Neues aus Bad Hersfeld * kulturell * interessant * wissenswert*

Landratsamt Hersfeld Rotenburg - Informationen, Veranstaltungen, Fotos und Filmbeiträge


Bad Hersfeld, 22. April 2017

Breitbandausbau in Nordhessen, Netzeröffnung in Knüllwald-Remsfeld, (v.l.n.r): Staatssekretär Mark Weinmeister, Kathrin Laurier (Geschäftsführerin Breitband Nordhessen GmbH), Winfried Becker (Landrat Schwalm-Eder-Kreis, stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen GmbH), Bürgermeister Jörg Müller, Dr. Michael H. Koch (Landrat Hersfeld-Rotenburg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen),Eckart Liebelt und Frank Richter (Geschäftsführer Netcom Kassel)

Breitband Nordhessen eröffnet Datenautobahn

Ein wichtiger Tag für die Region Nordhessen! In Knüllwald im Schwalm-Eder-Kreis ist das 1. Teilstück der „Regionalen Datenautobahn“ für Nordhessen ans Netz gegangen.

Im Ortsteil Remsfeld ist am Freitag der erste Kabelverzweiger aktiviert und damit das nordhessische Breitbandnetz eröffnet worden. Die Netcom Kassel, die das aktive Netz betreiben wird, informiert unterdessen die Bürgerinnen und Bürger in den einzelnen Orten Nordhessens Schritt für Schritt mit eigenen Veranstaltungen über Produkte und Tarife.

Der Landrat des Schwalm-Eder-Kreises und stellvertretende Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Breitband Nordhessen GmbH, Landrat Winfried Becker, würdigte die Eröffnung der Datenbautobahn als „echten Durchbruch in der Erschließung Nordhessens mit moderner Kommunikationsinfrastruktur“. Becker: „Ich freue mich, dass mit dem Schwalm-Eder-Kreis eine Region von unserem Bemühen profitiert, in der bisher die kleinen Orte und Ortsteile im nordhessischen Vergleich weniger gut versorgt waren. Während wir vor wenigen Jahren noch vor allem den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur forcierten, ist uns allen längst bewusst, dass ein schnelles Glasfasernetz/Internet ebenso wichtig ist.“„Durch Highspeed-Internet bleibt unsere Region ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum“, betont Dr. Michael Koch, Landrat im benachbarten Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Vorsitzender der Breitband-Gesellschafterversammlung: „Das schnelle Netz sichert unseren Städten und Gemeinden die Zukunft und verhindert eine drohende digitale Spaltung zwischen Ballungszentren und unserer ländlichen Region.“ Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller sprach von einem Glücksfall für seine Gemeinde und die Nachbarkommunen, dass die Datenautobahn durch seine Gemeinde verläuft und diese anbindet. Er dankte der Breitband Nordhessen GmbH für ihr Engagement und den nordhessischen Landkreisen für ihre Initiative, „unserer Heimat den Anschluss an das weltweite Informationsnetz zu ermöglichen, den sie verdient und benötigt.“ 

Der Breitbandausbau in Nordhessen ist das derzeit größte Breitband-Infrastrukturprojekt in Europa. Ziel der Breitband Nordhessen GmbH ist es, bis zum Ende des Jahrzehnts nahezu überall in Nordhessen einen Anschluss mit bis zu 50 Megabit in der Sekunde zur Verfügung stellen zu können. Seit Beginn der Bauarbeiten im Spätsommer 2016 wurden schon über 200 Kilometer Trasse gebaut und rund 120 Multifunktionsgehäuse gesetzt, erklärt die Breitband-Geschäftsführerin Kathrin Laurier.
Über den jeweils aktuellen Stand des Ausbaus in den Ortsteilen informiere die Breitbandgesellschaft auf ihrer Website
www.breitband-nordhessen.de
. Derzeit sind dort die für das

1. Halbjahr 2017 verbindlich geplanten Bauabschnitte einzusehen. Für alle Ortsteile, die nicht Teil der verbindlichen Planungen des bevorstehenden halben Jahres sind, bestehen unverbindliche Planungsausblicke für die Folgezeiträume bis 2019. Die neuen Bauabschnitte für das 2. Halbjahr 2017 werden am 30. Juni auf der Website der Breitband Nordhessen veröffentlicht.

 

Zur Errichtung des Breitbandnetzes werden zunächst Leerrohre verlegt, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden, die so den schnellen Datentransport überhaupt erst ermöglichen. Sogenannte Multifunktionsgehäuse in den einzelnen Orts- und Stadtteilen dienen als Koppelstationen, in denen die aktive Technik des Netzbetreibers installiert wird. Von dort aus werden die Datensignale des neuen Glasfasernetzes dann mit hoher Bandbreite über die bereits vorhandenen Kupferkabel zu den Haushalten transportiert. Während der Ausbauarbeiten werden die Glasfaserleitungen in einer Ringstruktur gebaut, um zu gewährleisten, dass es später keinen Dienstausfall bei einem möglichen Leitungsschaden gibt: Das Signal kann dank des Rings von zwei Seiten herangeführt werden. Die Bauarbeiten werden mit dem umweltschonenden Horizontalbohrverfahren sowie mit Kabelpflug- und Grabenfrästechnik oder in offener Bauweise durchgeführt.

Nach Fertigstellung der passiven Infrastruktur wird die Netcom Kassel die aktive Technik installieren und betreiben. Die Netcom Kassel wird den Wechsel des Anbieters servicefreundlich anbieten, damit die Kunden leicht in das neue Netz wechseln können. „Grundsätzlich empfehlen wir keine Kündigung des bestehenden Vertrages, lediglich eine Verlängerung des Vertrages um 24 Monate sollte vermieden werden“, so Kathrin Laurier, Geschäftsführerin der Breitband Nordhessen GmbH. 

Es geht nicht um den Anschluss in Städten und größeren Orten, denn dort ist der Ausbau der Infrastruktur für die konventionellen Anbieter von Telekommunikation wegen der großen Dichte an Kunden attraktiv genug. Die Breitbandgesellschaft bereitet hingegen den Anschluss in den rund 570 Ortsteilen vor, deren Versorgung sich für einen gewöhnlichen Netzanbieter niemals lohnen würde. Dafür entsteht ein mehr als 2000 Kilometer langes Glasfasernetz bis zu den Kabelverzweigern (FTTC), das sind die hellgrauen Kästen am Straßenrand der Telefonanbieter. „Die letzte Meile bis ins Haus läuft das Signal über das vorhandene Kupferkabel“, sagt Laurier. Die Verlegung von Glasfaser bis in jedes Haus (FTTH) hätte mehr als eine Milliarde Euro gekostet. Für das laufende Projekt sind 128 Millionen Euro veranschlagt. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen gewährt ein zinsgünstiges Darlehen, für welches das Land Hessen bürgt.

 Die Breitband Nordhessen GmbH wurde im Februar 2014 von den fünf nordhessischen Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner gegründet. Sie setzt sich für den flächendeckenden Ausbau eines Hochgeschwindigkeitsinternets ein. Die Breitband Nordhessen GmbH koordiniert die gesamte Abwicklung und den Ausbau der Glasfaservernetzung in den nordhessischen Landkreisen. Sowohl Gewerbetreibende als auch Privathaushalte sollen im Ausbaugebiet mit Breitbandanschlüssen mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde versorgt werden.

Bad Hersfeld, 13. April 2017

Neue Kunstausstellung im Landratsamt

Mehr Farbe in der Kreisverwaltung. Möglich macht das eine Gemäldeausstellung des Kunstwerkstatt Mecklar in Kooperation mit weiteren Künstlern des Kreises.

Als "Buntes Allerlei aus Mecklar" fasste Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz die Werke zusammen, die für die nächsten Wochen leihweise die Flure des Landratsamts in Bad Hersfeld zieren werden. Dies war von ihr keineswegs despektierlich gemeint - im Gegenteil. "Verschiedene Künstler haben unterschiedliche Motive mit vielfältigen Malmethoden zu einer harmonischen Ausstellung zusammengestellt", eröffnete Künholz die Vernissage.

Die Kunstausstellung der Kunstwerkstatt Mecklar löst ab dieser Woche eine Bildersammlung mit Fotografien aus dem Landkreis ab, die künftig im Bergbaumuseum Hering zu sehen sein wird. Schon seit Jahren bietet der Landkreis regionalen Künstlern regelmäßig die Möglichkeit, ihre Werke hier der Öffentlichkeit vorzustellen.

Die Bilder können zudem von Interessierten käuflich erworben werden. "Wenn die Bilder ein paar Tage weg sind und die neuen noch nicht da, merkt man, wie kahl dieser Flur ansonsten ist", bemerkte Künholz.

"Unser gesamtes Leben wäre kahl ohne Schönes", griff stellvertretend Otto Brett, Vorsitzender des Kunstvereins Rotenburg, dieses Sprachbild auf. " Wir als Maler wollen etwas dazu beitragen zu zeigen, dass ein Landratsamt nicht nur ein Ort der Verwaltung ist, sondern hier auch Zeit und Herz ist für die Kunst."

Bad Hersfeld, 12. April 2017

Umzug in die Berliner Straße

Nach Ostern neue Adresse „Arbeit und Soziales" der Kreisverwaltung zieht in die Berliner Straße

Wer Wohngeld, Hartz IV oder andere Sozialleistungen bezieht, muss sich demnächst eine neue Adresse merken: Die Bereiche Arbeit und Soziales der Kreisverwaltung in Bad Hersfeld werden künftig in der Berliner Str. 1 zu finden sein. Die Mitarbeiter der Fachdienste Hersfeld-Stadt und Hersfeld-Land sind ab 26. April 2017 am „Hoechster Kreisel“ in Büros im Gebäude der Firma Perfect Electro zu finden.

