle Anforderungen nachweislich erfüllen, um diese Leistungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung anbieten zu dürfen. Die Qualitätsvorgaben der neuen G-BA-Richtlinie betreffen die Indikationsstellung, die Durchführung der Eingriffe sowie die stationäre Nachbehandlung der Patientinnen und Patienten. Ziel ist es, durch Interdisziplinarität das Komplikationsrisiko zu senken und die Behandlung von Komplikationen zu verbessern. Diese Voraussetzungen nach dem G-BA-Beschluss werden vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen überprüft.

Aber auch die jeweiligen Deutschen Fachgesellschaften fordern spezifische Zentrumsvoraussetzungen und individuelle ärztliche Qualifikationen ein. Während die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) eine operateur-spezifische Qualifikation zertifiziert, hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) seit 2015 eine umfassendes Zertifizierungsverfahren entwickelt, das neben Strukturvoraussetzungen des jeweiligen Zentrums auch spezifische Qualifikationen der Herz-Team-Mitglieder und auch ein ausreichendes Behandlungsvolumen abprüft.Diese Kriterien zur Indikations-, Prozess- und Strukturqualität werden durch eine Überprüfung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. mit einem Zertifikat als „TAVI-Zentrum- DGK zertifiziert“ bescheinigt.

 

Bad Hersfeld, 07. Mai 2017

Chefarzt PD Dr. Dieter Fischer

Chefarzt PD Dr. Dieter Fischer am HKZ angekommen

Mit PD Dr. med. Dieter Fischer hat im April ein weiterer Chefarzt der Kardiologie seinen Dienst aufgenommen. Der aus dem Emsland stammende Kardiologe komplettiert damit den Chefärzte-Kreis der Klinik für Kardiologie. Neben ihm sind Prof. Dr. med. Holger Nef, Dr. med. Stefan Steiner (Rhythmologie), Dr. med. Reinhard Funck (Kardiale Bildgebung) und Dr. med. Klaus Edel (Rehabilitation) für die einzelnen Bereiche verantwortlich.

PD Dr. med. Dieter Fischer hat in Hannover studiert und war vor seiner Zeit in Rotenburg als leitender Oberarzt an der Uniklinik Münster tätig. „Da die Kardiologie inzwischen immer breiter aufgestellt ist, halte ich es für gut, die fachliche Verantwortung auf mehrere Personen zu verteilen“, so Fischer. „Das bedeutet keine Trennung der vier Akut-Abteilungen. Es ist eine Abteilung, die in enger Abstimmung von vier Chefärzten geführt wird.“ Dazu trifft sich regelmäßig eine Chefarztrunde. Das HKZ, dessen guter Ruf ihm schon bekannt war, sei ein kardiologischer Maximalversorger. „Bei uns kann in Sachen Herz alles gemacht werden, genau wie in einer Universitätsklinik. Der Vorteil hier sind aber die kurzen Wege.“ Auch dass eine eigene Herzchirurgie angeschlossen ist, sei ein großes Plus. Hierbei denkt er natürlich auch an die Zusammenarbeit mit den Herzchirurgen im Hybrid-OP-Saal. „Unser Bereich ist enorm in Fluss. Vor zehn Jahren war eine Klappentherapie mittels Katheter mit einem kurzen Eingriff noch fast undenkbar. Heute ist das Standard.“

Eine leitliniengerechte Kardiologie auf neuestem Stand nennt Fischer als Ziel. Dabei will er sich mit seinem Team an Studien und fachgerechten Empfehlungen orientieren, um die Effektivität der Behandlungen noch zu verbessern. Auch für die weitere Entwicklung des Hauses hat er schon konkrete Pläne. Für nicht ganz so kranke Patienten würde eine Wachstation (IMC, Intermediate Care) zu Verbesserungen führen. Außerdem sei eine Neuregelung der Notfallaufnahme wünschenswert, damit nicht jeder Patient gleich auf der Intensivstation landet.

Für einen wichtigen Schritt hält der neue Chefarzt den Aufbau der Pneumologie am HKZ. Seit Anfang des Jahres entsteht unter Prof. Dr. med. Ulrich Wagner mit der Lungenheilkunde ein eigener Bereich, der die Kardiologie gut ergänzt. Fischer: „Die beiden Fächer liegen eng beieinander, davon können beide nur profitieren.“

Der 44-jährige Chefarzt, der sich an seiner neuen Wirkungsstätte bestens aufgenommen fühlt und von einem hochmotivierten Team spricht, sieht sich nicht nur als Organisator, sondern in alle Arbeitsabläufe mit eingebunden. „Der Kontakt zu den einzelnen Patienten ist mir wichtig. Ich möchte jede Woche jeden Patienten sehen.“

Zur Klinik für Kardiologie in Rotenburg gehören derzeit 3 Kathetermessplätze, eine Angiographie-Anlage, das Labor für Elektrophysiologische Untersuchungen der Rhythmologie und die Intensivstation mit zertifizierter Brustschmerzeinheit und einer 24-Stunden-Bereitschaft.

Bad Hersfeld, 18. April 2017

Koordiniert den Aufbau der Gesundheitsregion mit den Standorten Rotenburg, Bad Hersfeld, Gießen, Marburg und Bad Nauheim und definiert dabei die Standards: Ausnahmemediziner Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger.

Herausragende Schlüsselfigur für die Gesundheitsregion Hersfeld-Rotenburg

Weil er zwischen Militärdienst und Studium mit einem Bus durch die Wüste fahren wollte, lernte er Kraftfahrzeugmechaniker. Innerhalb von 16 Monaten, vom Beginn der Ausbildung bis zur Gesellenprüfung. „Ich wollte mich unabhängig machen und verstehen, wie das alles technisch funktioniert“, sagt Professor Grimminger. Und lacht. Seinen unbedingten Willen, den Dingen auf den Grund zu gehen, hat der 59-jährige Mediziner gewissermaßen auf die Spitze getrieben. Nach seiner handwerklichen Ausbildung begann er Länder zu erkunden, die man heute kaum noch bereisen kann. Technische Defekte konnten ihn jedenfalls nicht aufhalten. 

Im Anschluss an die abenteuerlichen Reisen nahm Grimminger dann seine Studien auf. Humanmedizin, Biologie und Chemie, gleichzeitig. „Chemie aber ohne Abschluss“, lacht er wiederum, wissend, dass dadurch seine Ausnahmestellung keinesfalls geschmälert wird. „Ich bin leidenschaftlicher Naturwissenschaftler“, verrät Grimminger und fügt hinzu: „Medizin ist ja in vielen Bereichen ähnlich wie ein höher entwickeltes Handwerk.

Ich habe mir damals eingebildet, alle Lebensformen bis ins kleinste Detail verstehen zu können. Vom Molekül bis zum Gesamtorganismus. Bei diesem Versuch wird man allerdings schnell demütig. Akademisch zumindest war das Ganze sehr erfolgreich, denn in beiden Fächern promovierte der gebürtige Frankfurter, in rekordverdächtiger Zeit. Im Abstand von nur einem Jahr schrieb er seine Doktorarbeiten in Humanmedizin und Biologie. Bereits zwei Jahre später folgte die Habilitation an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine Facharzt-Qualifikationen hat er in den Disziplinen Innere Medizin mit den Schwerpunkten Pneumologie, Onkologie, Intensivmedizin, Allergologie, Palliativmedizin und spezielle Schmerztherapie erlangt. Grimminger ist neben seinen vielfältigen Engagements in Deutschland Ehrenprofessor an den Universitäten Kent (Großbritannien) und Texas (USA). 

Intellektueller Hochleistungssportler
Ein derartiger „intellektueller Hochleistungssportler“ fällt auf, wird in seinen Kreisen beinahe zwangsläufig prominent. Auch Martin Ködding, Geschäftsführer des Klinikums Hersfeld-Rotenburg, wusste von dem Ausnahmemediziner in der Nachbarschaft, der gleichzeitig als Direktor der Medizinischen Klinik IV/V des Universitätsklinikums Gießen, Direktor der Abteilung Pneumologie/Onkologie an der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim und Ärztlicher Direktor des Gesundheitszentrums Wetterau tätig ist. 

Ködding nahm Kontakt zu Grimminger auf - und gewann ihn für die Idee, das Klinikum Hersfeld-Rotenburg, bestehend aus dem Klinikum Bad Hersfeld und dem Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg, in ein größeres, weiter gefasstes Gesundheits-Netzwerk einzubauen. Bei der Koordination dieser Strukturen profitiert Professor Grimminger nun in erster Linie von den Erfahrungen, die er während seiner Lehrtätigkeit in den USA gemacht hat. 

„Das US-amerikanische Gesundheitswesen ist nicht sozial und nicht solidargemeinschaftlich“, sagt er, „weil die Amerikaner ein anderes Verständnis von der Freiheit und Unabhängigkeit des Einzelnen haben. Ein paternalistisch bevormundendes Versorgungssystem wie in Deutschland ist im Süden des Landes immer noch undenkbar. Was aber in Amerika perfekt funktioniert, ist die Bildung von Clustern. Dort sind sämtliche Ärzte und Kliniken so eng miteinander vernetzt, dass jeder versicherte Patient bei jedem Problem einen hervorragenden Spezialisten aufsuchen kann.“ Eine solche Idee setzt allerdings voraus, dass Spitzenmediziner nicht mehr ortsgebunden arbeiten, sondern an mehreren Kliniken aktiv sind – eine Art „standortübergreifendes Mehraugensystem der Qualitätskontrolle“, die die Spezialisten immer Bedarfsgerecht am richtigen Ort einteilt. So profitiert nicht nur der Patient, sondern jeder Spezialist sammelt die für sein Gebiet notwendige Erfahrung in kürzester Zeit.

In Deutschland dagegen gilt häufig, dass jeder alles kann, auch wenn er nur kleinste Patientenzahlen mit einer Erkrankung überblickt. Bildlich machen lässt sich das Problem mit dem Satz „Der Mann mit dem Hammer sieht überall einen Nagel“. So kann es passieren, dass manchmal das gemacht wird, was der Arzt am besten kann und nicht das was der Patient am meisten braucht. 


Der Arzt kommt zum Patienten
Professor Grimminger selbst ist das lebende Beispiel, dass ein solches Netzwerk auch in Deutschland funktionieren kann. Sein Ziel ist die Schaffung einer Gesundheitsregion, in der jeder Patient, vollkommen unabhängig davon, in welcher Arztpraxis oder welchem Krankenhaus das Gesundheitssystem zuerst „betritt“, alle relevanten Spezialisten antreffen kann, ohne selbst lange Wege zurücklegen zu müssen. 

„Ich bin sicher, dass wir diese engen Vernetzungen zwischen verschiedenen Krankenhäusern und Ärzten benötigen, um dem drastischen Umbau des Gesundheitssystems in Deutschland adäquat zu begegnen“, sagt der Netzwerk-Koordinator. Die Gesundheitsregion, wie sie hier derzeit aufgebaut wird, wäre früher allerdings undenkbar gewesen – Basis dafür sind nicht nur die hoch qualifizierten Ärzte, die eine ausgeprägte Teamfähigkeit mitbringen müssen, sondern auch schnelle Internet-Verbindungen und eine hoch entwickelte medizinische Software, die den Spezialisten alle relevanten Daten aus den beteiligten Versorgungseinrichtungen an ihren jeweiligen Einsatzorten zur Verfügung stellt.

Friedrich Grimminger ist nicht der unnahbare Abgehobene – er ist vielmehr der Prototyp empathischen, offenen Sympathieträgers. Für seine Vision hat der Mann, dessen Tag deutlich mehr als 24 Stunden zu haben scheint, bereits jede Menge Mitstreiter gefunden. Professor Grimminger koordiniert den Aufbau des interdiszipliniären Zentrums für Cardio-Pulmonale Medizin an den Standorten Rotenburg an der Fulda mit den Schwerpunkten Kardiologie, Herzchirurgie, Pneumologie und Pneumo-Onkologie gemeinsam mit dem Klinikum Bad Hersfeld und mit dem Universitätsklinikum an den Standorten Gießen und Marburg und der Kerckhoffklinik in Bad Nauheim offenbar virtuos. Anders ließe sich das große Interesse an hoch qualifizierten Chefärzten, die in diesem Projekt mitarbeiten, kaum erklären.

Bad Hersfeld, 13. April 2017

Klinikum Bad Hersfeld verfügt über ein zertifiziertes Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie - Über 1000 Patienten in 3 Jahren operiert

 „Spezialisierung ist gerade in der Chirurgie von großer Bedeutung“ so PD Dr. Vogel, Chefarzt der Klinik für Allgemein-Viszeral- Minimalinvasive Chirurgie des Klinikums Bad Hersfeld. So hat die Klinik seit langem nicht nur einen Schwerpunkt im Bereich der chirurgischen Behandlung bösartiger Erkrankungen (Krebs), sondern nimmt seit 2014 auch an Qualitätssicherungsstudien der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zur Behandlung von Bauchwandbrüchen teil.

Jetzt wurde die Abteilung als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie (Bauchwandbrüche) von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zertifiziert.

Dabei wurde die Qualität der Behandlung über drei Jahre geprüft. In dieser Zeit wurden am Klinikum Bad Hersfeld fast 1000 Bauchwandbrüche operiert. Die aufwändige Prüfung befasste sich nicht nur mit der Ergebnisqualität – hier konnte die Abteilung von PD Dr. Vogel deutlich bessere Werte für alle Brucharten nachweisen als von der Fachgesellschaft gefordert. Auch der Umgang mit schwierigen Bruchbehandlungen wurde begutachtet: „Hier habe ich ein hochentwickeltes System gesehen“, so der Prüfer der Fachgesellschaft.