Die Umzüge der Mitarbeiter finden in der Woche nach Ostern statt. „In dieser Zeit gibt es wechselseitige Vertretungsregelungen der Kollegen“, erklärt die zuständige Sozialdezernentin Elke Künholz, „damit wir weiter für alle Bürger da sein können.“ Konkret heißt das: Dienstag bis Donnerstag kommender Woche ziehen der Bereich Arbeit und Soziales sowie die Wohngeldstelle des Fachdienstes Hersfeld-Stadt um. Unterlagen und Kopien können in dieser Zeit vom FD HEF-Land (Nähe Gesundheitsamt) und dem Bürgerservice Büro im Hauptgebäude in der Friedloser Straße 12 entgegengenommen werden.

Termine bei Sachbearbeitern/innen erfolgen in der Umzugswoche nur nach vorheriger Vereinbarung. Von Freitag bis Dienstag darauf ziehen dann die Mitarbeiter aus dem Bereich Hersfeld-Land um. Unterlagen werden in dieser Zeit vom FD Hersfeld-Stadt (dann bereits in der Berliner Straße) und dem Bürgerservice Büro (Hauptgebäude Friedloser Str. 12) entgegengenommen.

Spätestens ab dem 26. April 2017 sind alle Mitarbeiter wieder uneingeschränkt und wie gewohnt für die Bürger da.

Bad Hersfeld, 06. April 2017

An die historische Villa oberhalb des Schwaltenweihers könnte ein modernes Hotel- und Tagungszentrum angebaut werden

Ferienstätte Schwaltenweiher wird Kinderklinik - Landrat Koch: Geld aus Verkauf wird im Kreis investiert

Bad Hersfeld/Schwalten, 6. April 2017 - Die kreiseigene Erholungsstätte Schwaltenweiher in Seeg (Allgäu) ist für rund 2,5 Millionen Euro verkauft worden. Die neue Eigentümerin möchte hier eine Klinik für psychisch kranke Kinder und Jugendliche errichten. Die Immobilie (4000 Quadratmeter Nutzfläche und mit Blick auf die Alpen) ist am Donnerstag an die Käuferin übergeben worden.

„Ich freue mich sehr, dass wir den Kaufvertrag nun umsetzen konnten und die Zahlung inzwischen bei uns eingegangen ist“, freut sich Landrat Dr. Michael Koch. Im Herbst hatte er persönlich Gespräche mit seiner Amtskollegin im Ostallgäu, Landrätin Maria Rita Zinnecker, und der Kaufinteressentin geführt, um die Verhandlungen voranzubringen. „Ich halte es für sinnvoller, Geld des Kreises auch bei uns in der Region zu investieren“, argumentiert Koch und ergänzt: „Der Verkaufserlös ist bereits fest im aktuellen Haushalt eingeplant, es gibt also keine neuen, freien Spitzen bei den Finanzen.

Fotos: Landrat Dr. Michael Koch betrachtet mit seiner Amtskollegin aus dem Landkreis Ostallgäu, Maria Rita Zinnecker, die Baupläne für das Grundstück am Schwaltenweiher

Neben dem Erlös aus dem Verkauf der Immobilie spart der Kreis in Zukunft hohe Vorhaltekosten. Wegen dieser Kosten und Zuschüsse war die Erholungsstätte Schwaltenweiher von 2007 bis Ende 2011 verpachtet worden. Zuvor erfolgte der Betrieb durch den Eigenbetrieb Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Kreises. Selbst während der Zeit des Leerstands summierten sich Instandhaltungskosten, Heizung und Winterdienst auf knapp 80.000 Euro pro Jahr. Deshalb hatte der Kreistag 2012 beschlossen, die Immobilie im Allgäu zu verkaufen.

Außer der nun veräußerten Immobilie in Schwaltenweiher besitzt der Kreis noch eine Erholungseinrichtung in Meeschendorf auf der Insel Fehmarn und den Jugendhof in Rotenburg. Die Ferien- und Freizeitanlage „Rießerkopfhütte“ bei Garmisch-Partenkirchen ist bereits 2008 verkauft worden.

 

Bad Hersfeld, 06. April 2017

Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz beim Besuch einer Mitmachstation, an der ein praktischer Handyhalter aus Metall gefertigt werden konnte. Insbesondere auch bei Mädchen soll das Interesse für MINT-Berufe geweckt werden.

Einen Stuhl zum Schweben bringen. Berufsorientierung mit spannenden Experimenten aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik an den Beruflichen Schulen am Obersberg.

Wer glaubt, dass leere Klorollen und Safttüten nur etwas für die Tonne sind, wurde an den sechs Praxisstationen des diesjährigen MINT-Parcours an den Beruflichen Schulen am Obersberg eines besseren belehrt.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Mit diesen Themen konnten sich rund 90 Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufen aus den Gesamtschulen Geistal in Bad Hersfeld, der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg, der Brüder-Grimm-Gesamtschule in Bebra sowie der Blumensteinschule in Obersuhl im Rahmen spannender „Mini-Workshops“ beschäftigen.

Dabei ging es nicht um graue Theorie, sondern die Schüler bauten beispielsweise aus einer alten Klopapierrolle, einer leeren Plastikflasche und einem einfachen Stromkreis eine funktionierende Taschenlampe. Aus einer leere Safttüte wurde mit vier Bierdeckeln und dem passenden Antriebssystem aus Gummiringen ein futuristisches Fahrzeug, das mit anderen um die Wette fuhr. Groß war das Erstaunen darüber, dass man mit alltäglichen Dingen wie Spritzen, Schläuchen, Luft und Wasser sogar einen Stuhl zum Schweben bringen kann.

Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz beim Besuch einer Mitmachstation, an der ein praktischer Handyhalter aus Metall gefertigt werden konnte. Insbesondere auch bei Mädchen soll das Interesse für MINT-Berufe geweckt werden.

Die Experimente an sechs Mitmachstationen boten den Schülerinnen und Schülern an zwei Tagen Gelegenheit, eventuelle Berührungsängste zu Mathematik, Naturwissenschaften, oder Technik abzubauen und den Horizont für die spätere Berufswahl zu erweitern. Hierzu trug außerdem eine Führung durch die Werkstätten für duale Ausbildungsberufe an den Beruflichen Schulen bei. „Solch ein Tag müsste öfter angeboten werden“, war dann auch immer wieder von den Mädchen und Jungen zu hören. Und: „Es ist eine tolle Abwechslung zum normalen Schulalltag.“ Auch Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz verschaffte sich in die Beruflichen Schulen am Obersberg einen Eindruck vom praxisbezogenen Berufsorientierungskonzept. „Die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler zeigen uns, dass wir hier in Sachen Berufsorientierung auf dem richtigen Weg sind“, freute sie sich beim Besuch der Mitmachstationen, die von Studierenden des Faches Arbeitslehre der Universität Kassel und ihrem Dozenten, Prof. Dr. Ralf-Kiran Schulz, methodisch und didaktisch vorbereitet und begleitet worden sind.

„Von dieser Kooperation zwischen dem kommunalen Übergangsmanagement des Landkreises und der Universität Kassel profitieren alle Beteiligten“, sind sich Künholz und Schulz einig: „Zum einen wird die Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler erweitert und es werden reale Praxisbezüge zu den sogenannten MINT-Berufen hergestellt. Zum anderen erhalten die Studierenden des Faches Arbeitslehre Gelegenheit, ihre Studienkenntnisse praktisch zu erproben.“ Dieses Kooperationsprojekt wird in seiner Vorbereitung und Durchführung unterstützt durch die Job Coaches, die im Rahmen des kommunalen Übergangsmanagements an Gesamtschulen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg tätig sind.

Bereits seit Jahren wird das Kommunale Übergangsmanagement mit fünf Jobcoaches durch kommunale Mittel sichergestellt. Zusätzlich fördert die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld/Fulda Berufsorientierungsmaßnahmen in Kleingruppen wie auch diesen MINT-Parcours. Im abschließenden Auswertungsgespräch mit den Studierenden der Universität Kassel, ihrem Dozenten Prof. Dr. Ralf-Kiran Schulz, den Job Coaches Hartmut Schmidt, Marina Fedotova, Ümit Tetik und Barbara Schweitzer sowie Projektleiterin Dr. Andrea Fink-Jacob waren sich alle Beteiligten einig, dass der MINT-Parcours auch zukünftig wichtiger Bestandteil einer praxisnahen Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bleiben soll.

 Bad Hersfeld, 06. April 2017

Ab ans Meer! - Jetzt anmelden für Ferienfreizeiten des Landkreises

Jugendliche können sich dieses Jahr auf ein Ferienpaket mit jeder Menge Wasser freuen. Wer im Inland bleiben möchte, für den steht der Klassiker Fehmarn vom 1. bis 11. August 2017 auf dem Programm. Dabei können Teens von 13 bis 15 Jahren in der direkt am Strand liegenden Jugendherberge in Meeschendorf Sonne und Strand genießen. Die sechs Ehrenamtlichen, die die Freizeit betreuen, werden ein attraktives Programm unter dem Motto „Die Insel der Schätze“ zusammenstellen, so dass keine Langeweile aufkommen wird. Ein Highlight wird natürlich der Besuch im Erlebnispark Hansapark sein, der im Preis schon inbegriffen ist.

Wen es weiter in die Ferne zieht und wer zwischen 14 und 18 Jahren alt ist, kann sich auf Frankreich freuen. In Gedanken an Südfrankreich, Sonne oder „Grotte des Demoisselles“, Kanufahren, Höhlenerkundungen, Klettern und vor allem Schwimmen in ausgewaschenen Naturpools mit Flussstrand lassen sich die letzten kalten Wintertage schnell vertreiben. Gekocht wird gemeinsam auf einer Terrasse oberhalb des Flusses, geschlafen in einem idyllischem Gruppenhaus. Die Freizeit findet vom 26. Juli bis 09. August in St. Bauzille in Südfrankreich statt.

Wer zwischen 14 und 18 ist und sich denkt, dass bis hierhin zu wenig Abenteuer angeboten war, kann schon einmal den Rucksack packen: Das nächste Angebot findet in der puren Natur Schwedens statt. Untergebracht sind die Teilnehmenden zuerst in Zelten und Holzhütten, später in einem gemütlichen Holzhaus. Gekocht wird gemeinsam am offenen Lagerfeuer. Auf dem Programm stehen hier Kanufahren, das Erkunden der von der Eiszeit geformten Wälder und Natur, sowie Angeln, Baden und einfach nur Relaxen. Das Schweden-Abenteuer findet vom 15. bis 29. Juli 2017 in Arvika statt.

Natürlich werden die Teilnehmenden bei allen Freizeiten von Bad Hersfeld aus mit dem Reisebus zu dem Freizeitort gebracht. Die Freizeiten finden dieses Jahr wieder in Kooperation statt, so dass bei der Fehmarn-Freizeit auch Teilnehmende über den Landkreis Kassel dabei sein werden. Die beiden anderen Freizeiten finden zusätzlich noch in Kooperation mit der Stadt Fulda statt.

Wer nun sich selbst oder sein Kind anmelden möchte, sollte nicht lange zögern, die ersten Anmeldungen sind schon eingetroffen. Anmeldungen und Fragen können an die Mitarbeiter der Kinder-, Jugend- und Familienförderung per E-Mail an jens.mikat@hef-rof.de gesendet werden. Oder Sie erreichen ihn telefonisch unter 06621/87-5217.

Die Flyer mit den Angeboten der Kinder-, Jugend- und Familienförderung Hersfeld-Rotenburg stehen ebenfalls im Internet unter www.jugendarbeit-hef-rof.de zum Download bereit.

Anmeldungen per Post bitte an: Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe
des Landkreises Hersfeld-Rotenburg
- Kinder-, Jugend- und Familienförderung – Jens Mikat in der Friedloser Straße 12 in 36 251 Bad Hersfeld

Bad Hersfeld, 05. April 2017

Bild copyright: Landratsamt Hersfeld-Rotenburg

Verstärkung für Demenzprojekte - Senioren-Beratung Waldhessen schulte schon 180 Ehrenamtliche 

Auf die Zeichen der Altersentwicklung hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg bereits vor neun Jahren reagiert: Unter dem Dach des Projekts „Perspektiven haben“ sind eine der ersten Demenzgruppen durch die Senioren-Beratung Waldhessen ins Leben gerufen und ein spezielles Schulungskonzept entwickelt worden, um freiwillig Engagierte zu Demenzhelferinnen und -helfern zu qualifizieren.

Getreu dem Motto „Nicht reden, sondern handeln“ waren neun Bürgerinnen aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu Jahresbeginn einem Aufruf der Senioren-Beratung Waldhessen gefolgt. Die Beratungsstelle hatte zur Mitarbeit in Betreuungsprojekten für Menschen mit Demenz eingeladen. In einer 36-stündigen Schulung wurden die Teilnehmerinnen auf ihr anspruchsvolles Ehrenamt vorbereitet. Nach bestandener Abschlussprüfung erhielten die Schulungsabsolventinnen nun den verdienten Lohn für ihren Einsatz: In einer Feierstunde überreichte Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz ihnen das Zertifikat, das die erfolgreiche Teilnahme an der Basisqualifizierung bescheinigt. 

Künftig werden die Ehrenamtlichen im Demenzprojekt „Perspektiven haben“ der Senioren-Beratung Waldhessen oder in niedrigschwelligen Betreuungsangeboten anderer Träger zum Einsatz kommen. „Das freiwillige Engagement ist eine Bereicherung und sinnvolle Ergänzung von professionellen Angeboten“, so Künholz. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die stetige Zunahme von Demenzerkrankungen. „Eine gute Zusammenarbeit von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften kann dazu beitragen, die Betreuungsqualität zu stärken und pflegende Angehörige zu entlasten.“

Bis heute hat die Senioren-Beratung Waldhessen in insgesamt 13 Lehrgängen rund 180 Ehrenamtliche geschult. Die Teilnehmer erwerben hierbei Basiswissen zum Krankheitsbild und seinen Auswirkungen, erproben Wege der Verständigung und erlernen den Umgang mit demenzbedingten Verhaltensauffälligkeiten. Aktivierungsangebote für Körper und Geist, Sicherheitsaspekte und eine Erste-Hilfe-Unterweisung bilden weitere Bausteine der Schulung. 

Eine Aus- oder Fortbildung kann der Lehrgang nicht ersetzen. Er ist konzipiert als Basisqualifizierung für die ehrenamtliche Mitarbeit in niedrigschwelligen Betreuungsangeboten unter Leitung einer Fachkraft. Bei einem Ehrenamt bleibt es jedoch nicht immer. Einige Teilnehmer haben über ihren ehrenamtlichen Einstieg das Berufsfeld der Pflege und Demenzbetreuung für sich entdeckt und eine Aus- oder Fortbildung an der Pflegefachschule angeschlossen, um auch hauptberuflich für Menschen mit Demenz da zu sein.

Bad Hersfeld, 03. April 2017

Landratsamt Hersfeld-Rotenburg

Debatte um Umstrukturierung des Jugendamts - Landrat Koch: „Für die Bürger soll sich nichts ändern“

Kritik an Erster Beigeordneter Künholz nicht nachvollziehbar

Als „verfrühtes Sommerloch-Thema“ kommentiert Landrat Dr. Michael Koch die zurzeit in Rotenburg und Bebra geführte Debatte um eine angebliche „Zentralisierung“ der Kreisverwaltung in Bad Hersfeld.

„Das allerwichtigste zuerst: Für die Bürger soll sich nichts ändern. Der Landkreis bleibt mit allen Dienstes für alle Bürger im Kreis gut erreichbar“, so Koch. Hintergrund sind Überlegungen der Kreisverwaltung, im Sommer Planstellen im Jugendamt zwischen Bad Hersfeld, Rotenburg und Bebra zu tauschen, damit sich die Mitarbeiter besser ergänzen können.

Selbstverständlich bleibe der Allgemeine Soziale Dienst (ASD), die Kernaufgabe der Jugendhilfe, künftig gut erreichbar und selbstverständlich werde es auch künftig Besprechungstermine in und außerhalb der Standorte des Landratsamts geben. Tatsächlich sei zudem eine Personalaufstockung im ASD geplant und werde mit dem am Donnerstag genehmigten Haushalt auch umgesetzt. 

„Vor allem aber macht es für die Bürger, die diese Dienste in Anspruch nehmen und oftmals nehmen müssen, überhaupt keinen Unterschied, wo die Mitarbeiter ihr Büro haben. Kaum jemand geht gerne zum Jugendamt, die meisten Termine finden ohnehin bei Familien zuhause statt“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, in deren Dezernat die Umstrukturierungen fallen.

„Die Kritik an der Ersten Beigeordneten Elke Künholz ist für mich nicht nachvollziehbar“, stellt sich Koch hinter die zuständige Dezernentin. Für die Debatte insgesamt hat der Landrat wenig Verständnis: „Wir wollen im Kreis präsent sein für die Bürger, nicht nur an den drei genannten Standorten. Zugleich stehen wir aber in der Pflicht, unsere gesetzlichen Aufgaben möglichst effizient zu verrichten.“ Der geplante Neubau am Standort Bad Hersfeld dient eben diesen Überlegungen. Hier geht es um die Frage, ob in Bad Hersfeld angemietete Räume entmietet werden können.

Die in den sozialen Medien spekulierte Schließung des Standorts Rotenburg, die sich im Eigentum des Landkreises befinde, bezeichnete der Landrat als absurd: „Solange ich Landrat dieses Kreises bin, schließe ich eine Standortschließung der Außenstelle in Rotenburg an der Fulda zu 100 % aus“, versichert Koch.

Bad Hersfeld, 03. April 2017

Foto: Landrat Dr. Michael Koch (re.) sitzt in der Tannenbergschule in Nentershausen an einem Tisch mit Schulkindern sowie Schulleiterin Melanie Mangold-Jung und Kultusstaatssektretär Dr. Manuel Lösel

Vier weitere Schulen im Kreis beim "Pakt für den Nachmittag" dabei

Noch besseres Ganztagsangebot für viele Schulkinder im Landkreis: Vier Schulen im Kreis erweitern ab nächstem Schuljahr den "Pakt für den Nachmittag".  Ab dem Schuljahr 2017/2018 sind die Wilhelm-Neuhaus Schule in Bad Hersfeld, die Grundschule Neuenstein, die Ulfetal-Schule in Bebra-Weiterrode und die Grundschule Hönebach in Wildeck-Hönebach im Pakt für den Nachmittag aufgenommen worden.

„Der Bedarf an guter Nachmittagsbetreuung wächst in der Gesellschaft. Über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie dürfen wir nicht nur reden, hier müssen wir handeln“, betont Landrat Dr. Michael Koch. „Wir wollen in unserer Region ein attraktives, regionales und vielfältiges Bildungsangebot schaffen. Der ‚Pakt für den Nachmittag‘ gewährleistet genau dies und bringt uns dem Wunsch vieler Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine bessere individuelle Förderung für die einzelnen Schüler wieder ein Stück näher.“

Landrat Koch, seit Amtsantritt für den Bereich Schulen verantwortlich, dankte den Schulkollegien, Städten, Gemeinden und Vereinen, die individuelle Lösungen für die beteiligten Schulen ermöglicht haben. Bereits seit dem Schuljahr 2016/2017 sind die Ernst-von-Harnack Schule in Bad Hersfeld, die Georg-August-Zinn Schule in Heringen, die Haunetal-Schule in Haunetal-Neukirchen, die Schule im Baumgarten in Bebra-Breitenbach sowie die Grundschule in Ronshausen beim Pakt für den Nachmittag dabei.