Spezialisten für Bauchwandbrüche im Klinikum Hersfeld, v.l.n.r. Leitender Oberarzt Jochen Wiegand und Chefarzt PD Dr. Peter Vogel

„Die Anforderungen haben sich neuerdings noch einmal verschärft und werden auch in Zukunft steigen“, stellte der leitende Oberarzt der Klinik für Allgemein- Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie des Klinikums, Herr Jochen Wiegand, fest. Er leitet alle Maßnahmen im Rahmen der Behandlung von Bauchwandbrüchen. Besonders betont wurde, dass bedingt durch die Größe des Klinikums der Abteilung vier Viszeralchirurgen (Sonderausbildung in der Chirurgie) zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht eine spezialisierte Versorgung 24 Stunden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr auch für Patienten mit Bauchwandbrüchen, so PD Dr. Vogel.

Ergänzt wird dies durch eine Spezialsprechstunde (montags von 13:00 – 15:00 Uhr) für Patienten mit Bauchwandbrüchen. Hier erfolgt die gezielte patientenbezogene Untersuchung und Beratung ob eine Therapie erforderlich ist und welche Therapie am besten zu jedem einzelnen Patienten passt.

Informationen unter Tel.-Nr. 06621-88 92 26 45.

Bad Hersfeld, 11. April 2017

v.l.n.r. Leitender Oberarzt Dr. Stephan Metzelder, Gastgeber Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer, Referentin Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic und als Gast Prof. Dr. Horst Jürgen Feldmann

Volles Haus bei Prof. Jürgen Lohmeyer am Klinikum in Hersfeld - Partikeltherapie - Mit Ionenstrahlen gegen Tumoren

Der Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Prof. Dr. med. Jürgen Lohmeyer stellte seine erste onkologische Fortbildung im Klinikum Bad Hersfeld unter den Titel: "Stellenwert der Partikeltherapie in der modernen Onkologie".

Die Direktorin der Abteilung für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) Prof. Dr. med. Rita Engenhart-Cabillic, eine der renommiertesten Spezialisten zu diesem Thema in Deutschland, berichtete über eineinhalb Jahre Erfahrung an mehr als 250 Patienten am Standort Marburg mit dieser hochspeziellen Therapieform in der Krebsbehandlung. Prof. Lohmeyer zu seiner Referentin: „Ich bin dankbar für Ihre klare Präsentation dieser Patientenschicksale, hinterlegt mit topaktuellen Forschungs- und Studiendaten. Meine Verbundenheit gilt nicht zuletzt der Tatsache, dass ich  in gemeinsamen klinischen Visiten an der Uniklinik Gießen extrem viel von Ihnen gelernt habe.  “. Über 30 Mediziner hatten sich trotz Osterferien diesen Termin und den vor- Ort Austausch mit dem hochkarätigen Gast nicht entgehen lassen. Die angeregte Diskussion rund um Fragen wie: "Für welche Patientenklientel und Tumorarten ist das hochmoderne Therapiekonzept geeignet, oder ganz praktische Erwägungen wie Zugang, Kosten und Wartezeiten" zeigten die Aktualität und Brisanz des gewählten Themas.

Hintergrund:

Seit Oktober 2015 werden unter Leitung von Prof. Rita Engenhart-Cabillic  im Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) Patienten behandelt. Angewandt wird eine besondere Technik  Krebstumore zu bestrahlen, die man auf „normalem“ Wege nicht erreicht. Diese werden dabei mit Kohlenstoff- und Wasserstoffionen beschossen. Ionen können gesundes Gewebe durchdringen, ohne dort Schaden anzurichten, tief im Tumor entfalten sie ihre zerstörerische Wirkung.

Von einer Ionentherapie profitieren Krebspatienten, bei denen das Tumorwachstum mit der herkömmlichen Strahlentherapie nicht gestoppt werden kann, weil es technisch unmöglich ist, eine ausreichend hohe Strahlendosis zu verabreichen. Diese Patienten leiden an Tumoren, die tief im Körper liegen, extrem widerstandsfähig gegenüber herkömmlicher Bestrahlung sind, oder von hoch strahlenempfindlichem gesunden Gewebe umschlossen werden, beispielsweise Sehnerv, Hirnstamm, Rückenmark oder Darm.

Besonders günstig ist der Einsatz von Ionenstrahlen auch bei bestimmten Krebsarten im Kindesalter. Gerade bei Kindern ist es wichtig, Langzeitnebenwirkungen einer Therapie zu vermeiden. Mit Ionenstrahlen ist es möglich, das gesunde Gewebe maximal zu schonen. So können unter anderem Wachstums- und Entwicklungsdefizite sowie die Entstehung von Zweittumoren vermieden werden.

Quelle: http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/umr_ptz/index.html

Bad Hersfeld, 23. März 2017

Chefarzt Dr. Stefan Steiner Rhythmologie der Klinik für Kardiologie und Stefanie Bergmann

Das Rotenburger Arzt-Patienten-Seminar wird fortgesetzt!

Am kommenden Samstag, 25. März 2017, widmet man sich im HKZ der Frage "Vorhofflimmern - harmloses Herzstolpern oder eine Volkserkrankung?" Dabei trifft man sich erstmals am Vormittag. Von 9.30 bis 13.00 Uhr referieren drei Chefärzte und eine Oberärztin im Festsaal des Dr. Durstewitz-Hauses. Der Eintritt ist wie immer frei. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung ausgerichtet. "Wir wollen mit unserem Arzt-Patienten-Seminar über den neuesten Stand der Medizin zum Vorhofflimmern informieren", so Chefarzt Dr. Stefan Steiner aus der Rhythmologie der Klinik für Kardiologie. "Dabei möchten wir uns aber auch nicht zuletzt bei Walter Bernhardt für sein jahrzehntelanges Engagement und seinen Einsatz für die Deutsche Herzstiftung und damit für Herzpatienten und Angehörige bedanken." Der agile Herr aus Altmorschen wird zu Beginn der Veranstaltung aus seinem Ehrenamt verabschiedet.

Neben den Vorträgen werden sich an Infoständen die Deutsche Herzstiftung, die Rotenburger Selbsthilfegruppen Herz und ICD sowie Defibrillator-Deutschland vorstellen. Das Deutsche Rote Kreuz bietet die Möglichkeit, Wiederbelebung zu üben. In der Ausstellung können Katheter, Schrittmacher und Instrumente der Kardiotechniker etc. in Augenschein und in die Hand genommen werden 

"Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende, informative diskussionsfreudige Veranstaltung."

Informationen unter:
Sekretariat Klinik für Kardiologie, Carmen Griese
Tel. 0 66 23 - 88 60 10, kardiologie@hkz-rotenburg.de

Hintergrund Rhythmologie:

"Vorhofflimmern - harmloses Herzstolpern oder eine Volkserkrankung?"

Seit dem 17. Jahrhundert kennt man aus Tierexperimenten Vorhofflimmern. Vor gut 100 Jahren wurde zum ersten Mal die Aufzeichnung eines EKG bei einem Menschen von Willem Einthoven in Leyden (Südholland) beschrieben. Mit dieser Ableitung der Herzströme war der Grundstein zum Verständnis für Herzrhythmusstörungen gelegt. 1969 gelang es schließlich, über Herzkatheter elektrische Signale direkt am Herzen abzuleiten, mit Perfektionierung dieser Technik wuchs das Verständnis über die Entstehung von Herzrhythmusstörungen. In den Achtziger-Jahren wurde schließlich begonnen, zur Behandlung von Rhythmusstörungen Gewebe im Herzen zu veröden (zu „abladieren“).

Heute leiden an Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung überhaupt, fast 1,8 Millionen Patienten in Deutschland, weltweit circa 30 Millionen! Die Häufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu, weswegen Vorhofflimmern nicht zuletzt angesichts der demographischen Entwicklung ein brennendes Thema darstellt. Früher oft als völlig harmlose Rhythmusstörung verniedlicht, wird es heute differenzierter betrachtet und intensiv wissenschaftlich erforscht, um die Diagnostik und Therapie zu optimieren.

Tückisch bei Vorhofflimmern ist vor allem die Tatsache, dass es vom Patienten unbemerkt bleiben, zugleich aber zu Komplikationen wie einem Schlaganfall führen kann. Je nach Art, Schweregrad und Ursache der Herzrhythmusstörung gibt es verschiedene Therapien: Medikamente, Schrittmacher, Operationen oder interventionelle Verfahren (Katheterablation).

Programm:

9.30 Uhr
Begrüßung ...
Chefarzt Prof. Dr. med. Ardawan Rastan, Herzchirurgie

... und Verabschiedung von Walter Bernhardt
Prof. Dr. med. Christian Vallbracht, Direktor a.D. der Kardiologie am HKZ
Martin Vestweber, Geschäftsführer der Deutschen Herzstiftung

10.00 Uhr
„Einführung zum Thema Vorhofflimmern“
Chefarzt Dr. med. Stefan Steiner, Rhythmologie 

10.10 Uhr
„Was ist überhaupt Vorhofflimmern?“
Oberärztin Stefanie Bergmann, Rhythmologie

10.30 Uhr
„Schlaganfall als Folge des Vorhofflimmerns“
Chefarzt Prof. Dr. med. Markus Horn, Klinik für Neurologie / Geriatrie

11.00 Uhr - Kaffeepause

11.45 Uhr
„Erkrankung der Mitralklappe als Ursache des Vorhofflimmerns“
Chefarzt Prof. Dr. Ardawan Rastan, Herzchirurgie

12.15 Uhr
„Behandlung von Vorhofflimmern mit Kathetertechniken“
Chefarzt Dr. med. Stefan Steiner, Rhythmologie

Abschluss-Diskussion und Ausklang

Bad Hersfeld, 11. März 2017

Von Montag den 13. März 2017 bis Donnerstag 16. März 2017, findet bundesweit zum neunzehnten male die Nierenwoche statt.

Die Eröffnung durch die Chefärztin der Klinik für Nephrologie, Dr. Gisela Schieren und Verwaltungsdirektor Wilfried Imhof findet am Montag den 13.03.2017 um 14:00 Uhr  im Foyer des Klinikums Bad Hersfeld statt.

 

Die Selbsthilfe Niere Osthessen e.V. wird auch in Bad Hersfeld  von Montag bis Donnerstag jeweils von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Klinikum Bad Hersfeld mit einem Infostand entsprechend informieren.  Ziel der  Aktion ist es, ein Bewusstsein für die chronische Nierenerkrankung zu schaffen und Präventionsmaßnahmen bekannter zu machen. Das Motto der diesjährigen Nierenwoche lautet

„Gesunde Ernährung – gesunde Nieren“

denn eine abnehmende Nierenfunktion ist zwar auch eine Alterserscheinung, sie kann aber durch verschiedene Lebensstilfaktoren beschleunigt werden. Um möglichst lange ohne eine Nierenersatztherapie (Dialyse) leben zu können, sollten gerade ältere und auch junge Menschen auf ihre Nieren achten.

Eine chronische Nierenerkrankung tritt häufig erst in der zweiten Lebenshälfte auf. Zwar ist es normal, dass die Organfunktion im Alter leicht abnimmt, wenn aber Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Rauchen die Gefäße zusätzlich schädigen – die Nieren bestehen aus vielen kleinen Gefäßknäuel – kann die Nierenfunktion rasant abnehmen. Das gilt auch für so genannte Autoimmunerkrankungen, bei denen der Körper seine eigenen Nieren angreift. Liegt die Organfunktion unter 10% spricht man von einem Nierenversagen. Die Betroffenen sind dann auf eine Nierenersatztherapie, d.h. entweder auf eine Transplantation oder auf die Dialyse („Blutwäsche“) angewiesen. Das stellt einen tiefen Einschnitt im Leben der Patienten dar. Derzeit gibt es in Deutschland 71.000 Dialysepatienten, die meisten von Ihnen sind über 65 Jahre alt.  Sie müssen dreimal pro Woche vier bis fünf Stunden lang dialysiert werden. Da das Nierenversagen nicht nur mit Einbußen in der Lebensqualität verbunden ist, sondern auch mit einem deutlich erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko einhergeht, sollten gerade ältere Menschen darauf achten, ihre Nieren möglichst lange funktionstüchtig zu erhalten.

Wie das geht, darüber informieren Sie gerne die Ärzte im Klinikum Bad Hersfeld, dem KfH, Am Wendeberg  2, die Mitglieder der „Selbsthilfe Niere“ Osthessen e.V. und/oder ein Faltblatt der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie, der Deutschen Nierenstiftung und des KfH Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation e.V.. Wichtig für die Vermeidung eines Nierenversagens ist alles, was die Gefäße schützt, denn die Nierenkörperchen, die die Filterfunktion des Organs übernehmen, bestehen aus vielen Kleinstgefäßen. Aktiver Gefäßschutz ist daher wesentlich und das bedeutet konkret Nichtrauchen, gesunde Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht. Ältere  Menschen sollten zudem regelmäßig ihren Blutdruck messen (und ggf. medikamentös einstellen auf <140/90 mmHg) sowie regelmäßig eine Blutzuckerkontrolle durchführen. Menschen mit Bluthochdruck wie auch Diabetiker sind besonders gefährdet, ein Nierenversagen zu entwickeln, die Blutdrucksenkung bzw. Blutzuckereinstellung  sind daher wichtige Maßnahmen für ein langes, dialysefreies Leben! Wollen Sie Genaueres wissen, so besuchen Sie doch während der Nierenwoche den Stand der Selbsthilfegruppe im Foyer des Klinikums Bad Hersfeld. Dort erhalten Sie auch Informationsmaterial und haben Gelegenheit, mit Betroffenen zu sprechen in der Zeit zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr von Montag bis Donnerstag.