Bad Hersfeld/Kassel, 30. März 2017

Landratsamt Bad Hersfeld C: Landratsamt

Regierungspräsidium genehmigt Kreishaushalt 2017/18 ohne Auflagen - Landrat Koch: Startschuss für Investitionen im Landkreis

Das Regierungspräsidium Kassel hat den Haushalt des Landkreises Hersfeld-Rotenburg für die Jahre 2017 und 2018 ohne Auflagen genehmigt. Das teilte Landrat Dr. Michael Koch nach Gesprächen mit Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke in Kassel mit. Investitionsprojekte können jetzt fortgesetzt bzw. in Angriff genommen werden.

Landrat Dr. Koch zeigte sich erfreut über die sehr zeitnah erteilte Genehmigung der Kontrollbehörde: „Es ist uns gelungen, für die kommenden Jahre jeweils ausgeglichene Haushalte vorzulegen, ohne dabei die Kreisumlage zu erhöhen. Ich bin zudem zuversichtlich, dass es uns im Haushaltsvollzug gelingen wird, Überschüsse zu erwirtschaften und dadurch nach und nach unsere Kassenkredite reduzieren zu können. Dies wird aber nur gelingen, wenn wir uns auf notwendige Aufgaben und Investitionen beschränken.“ Besonders betont der Landrat die Investionsschwerpunkte im für die Jahre 2017 und 2018 geplanten Doppelhaushalt: „Wir haben Nachholbedarf – gerade im Bereich der Kreisstraßen“, so Koch: „Aber auch Schulen und andere Gebäude, wie beispielsweise unser Klinikum an den Standorten in Bad Hersfeld und Rotenburg stehen auf der Agenda.“

Von rund 21 Millionen Euro Investitionen für 2017 und 2018 werden mehr als die Hälfte, nämlich rund 12 Millionen Euro, in die Erneuerung und Erweiterung von Schulen fließen, knapp ein Drittel in Straßensanierung und Infrastruktur. Zudem hatte der Kreistag in seiner letzten Sitzung den Haushalt 2017 noch geändert und auf Vorschlag des Kreisausschusses die Aufnahme eines zinsgünstigen Darlehns in Höhe von 10 Millionen Euro beschlossen, das dem kreiseigenen Klinikum zusätzlich zur Verfügung gestellt wird. „Hierdurch ist sichergestellt, dass wir noch in diesem Jahr mit unseren Großvorhaben zur Verbesserung der Klinikinfrastruktur beginnen können“, so Koch.  

Die beiden Haushalte 2017/18 haben ein Volumen von jeweils gut 200 Millionen Euro. „Ein Doppelhaushalt verschafft Planungssicherheit und reduziert den Verwaltungsaufwand“, erklärt Koch: „Das ist gerade für die beiden kommenden Jahre, in denen wir mehr Geld in unsere Infrastruktur investieren, wollen besonders wichtig.“

Bad Hersfeld, 28. März 2017

Fortbildungen der Kinder-, Jugend- und Familienförderung - Workshops für Erste Hilfe und Wellness für Kinder

Schlafen ist nur etwas für Babys? Das sagen zumindest Kinder oft, aber Geschichten und Entspannung mögen die meisten schon gerne. Wer dafür neue Impulse oder Anleitungen brauchen, ist bei diesem Workshop richtig. Referentin Alexandra Lauer führt ein in Entspannungstechniken und Traumgeschichten, mit denen die Phantasie angeregt wird und Kinder zur Ruhe kommen können. Der Workshop findet am 5. Mai 2017 von 17-20 Uhr auf dem Jugendhof in Rotenburg statt (Mindestalter: 16 Jahre).

Am nächsten Tag (6. Mai 2017, 8:30 bis 17:30 Uhr) findet ein Erste-Hilfe-Workshop im DRK-Zentrum in Bad Hersfeld statt. Denn häufig ist der eigene letzte Erste-Hilfe-Kurs so lange her wie die Führerscheinprüfung. Wenn mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, für den ist es unerlässlich, Erste-Hilfe-Wissen parat zu haben. Workshop-Leiter Carsten Schöse vom DRK in Bad Hersfeld arbeitet bereits seit vielen Jahre bei Freizeiten mit. Die Kosten belaufen sich auf 7,50 Euro für Inhaber der Jugendleiter-Card, alle anderen zahlen 15 Euro. Für beide Workshops ist der Anmeldeschluss der 1. April 2017. Anmeldungen oder Fragen an mareike.freudenberger@hef-rof.de, 06621/87-5216. Außerdem werden ab Ende März die aktuellen Fortbildungsflyer mit weiteren spannenden Workshops ausliegen.

Bad Hersfeld, 20. März 2017

Auf dem Foto, v. l.: Barbara Schweitzer, Ümit Tetik, Marina Fedotova, Dr. Andrea Fink-Jacob, Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz und Hartmut Schmidt

Mehr als 10 Jahre Kommunales Übergangsmanagement im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

„Die Ausbildungsmesse hat in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum – das Kommunale Übergangsmanagement im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es sogar schon etwas länger“, freut sich Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz. Um einem Fachkräftemangel frühzeitig entgegenzuwirken, legt der Landkreis bereits seit Jahren einen Schwerpunkt auf die Förderung in der Jugendberufshilfe und hat bereits 2006 das Kommunale Übergangsmanagement auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit den Job-Coaches Marina Fedotova, Hartmut Schmidt, Barbara Schweitzer und Ümit Tetik sowie der fachlich zuständigen Mitarbeiterin beim Landkreis, Dr. Andrea Fink-Jacob, startete Sozialdezernentin Künholz am Freitag zu einem Rundgang durch die diesjährige 10. Ausbildungsmesse in der Schilde-Halle. „Für unsere Job-Coaches ist die Ausbildungsmesse immer eine gute Möglichkeit, um mit Betrieben ins Gespräch zu kommen, sich über Neuigkeiten am Ausbildungsmarkt zu informieren, Netzwerke zu knüpfen und zu pflegen sowie neue Ausbildungsmöglichkeiten für die von ihnen betreuten Jugendlichen aufzutun“, erläutert Künholz Sinn und Zweck des Messebesuches. 

„Unsere Job-Coaches verfügen über umfassende Kenntnisse der Schullandschaft, der hiesigen Maßnahmeangebote bei Bildungsträgern sowie des regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes“, so Künholz. „Bildungswegebegleitung ist unsere Hauptaufgabe. Wir beraten und unterstützen die Jugendlichen der Jahrgangsstufen 7 bis 10 mit einem ganzheitlichen Ansatz, um mit ihnen gemeinsam eine realistische und an ihren Stärken und Fähigkeiten orientierte berufliche Zukunftsperspektive zu entwickeln“, beschreiben Fedotova, Schmidt, Schweitzer und Tetik den Kern ihres Aufgabengebietes.

Durch eine individuelle Förderplanung wird versucht, möglichst vielen jungen Menschen eine geeignete Perspektive zu bieten und einen Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu ermöglichen. Einzelgespräche, Bewerbungstrainings, Berufsorientierungsmodule, teilweise ko-finanziert durch die Agentur für Arbeit, Probierwerkstätten, Unterstützung bei der Praktika- und Ausbildungsplatzsuche, die Begleitung der Praktika – all das trägt laut den Job-Coaches dazu bei, Fehlentscheidungen in der Berufswahl vorzubeugen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und damit die Gefahr einer späteren Arbeitslosigkeit zu reduzieren.  

„Praxisbezogene Berufsorientierungsbausteine in Kooperation mit Betrieben in der Region sind seit Jahren ein wichtiger Bestandteil des kommunalen Übergangsmanagements“, erläutert Dr. Andrea Fink-Jacob. Hier bekämen die Jugendlichen in kurzer Zeit gezielte Einblicke in berufstypische Tätigkeiten und erhielten wichtige Entscheidungshilfen für ihre Berufswahl. Die kooperierenden Betriebe lernten potentielle Bewerberinnen und Bewerber kennen. Bewährt habe sich in diesem Kontext auch die Kooperation mit Dozenten und Studierenden des Fachgebietes Arbeitslehre an der Universität Kassel, für die die Vorbereitung und Begleitung der sogenannten BOZ-Bausteine eine praxisbezogene Studienleistung darstelle.

„Derzeit haben wir an mehr als der Hälfte der Gesamtschulen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg Job-Coaches im Kommunalen Übergangsmanagement eingesetzt“, erläutert Künholz. „Eine halbe Stelle ist im Moment vakant. Hier sind wir auf der Suche nach einer geeigneten sozialpädagogischen Fachkraft, damit wir auch in Zukunft an möglichst vielen Schulen in unserem Landkreis dieses bewährte Angebot aufrechterhalten können.“


Bad Hersfeld, 14. März 2017

Symbolbild - es wurde Einigkeit erzielt -

Landrat Koch begrüßt Einigung für Hessens Beamte

Hessens Beamte bekommen künftig mehr Geld. Das Land überträgt das Tarifergebnis im öffentlichen Dienst auf seine Landesbeamten. Damit erhalten die rund 90.000 Beschäftigten ein zweistufiges Besoldungsplus von insgesamt 4,2 Prozent. Für die Angestellten des Landes hatte sich die Landesregierung mit den Gewerkschaften bereits Anfang März auf diese Erhöhung geeinigt. 

„In den vergangenen Jahren haben Hessens Beamte Sparopfer zugunsten der Haushaltssanierung bringen müssen", begrüßte Landrat Dr. Michael Koch die Einigung im Tarifstreit. Hessens Beamte hatten wiederholt gefordert, das Ergebnis auch auf ihre Berufsgruppe zu übertragen. „Man darf nie vergessen, dass ein Plus bei Lohn und Gehalt immer auch der Region zugutekommt", so Koch.

Besonders begrüßte der Landrat von Hersfeld-Rotenburg das Jobticket für alle Landesbedienstete, das in ganz Hessen für den Nah- und Regionalverkehr gelten soll. „Gerade für die unteren Tarif- und Besoldungsgruppen ist dies eine nicht unerhebliche Entlastung", bekräftigte Koch. „Das Jobticket ist zudem ein wichtiger Anreiz für viele Landesbedienstete, vom Auto auf Busse und Bahnen umzusteigen. Das ist vorbildlich umweltbewusst und sichert nicht zuletzt den Bestand von Bus- und Bahnlinien im ländlichen Raum für alle Bürger.“

Bad Hersfeld, 14. März 2017

Landratsamt Hersfeld-Rotenburg

Seminar des Frauen- und Gleichstellungsbüros - Selbstbehauptungstraining für Frauen im Beruf

Nein sagen, Grenzen setzen und ungerechte Vorwürfe nicht einfach auf sich sitzen lassen – das Seminar „Ich! Selbstbehauptungstraining für Frauen im Beruf“ zeigt auf, wie man seine Meinung, Bedürfnisse und Interessen deutlich vertritt, sich abgrenzt und „Nein!“ sagt, wenn es nötig ist.

Das Seminar findet am Mittwoch, 29. März von 10 bis 17 Uhr im Kreistagssitzungssaal des Landratsamtes, Friedloser Straße 12 in Bad Hersfeld statt. Referentin ist Kommunikationstrainerin Eva Heymann. Die Teilnahme kostet 42 Euro, in bestimmten Fällen sind Ermäßigungen möglich.

Interessentinnen melden sich bitte bis spätestens 17. März 2017 schriftlich und verbindlich an im Frauen- und Gleichstellungsbüro des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, Friedloser Str. 12, 36251 Bad Hersfeld, Tel.: 06621 87-7300, E-Mail: frauen-gleichstellung@hef-rof.de oder der Volkshochschule des Landkreises Hersfeld-Rotenburg.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit e.V., Wiesbaden und der Volkshochschule des Landkreises Hersfeld-Rotenburg statt.

Bad Hersfeld, 02. März 2017

Landkreis sucht Pflegefamilien

In Pflegefamilien sollen Kinder Schutz genießen und Vertrauen zurückgewinnen können. „Wir suchen aufgeschlossene Familien, die ein fremdes Kind aufnehmen möchten und das Pflegekind einfühlsam begleiten“, erzählt die Leiterin des Jugendamtes des Kreises, Anette Kranz.

Denn Kinder, die Opfer von Gewalt oder Missbrauch geworden sind oder deren Eltern mit ihnen aus den unterschiedlichsten Gründen überfordert sind, brauchen Zeit, das Erlebte zu verarbeiten. Wichtig sind auch der respektvolle Umgang mit der Herkunftsfamilie und die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, berichtet Anette Kranz weiter. Neben einer stabilen Situation in der eigenen Familie und ausreichend Raum in der Wohnung für ein Pflegekind sollten die Interessierten erzieherische Kompetenz und Erfahrung haben.

Im Dezember 2016 lebten 101 Minderjährige und Heranwachsende im Landkreis Herfeld-Rotenburg in 70 Pflegefamilien. Im Jahr 2016 standen sieben Familien als Bereitschaftspflegestellen für die kurzfristige Aufnahme in Notsituationen zur Verfügung.

Menschen, die sich vorstellen können, einem Kind einen Platz in ihrer Familie zu geben, sind herzlich zum Infoabend am Donnerstag, 9. März 2017, ab 19.00 Uhr ins Landratsamt in Rotenburg, Lindenstraße 1, eingeladen.

Um eine Anmeldung zum Informationsabend bittet der Pflegekinderdienst des Landkreises bis zum 7. März unter:
nadine.dogan@hef-rof.de oder 06621/87-4722

Bad Hersfeld, 01. März 2017

Jugendschutz zum Mitmachen - Was richten Drogen, Facebook, Konsum bei Kindern an?

Wie ändert sich die Welt mit 1 Promille Alkohol im Blut? Um Kindern und Jugendlichen diese Wahrnehmung zu simulieren, kann eine sogenannte „Rauschbrille“ eingesetzt werden. Wie es sich anfühlt, unter Alkoholeinfluss vermeintlich leichte Aufgaben zu lösen wie beispielsweise ein einfaches Schloss zu öffnen, haben die Schülerinnen und Schüler der Förderstufe der Jakob-Grimm-Schule durch das Präventions-Programm „stop & go“ getestet. „Durch die Brille habe ich gemerkt, wie es ist, betrunken zu sein. Das war kein schönes Gefühl“, sagt Schülerin Sirjan Bath hinterher. Der Jugendschutz-Parcours „stop & go“ wurde in Thüringen von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. entwickelt. An vier Stationen können sich hier Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren selbstständig und spielerisch mit Jugendschutz, Mediennutzung, Sucht und Konsum auseinandergesetzt. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg beteiligen sich die Kooperationspartner: Kinder-, Jugend- und Familienförderung, Berufs- und Jugendhilfe sowie die Schulsozialarbeiten und Gesamtschulen im Landkreis.

„Die Schulsozialarbeiter und Lehrkräfte sowie ältere Schüler ergänzen die Gespräche mit den Kindern und Jugendlichen um Spiele, Rätsel und Filme. Sie machen die Themen so greifbar und helfen den Schülern dabei, eigenes Verhalten zu reflektieren und ein Gespür für den richtigen und vor allem sicheren Umgang zu bekommen“, sagt Jens Mikat vom Fachdienst Kinder- und Jugendhilfe des Landkreises.

So bekamen die Jugendlichen das Jugendschutzgesetz erklärt, diskutierten über die neuen sozialen Medien wie Instagram, Facebook und WhatsApp oder erörterten, wie Werbung das eigene Kaufverhalten beeinflusst.

„Im Internet solltet ihr grundsätzlich sehr vorsichtig mit persönlichen Daten und Bildern umgehen und darauf achten, dass niemand erkennen kann, wo ihr wohnt“, warnt Lehrerin Rama Asmar-Barkho, die die Station ,Medien‘ betreut. Schülerin Chiara Scholz will sich die Ratschläge für ihre Apps auf dem Smartphone zu Herzen nehmen: „Meine Profile werde ich gleich auf ‚Privat‘ umstellen, damit Fremde nicht auf alles Zugriff haben.“

Noch bis 31. März gastiert der Parcours an sieben Gesamtschulen im Kreis. Rund 1000 Jugendliche werden ihn durchlaufen. Die Aktionen werden von Schulsozialarbeitern, Lehrern und anderen Mitwirkenden der kommunalen Jugendarbeit durchgeführt, die bereits im Herbst an einer dafür vorgesehenen Schulung teilnahmen.

Bad Hersfeld, 24. Februar 2017

Seminar des Frauen- und Gleichstellungsbüros - Arbeitswelt 4.0 – Gewappnet für die Zukunft

Die Arbeitswelten verändern sich durch Trends wie Globalisierung, demografischer Wandel und Digitalisierung. Durch die Auflösung klassischer Strukturen der Arbeitsorganisation und des Arbeitsortes sind neben den Fachkompetenzen vielmehr die sogenannten Soft Skills gefragt. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen sind der Schlüssel erfolgreicher Unternehmen – und sichern sich den eigenen Arbeitsplatz. Im Seminar „Arbeitswelt 4.0“ wird unter anderem geklärt, was sich hinter dem Begriff „Digitale Transformation“ verbirgt. Oder warum vernetztes, mobiles und zeitsouveränes Arbeiten notwendig ist und welche Bedeutung die Entkopplung von Arbeit und Arbeitsort auf die Gesellschaft und auf die Berufstätigkeit von Frauen hat. Referentin Andrea Emig, IT-Trainerin und Coach aus Wiesbaden, gibt einen Überblick über die Herausforderungen aktueller Veränderungstendenzen der digitalen Zukunft und erläutert deren Bedeutung, Chancen und Risiken. 

„Arbeitswelt 4.0“ findet am Mittwoch, 15. März von 10 bis 17 Uhr im Kreistagssitzungssaal des Landratsamtes, Friedloser Straße 12 in Bad Hersfeld statt. Die Teilnahme kostet 42 Euro, in bestimmten Fällen sind Ermäßigungen möglich. 

Interessentinnen melden sich bis spätestens 3. März 2017 schriftlich und verbindlich im Frauen- und Gleichstellungsbüro des Landkreises Hersfeld-Rotenburg an: Friedloser Str. 12,

36251 Bad Hersfeld, Tel.: 06621 / 87-7300, E-Mail: frauen-gleichstellung@hef-rof.de oder der Volkshochschule des Landkreises Hersfeld-Rotenburg. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Büro für Staatsbürgerliche Frauenarbeit e.V., Wiesbaden und der VHS des Landkreises Hersfeld-Rotenburg statt.