Bad Hersfeld, 01. Februar 2017

V.l.n.r. Das Team des Zentrums für Cardio-Pulmonale-Medizin und Mitglieder der Geschäftsleitung: Ulrich Meier, PD Dr. Dieter Fischer, Dr. Marcel Kunde, Dr. Andreas Kayß, Prof. Dr. Holger Nef, Prof. Dr. Ulrich Wagner, Dr. Stefan Steiner, Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Prof. Dr. Ardawan Rastan, Dr. Reinhard Funck, Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer, Martin Ködding, Dr. Yahia Kabel und Hartwick Oswald

Erste Fortbildung des CPM im Herz-Kreislaufzentrum Rotenburg

Unter dem Titel -Update Herz-Lungenmedizin- stellten die „neuen Chefärzte“ am Rotenburger Hausberg ihre Fachgebiete interessierten Medizinern und Mitgliedern deren Praxisteams vor.

Die von Prof. Dr. Ardawan Rastan moderierte Veranstaltung schlug den Bogen von einer Kurzvorstellung des Klinischen Zentrums für Cardiopulmonale Universitätsmedizin Hersfeld-Rotenburg durch  Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, der persönlichen Vorstellung der Akteure bis hin zu Fachvorträgen zum aktuellen Stand der Medizin.  Prof. Dr. Holger Nef bot Einblicke zur  modernen Klappentherapie am Herzen, PD Dr. Dieter Fischer stellte neue Strategien in der Therapie der koronaren Herzkrankheit in den Mittelpunkt seines Vortrags.

Pneumologie Chefarzt Prof. Dr. Ulrich Wagner hatte das Spektrum derbronchoskopischen Interventionen im Blick und die beiden Leiter der Anästhesie am Hausberg,  Dr. Marcel Kunde und Dr. Andreas Kayß boten Einblicke in die „Intensivtherapie des alten Patienten“.

Abgerundet wurde die gut besuchte Veranstaltung durch einen begleitenden Kurs zum Basic-Life-Support, der Vorstellung des Elektrophysiologie-Labors von Rhythmologen Dr. Stefan Steiner und einen Gang durch den Hybrid-Op.

Bad Hersfeld, 17. Januar 2017

Bildunterschrift:  Malerische Umgebung: Das Pysiocenter in direkter Nachbarschaft der Kurbadtherme und Kurverwaltung, mit Nähe zur Fulda

Bovel übernimmt Physiocenter am Kurpark

Das Physiocenter, ursprünglich Reha-Einrichtung der Orthopädischen Klinik am Kurpark und bis dato ein Teil der zum kommunalen Klinikum Bad Hersfeld gehörenden Orthopädie am Hopfengarten oberhalb des Hersfelder Kurparks, wird zum 01.02.2017 selbständig.

Der langjährige Leiter des Physiocenter am Kurpark Alexander Bovel übernimmt die bisher zur Orthopädie Bad Hersfeld gehörende Gesundheitseinrichtung vollumfänglich in eigener Regie.

Der aufgrund seiner langen Erfahrung im Gesundheitsbereich von seinen Patienten und Mitarbeitern hoch geschätzte Bovel zu seiner Motivation Unternehmer zu werden:

„Ich habe mir diesen Schritt reiflich überlegt und bin gemeinsam mit meiner Frau zu dem Ergebnis gekommen, dass wir es nun wagen können. Wir haben eine exzellente Infrastruktur, hoch motivierte Mitarbeiter und einen treuen Patientenstamm hier im Kurpark. All diese Dinge sind Zeichen für einen guten Start in die Selbständigkeit. Für unsere Patienten und die sie betreuenden Ärzte am Ort wird sich nichts ändern, so Bovel weiter. Alle ihnen bekannten Mitarbeiter bleiben im Team, die Räumlichkeiten sowie Anfahrt- und Parkmöglichkeiten bleiben wie bisher.

Bad Hersfeld, 24. Dezember 2016

Bildunterschrift:  Gratulanten beim Christkind des Klinikums:  v.li.n.re. Stationsärztin Alexandra Cincaroska, stellv. ärztlicher Direktor Prof. Dr. Gerhard Zöller, Ltd. Oberärztin Kinderklinik Sylvia Spieler, Chefarzt Frauenklinik Dr. Kai Fischer, Klaudia Reiner mit Johann Gabriel (schlafend) und Landrat Dr. Michael Koch

Das 1000'ste Neugeborene im Klinikum Bad Hersfeld ist ein Christkind

Deutlich früher als von seinen Eltern erwartet, wurde im Klinikum Bad Hersfeld am Heiligabend das eintausendste Kind geboren. Der kleine Jubiläumsjunge kam am 24.12.2016 gesund um 15:00 Uhr zur Welt.

Die Mutter Klaudia ist 1990 und der Vater Thomas1971 geboren. Am 24.12. 2016 erblickte Johann Gabriel als Jubiläumskind im Kreißsaal des Klinikums das Licht der Welt.
Die Eltern, Klaudia und Thomas Reiner wohnen in  Sorga im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Zur Geburt wurde den Eltern, neben dem Team der Geburtshilfe, auch von Landrat Dr. Michael Koch mit einem Blumenstrauß, der Geburtstageszeitung und einem Babystrampler gratuliert, während der 50 Zentimeter große und 2550 Gramm schwere Junge einfach weiterschlief. 

Erfreut zeigt  sich Landrat Dr. Michael Koch, „Die Geburtshilfe unseres Klinikums ist mittlerweile eine feste Größe im Dreieck Fulda-Kassel-Eisenach. Die Familien kommen neben der Stadt Hersfeld und dem gesamten Landkreis Hersfeld-Rotenburg auch aus den Nachbarlandkreisen Werra- Meißner, Vogelsberg und sogar Kassel. Hier trägt sicher auch der gute Ruf der Hersfelder Kinderklink zum Erfolg bei.“

Seit einigen Jahren blickt die Geburtshilfe des Klinikums auf einen kleinen Babyboom.“ Die Akzeptanz unserer guten Versorgung und Ansprache der Schwangeren vor der Geburt und die exzellente Betreuung rund um Geburt und Nachsorge von Mutter und Kind sind Garanten für diesen stetigen Zuwachs“ so Chefarzt Dr. Kai Fischer „Zudem mussten in den letzten Jahren viele Geburtsstationen in der Region schließen. Daher konzentrieren sich die Geburten auf weniger Häuser und damit auch auf das Klinikum“. so Fischer weiter.

 

Rotenburg a.d.Fulda, 19. Dezember 2016

Hier ist man in den besten Händen: Die Mannschaft der Kardiologischen Intensivstation mit den Stationsärzten ist ein eng zusammengeschweißtes Team und darauf trainiert, unter hoher Belastung beste Leistungen zu bringen.

Einblick in die Kardiologische Intensiv-Station des HKZ in Rotenburg a.d.Fulda

„Viel mehr als ein Job“:
Tägliche Arbeit im Grenzbereich

Sie  haben keinen Job wie jeder andere: Die Schwestern und Pfleger der kardiologischen Intesivstation des Herz- und Kreislaufzentrums arbeiten täglich im Grenzbereich. So belastend der Beruf sein kann, so erfüllend scheint er auch zu sein.

  

Im vergangenen Jahr feierte Bernd Volland dreißigjähriges Berufsjubiläum. Der Breitenbacher lächelt, als er daran zurückdenkt. „Eigentlich war es ein Tag wie jeder andere. Selbstverständlich hält man da mal kurz Rückschau. Aber ich würde meinen Beruf immer wieder ergreifen. Es ist einfach unglaublich erfüllend, wenn man gerne mit Menschen arbeitet.“

Volland leitet die kardiologische Intensivstation des Herz- und Kreislaufzentrums. Hierher kommen Patienten, die sich in einer akuten Notsituation des Herz-Kreislaufsystems befinden. Nach Reanimationen, Herzinfarkten – oder auch zur weiteren Behandlung von Patienten von Schlaganfall und Herzoperationen.

„Auf unserer Station liegen Patienten in sehr kritischen Situationen, aber auch solche, die nach Untersuchungen am Monitor überwacht werden müssen, bevor sie wieder auf ihre Station verlegt werden können“, sagt der 57-Jährige. Mit schweren Krankheiten haben Bernd Volland und seine Kolleginnen und Kollegen täglich zu tun. Und immer wieder auch mit dem Tod.

Ruhepol, Helfer und Vertrauter: Wer als Intensiv-Pfleger arbeitet, hat einen sehr engen Kontakt zu seinen Patienten und erfährt eine große Nähe. „Das ist kein Job, den jeder ausüben kann“, sagt Bernd Volland. „Man muss mit besonderen Situationen umgehen können und Menschen lieben.“

 

Menschenliebe und Belastbarkeit erforderlich

 

Für „Normalsterbliche“ ist die Arbeit auf einer Intensivstation so etwas wie „Berufsleben im Ausnahmezustand“ – wie kann man so etwas ertragen? „Natürlich muss man dazu eine gewisse Belastbarkeit mitbringen“, erklärt der Stationsleiter. „Menschliches Leid und tragische Schicksale lassen sich nun mal nicht wegdiskutieren. Wenn bei uns Menschen eingeliefert werden, die sich in einer Notsituation befinden, etwa der Familienvater, der plötzlich einen Herzinfarkt erleidet, bedeutet das für die Angehörigen maximalen Stress. Deshalb müssen wir professionell damit umgehen können, ohne die nötige Empathie zu verlieren. Wenn wir neben der intensivpflegerischen Arbeit auch dazu beitragen können, dass Ruhe in eine Notsituation kommt und sich Patient und Angehörige wieder sicher fühlen, dann haben wir einen wichtigen Teil schon gut gemacht.“

 

Neben hoher Empathie und Menschenliebe gehört noch eine gehörige Portion medizinisch-technisches Verständnis zu dem Job, den Volland und seine Kollegen Tag für Tag erledigen. Insgesamt 20 Betten befinden sich auf der modern ausgestatteten kardiologischen Intensivstation. 28 Pflegekräfte kümmern sich im Dreischichtbetrieb um die Patienten, die meist nur einige Tage auf der Kardio-Intensiv verbringen. „Nach besonders schwerwiegenden Erkrankungen bleiben unsere Patienten aber auch schon mal drei oder vier Wochen bei uns“, erklärt der Intensivpfleger, dessen Frau ebenfalls im  Herz- und Kreislaufzentrum arbeitet. „Da muss man sich beim Abendessen schon ab und zu bemühen, nicht über die Arbeit zu sprechen“, lacht Bernd Volland.

 

Seinen Beruf liebt der Stationsleiter aber nach wie vor wie am ersten Tag. „Es ist unglaublich befriedigend zu sehen, wie es den Menschen auf unserer Station schnell wieder besser geht und sie Schritt für Schritt in ihr altes Leben zurückfinden. Dazu ein Stück beitragen zu können, entschädigt einen für andere Dinge, die an unserem Beruf besonders fordernd sind.“ Und ein weiteres Erlebnis hat ihn tief beeindruckt: „Ich habe kürzlich meinen Nachbarn reanimiert, der in seinem Garten zusammengebrochen war. In dieser Situation war ich sehr dankbar für das Wissen, das mir mein Beruf geschenkt hat.“

 

Was Volland zudem ganz besonders an seiner Arbeit mag, ist das eingeschworene Team. „Wenn man in einem Pflegeberuf arbeitet, werden die Kollegen schnell zu einer Art Familie. Es ist ein unglaublicher Zusammenhalt hier auf unserer Station – etwas Schöneres kann ich mir nicht vorstellen.“

 

Wenn dann auch noch ein Patient mit viel Hoffnung in der Stimme bei seiner Ankunft fragt: „Ist denn der Volland da?“, dann spürt der leidenschaftliche Krankenpfleger, dass er der richtige Mann am richtigen Platz ist.

Rotenburg a.d.Fulda, 07. Dezember 2016

Ihr Arbeitsplatz hat ein wenig „Cyborg“-Atmosphäre: Im EPU-Labor bringen Dr. Stefan Steiner und Dr. Stefanie Bergmann mithilfe modernster Technik Herzen wieder in den richtigen Takt. Das EPU-Labor erhält in Kürze das weltweit modernste 3-D-Mapping, um die Genauigkeit der Bildgebung auf das höchstmögliche Niveau zu bringen.

Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg a. d. Fulda bekommt modernstes 3-D-Mapping-System - High-Tech, damit Herzen wieder im richtigen Takt schlagen.

Ihr Arbeitsplatz sieht ein bisschen aus wie eine Science-Fiction-Werkstatt. Große Maschinen, jede Menge Leitungen, ein riesiger Monitor, der sich in alle Richtungen schwenken lässt; das „EPU“-Labor von Chefarzt Dr. Stefan Steiner und Oberärztin Dr. Stefanie Bergmann ist ein Eldorado für High-Tech-Fans. Hier werden Menschen buchstäblich an die Technik angeschlossen. „EPU“ steht für Elektrophysiologische Untersuchung, und was die beiden hoch spezialisierten Ärzte hier tun, ist für Normalsterbliche wirklich spektakulär. Die beiden Mediziner sorgen mit in ihrem Labor dafür, dass Herzen wieder im richtigen Takt schlagen.

„Vereinfacht erklärt besteht der Arbeitsplatz aus zwei Einheiten“, erklärt Dr. Steiner, der seinen fränkischen Akzent nicht verbergen kann. „Wir haben eine Röntgeneinheit, die in zwei Achsen arbeitet, horizontal und vertikal. Und wir haben die Kathetereinheit mit der umfangreichen Überwachungstechnik.“ Dazu kommen noch weitere Gerätschaften, zum Beispiel für die Gabe von Medikamenten.

„Unser ,Tagesgeschäft’ sind Katheteruntersuchungen“, erklärt Dr. Stefanie Bergmann. „Dabei schieben wir eine Art steuerbaren Schlauch über einen Zugang in der Leiste des Patienten durch die Vene bis ins Herz. Die Kombination von Röntgentechnik, dem Bildwandler und dem 3-D-Mapping-System erlaubt eine sehr genaue Analyse und gibt die Möglichkeit, genau an der richtigen Stelle einzugreifen, um das Herz wieder in den richtigen Takt zu bringen.“

Ob Schrittmacher oder eingebauter Defibrillator: Dr. Steiner und Dr. Bergmann versorgen die Träger dieser Geräte in ihrem Labor.

Aha. Nichts verstanden.

Dr. Steiner und Dr. Bergmann lachen. Man muss ein tiefes Verständnis für physikalische Zusammenhänge haben, um zu verstehen, was im EPU-Labor überhaupt gemacht wird.

Dr. Steiner: „Zuerst muss man wissen, dass ein rhythmischer elektrischer Potenzialausgleich zwischen den Zellen und der umgebenden Flüssigkeit der Grund ist, warum unser Herz überhaupt schlägt. Bei einem gesunden Herzen gibt es einen definierten Verlauf, den die elektrischen Entladungen als Strom über den gesamten Herzmuskel beschreiben. Diesen Streckenverlauf können wir mit unserer Technik sichtbar machen und sehen so, wo es eine Störung gibt.“ Als Verständnishilfe kann man sich ein Lauflicht vorstellen. Solange jedes Licht der Kette im richtigen Takt blinkt, entsteht der Eindruck einer synchronen Bewegung. Blinkt eins der Lichter im falschen Takt, wird dieser Eindruck gestört – bildlich wäre dies eine „Herzrhythmusstörung“.

Mithilfe der bildgebenden Technik in ihrem Labor können Dr. Steiner und Dr. Bergmann also feststellen, welcher Punkt des Herzmuskels der Auslöser einer Rhythmusstörung ist. Die Kathetertechnik im Rotenburger EPU-Labor geht aber noch weiter. Eines der am häufigsten eingesetzten Verfahren nennt sich „Ablation“.  Dabei wird genau der eine Punkt des Herzmuskels, der für die Rhythmusstörung verantwortlich ist, thermisch verödet. Danach kann er dem regelmäßigen Herzschlag nicht mehr „dazwischenfunken“.

Technik, wohin das Auge schaut. Das EPU-Labor von Dr. Steiner und Dr. Bergmann wirkt wie eine Reparaturwerkstatt für Cyborgs.

„Das schöne an unserem Beruf ist, das man unmittelbar heilen kann“, sagt Dr. Steiner. „Die Ablationstherapie ist sehr wirkungsvoll und einer der Schwerpunkte in unserer Abteilung.“Das Herz- und Kreislaufzentrum misst dieser Behandlung sehr großen Wert bei. Das 3-D-Mapping, also das bildgebende Verfahren, das Voraussetzung für diese Art der Behandlung ist, wird in Kürze weiter aufgerüstet. „Damit haben wir dann das modernste 3-D-Verfahren, das überhaupt auf dem Markt verfügbar ist“, freut sich Chefarzt Dr. Steiner. Neben dem EPU-Labor sind Dr. Steiner und Dr. Bergmann auch für das Herzschrittmacher- und Defibrillator-Labor zuständig, in dem die Patienten, die diese Geräte tragen, versorgt werden.  Auch hier lohnt ein Blick hinter die Kulissen. „Mittlerweile ist diese Technik so weit fortgeschritten, dass wir über das Internet kontrollieren könnten, ob an der Einstellung eines Herzschrittmachers etwas verändert werden muss“, sagt Dr. Stefanie Bergmann. Der umgekehrte Weg, also die Einstellung via Internet, ist allerdings nicht möglich – hier hat der Gesetzgeber vorgesorgt, um Manipulationen durch Dritte auszuschließen.
Bleibt die Frage, wie man überhaupt zu einer derart interdisziplinären Ausbildung zwischen Humanmedizin und High-Tech kommt. Dr. Steiner lacht: „Ich habe mir nach dem Abi tatsächlich überlegt, ob ich Medizin oder Physik studieren soll. Aber ich arbeite eben gern mit und vor allem für Menschen.“ Im EPU-Labor können der Chefarzt und seine Oberärztin beide Leidenschaften miteinander verbinden. Der Weg dahin aber war nicht einfach. „Wir sind Internisten, Kardiologen, Rhythmologen und Elektrophysiologen“, grinst Dr. Stefanie Bergmann. Die beiden Mediziner verstehen mit ihrer interdisziplinären Ausbildung also nicht nur den menschlichen Körper, sondern sind auch in der Lage, die physikalischen Ereignisse des Organismus mit der Physik der Elektrotechnik zu verbinden – die Grundvoraussetzung für eine so hochspezialisierte Medizin, wie sie im Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg tagtäglich eingesetzt wird.

Bad Hersfeld, 20. November 2016

Mehr als 200 Besucher im Kurpark- „Herz unter Stress“ 2016

Im Rahmen der bundesweiten Informationskampagne der Deutschen Herzstiftung stand in diesem Jahr der „Stress“ und die Auswirkungen auf die allgemeine- und besonders die Herzgesundheit im Focus der Veranstaltung von Dr. Reinhard Funck, dem Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Intensivmedizin des Klinikum Bad Hersfeld. Hier hatte er ein erlesenes Feld an Fachleuten in das Kurhotel in Hersfeld eingeladen. „Information und Dialog sind die Kernelemente unserer Gesundheitsveranstaltung“ so Funck „ Nur wenn viele Menschen mit uns reden und uns mit ihren Fragen konfrontieren, können wir verstehen,  was Stress auslöst. Krankheitserleben und Leidensdruck sind völlig individuell“ erläutert der Chefarzt. In ihren Begrüßungen lenkten Klinikum Geschäftsführer Martin Ködding und der ärztliche Direktor Prof. Markus Horn den Blick auf die sich rasant entwickelnde Medizinstruktur mit  hockkarätig besetzten Zentren im Landkreis Hersfeld- Rotenburg.

Hier einige Eindrücke von der Herzwoche im Klinikum Bad Hersfeld

Herzwochen Klinikum Bad Hersfeld



DRK Bad Hersfeld immer im Einsatz


In der ersten Reihe! Mitarbeiter der Kardiologie mit ihrem Chefarzt Dr. Reinhard Funck


So wird zum Jahreswechsel das Cardio-Pulmonale Zentrum und ein Lungenkrebszentrum über die Standorte in Hersfeld und  Rotenburg seine Arbeit aufnehmen und Universitätsmedizin zu den Bürgern des Kreises bringen.  Eine klare Absage an Diejenigen, die mit dem Aufbau dieser Strukturen einen Substanzverlust am Standort Bad Hersfeld verbinden, hatte Geschäftsführer Martin Ködding im Gepäck: „Zusätzlich zu den Investitionsmitteln des Landes in Höhe von 26 Mio. im Herz- Kreislaufzentrum Rotenburg werden die notwendigen Mittel zur Sanierung des mittleren Bettenhauses im Klinikum erwartet. Dies zeigt das Vertrauen der Politik in den eingeschlagenen Weg der kommunalen Kreiskliniken“, so Ködding. In zahlreichen Fachvorträgen von ansässigen Medizinern, Psychologen, den Mitarbeitern der Kardiologie am Klinikum und des Herz-Kreislaufzentrums in Rotenburg wurde das Thema Stress mit all seinen Facetten beleuchtet. Während des Pausenbrunchs waren die Stände des DRK, der Herzstiftung und der Selbsthilfegruppe Koronarsport beliebte Anlaufstellen zur Information. Die von Stadtrat Hans Georg Vierheller eröffnete Veranstaltung  gehört seit einigen Jahren zu einem stark frequentierten Bestandteil der „Herzwochen“ in der Kreisstadt.


Bad Hersfeld/Rotenburg a.d.Fulda, 25. Oktober 2016

Entspannt in OP der Herz-Kreislaufzentrums: Sozialminister Stefan Grüttner, Landrat Dr. Michael Koch, Geschäftsführer Martin Ködding, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und der Rotenburger Bürgermeister Christian Grunwald

HKZ wird Teil eines überregionalen klinischen  Zentrums für kardiopulmonale Universitätsmedizin

Startschuss durch die Minister Gröhe und Grüttner auf dem Rotenburger Hausberg

Hoher politischer Besuch am Herz- Kreislaufzentrum Rotenburg

Das Herz-Kreislaufzentrum in Rotenburg wird gemeinsam mit den Universitätskliniken Gießen und Marburg (UKGM) sowie der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim Standort eines klinischen Zentrums für kardiopulmonale Medizin. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Hessens Sozialminister Stefan Grüttner haben am Dienstag die Rotenburger Spezialklinik besucht, um sich über ein bundesweit einmaliges Kooperationsprojekt zu informieren.

 „Nach der Übernahme des HKZ im Frühjahr dieses Jahres gewinnt die Entwicklung des neuen medizinischen Konzeptes heute deutlich an Kontur“, freute sich Landrat Dr. Michael Koch, zudem Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Bad Hersfeld. „Insgesamt wollen wir nicht nur wirtschaftlicher arbeiten, die Maßnahmen werden auch zu einer Verbesserung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum führen. Ich freue mich, dass der Kooperation nun nichts mehr im Wege steht.“

„Wenn es im Notfall schnell gehen muss, brauchen wir gut erreichbare Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung. Gleichzeitig gilt aber auch: Gerade bei sehr komplizierten planbaren Eingriffen bedarf es der Arbeitsteilung, also der Spezialisierung“, erklärte Gesundheitsminister Hermann Gröhe vor Ort: „Diese Arbeitsteilung ist das Ziel unserer Krankenhausreform. Die Zusammenarbeit in einem regionalen Verbund wie hier in Hessen hilft dabei, besondere Fähigkeiten und spezialisiertes Wissen besser untereinander auszutauschen. Das Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg geht einen neuen Weg, um den Patientinnen und Patienten eine ortsnahe und bedarfsgerechte Versorgung auch in Zukunft zu sichern.“

Starkes Interesse

Über 100 geladene Gäste, unter ihnen Spitzenvertreter aus Medizin und Verwaltung der kooperierenden Institutionen, Mitarbeitern des Klinikum Hersfeld-Rotenburg und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, machten sich vor Ort ein Bild über den neuen Standort in Rotenburg. In seiner Begrüßung im Auditorium des Herzzentrums hob Geschäftsführer Martin Ködding die Bedeutung dieser Kooperation hervor: „Unser übergeordnetes Ziel ist eine Vernetzung dieser drei hessischen Spitzenzentren in der cardio-pulmonalen Medizin mit dem Ziel einer einheitlichen qualitativ hochwertigen Versorgung in der Fläche sowie einer verbesserten Anpassung an Innovation und Medizinfortschritt für unsere Patienten in Hessen und darüber hinaus.“

Gesundheitsminister Grüttner betonte: „Immer mehr Kliniken in Hessen denken um und das Bewusstsein, dass sie in Verbünden und Kooperationen stärker sind, setzt sich nach und nach durch. Ich bin sicher, dass dies die Zukunft ist: sich gemeinsam stark aufstellen. Von effizienteren Strukturen profitieren nicht nur die Krankenhäuser selbst, sondern auch die Patienten. Dass hier drei Kliniken - unabhängig von Trägerschaft und über Landkreisgrenzen hinaus -  ihre Angebote und Kompetenzen auf einander abstimmen, ist vorbildlich. So wird neben der Wettbewerbsfähigkeit der Kliniken auch die Qualität der Behandlungen steigen.“

Die Koordination der künftigen Rotenburger Schwerpunkte Kardiologie, Herzchirurgie, Pneumologie und Pneumo-Onkologie obliegt dem Gießener Universitätsprofessor Dr. Dr. Friedrich Grimminger. Als Sprecher des Leitungsgremiums des CPM stellte er den geladenen Gästen die geplanten Veränderungen im Leistungsprofil des Rotenburger Klinikums vor - ebenso wie die beteiligten Akteure. Die „Neuen“ sind allesamt international hochrenommierte Experten auf ihren Gebieten und werden in einem Chefarztteam jeweils ihre Schwerpunkte vertreten.

Alle Maßnahmen werden nach seinen Aussagen bis spätestens 1. Januar 2017 schrittweise umgesetzt. „Die Zukunft der Spitzenmedizin in Deutschland ist vernetzt, interdisziplinär und hochspezialisiert. Sie muss sich in ihrer Qualität messen lassen und wissenschaftlicher Innovation zugänglich sein. Nur so kann sie im internationalen Wettbewerb ihre Position behaupten, denn die Veränderungen gerade in der Kardiologie haben ein rasantes Tempo angenommen. In Rotenburg sind nunmehr die Weichen in diese Zukunft gestellt. Das ist gut für unsere Patienten und für die Region“, so Grimminger.

Kardiologie und Kardiochirurgie werden weiter ausgebaut

Das medizinische Konzept beinhaltet konkret, neben der schon im Oktober in Betrieb gegangenen Geriatrie, dem Ausbau der kardiologischen- und neurologischen Rehabilitation eine Schärfung des herzmedizinischen Profils. Hier wird aufgrund der rasanten Entwicklung in der Kardiologie der Fachbereichin vier Teilbereiche untergliedert, denen jeweils ein leitender Arzt vorsteht. Hierzu gehören die valvuläre und coronare Intervention- Prof. Dr. Holger Nef, der Fachbereich Herzinsuffizienz und coronare Intervention- PD. Dr. Dieter Fischer, die Rhythmologie - Dr. Stefan Steiner und die nichtinvasive Diagnostik - Dr. Reinhard Funck. Erweitert wird das Angebot durch die Einrichtung des internistischen Teilgebietes Angiologie. Hier laufen z.Zt. das Zulassungsverfahren und die Planungen innerhalb des Konzerns.  Die Kardiochirurgie liegt weiterhin in den bewährten Händen des renommierten Herzchirurgen Prof. Dr. Ardawan Rastan. Eine Ergänzung des kardiochirugischen Portfolios am Standort Rotenburg wird die enge Kooperation mit der Klinik für Gefäßchirurgie des Klinikums unter Leitung von Dr. Markus Schmidt darstellen.