Bad Hersfeld/Kassel, 17. Februar 2017

Minister übergibt 20-Millionen-Förderung für Breitbandausbau

Mit rund 20 Millionen Euro unterstützen das Hessische Wirtschafts- und das Umweltministerium den Breitbandausbau in Nordhessen. Die Gelder stammen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums" (ELER). Den Förderbescheid übergab Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir nun in Kassel an die nordhessischen Landkreise und die Breitband Nordhessen GmbH.

„Für den ländlichen Raum ist die Möglichkeit, schnelles Internet in jedem Dorf für die Bürger bereit zu stellen, eine der zentralen Weichenstellungen für seine zukünftige Attraktivität. Mit den Mitteln aus dem ELER-Fonds kommen wir einen großen Schritt weiter“, freut sich Hersfeld-Rotenburgs Landrat Dr. Michael Koch, Vorsitzender der Breitband Nordhessen GmbH, über die Förderzusage. Schnelles Internet für Firmen und Privatpersonen seien in der heutigen Zeit ein Muss.

Kochs Dank gilt dem Land Hessen, das das Projekt durch die Absicherung mit Landesbürgschaften und Fördermitteln finanziell möglich gemacht hat: „Durch flächendeckendes Highspeed-Internet bleibt unsere Region ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum. Mit unserer gemeinsamen nordhessischen Initiative stärken wir die Attraktivität des ländlichen Raumes.“

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir verwies darauf, dass ein leistungsfähiges Breitband-Netz insbesondere im ländlichen Raum eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sei. „Es ist ein elementarer Faktor für Familien bei der Wohnortwahl sowie für Unternehmen bei Standortentscheidungen. Deshalb darf der ländliche Raum nicht digital abgehängt werden“, betonte Al-Wazir und dankte dem für ELER zuständigen Umweltministerium für die Zusammenarbeit.

Das neue regionale Glasfasernetz wird sich mit einer Länge von ca. 2200 Kilometern über die fünf nordhessischen Landkreise erstrecken und Bürgern und Gewerbebetrieben Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s ermöglichen. Beim Bau des Breitbandnetzes werden Leerrohre verlegt, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden, die den schnellen Datentransport ermöglichen. Multifunktionsgehäuse in den Orts- und Stadtteilen dienen als Koppelstationen, in denen die Technik des Netzbetreibers installiert wird. Von dort aus werden die Datensignale des neuen Glasfasernetzes dann mit hoher Bandbreite über die bereits vorhandenen Kupferkabel zu den Haushalten transportiert.

Vertragspartner für den Endkunden ist die Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation. Sie wird im Vorfeld die Vermarktung der Anschlüsse starten und Informationsveranstaltungen vor Ort durchführen. „Grundsätzlich empfehlen wir keine Kündigung des bestehenden Vertrages. Eine Verlängerung von Bestandsverträgen um 24 Monate sollte aber unbedingt vermieden werden“, so Kathrin Laurier, Geschäftsführerin Breitband Nordhessen.

Mit einem Vorlauf von rund sechs Monaten wird die konkrete Versorgungsplanung für einzelne Orts- und Stadtteile möglich sein. Derzeit sind unter www.breitband-nordhessen.de die für das 1. Halbjahr 2017 verbindlich geplanten Bauabschnitte einzusehen.

Bad Hersfeld, 16. Februar 2017

Delegation aus Erfurt besucht Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Abgeordnete suchen im Kreis Argumente gegen Thüringer Gebietsreform.

Landrat Dr. Michael Koch empfing am Dienstag eine Delegation Thüringer Landtagsabgeordneter zu einem Informationsaustausch im Landkreis. Themen waren insbesondere die in Thüringen geplante Gebietsreform und etwaige Alternativen. Hessen setzt bei Gemeindefusionen auf Freiwilligkeit und fördert Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ). „Viele Städte und Gemeinden in Hessen haben sich hier bereits erfolgreich auf den Weg gemacht“, erklärt Landrat Koch.

Beweggrund ist vor allem die Schaffung effizienterer Strukturen der Aufgabenerfüllung und damit eine spürbare Kostenreduzierung. „Unsere fünf nordhessischen Landkreise bauen gemeinsam das Breitband-Internet aus, in der Wirtschaftsförderung agieren Kreis und Städte gemeinsam oder wir kooperieren mit anderen Landkreisen beim Aufbau eines Kreisarchivs“, zählt Landrat Dr. Koch drei Beispiele für gelungene Beispiele hessischer Kooperationen auf: „Die Liste ließe sich beliebig verlängern.“

Bild 1: Landrat Dr. Michael Koch erklärt die Leitstelle im Landratsamt. Zu Besuch im Landkreis: Die Abgeordneten Jörg Kellner und Gudrun Holbe, (mit Leitstellen-Disponent Jürgen Richter), Raymond Walk, Jörg Thamm, Wolfgang Fiedler.






„Hersfeld-Rotenburg ist mit gut 120.000 Einwohnern ein verhältnismäßig kleiner Landkreis, gemessen an der Bevölkerung“, resümiert Koch. „Im Rahmen der Kommunalisierung in Hessen haben wir aber viele Aufgaben des Landes erfolgreich übernommen.“

Interesse zeigten die Besucher aus Thüringen auch beim gemeinsamen Besuch der Zentralen Leitstelle im Landratsamt, vor allem aber an den Regelungen und Ideen zur Entschuldung der Kommunen in Hessen. Beispielsweise ist das hessische Modell der Schutzschirmkommunen in dieser Form in Thüringen unbekannt.

Thüringen steht derzeit vor der wohl größten Kreis- und Gebietsreform seiner Geschichte. Die dortige rot-rot-grüne Regierung ist derzeit dabei, neue und größere Strukturen zu schaffen. „Als zentrales Argument für ihre Reform hat die Landesregierung ins Feld geführt, Gemeinden und Landkreise müssten drastisch vergrößert werden, damit sie mehr Aufgaben übernehmen können“, so der Thüringer CDU-Innenexperte Wolfgang Fiedler: „Je größer die Einheiten, desto wirtschaftlicher? Das ist doch ein Trugschluss! In großen Kreisen stirbt das Ehrenamt, der ländliche Raum geht Schritt für Schritt vor die Hunde. Deshalb klagt die CDU-Landtagsfraktion gegen das Reformpaket von Rot-Rot-Grün.“

Bad Hersfeld, 13. Februar 2017

Pflegestärkungsgesetz II mit mehr Leistungen - Pflegestützpunkt informiert über Neuerungen

Angehörige zu pflegen oder selbst Pflege zu benötigen, ist anspruchsvoll und aufwendig. Unterstützung ist dabei enorm wichtig für alle Betroffenen.

Seit Januar sind mit dem Pflegestärkungsgesetz II noch mehr Änderungen und Unterstützungen in Kraft getreten. Beispielsweise haben fünf Pflegegrade das bisherige Stufensystem abgelöst. Ein Grund dafür: man will der wachsenden Zahl von Menschen mit Demenz gerecht werden.

Offene Fragen zum Thema wird Pflegeberater Markus Harms am Mittwoch, 22. Februar ab 19 Uhr im Kreistagssitzungssaal des Landratsamtes in Bad Hersfeld, beantworten. Im Anschluss an seinen Vortrag bleibt Zeit für Details zum Pflegebedürftigkeitsbegriff, dem veränderten Begutachtungsverfahren und den neuen Pflegegraden.

Anmeldungen erwünscht: Pflegestützpunk Hersfeld-Rotenburg Tel.: 06621 87-3709

Bad Hersfeld, 13. Februar 2017

Naturdenkmal "Alte Eiche" bei Cornberg - Bild copyright: Landkreis

Naturdenkmal „Alte Eiche“ bekommt mehr Platz

Die alte Eiche an der Kreisstraße K 52 in Cornberg ist bekannt für ihre bizarr gewachsene Struktur und die weit verzweigte Krone.
Seit vielen Jahren steht der Baum als Naturdenkmal unter Schutz.

Einst stand die Eiche ganz allein, nun wird sie von anderen Bäumen und Sträuchern dicht bedrängt. Dadurch hat sich die Eiche in Richtung Kreisstraße entwickelt. Wächst der Baum weiter so, könnte die sichere Fahrt auf der Straße beeinträchtigt werden.

Um diese Gefahr zu umgehen, wird die Eiche am 16. und 17. Februar durch Hessen Mobil in einem großzügigen Umkreis freigeschnitten. Größere Verkehrseinschränkungen erwartet Hessen Mobil auf der K 52 nicht. Sollte es dennoch zu Einschränkungen im Straßenverkehr kommen, bittet die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Hersfeld-Rotenburg um Verständnis.

Bad Hersfeld, 10. Februar 2017

Ausschnitt aus Filmbeitrag des Landkreises

Am 11.2. - ist der Tag des europäischen Notrufs - 100 Mal am Tag hilft die 112 im Kreis Hersfeld-Rotenburg

100 Mal am Tag klingelt das Telefon in der Zentralen Leitstelle im Landratsamt in Bad Hersfeld, wenn Bürger im Kreis schnelle Hilfe benötigen. Unter der 112 erreichen sie einen von zwei Disponenten, die rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr erreichbar sind.

Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. In allen Staaten der Europäischen Union, auch in sämtlichen Handynetzen, verbindet die 112 kostenfrei mit der zuständigen Notrufzentrale.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg rückt durch die Notrufe der Rettungsdienst 80 Mal am Tag aus. Das sind fast 2000 Einsätze im Monat für die Retter. Hinzu kommen noch die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis. Fast 3500 ehrenamtlich aktive Feuerwehrleute stehen rund um die Uhr bereit, um zu helfen: bei Feuer, Unfällen und Umweltgefahren.

„Leider wird der Notruf nicht nur für wirkliche Notfälle, sondern auch für Bagatellen verwendet. Diese Anrufe gefährden unsere Sicherheit als Bürger, denn dadurch fehlt unseren Disponenten Zeit, die sie eigentlich für die echten Notrufe benötigen“, sagt Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar.

Zu den täglich 100 Notrufen über die 112 bearbeiten die Disponenten der Zentralen Leitstelle auch noch die Einsätze des Krankentransportes, die über die Rufnummer 19 222 angemeldet werden können, und die Notrufe über die Hausnotrufsysteme im Landkreis.

Bad Hersfeld, 01. Februar 2017

Ministerpräsident Volker Bouffier mit Unternehmer Heinrich Leist (2. und 3. von links) bei der Preisverleihung in Wiesbaden     Foto: Sabrina Feige/Hessische Staatskanzlei

Hohe Auszeichnung - Georg August Zinn-Medaille des Landes

Ministerpräsident Bouffier ehrt Unternehmer Leist aus Friedewald - Erstmals Preisträger aus dem Landkreis Hersfeld Rotenburg

„Der Wert des bürgerschaftlichen Engagements lässt sich nicht in Zahlen messen: Es ist ein Lebenselixier für unsere Gesellschaft und für unsere Demokratie, die Grundlage für eine Gesellschaft, in der das Miteinander zählt und in der Freiheit und Demokratie gelebt werden“, lobte Ministerpräsident Volker Bouffier in der Staatskanzlei. 

Der hessische Regierungschef ehrte am Dienstag Bürger mit der Georg August-Zinn-Medaille des Landes, darunter Heinrich Leist aus Friedewald, lobte den Unternehmer aus dem Landkreis: „Sie haben sich neben Ihrer Tätigkeit als Unternehmer politisch engagiert. Mehr als 20 Jahre lang haben Sie als Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneter Ihre Region aktiv mitgestaltet, auch durch die Unterstützung zahlreicher Vereine und gemeinnütziger Institutionen“.

Landrat Dr. Michael Koch hob in Wiesbaden das Engagement Leists für die Ausbildung und die Berufsorientierung junger Menschen hervor: „Er hat sich beispielsweise stark gemacht für die Entwicklung der Ingenieur-Studiengänge Maschinenbau und Elektrotechnik am Standort Bad Hersfeld der Technischen Hochschule Mittelhessen. Das ist ein wichtiger Beitrag, der jungen Menschen berufliche Perspektiven in der Heimat eröffnet. Er engagiert sich für die Zukunft des ländlichen Raums, ist ein Vorbild für uns alle.“

Unternehmer Heinrich Leist ist der erste Bürger des Landkreises, dem diese Auszeichnung des Landes Hessen zuteilwird. Die Georg August Zinn-Medaille wird für herausragende Verdienste und sehr großes Engagement zur Förderung des Gemeinwohls verliehen und wurde 1997 vom damaligen Ministerpräsident Hans Eichel gestiftet. Sie kann an Personen und Institutionen verliehen werden, die sich in besonderer Weise um die Förderung öffentlicher Belange, insbesondere um Kultur, Kunst, Wissenschaft, Bildung, Umwelt, Soziales oder den Sport, verdient gemacht haben.

Bad Hersfeld, 31. Januar 2017

v.l.n.r.: Fachbereichsleiterin Nadja Speich, Verwaltungsleiter Jörg Goßmann, Landrat Dr. Michael Koch, Dieter Pfaff, Mitarbeiterin Elke Hildebrand und Personalratschef Gerhard Eckstein

Landrat verabschiedet Leiter des Katastrophenschutzes. Nach 44 ½ Jahren geht Dieter Pfaff in den Ruhestand

Über vier Jahrzehnte arbeitete Dieter Pfaff für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Seit Februar 1999 war er Leiter des Fachdienstes Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit Zentraler Leitstelle. Der Fachdienst wurde nach dem ICE-Unglück in Eschede neu eingerichtet.

Das bewegendste Jahr für Pfaff aber war 2015. Im Herbst hatten viele Schutzsuchende Menschen Deutschland und auch den Landkreis erreicht. Dieter Pfaff: „Das war streßig, aber die Aufgabe hat auch Spaß gemacht. Das prägendste für mich war, als die Unterkünfte fertig waren und wir den Flüchtlingen Schutz bieten konnten.“

In einer kleinen Feierstunde verabschiedeten Landrat Dr. Michael Koch, Verwaltungsleiter Jörg Goßmann, Personalratschef Gerhard Eckstein, Fachbereichsleiterin Nadja Speich und Mitarbeiterin Elke Hildebrand Dieter Pfaff in den Ruhestand. „Ich kam im September 2015 ins Amt und gleich im Oktober forderte die Flüchtlingssituation unsere Verwaltung massiv. Während dieser Zeit halfen mir die Vier-Augen-Gespräche mit Dieter Pfaff sehr, die auch für mich neuen Aufgaben zu bewältigen“, sagt Landrat Dr. Michael Koch. Er hob Pfaffs strukturierte und planmäßige Arbeit in seiner Dankesrede hervor.

Nach dem Ende der Schulzeit 1972 mit einem Abschluss der Handelsschule in Bebra startete der heute 61-jährige Mecklarer seine Karriere im Landratsamt am Gründungstag des heutigen Landkreises Hersfeld-Rotenburg am 1. August 1972 mit der Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter. Im Jahr 1991 wurde er Verwaltungsleiter des Gesundheitsamtes.

Über eine personelle Nachfolge ist noch nicht entschieden worden. Die Stelle wird im Februar öffentlich ausgeschrieben.

Bad Hersfeld, 26. Januar 2017

Bild copyright: Landratsamt Hersfeld-Rotenburg

Seminar: „Social Media im Ehrenamt“Als Ehrenamtlicher in einem Verein oder einem gemeinnützigen Projekt möchte man auf sich aufmerksam machen, Resonanz erzeugen oder im Gespräch bleiben. Soziale Netzwerke eröffnen eine neue Form der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Wie können Vereine und Verbände die verschiedenen Plattformen im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit nutzen? Hierzu bietet die Ehrenamtsagentur des Landkreises ein Seminar an. 

Im Seminar werden behandelt:

-          Social Media im Überblick
-          Die Kanäle und ihre Alleinstellungsmerkmale
-          Aktueller Stand der Debatte um Social Media (Chancen und Risiken)
-          Schwerpunkte: Facebook, Twitter
-          Nutzen für das Ehrenamt
-          Strategien für die Öffentlichkeitsarbeit
-          Erstellung von Profilen in sozialen Netzwerken

Referent ist Michael Möller, der unter anderem auch Vereine und Verbände in ihrer Entwicklung berät und begleitet, damit weiter erfolgreich gearbeitet wird. Er ist in 1984 geboren und lebt in Petersberg bei Fulda.

„Social Media im Ehrenamt“ findet am Donnerstag, 9. Februar 2017 von 18:30 bis 21:30 Uhr im EDV-Raum der Volkshochschule in Bad Hersfeld, Leinenweberstraße 5, statt.

Die Teilnahme kostet 5 Euro. Anmeldungen nimmt Bianca Trost bis zum 6. Februar 2017 unter der Telefonnr. 06621 87-1105 entgegen. Oder per E-Mail an ehrenamtsagentur@hef-rof.de.

Bad Hersfeld, 20. Januar 2017

Bildunterschrift: Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz übergibt Zertifikate an ehrenamtliche Demenzhelferinnen

Singen, schnuddeln, sich erinnern - Senioren-Beratung Waldhessen informiert am 30.01. über Ehrenamt im Demenzprojekt

Wöchentlich trifft sich die Gruppe des Demenzprojektes im Gemeinschaftshaus am Lax. Nicht die „Krankheit des Vergessens“ steht hier im Mittelpunkt, sondern das Positive - die verbliebenen Ressourcen. Das Projekt, das bereits seit 2008 besteht, bietet Freiwilligen die Möglichkeit, im Helferteam mitzuwirken oder auch wohnortnah Menschen mit Demenz in der häuslichen Umgebung zu betreuen. 

„Es ist großartig, mit welchem Einsatz und mit welcher Freude sich Bürgerinnen und Bürger aus unserem Landkreis für Menschen mit Demenz stark machen“, würdigt Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz die Arbeit der Freiwilligen. Seit fast zehn Jahren gibt es das Projekt „Perspektiven haben“ von der Senioren-Beratung Waldhessen, das jetzt wieder Verstärkung für viele Aufgaben im Team sucht. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich am 30. Januar im Kreistagssitzungssaal im Landratsamt in Bad Hersfeld von 17 bis 19 Uhr über Möglichkeiten des Engagements informieren.

Denn ehrenamtliche Helfer spielen bei diesem und weiteren Betreuungsangeboten der Senioren-Beratung Waldhessen eine zentrale Rolle. Unter Leitung einer Fachkraft sorgen sie für familiäre Atmosphäre, persönliche Ansprache und die individuelle Aktivierung von Körper und Geist. Zusätzlich werden so die pflegenden Angehörigen entlastet, in der Auszeit können sie an sich selbst denken. Wer sich zur Mitarbeit entschließt, startet in die kostenfreie Qualifizierungsphase.

Auf ihre verantwortungsvolle Betreuungsaufgabe werden die Ehrenamtlichen in 36 Stunden Unterricht gut vorbereitet. Sie erhalten Basiswissen zum Krankheitsbild, zum Umgang, zur Verständigung und zur Aktivierung von Menschen mit Demenz. Ein Zertifikat bescheinigt die regelmäßige Teilnahme und den erfolgreichen Abschluss der Schulung. Danach können die Helferinnen und Helfer entscheiden, in welchem Umfang sie sich in der Gruppen- oder der häuslichen Einzelbetreuung engagieren möchten. Für den geleisteten Einsatz erhalten die Helferinnen und Helfer eine Aufwandsentschädigung. Teamgespräche sowie Fortbildungsangebote begleiten das Engagement der Freiwilligen und sichern dauerhaft die Qualität des Betreuungsangebotes.