Neues Angebot - Pneumologie

Die Neuerung heißt Lungenheilkunde am Herz-Kreislaufzentrum. Hier wird unter der Obhut von Prof. Dr. Ulrich Wagner ein neues medizinisches Angebot in Rotenburg etabliert. Gemeinsam mit dem Hersfelder Onkologen Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer wird Prof. Dr. Wagner unter anderem ein Lungenkrebszentrum aufbauen. Weitere Schwerpunkte der allgemeinen Pneumologie werden die Bereiche Bronchoskopie und Langzeitbeatmung sein.

Zentrumsleitung

Zur standortübergreifenden Leitung des Zentrums wird am Herz- Kreislaufzentrum Rotenburg ein Gremium mit einem Wissenschaftlichen Koordinator - Prof. Dr. Christian Hamm und Medizinischen Koordinatoren geschaffen, das mit habilitierten Medizinern aus den Fachgebieten Herzchirurgie –Prof. Dr. Ardawan Rastan, Pneumologie - Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger (Sprecher) und Onkologie - Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer besetzt ist.

Der Dekan der Gießener Universität, Prof. Dr. Weidner, bekräftigte diese Position in seinem Grußwort: "Das Universitätsklinikum Gießen-Marburg ist die drittgrößte Universitätsklinik in Deutschland und hat eine führende Position  im Bereich der Herz-Lungenmedizin in Europa. Das wird durch die Institution des Exzellenzclusters „Cardio-Pulmonales System“ (ECCPS), durch das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) und ebenso durch das Loewe Zentrum „University Giessen and Marburg Lung Center“ (UGMLC) an den Medizinischen Fachbereichen in Gießen und Marburg dokumentiert. Wir sind hoch erfreut, zusammen mit der Kerckhoff-Klinik und dem HKZ (CPM) die Bedingungen für die Medizinforschung in Deutschland weiter verbessern zu können und hoffen, gemeinsam noch schneller neue Therapieangebote für unserer Herz und Lungenpatienten entwickeln zu können."

Bad Hersfeld, 26. September 2016

Klinikum Bad Hersfeld

Grundsteinlegung am Parkhaus am Seilerweg.

Das Wort „Stillstand“ ist im Klinikum Bad Hersfeld ein Fremdwort geworden. Mit der heutigen Grundsteinlegung zum Bau des Parkhauses am Klinikum gehen die Bauarbeiten in eine neue Phase. Damit nimmt die lange Geschichte rund um das Parken für Besucher und Patienten am Seilerweg in Bad Hersfeld eine weitere Hürde.
Die Grundsteinlegung erfolgte im Beisein zahlreicher Gäste durch den Landrat Dr. Michael Koch, erster Stadtrat Gunter Grimm, Architekt Frank Dorbritz und Bauherr Martin Ködding.
Die Baukosten für das Parkhaus, das vom Klinikum Bad Hersfeld selbst finanziert wird, betragen rund 4 Mio. Euro. Die Fertigstellung soll voraussichtlich im März/April 2017 erfolgen, sofern das Wetter mitspielt.
Der Bauherr Martin Ködding sprach davon, "dass die Planungsphase für diesen Platz vor dem Klinikum fast 5 Jahre dauerte". Martin Ködding weiter: "Es ist der richtige Standort, und es ist sehr wichtig, dass jetzt mehr Parkplätze für die Besucher geschaffen werden, da die Patientenzahlen weiter jährlich um rd. 2 % steigen."

Landrat Dr. Michael Koch sieht diese und auch die weiteren zukünftigen Investitionen, als großes Symbol für die Zukunft und vor allem für den Standort Bad Hersfeld. "Ich werde mich als Landrat intensiv für das Klinikum um weitere Investitionsgelder in Wiesbaden bemühen."

Die Planung erfolgte durch das Architekturbüro Dorbritz, der in einer kurzen Rede das zukünftige Parkhaus vorstellte.
"Insgesamt werden 216 Parkplätze zur Verfügung stehen. Statt wie üblich mit einer Breite von 2.50 Meter sind es hier 2.75 Meter. Angeboten werden direkt am Eingang 12 Eltern-Kind-Plätze mit einer Breite von ca. 3.50 Meter, 9 Behindertenplätze mit einer Breite von 3.65 Meter, sowie weitere 11
Frauenplätze."
"Das Gebäude wird auch der technischen Entwicklung in der Automobiltechnik gerecht und mit Elektrotankstellen, verteilt auf verschiedenen Parkebenen, ausgestattet", so Frank Dobritz weiter. Insgesamt hat das Parkhaus am Seilerweg 6 Parkebenen die jeweils halbgeschossig zueinander
versetzt sind.

v. li. n. re.: Elke Künholz, Martin Ködding, Gunter Grimm, 1. Stadtrat, Architekt Frank Dobritz, Landrat Dr. Michael Koch

Die Fassade des Neubaus besteht aus 1000 Streckmetall-Fassadenelementen. Über die Durchlässigkeit der Fassadenelemente wird eine sehr gute Belüftung der Parkdecks gewährleistet. Die Stellplätze im neuen Parkhaus können von Patienten, Besuchern und Mitarbeitern genutzt werden. Die Erschließung des Parkhauses erfolgt über je eine Ein- und Ausfahrt mit Schrankenanlage. Die Parkdecks erhalten ein Fußgängerleitsystem mit Richtungspfeilen und Übergängen zu den Treppenhäusern und dem Aufzug.

Ein Projekt das mit Sicherheit zu einer erheblichen Entzerrung der jetzigen Parkplatzsituation am Klinikum Bad Hersfeld beiträgt.

Bad Hersfeld, 23. September 2016

Kunst und Therapie in der Psychiatrischen Klinik - Ausstellung „Perspektivwechsel“

Kunst und Therapie in der Psychiatrischen Klinik - Ausstellung „Perspektivwechsel“

Täglich kommen am Klinikum Bad Hersfeld in der Klinik für Psychiatrie Menschen zusammen, um in der Kunsttherapie kreativ zu gestalten.

Die Ausstellung „Perspektivwechsel“ im Foyer des Klinikums bietet einen Einblick in die Werke der Kunsttherapie.

Eröffnet wurde die Ausstellung vom Pflegedirektor des Klinikum Marcus Ries mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe, „Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen“. Hinter jedem dieser tollen Kunstwerke steckt eine ganz persönliche Geschichte und Persönlichkeit. Marcus Ries dankte den Künstlern, dass sie ihre Werke dem Klinikum für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt haben.

Kunst als Therapie?

Durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Gestaltung und der Sensibilisierung für ihre Bedeutung entstehen neue Möglichkeiten in der Kommunikation mit sich selbst und mit anderen Menschen. Das entstandene Werk wird zum Spiegel der persönlichen Geschichte, des momentanen Empfindens, der Erkrankung und auch der aktuellen Handlungsweise.

Die Teilnehmer der Kunsttherapie können mögliche Bedingungen für die Entstehung von Erkrankungen erkennen und neue Bewältigungsstrategien entwickeln.

„In der Kunsttherapie können verloren geglaubte Ressourcen und Fähigkeiten wiederentdeckt werden. Die Selbstheilungskräfte werden neu entwickelt und gezielt gestärkt. Durch das schöpferische Tun und die kunsttherapeutischen Begleitung kann der Gestaltende einen Perspektivwechsel vollziehen und das eigene Leben aus anderen Perspektiven wahrnehmen und neu gestalten. Durch diese Ausstellung sollen die Patienten eine gewisse Wertschätzung erfahren“, berichtete Dipl. Kunsttherapeut Marcel Neumann aus seiner zehnjährigen Berufserfahrung in der Psychiatrie des Klinikum Bad Hersfeld.

Mit der Ausstellung „Perspektivwechsel“ der Kunsttherapie am Klinikum Bad Hersfeld können interessierte Betrachter diesen oft sehr persönlichen „Perspektivwechsel“ der Künstler betrachten und nachvollziehen.

Bad Hersfeld, 21. September 2016

Bilder copyright: Architekturbüro Dorbritz Bad Hersfeld So wird es einmal aussehen (Visualisierung) Im Vordergrund die Einfahrt zum Klinikum vom Seilerweg her.

215 PKW Stellplätze am Klinikum Bad Hersfeld

Nach dem Fällen der Bäume und der Rodung des Geländes begangen die Bauarbeiten Anfang Februar 2016.

Die Baukosten für das Parkhaus, das vom Klinikum in Eigenregie finanziert wird, belaufen sich auf über 4 Mio. Euro. Die Fertigstellung ist für den Jahresbeginn 2017 geplant. Das Klinikum ist sowohl Bauherr als auch Betreiber des Parkhauses. Die Planung des Baus erfolgte durch das Architekturbüro Dorbritz.

Das Parkhaus hat einen rechteckigen Grundriss und schmiegt sich mit der Fläche einer Sporthalle in den Hang am Seilerweg. Der dreigeschossige Neubau ist als offenes Parkhaus im sogenannten Split-Level-System konzipiert. Es besteht aus insgesamt 6 Parkebenen, die jeweils halbgeschossig zueinander versetzt sind und rund 215 PKW-Stellplätzen Raum bieten. Im Blick sind die großzügige Breite der Parkbuchten von ca. 2,75 m, die auch Müttern mit Kinderwagen und älteren Besucher oder Patienten mit Rollator eine komfortablen Ein-und Ausstieg aus den Fahrzeugen bieten.

Die Stellplätze im neuen Parkhaus können von Patienten, Besuchern und Mitarbeitern genutzt werden. Die Erschließung des Parkhauses erfolgt über je eine Ein- und Ausfahrt mit Schrankenanlage. Die Parkdecks erhalten ein Fußgängerleitsystem mit Richtungspfeilen und Übergängen zu den Treppenhäusern und dem Aufzug.

Bad Hersfeld, 16. September 2016

Die Landschaft im Klinikum Bad Hersfeld

Ausstellung „Perspektivwechsel“ am Klinikum Bad Hersfeld

Täglich kommen am Klinikum Bad Hersfeld in der Klinik für Psychiatrie Menschen zusammen, um in der Kunsttherapie kreativ zu gestalten.

Die Ausstellung „Perspektivwechsel“ im Foyer des Klinikums bietet einen Einblick in die Werke der Kunsttherapie. Die Ausstellung wird am 21.09.16 um 17:00 Uhr mit einer Vernissage eröffnet und ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Klinikums zu besichtigen. Kunst als Therapie?

Durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Gestaltung und der Sensibilisierung für ihre Bedeutung entstehen neue Möglichkeiten in der Kommunikation mit sich selbst und mit anderen Menschen.  Das entstandene Werk wird zum Spiegel der persönlichen Geschichte, des momentanen Empfindens, der Erkrankung und auch der aktuellen Handlungsweise. Die Teilnehmer der Kunsttherapie können mögliche Bedingungen für die Entstehung von Erkrankungen erkennen und neue Bewältigungsstrategien entwickeln.

Waum ich? Klinikum Bad Hersfeld

„In der Kunsttherapie können verloren geglaubte Ressourcen und Fähigkeiten wiederentdeckt werden. Die Selbstheilungskräfte werden neu entwickelt und gezielt gestärkt. Durch das schöpferische Tun und die kunsttherapeutischen Begleitung kann der Gestaltende einen Perspektivwechsel vollziehen und das eigene Leben aus anderen Perspektiven wahrnehmen und neu gestalten.“ berichtet der Dipl. Kunsttherapeut M. Neumann aus seiner zehnjährigen Berufserfahrung.

Mit der Ausstellung „Perspektivwechsel“ der Kunsttherapie am Klinikum Bad Hersfeld können interessierte Betrachter diesen oft sehr persönlichen „Perspektivwechsel“ der Künstler betrachten und nachvollziehen.

Rotenburg an der Fulda, 25. August 2016

Erfahrener Operateur: Dr. Pawel Staszewicz ist seit neun Jahren Kardiologe und Internist am HKZ in Rotenburg. Er hat große Erfahrung im Bereich der kathetergestützten Operationen.

Neue Operationsmethode im Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg

Hoffnung für Risikopatienten:
Schlaganfall wirkungsvoll vorbeugen, nie wieder Gerinnungshemmer einnehmen


„Es fühlt sich in etwa so an, als ob man mit einer Nadel ein Papierblatt durchsticht“, sagt Dr. Pawel Staszewicz und lächelt. Der Eingriff, den der Kardiologe beschreibt, sorgt bei Normalsterblichen für weiche Knie. In der medizinischen Fachwelt ist das Durchstechen der Vorhofscheidewand im menschlichen Herzen mittlerweile Alltag.
Für die neue Operationsmethode, die das Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg (HKZ) seit einiger Zeit anbietet, ist die Punktion der Herzscheidewand zwingend erforderlich. Denn nur so kann das so genannte Vorhofohr in der linken Herzkammer verschlossen werden. Mit diesem Eingriff werden Risikopatienten, die unter Vorhofflimmern leiden und Blutverdünner wie Phenprocoumon (Marcumar) nicht vertragen, wirkungsvoll vor Schlaganfällen geschützt.
Das ganze ist so spektakulär wie es sich anhört. Mit dem „Interventionellen Vorhofohrverschluss“ bietet das Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg seit einiger Zeit eine neue Operationsmethode an, die für betroffene Patienten eine große Hoffnung darstellt. Denn nach dem Eingriff können blutverdünnende Medikamente abgesetzt werden.
„Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen“, erklärt Dr. Staszewicz, „Allein in Deutschland leiden rund zwei Millionen Menschen darunter. Dabei steigt die Herzfrequenz auf 200 Schläge pro Minute. Durch den hohen Puls sinkt die Pumpleistung des Herzens. Dennoch ist Vorhofflimmern selbst nicht lebensgefährlich.“

Hightech fürs Herz: Mit einem solchen Schirmchen („Amplatzer Amulet Occluder“) wird das linke Vorhofohr verschlossen. Damit wird ausgeschlossen, dass sich dort bei Vorhofflimmern gefährliche Blutgerinnsel bilden. (Bild: St. Jude Medical)

Lebensbedrohlich kann es dennoch werden - und hoch riskant. Denn im Bereich des so genannten „Vorhofohrs“,  eines kleinen Kanals in der linken Herzkammer, können sich während des Flimmerns Blutgerinnsel bilden. Diese können einen Schlaganfall auslösen. Das Vorhofohr selbst ist eine Spielart der Natur, etwa so wie der Blinddarm. Für die Funktionsweise des Körpers hat es keinerlei Bedeutung.
Üblicherweise werden Patienten, die unter Vorhofflimmern leiden, mit so genannten Antikoagulantien, also Blutverdünnern, behandelt und so künstlich zu „Blutern“ gemacht. Mit dieser Maßnahme verhindert man die Bildung der gefährlichen Blutgerinnsel.
Der Nachteil: Durch die Blutverdünnung kommt es bei einem Teil der Patienten zu Komplikationen. Blutungen im Magen, im Darm oder sogar im Gehirn können die Folge sein. Zudem müssen sich Patienten, die zum Beispiel Marcumar einnehmen, regelmäßigen Untersuchungen unterziehen.
Seit einiger Zeit beschäftigt sich Dr. Pawel Staszewicz mit  der neuartigen Methode des Vorhofohrverschlusses.  Dabei wird ein „Occluder“, also eine Art Schirmchen, mit einem Katheter über die Vene durch die Vorhofscheidewand in den linken Vorhof geschoben und dort exakt platziert. Dieses Schirmchen verschließt das Vorhofohr. In der Folge können sich dort keine Blutgerinnsel mehr bilden, wenn es zum Vorhofflimmern kommt.
Die Methode gibt es bereits seit mehreren Jahren. Doch erst jetzt hat sie den erfahrenen Chirurgen vollständig überzeugt. „Der Occluder ist das entscheidende Teil. Mittlerweile wurde die Technik enorm weiterentwickelt. Die Schirmchen, die jetzt eingesetzt werden, minimieren das Risiko und sind nach meiner Einschätzung extrem sicher. Schließlich wollen wir unseren Patienten ausschließlich hochwertige und ausgereifte Behandlungsmethoden anbieten“, sagt der 45-jährige Kardiologe.
Im Gegensatz zu den Vorläufermodellen krallt sich ein heute im HKZ eingesetzter Occluder mit Widerhaken in das umliegende Gewebe fest. Innerhalb von 45 Tagen ist er dann vollständig damit verwachsen.
„Das Operationsrisiko ist vergleichbar mit einer normalen Katheteruntersuchung“, sagt Dr. Staszewicz. Allerdings erfordert die Methode einen erfahrenen Kardiologen mit sehr viel Übung, der das Schirmchen präzise am Vorhofohr platziert. Die gesamte Operation wird unter Vollnarkose im Hybrid-OP des HKZ durchgeführt. Neben dem Operateur überwacht ein weiterer Kardiologe mit einem bildgebenden Ultraschall den Katheter. Das HKZ hat bislang hervorragende Erfahrungen mit der Operationsmethode gemacht: Bei keinem einzigen Patienten, der sich dem Eingriff unterzogen hat, sind Komplikationen oder Blutungen aufgetreten. Allen geht es nach dem Eingriff sehr gut – und Blutverdünner benötigen sie jetzt nicht mehr.

Weitere Informationen: http://www.hkz.de


Bad Hersfeld, 12. August 2016

Bildunterschrift:  Die „Mannschaft“ des Notarzt-Einsatz Fahrzeuges  Hinten v. li. stehend: Andreas Pfeiffer, Norbert  Schmidt, Markus Glock, Dieter Rehm, Uwe  Hilberg, Tim Stennei.  Vorne v. li. knieend: Dirk Radetzki, Dietrich Keck,  Thomas Quitsch, Markus Engelhardt

25 Jahre im Einsatz für das Überleben im Notfall
- Jubiläum für die Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Klinikum Bad Hersfeld -

Seit nunmehr 25 Jahren stehen dem Kreis Bad Hersfeld für medizinische Notfälle drei Notarzt-Einsatz-Fahrzeuge (NEF) zur Verfügung. Versorgt werden die Gebiete um Rotenburg, Hönebach und das Hersfelder Land.
Dabei begründet das Fahrerteam des Klinikums Bad Hersfeld ein Novum in Hessen. Alle Fahrer sind ausgebildete Anästhesiepfleger, Rettungssanitäter/ Rettungsassistenten sowie ATLS/PHLS Provider, einer speziellen Zusatzausbildung. Den ärztlichen Part übernehmen speziell fortgebildete Notfallmediziner .Das bedeutet für die Patienten, dass sie von hochqualifizierten Spezialisten versorgt werden. Die Notarztwagenbesatzung  beherrscht die akutklinischen, lebensrettenden Maßnahmen bei schwerstkranken Patienten unterschiedlichster Prägung.
In den Anfängen 1991 bestand die Besetzung des NEFs noch aus 2 Ärzten, einem Chirurgen und einem Internisten. Seit 14 Jahren setzt sich das Team ausschließlich aus Anästhesisten zusammen, welches ein Alleinstellungsmerkmal für das Notfallteam des Klinikums Hersfeld bedeutet.
Um die Versorgung im 70 – 80 km fassenden Einsatzradius  zu garantieren, stehen insgesamt 10 Fahrer zur Verfügung. In wechselnden  24-Std. Diensten ist die  ständige Einsatzbereitschaft gewährleistet. Insgesamt ca. 2200 Mal im Jahr wird das Lebensrettungsteam zu einem Einsatz angefordert.

Hintergrund und Erläuterung:
Was bedeutet ATLS/PHTL?
ATLS=Advances Trauma Life Support
PHTL=Pre Hospital Trauma Life Support
Ausbildungskonzept für standardisierte diagnostische und therapeutische Handlungsabläufe bei der Erstversorgung,
Traumamanagement für schwerverletzte Patienten.

Bad Hersfeld, 27. Juli 2016

li. Geschäftsführer Meier vom HKZ und re. Geschäftsführer Ködding vom Klinikum Bad Hersfeld

100 Tage Herz-Kreislaufzentrum Rotenburg

100 Tage ist es her, dass die Geschäftsleitung am renommierten Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg in die Hände von Ulrich Meier und Martin Ködding gelegt wurde. Zeit für einen Rückblick und eine Bilanz der vergangenen Monate.

Die Entwicklung im Rückblick


Das Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg wurde in den 70’er Jahren aufgebaut, als Herz- und Kreislaufkliniken hervorragende Marktchancen hatten. Im Laufe der Jahre wurde die Herzmedizin in der Fläche mehr und mehr aufgerüstet.  Während für die Kardiologie aufgrund der demografischen Entwicklung noch weiteres Wachstum erwartet wird, prognostizieren Experten für die Herzchirurgie kein nennenswertes Wachstumspotenzial, auch weil mehr und mehr Eingriffe minimalinvasiv (kathetergestützt) durchgeführt werden. Das Herz- Kreislaufzentrum hat in den vergangenen 15 Jahren, seit seiner Insolvenz im Jahre 2001, keine zukunftsfähigen neuen Geschäftsfelder aufgebaut. Die wirtschaftliche Situation hatte sich kontinuierlich verschlechtert. Dies mündete in den Verkauf des Unternehmens an das kommunale Klinikum Bad Hersfeld.

Wirtschaftliche Trendwende 2017


Für das Geschäftsjahr 2017 prognostiziert die Unternehmensleitung eine Bilanz mit positivem Ergebnis. Geschäftsführer Martin Ködding zum Businessplan: „Wir werden bereits im Jahr 2017 mit schwarzen Zahlen die Trendwende erreichen. Das Herz- Kreislaufzentrum wird wirtschaftlich gestärkt aus der zukunftsorientierten Entwicklung hervorgehen.“ Insgesamt wurden bisher über 30 Mio € investiert. Genannt seien hier der Immobilienerwerb, die
Bereitstellung von Investitionsmitteln für den Umbau dreier patientengerechter Stationen Geriatrie und Neurologische Reha und eine Anschubfinanzierung. Zufrieden zeigen sich die beiden Geschäftsführer Ködding und Meier mit der Gesamtentwicklung des Herzzentrums der letzten 3 Monate: „ Es ist ein wachsendes Miteinander zu spüren“ so Ulrich Meier und fügt als Beispiel das Engagement der Mitarbeiter  bei der Vorbereitung der Bauarbeiten rund um die Geriatrische Rehabilitation mit an. „Mitarbeiterorientierung und Vertrauensbildung sind wesentliche Bausteine im Prozess der Konzernbildung. Zum Beispiel wird künftig ein Mitarbeitervertreter aus dem Herz- Kreislaufzentrum im Aufsichtsrat des Klinikums vertreten sein.“ Ebenso wird die in den vergangenen Jahren heruntergefahrene Mitarbeiterzahl wieder dem steigenden Bedarf angepasst.
Anerkennung und Dank äußerte anlässlich der 100-Tage-Bilanz auch Landrat Dr. Michael Koch als Aufsichtsratsvorsitzender des kreiseigenen Klinikums: "Ich bin mit den Schritten, die wir bis jetzt gegangen sind, überaus zufrieden und möchte der Geschäftsführung und den Mitarbeitern für ihr Engagement und ihr beherztes Handeln danken. Schritt für Schritt bringen wir das HKZ gemeinsam wieder auf Erfolgskurs."

Strategischer Ansatz und operative Umsetzung.

Die Klinik bleibt Herz- und Kreislaufzentrum mit den langjährig etablierten Fachgebieten der Herzchirurgie und der Kardiologie sowie der Kardiologischen Rehabilitation. Die Profile dieser Bereiche werden geschärft, neue Bereiche werden aufgebaut. Hier wird für das moderne TAVI-Verfahren (Transkatheter-Aortenklappen-Implantation) die Zertifizierung angestrebt, die Planungen für eine Implementierung von Cardio-MRT und Cardio- CT laufen. Der Bereich Elektrophysiologie wird ausgebaut und zu einer selbständigen Einheit aufgerüstet.Die Rehabilitation wird mit renovierten Räumlichkeiten ausgestattet und sie verstärkt ihr Engagement rund um Patienten mit Diabetes. Die Gruppe der dialysepflichtigen Patienten werden in

Kooperation mit dem Kuratorium für Heimdialyse (KfH) betreut.

Die Planungen zur Einrichtung und zum Umbau der Geriatrie und Neurologie sind abgeschlossen und die Baumaßnahmen haben begonnen. Der Starttermin liegt im September 2016 für zunächst 24 Patienten. Prof. Dr. Markus Horn wird Chefarzt der Klinik für Neurologie und Geriatrie auch am Standort Rotenburg. Für beide Kliniken kommt je eine Oberärztin aus Bad Hersfeld zur Komplettierung des Teams hinzu. Standortübergreifende Maßnahmen zur Konsolidierung der doppelt vorgehaltenen Angebote im Bereich der Verwaltung sowie der Medizin komplettieren den breiten Fächer des aktuellen Tagesgeschäftes.

Bad Hersfeld, 21. Juli 2016

(v. links): Prof. Dr. Didilis, Priv.-Doz. Dr. Dörge

Herz-Thorax-Zentrum des Klinikums Fulda: Moderne Lasertechnik im Operationsaal eröffnet ganz neue Möglichkeiten

Absiedelungen von Tumoren in der Lunge, so genannte Lungenmetastasen, sind bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen leider keine Seltenheit. Bisher galt: bei mehr als drei Metastasen ist eine Operation nicht mehr sinnvoll. Jetzt hat das Klinikum Fulda eine moderne Lasertechnik eingeführt, die eine erfolgreiche Behandlung ermöglicht. Was  gestern noch als inoperabel galt kann heute im Einzelfall schonend und vollständig entfernt werden.
Seit kurzem verfügt die Abteilung für Thoraxchirurgie unter Leitung von Prof. Dr. Vassilios Didilis am Herz-Thorax-Zentrum des Klinikums Fulda über diese spezielle Form der Lasertechnik.
„Die Einführung der innovativen Laser-Technologie stellt einen erheblichen Fortschritt in der Entfernung von Lungenmetastasen dar“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Hilmar Dörge, Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie am Herz-Thorax-Zentrum des Klinikums Fulda. Sie ermöglicht die Behandlung von Patienten, die mit den bisherigen Methoden als inoperabel galten. Die Lasertechnik verfügt über eine besondere Wellenlänge von 1.320 Nanometern, durch die der Operateur die bestmögliche Kontrolle über die zwei größten Problemfaktoren beim Operieren erhält: die Vermeidung von Luftverlust und die Blutstillung, erklärt Prof. Didilis. Defekte im Lungengewebe können durch die Anwendung dieser innovativen Technologie so gut verschlossen werden, dass weder Blut noch Luft austreten. Durch den Erhalt großer Teile des gesunden Gewebes erhöht sich die Lebenserwartung der Patienten mit nahezu unverminderter Lebensqualität nachweislich. Darüber hinaus ermöglicht die gewebsschonende Entfernung der Metastasen mit dem Lasergerät auch die im Einzelfall erforderliche Nach -Operationen.

Bad Hersfeld, 19. Juli 2016

Gesundheit/Klinikum/Bad Hersfeld: 1. Bad Hersfelder Intensivsymposium

Am 9. Juli fand das 1. Intensivsymposium des Klinikum Hersfeld-Rotenburg im Kloster Haydau, dem Kongresszentrum der B Braun Melsungen AG, statt. Im Mittelpunkt stand das akute Nierenversagen, seine Früherkennung und seine Behandlungsoptionen bei Patienten im Intensivbereich, zusätzlich die Sepsis (Blutvergiftung bei bakteriellen Infektionen) und das akute Herzversagen als die häufigsten Ursachen eines akuten Nierenversagens bei Intensivpflichtigen Patienten. Gemeinsam mit internationalen Experten der Universitätskliniken Berlin, Düsseldorf und Gießen stellten die Spezialisten aus den Bereichen Nephrologie, Kardiologie, Kardiochirurgie und Anästhesiologie & Intensivmedizin des Klinikums Bad Hersfeld und des Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg die neuesten Entwicklungen auf diesen Gebieten sowie deren Umsetzung im täglichen Bereich vor. Der Chefarzt Anästhesie, Dr. Martin Grapengeter zum Vortrag über die neue Sepsis-Definition von Prof. Michael Sandner (Universitätsklinikum Gießen)  „Aktueller kann man wissenschaftliche Erkenntnisse und deren Umsetzung in den Fachgesellschaften kaum aus erster Hand erhalten“.

Die von der Klinik für Nephrologie, Diabetologie & allgemeine Innere Medizin sowie der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und spezielle Schmerztherapie ausgerichtete Veranstaltung war der Startschuss zu einer jährlich wiederkehrenden Fortbildungsreihe mit dem Fokus Intensivmedizin. „ Die Resonanz aller Beteiligten stärkt uns in der Einschätzung, dass wir das in unserem Klinikkonzern gebündelte Wissenspotential im Intensivbereich mit anderen teilen und diskutieren, um so Medizin auf aktuellstem Wissensstand anzubieten“, so Nephrologie Chefärztin Dr. Gisela Schieren. 

Bad Hersfeld, 03. Juli 2016

Direktor Prof. Dr. Martin Hessmann

Gesundheitsforum am Klinikum Fulda Patientenbezogene Behandlungskonzepte: Der Knie- und Schulterschmerz
http://www.klinikum-fulda.de
Im Rahmen der Gesundheitsforen des Klinikums Fulda findet am 07.07.2016, von 17.00 bis 19.00 Uhr, eine Hörsaalveranstaltung zu dem Thema „Der Knie- und Schulterschmerz“ statt.
Sportverletzungen und Verschleiß-erscheinungen des Knie- und Schultergelenks führen oft zu starken Schmerzen. Die Folge: Erhebliche Beeinträchtigungen im Alltag und eine spürbare Verringerung der Lebensqualität. Das Problem: In der Öffentlichkeit werden beinahe tagtäglich unterschiedlichste Behandlungsmöglichkeiten diskutiert und widersprüchliche Empfehlungen gegeben. Die Flut an Informationen ist verwirrend.
Die Experten der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie - Direktor Prof. Dr. Martin Hessmann, der leitende Oberarzt Dr. Michael Buhl, Oberarzt Dr. Veit Winkelbach sowie Oberarzt Markus Six stellen die aktuellen Versorgungskonzepte dar, zu den Themen: Knieschmerz (Meniskus-Chirurgie, Knorpelersatztherapie, Kreuzbandersatz,   Gelenkverschleiß) und  Schulterschmerz (Engpasssyndrom, Riss der Muskelsehnenplatte, Luxationen und Instabilitäten, Gelenkverschleiß).
Im Anschluss an die Veranstaltung besteht ausreichend Möglichkeit, individuelle Fragen an die Experten zu stellen. Die Anzahl der Sitzplätze im Hörsaal ist begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bad Hersfeld, 20. Juni 2016

Bildunterschrift: Erleichterung bei Klinikleitung, QMB’s und Visitoren nach einer anstrengenden Visitationswoche im Klinikum Bad Hersfeld  v.l.n.r. Helmut Bode-Nohr, Marcus Ries, Sabine Eydt, Emily Schafft, Martin Ködding, Nermin Cabrera Fugardo, Dieter Ackermann, Dr. Götz Brodermann, Prof. Markus Horn, Roland Neubauer, Joachim Lindne

Klinikum Bad Hersfeld-Gruppe - Deutschlandweit erste Zertifizierung von vier Versorgungsstufen

Erstmalig in Deutschland wurde eine Zertifizierung nach KTQ über vier Versorgungsstufen des Gesundheitswesens in der Klinikum Hersfeld-Gruppe durchgeführt. Daran beteiligt waren das Klinikum Bad Hersfeld, die Orthopädie Bad Hersfeld, die Klinik am Hainberg, das MVZ Hersfeld Rotenburg und die häusliche Krankenpflege.

Unter Leitung von Ronald Neubauer, in Vertretung der Geschäftsführung der KTQ und Rainer Anstätt wurden die Einrichtungen der Klinikumgruppe von einem 6-köpfigen Visitorenteam über eine Woche unter die Lupe genommen. Die Visitoren sind allesamt Fachleute und Führungskräfte aus Gesundheitseinrichtungen in ganz Deutschland.
Schwerpunkte der Visitation bilden im Rahmen des Verfahrens die Kategorien Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit und Risikomanagement, Informationswesen und Dokumentation, Unternehmensführung und Qualitätsmanagement.

Ronald Neubauer:„Die Zertifizierung aller vier Versorgungsstufen – Krankenhaus, Rehabilitation, MVZ und Häusliche Krankenpflege- gilt als Pilotprojekt und stellt  erstmalig die Gesundheitsversorgung aus einer Hand im Landkreis Hersfeld Rotenburg auf den Prüfstand. Das Klinikum Bad Hersfeld ist somit Vorreiter bei KTQ Zertifizierungen vernetzter Versorgungsformen im Gesundheitswesen“ und resümiert „Die Bürger des Landkreises und die Mitarbeiter der Klinikumgruppe können stolz auf die hervorragende Kompetenz der medizinischen Versorgung hier in Bad Hersfeld sein“

Klinikum zum 5. Mal in Folge Zertifiziert

Geschäftsführer Martin Ködding zeigt sich stolz, richtet aber sogleich den Blick nach vorne: „ Mein Dank gilt allen Beschäftigten des Unternehmens, zugleich muss diese Auszeichnung auch Ansporn für die Zukunft sein. Wir wollen uns nicht mit dem Erreichten zufrieden geben, sondern die Entwicklung vorantreiben. Nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung“ so Ködding „ Mit Ausblick auf das wachsende Unternehmen Klinikum Hersfeld-Rotenburg gilt es, weiter am Ball zu bleiben“

Die Entscheidung zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems fiel hier bereits im Jahre 2001. Als eine der ersten Kliniken in Hessen wurde im Jahr 2003 die Erstzertifizierung nach KTQ erreicht. Mit diesem Zertifizierungsverfahren bietet sich den Gesundheitsunternehmen eine Möglichkeit die Qualität ihrer Leistungen transparent darstellen zu können. Das anerkannte Gütesiegel-.KTQ® steht für "Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen"- wird gemeinsam von der Bundesärztekammer, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Deutschen Pflegerat und den Verbänden der gesetzlichen Krankenversicherungen auf Bundesebene für drei Jahre.

Bad Hersfeld, 16. Juni 2016

Klaus Schnettger wird neuer Geschäftsführer der Vitalisklinik Bad Hersfeld

Bildunterschrift: Der neue Geschäftsführer Klaus Schnettger (M.) wird von seinem Vorgänger Hans Wilhelm Saal, Bürgermeister Thomas Fehling, Chefarzt Prof. Dr. H.-Joachim Glaser und dem Ersten Stadtrat Gunter Grimm in der Vitalisklinik (v.l.n.r.) begrüßt

Bürgermeister Thomas Fehling begrüßte diese Woche Herrn Klaus Schnettger als neuen Geschäftsführer der Vitalisklinik Bad Hersfeld GmbH. Schnettger wird seine Tätigkeit offiziell am 1.Juli beginnen.

Anlässlich des Willkommens war auch der Erste Stadtrat Gunter Grimm, zugleich neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates der Vitalisklinik, an Fehlings Seite.

Herr Klaus Schnettger als ehemaliger Klinikdirektor der MEDIAN Kinzigtal-Klinik in Bad Soden-Salmünster ist als ausgewiesener Fachmann im Bereich der Betriebsführung von Reha- und Akutkrankenhäusern bekannt.

Er wird die Nachfolge von Herrn Hans Wilhelm Saal antreten, der zum Jahresanfang zur Kreishandwerkerschaft in Bad Hersfeld gewechselt ist. Klaus Schnettger werden in der kommenden Woche die einzelnen Bereiche in der Klinik vorgestellt; im Anschluss daran wird die Übergabe erfolgen.

Bürgermeister Thomas Fehling freut sich über die Personalentscheidung: „Mit Klaus Schnettger haben wir eine erfahrene Persönlichkeit für die Vitalisklinik gewinnen können. In der Kombination mit Chefarzt Prof. Dr. Glaser haben wir nun die Vitalisklinik organisatorisch neu aufgestellt. Wir verbinden damit die große Hoffnung, dass das Haus in bessere Zeiten steuert und den Gesundheitsstandort Bad Hersfeld weiter voranbringt.

Ganz ausdrücklich möchte ich Hans Wilhelm Saal für die geleistete Arbeit in der Vitalisklinik danken.“

Bad Hersfeld, 25. Mai 2016

Hörbus kommt nach Bad Hersfeld auf den Linggplatz.

Hörbus kommt nach Bad Hersfeld auf den Linggplatz am 2. Juni ab 10 Uhr

Oma hört schlecht. Deshalb ermahnt sie uns immer, nicht so leise und undeutlich zu sprechen. Aber natürlich ist Oma schwerhörig, sie will es nur nicht einsehen. Was aber ganz normal ist, denn wessen Gehör nachlässt, der merkt es ja nicht schlagartig. Der Hörbus, der am 02.06.2016 von 10:00 bis 13:00 Uhr auf dem Bad Hersfelder Lingplatz stehen wird, wendet sich deshalb nicht nur an Schwerhörige, sondern auch an (vermeintlich?) normal Hörende und lädt zum kostenlosen Hörtest ein.

In dem bestens ausgestatteten Hörbus kann jeder Interessierte kostenlos seine Hörfähigkeit messen lassen. Darüber hinaus kann man sich über Hörgeräte und weitere Hörhilfen informieren. Denn angesichts des Bedarfs – 14 Millionen Menschen in Deutschland sind schwerhörig – hat sich inzwischen eine große Palette moderner Hilfs- und Hörgeräte entwickelt.

Gerade in unserer Kommunikationsgesellschaft kommt einem funktionierenden Gehör eine enorme Bedeutung zu, aber auch für die zwischenmenschliche Verständigung und allgemein für die Lebensqualität. Denn ein eingeschränktes Hörvermögen bedeutet nicht nur schlechteres Verstehen, sondern hat mitunter weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Lebensführung in Beruf und Familie. Durch Hörminderungen wird außerdem die sehr komplexe Schallverarbeitung im Gehirn beeinträchtigt. Darunter leiden auch die Fähigkeit des selektiven Hörens, also die Unterscheidung von wichtigem und unwichtigem Schall, sowie das für die Orientierung so wichtige Richtungshören. Zahlreiche empirische Untersuchungen belegen, dass die rechtzeitige Nutzung von Hörsystemen diese Fähigkeiten des Gehörs erhalten hilft. In der Folge leben Menschen, die ihre Hördefizite durch die moderne Hörtechnik ausgleichen, zufriedener und selbstbewusster, da sie weiterhin aktiv am Leben teilnehmen können. Deshalb ist es wichtig, das eigene Hörvermögen richtig einzuschätzen. Denn Hörminderungen stellen sich langsam ein und bleiben häufig lange unbemerkt. Der Hörbus am 02.06 ist eine gute Gelegenheit, sich ein paar Minuten Zeit für das eigene Gehör zu nehmen und den Hörcheck zu machen.

Rund um den Bus vermitteln Hörgeräteakustiker und HNO-Spezialisten aus dem Klinikum Bad Hersfeld zudem weitere Informationen zu den Themen Hören und Hörverlust.

Bad Hersfeld, 19. Mai 2016

Einführung Cefarzt Prof.Dr. Lohmeyer (zweiter von rechts)

Herzlich willkommen im Klinikum Bad Hersfeld
Prof., Dr. Jürgen Lohmeyer ist neuer Chefarzt der Klinik für Onkologie, Hämatologie, Palliativmedizin und Gastroenterologie

„Ein herzliches Willkommen, auch im Namen unseres Landrats Dr. Koch“, so begann die Laudatio vom Martin Ködding Geschäftsführer des Klinikums bei der Einführung des neuen Chefarztes Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer vor zahlreich geladenen Gästen im Hörsaal der Klinik am Hainberg in Bad Hersfeld.
„Dieser Abend und die heutige Feierstunde ist ihnen gewidmet, und wir freuen uns auf ihr Wirken in unserem Klinikum“, so Ködding weiter.
Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer ist seit dem 1. Mai 2016 in den Bereichen Onkologie, Hämatologie, Palliativmedizin und Gastroenterologie im Klinikum Bad Hersfeld, und trat damit die Nachfolge von Dr. Peter-Josef Majunke an.

Gäste im Hörsaal der Klinik am Hainberg

Prof Lohmeyer kommt vom Universitätsklinikum Gießen-Marburg nach Bad Hersfeld und ist Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologie.
Ködding wies zum Abschluss noch darauf hin, dass die bereits vorhandene Vernetzung zwischen dem Klinikum Bad Hersfeld und dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg für eine optimale Versorgung der hiesigen Patienten in der Region sorgt, und das wird jetzt durch Prof. Lohmeyer zusätzlich gestärkt.
Für eine sehr ausführliche Darstellung über die zukünftige Zusammenarbeit der Kliniken referierte Prof. Dr. Friedrich Grimminger, der die onkologische Versorgung im regionalen Bereich als ausgesprochen wichtig erachtet. „Die Krankenhauslandschaft hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert, und damit werden sich auch die Menschen anpassen müssen“. „Sie werden immer älter, und das ist wiederum auch für die Krankenhäuser eine bedeutsame Herausforderung“.
„Gesundheit ist ein expandierender Begriff, wohin dies letztendlich führt, kann keiner vorhersagen“, so Prof. Grimminger.

Über die Entwicklung und die Zukunftsperspektive in der Onkologie und die sensationell neuen Entdeckungen aus USA, über neue Heilmethoden von Krebserkrankungen, dafür sorgte Prof. Dr. Andreas Neubauer bei den Gästen für eine große Aufmerksamkeit. „Statistiken allein sagen noch nicht viel aus, aber der Trend zu immer besseren und sanfteren Heilmethoden ist eindeutig zu sehen“, so Prof. Neubauer, der seit 1.1.1999 Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie, Zentrum innere Medizin, an der Philippsuniversität Marburg ist.
Ebenfalls ein gelungener Vortrag über Tumorerkrankungen in der Region und damit die Bedeutung der heimatnahen Versorgung der betroffenen Patienten hielt Prof Dr. Gerhard Zöller als Facharzt für Urologie im Klinikum Bad Hersfeld, wo er seit Juni 2008 Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie seine Arbeit verrichtet.
„Wir haben hier im Klinikum eine wunderbare und gut aufgestellte Onkologie und ein hervorragendes erfahrenes Team“, sagte Prof. Zöller. „Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Fulda und der universitären Einrichtung in Gießen-Marburg ist von großer Bedeutung, auch im Hinblick auf die Patienten die damit eine gute Versorgung erhalten“.
„Einer muss immer das Schlusswort halten“. „Der Worte sind nun genug gewechselt, nochmals herzlich willkommen Herr Prof. Lohmeyer, und viel Freude und Erfolg bei ihrer Arbeit in unserem Klinikum in Bad Hersfeld“, so Prof Dr. Markus Horn in seiner Abschlussrede, verbunden mit dem Hinweis auf die jetzt noch anstehenden leckeren Genüsse im Raum nebenan.

Bad Hersfeld, 26. April 2016

Die Leiterin der Grünen Damen des Klinikum Bad Hersfeld Brigitte Kubicek erhielt aus den Händen des Hess. Sozialministers Stefan Grüttner ihre Zertifizierungsurkunde zur Mentorin im Ehrenamt.

Mentorin im Ehrenamt: Die Leiterin der Grünen Damen des Klinikum Bad Hersfeld Brigitte Kubicek erhielt aus den Händen des Hess. Sozialministers Stefan Grüttner ihre Zertifizierungsurkunde zur Mentorin im Ehrenamt.
Brigitte Kubicek, seit 2006 ehrenamtlich im Klinikum Bad Hersfeld tätig , absolvierte mit Erfolg einen Lehrgang  der evangelischen Kranken- und Alten-Hilfe e.V. und dem Institut für Kultur und Religion e.V. Das modulare Weiterbildungskonzept ist speziell auf die Belange der „Grünen Damen und Herren“ zugeschnitten, so dass sie das Gelernte unmittelbar in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit anwenden und nachhaltig professionalisieren können. Die Lehrgangsinhalte beinhalteten u.a. die Themen Personal- und Teammanagement, Kommunikation, Konfliktmediation sowie Öffentlichkeitsarbeit. „Gerade im Bereich der stationären Alten- und Krankenpflege ist die Arbeit der Ehrenamtlichen nicht wegzudenken“, so der Hessischer Minister für Soziales und
Integration, Stefan Grüttner. „Mit ihrem Engagement leisten Sie einen wichtigen Beitrag für die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen“, erklärte Grüttner. Die Grünen Damen sind an ihren grünen Schals zu erkennen und kümmern sich liebevoll um die alltäglichen sozialen Dinge in der stationären Krankenpflege wie z.B. die Patientenbibliothek, kleine Besorgungen und stehen auch als Gesprächspartner für die Patienten zur Verfügung. Wer
Interesse an der Mitarbeit im Team der „Ehrenamtlichen Krankenhaushilfe“ des Klinikums hat, wendet sich direkt an Brigitte Kubicek Tel: 06621 - 768 35

Bad Hersfeld/Fulda, 23. April 2016

Gesundheitsforum am Klinikum Fulda: „Wenn der Schuh drückt…! - Moderne Behandlungsmethoden in der Fußchirurgie“

Im Rahmen der Gesundheitsforen des Kli-nikums Fulda findet am 26.04.2016, von 17.00 bis 19.00 Uhr eine Hörsaalveranstal-tung zu dem Thema „Wenn der Schuh drückt… - Moderne Behandlungsmethoden in der Fußchirurgie“ statt.
Immer mehr Menschen leiden immer früher an Fußproblemen. Die moderne Orthopädie kann in vielen Fällen wirksam Abhilfe schaffen und Lebensqualität zurückgeben. Im Rahmen der Hörsaalveranstaltung informieren die Experten Dr. Alfred Adamski (Leiter der Fußchirurgie der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie) und Dipl. Ing. Monika Spengler (Technische Orthopädie, Konzeptmanagerin DIABETEC) über erfolgsversprechende Behandlungsmethoden zu den Themen: Der schmerzhafte Vorfuß - wann soll operiert werden?, Der diabetische Fuß - Amputationen vermeiden!, Stadiengerechte Schuhversorgung bei diabetischem Fußsyndrom, Sprunggelenksarthrose - nur Versteifung möglich?, Die schmerzhafte Ferse - ist das immer ein Fersensporn?
Im Anschluss an die Vorträge besteht bei einem Imbiss genügend Zeit, um individuelle Fragen an die Experten zu stellen. Die Anzahl der Sitzplätze im Hörsaal ist begrenzt. Einlass ab 16.30 Uhr.

Bad Hersfeld, 19. April 2016

Johanniter-Unfall-Hilfe - Johanniter geben Erste-Hilfe-Tipps -                                                    „Im Ernstfall gilt: Sofort die 112 anrufen!“

Ob Bratwurst, Steak oder Gemüsespieß – sobald es draußen wärmer wird, gehört Grillen wieder zu den beliebtesten
Freizeitbeschäftigungen. Wohin man schaut, überall glüht die Holzkohle: auf dem Balkon, im Garten, im Park, am Strand. Und wie das duftet,
köstlich.
Doch das Vergnügen ist nicht ganz ungefährlich: Jährlich verletzen sich mehrere tausend Menschen beim leichtsinnigen Umgang mit dem Feuer.
Stichflammen oder Verpuffungen entstehen zum Beispiel, wenn ungeduldige Grillmeister Spiritus auf die glühenden Kohlen schütten. Schwere
Brandblasen können entstehen, wenn besonders Hungrige das Fleisch mit den Händen vom Rost nehmen, statt mit der Grillzange. Ein Gasgrill
kann explodieren. Hier gilt es, die Gasflasche überprüfen zu lassen und leere Flaschen sofort zu entsorgen. Es sollte darauf geachtet werden,
dass der Grill – egal, ob Holzkohle oder Gas – einen sicheren Stand hat. Am besten in der Nähe des Grills einen Eimer Wasser platzieren.

Erste Hilfe bei Brandverletzungen

„Als Faustregel gilt: Bei schweren, großflächigen Verbrennungen im Gesicht, an den Händen oder den Genitalien sofort den Rettungsdienst
rufen“, empfiehlt Marc Dickey, Ausbildungsleiter der Johanniter im Regionalverband Kurhessen. Auch bei Verletzungen, die größer sind als ein
Handteller, sollte in jedem Fall professionelle Hilfe gerufen werden. „Bei kleinflächigen Brandverletzungen (z. B. Finger) kann zur sofortigen
Schmerzlinderung die Verbrennung mit normal temperiertem Wasser ca. zwei Minuten gekühlt werden. Große Brandwunden nicht kühlen, es
besteht die Gefahr der Unterkühlung sowie einer starken Belastung des Kreislaufs“, betont Dickey. Offene Wunden sollten schnell steril
abgedeckt werden, damit sie sich nicht entzünden. Dafür eignet sich etwa ein steriles Verbandstuch aus dem PKW-Verbandkasten. Vorsicht ist
geboten, wenn Kinder dabei sind. Es gilt: Kinder weg vom Grill! „Besonders umstehende kleine Kinder sind gefährdet, wenn sich der Grillrost
auf ihrer Kopfhöhe befindet“, warnt er. Plötzlich entstehende Flammen könnten sie im Gesicht schwer verletzen.

„Im Ernstfall gilt: Sofort die 112 anrufen!“

Wenn die Kleidung einer Person durch Stichflammen Feuer gefangen hat, ist schnelles Handeln lebensrettend: Mit einer Decke lassen sich die
Flammen ersticken. Helfer sollten die Person auf dem Boden hin und her wälzen und sie ggf. mit Wasser übergießen. Keine Feuerlöscher
verwenden! Eine weitere Gefahr droht bei schweren, großflächigen Verbrennungen sowie bei Gesichtsverbrennungen: „Häufig sind Atem- und
Kreislaufstörungen die Folge. Deshalb sollten Ersthelfer unbedingt Atmung und Kreislauf der verletzten Person beobachten, bis der
Rettungsdienst eintrifft", rät Dickey.

Bad Hersfeld, 11. April 2016

Von links nach rechts: Dr. Thomas Handke, Anna Glück, Sascha Sandow, Selina Lange, Ursula Eckhardt, Wolfgang Huhn-Berger, Thomas  Schweda, Klara Ziel, Cindy Hassler

VitB - Die Belegabteilung in der Vitalisklinik
Seit nunmehr 4 Jahren besteht sie, die Belegstation in der Vitalis-Klinik. Auf der „VitB-Station“ werden Patienten mit internistischen Krankheitsbildern behandelt. An erster Stelle sind es Patienten mit allen Formen des Diabetes Mellitus.
Allein die sehr überschaubare, man kann sagen, familiäre Atmosphäre auf der Station ist schon bei vielen Patienten der erste Schritt zur Genesung. Alle Zimmer, mit maximaler 2-Bett-Belegung, sind ausgestattet mit Balkon, Dusche, WC, TV, und Telefonanschluss.

Die zuckerkranken Menschen erhalten leitliniengerechte medikamentöse Behandlungen und eine individuelle Schulung,  die auf persönliche
Belange eingeht. Desweiteren werden Patienten zur Hochdruck-, Herzinsuffizienz-und Transfusionsbehandlung aufgenommen.
Bei Fragestellungen, die vor Ort nicht gelöst werden können, stehen die Fachabteilung des Klinikums Bad Hersfeld konsiliarisch zur Verfügung.
“Die Vernetzung zwischen ambulanter- und stationärer Behandlung ist der entscheidende Grund für unser Engagement in einem
belegärztlichen Modell wie der VitB“ sagt der Internist und Diabetologe Dr. Thomas Handke, der gemeinsam mit dem Internisten und
Diabetologen Dr. Axel Müller-Siebert Belegarzt der Abteilung ist.
Der kaufmännische Leiter des Klinikums, Sascha Sandow hat auch die Historie im Blick „ Wir freuen uns, dass es gemeinsam mit der Vitalisklinik
nach der Schließung des St. Elisabeth Krankenhauses gelungen ist, ein attraktives belegärztliches Angebot in Bad Hersfeld zu sichern.“

Bad Hersfeld, 10. April 2016

Betriebsversammlungen im Durstewitzsaal des Herz- und Kreislaufzentrums Rotenburg

Großes Interesse an der Zukunft von Klinikum Hersfeld und HKZ Rotenburg
Am Montag wurden im Rahmen von 2 Betriebsversammlungen an den Standorten Bad Hersfeld und Rotenburg die Beschäftigten des neuen
Unternehmens  über Details des medizinischen und organisatorischen Konzepts informiert.
Dr. Michael Koch, als Landrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg zudem Aufsichtsratsvorsitzender des kreiseigenen Klinikums, sprach von einem
„Gewinn für die Gesundheitsregion“. Landrat Dr. Koch: "Vom Kauf des HKZ profitieren zum einen die Mitarbeiter dort unmittelbar, denn es wird
mit der Übernahme durch das Klinikum keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Das HKZ bleibt für die Beschäftigten in seiner alten Form
als Arbeitgeber zu denselben Bedingungen und auch die Marke mit ihrem guten überregionalen Ruf erhalten.“ Zudem, so Koch, stärke der Kauf
des HKZ den Gesundheitsstandort Hersfeld-Rotenburg insgesamt. Er sieht in der Verzahnung von Klinikum und HKZ den Standort gut
aufgestellt für zukünftige Herausforderungen im Gesundheitssektor.

Betriebsversammlungen im "wortreich" in Bad Hersfeld

Geschäftsführer Martin Ködding gab Einblick in den aktuellen Stand der Transaktion und nahm Stellung zur baulichen Entwicklung des HKZ und
auch des Klinikums. „Der heutige Tag ist der Startschuss für die medizinische und bauliche Weiterentwicklung des HKZ, nachdem die
Transaktion in sechsmonatiger Rekordzeit von Oktober 2015 bis März 2016 abgeschlossen wurde“ so Ködding in seinem Vortrag.
Die Rotenburger Klinikdirektoren Prof. Christian Vallbracht und Prof. Ardawan Rastan berichteten über den Werdegang des medizinischen
Konzepts mit u.a. dem Ausbau der Elektrophysiologie und der Stärkung des herzmedizinischen Profils im HKZ Rotenburg. Eine Neuerung des
Angebotes stellte der Ärztliche Direktor des Klinikums Prof. Markus Horn den Mitarbeitern vor. So soll nach dem Bescheid des hessischen
Sozialministeriums vom vergangenen Donnerstag eine geriatrische Abteilung mit zunächst 20 Betten aufgebaut werden, die auch die bisherige
orthopädische Rehabilitation in sich aufnehmen wird.
Eine weitere Veränderung bringt die Größe des Unternehmens mit sich: Unter der Gesamtverantwortung von Geschäftsführer Martin Ködding
wird künftig übergreifende Arbeit  durch ein 5-köpfiges Gremium mit Direktoren für die Bereiche Medizin, Pflege, Personal, Finanzen und
Service verantwortet.