Anmeldung zur Info-Veranstaltung, weitere Informationen und Kontakt:

Senioren-Beratung Waldhessen

(Claudia Wachenfeld-Schlander/ Heike Stippich)

Tel.: 06623 817-5323 oder Mail: senioren-beratung.waldhessen@hef-rof.de

 

Bad Hersfeld, 17. Januar 2017

Neues Jahresprogramm des Frauen- und Gleichstellungsbüros

 Arbeitswelt 4.0, Rhetorik & Gesprächsführung oder Raus aus der Opferhaltung: Das Frauen- und Gleichstellungsbüro des Landkreises bietet auch für das Jahr 2017 eine Auswahl an interessanten Veranstaltungen. Sie richten sich überwiegend an Frauen. Das Seminar
„Coaching für pflegende Angehörige“ ist ein Angebot für alle.
 

Das aktuelle Jahresprogramm beinhaltet folgende Veranstaltungen:

„Männer reden anders – Frauen auch“ Mittwoch, 8. Februar 2017, 10 bis 17 Uhr. Referentin: Melanie Tintera. Männer und Frauen reden miteinander und doch auch wieder aneinander vorbei. Wir alle senden Signale durch unsere Worte und Körpersprache. Dabei unterscheiden sich Frauen und Männer. Dieser Workshop beleuchtet die Unterschiede des Kommunikationsverhaltens von Frau und Mann und gibt Tipps und Hilfestellungen hierzu. „Arbeitswelt 4.0 – Gewappnet für die Arbeit der Zukunft“ Mittwoch, 15. März 2017, 10 bis 17 Uhr. Referentin: Andrea Emig. Die Arbeitswelten verändern sich durch Megatrends wie Globalisierung, den demografischen Wandel und die Digitalisierung. Oft sind neben den Fachkompetenzen vielmehr die sogenannten Soft Skills gefragt. In diesem Seminar erfahren Sie unter anderem, was sich hinter dem Begriff „Digitale Transformation“ verbirgt, und warum vernetztes, mobiles und zeitsouveränes Arbeiten notwendig ist um erfolgreich zu sein.

„Ich! Selbstbehauptungstraining für Frauen im Beruf Mittwoch, 29. März 2017, 10 bis 17 Uhr, Referentin: Eva Heymann. In diesem Seminar wird vermittelt, wie eigene Meinungen, Bedürfnisse und Interessen und wenn nötig, ein klares „Nein!“, deutlich vertreten werden können. Erfahren Sie, wie sie überzeugend auftreten und im Umgang mit Vorgesetzen souverän bleiben.

„Sinnloses Dauergrübeln“ Mittwoch, 10. Mai 2017, 10 bis 17 Uhr. Referentin: Andrea Emig. Ziellos kreisende Gedanken – eine Lösung nicht in Sicht. Es gibt eine Vielzahl von Anlässen oder Ereignissen, die ein gründliches Nachdenken erfordern. Allerdings ist ein endloses und quälendes „Nachdenken“ wenig hilfreich. Denn das Steckenbleiben in (negativen) Gedankenschleifen kann zu unangenehmen Gefühlen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. In diesem Seminar erfahren Sie unter anderem wie ein Ausstieg aus diesem „Gedanken-Karussell“ gelingt. „Coaching für pflegende Angehörige“ (Veranstaltung für Frauen und Männer) Mittwoch, 17. Mai 2017, 10 bis 17 Uhr. Referentin: Renate Millmann. Dieses Seminar ermöglicht es Ihnen, sich selbst und die älter werdenden Eltern und Angehörigen besser verstehen zu können. Ebenfalls können Fragen zur Pflegeversicherung, zu Patientenverfügungen, Vollmachten und den Voraussetzungen einer gesetzlichen Betreuung besprochen werden. „Verbale & Nonverbale Kommunikation“ Mittwoch, 21. Juni 2017, 10 bis 17 Uhr, Referentin: Simone Hahn. In diesem Seminar werden die eigenen „Kommunikationswurzeln“ und die verschiedenen Kanäle der Wahrnehmung betrachtet. Das Seminar zeigt auf, was Kommunikation in der heutigen Zeit bedeutet, welche Arten und Ebene der Kommunikation existieren und wie man kommunikativ mit Konflikten umgeht und einen gemeinsamen Konsens finden kann.  „Rhetorik & Gesprächsführung“ Mittwoch, 6. September 2017, 10 bis 17 Uhr, Referentin: Melanie Tintera. In diesem Seminar lernen Sie die wichtigsten Regeln der Rhetorik kennen. Ziel ist es, die „Kunst des Redens“ zu verbessern und hierüber überzeugender aufzutreten. Dabei werden einige Kniffe zu typenspezifischer Kommunikation vermittelt.

„Empathie versus professionelle Distanz“ Mittwoch, 13. September 2017, 10 bis 17 Uhr, Referentin: Nil Esra Dagistan. Die Balance zwischen menschlicher Nähe und professioneller Distanz ist speziell in beratenden Berufen eine große Herausforderung. Sie bestimmen im beruflichen Umfeld die Balance zwischen „zu distanziert“ und „zu nah“ mit Ihren Worten, Ihrer Kommunikation und Ihrem Verhalten. In diesem Seminar erfahren Sie, welche Möglichkeiten Sie haben, um sich und Ihre Beratungstätigkeit zu unterstützen. Sie können Ihr Berufsethos reflektieren und neue interessante Erkenntnisse für Ihre Arbeit gewinnen.

„Sprechen, kommunizieren und überzeugend auftreten“ Mittwoch, 27. September 2017, 10 bis 17 Uhr, Referentin: Daniela Grimm-Roth. Unsere Stimme funktioniert nicht losgelöst von unserem Körper. Sind wir verkrampft, unsicher oder in einer angespannten Haltung, kann sich die Stimme nicht in ihrem ganzen Potenzial entfalten. In diesem Seminar lernen Sie, wie Sie Ihre Stimme gezielter und ausdrucksstärker einsetzen können.

„Raus aus der Opferhaltung“ Mittwoch, 8. November 2017, 10 bis 16 Uhr, Referentin: Melanie Tintera. Sie haben Ideen und Ziele. Dann stellt sich irgendetwas quer, jemand gibt obendrein einen abwertenden Kommentar, und schon treten Sie den Rückzug an. Jede, die diese Situationen kennt, ist in diesem Seminar richtig. Hier erfahren Sie, wie es dazu kommt, dass wir in solche Opferhaltungen geraten und was man dagegen tun kann. 

Interessierte melden sich bitte spätestens zwei Wochen vor Beginn des jeweiligen Kurses an, da die Plätze in den meisten Kursen begrenzt sind.

Die Teilnahmegebühr beträgt, sofern nicht anders aufgeführt, 42 Euro pro Seminar.Um möglichst vielen Personen die Teilnahme zu ermöglichen, sind die Teilnahmebeiträge weiterhin moderat gehalten. Zu Ermäßigungsmöglichkeiten gibt das Frauen- und Gleichstellungsbüro gerne nähere Auskünfte.

Die Veranstaltungen finden im Kreistagssitzungssaal des Landratsamtes in Bad Hersfeld statt.

Schriftliche Anmeldung per E-Mail unter frauen-gleichstellung@hef-rof.de oder per Post an das Frauen- und Gleichstellungsbüro des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, Friedloser Straße 12 in 36251 Bad Hersfeld. Internetbuchung unter www.vhs-hersfeld.de bei der Volkshochschule des Landkreises Hersfeld-Rotenburg.

Das Programmheft des Frauen- und Gleichstellungsbüros liegt im Landratsamt und seinen Außenstellen sowie in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen aus und kann im Internet unter www.hef-rof.de/jahresprogramm kostenlos heruntergeladen werden.

Bad Hersfeld, 17. Januar 2017

Neues VHS-Programm 2017

Donnerstag erscheint das neue VHS-Programm - 70 Jahre Bildungsangebote im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Lust darauf, eine neue Sprache zu lernen? Zum Start des neuen Jahres erscheint auch das aktuelle Programm der Volkshochschule des Landkreises Hersfeld-Rotenburg. Ab 19. Januar kann es bei Verwaltungen, Banken und Bibliotheken kostenlos mitgenommen werden.

„In diesem Semester wird das Sprachenangebot nach längerer Pause wieder um Chinesisch erweitert“, verrät die erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz. Neben Deutsch werden somit im kommenden Semester elf Fremdsprachen angeboten. In der Woche vom 13. Februar starten die ersten Sprachkurse.

Im Fachbereich Beruf und Karriere liegen die Schwerpunkte auf Office-Anwendungen und Internetnutzung mit Tablets und Smartphones. Die Bandbreite reicht von Einstiegskursen bis bin zu Kursen für den beruflichen Einsatz.

Auf dem Foto: v. l.: Auszubildende der Volkshochschule Eileen Winhold und Mitarbeiterin der VHS Jacqueline Fischer

In den Fachbereichen Kultur und Gesellschaft gibt es wie immer viele Kreativkurse, aber auch Vorträge, die sich mit rechtlichen oder gesundheitlichen Themen beschäftigen.

Wer Silvester gute Vorsätze zu mehr Bewegung gefasst hat, kann aus rund 100 Kursen und Veranstaltungen der Gesundheitsbildung auswählen von Fitness bis Entspannung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VHS helfen, den richtigen Kurs zu finden und beantworten alle Fragen rund um das neue Programm. Sie sind während der allgemeinen Geschäftszeiten montags und dienstags von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 17:30 Uhr und mittwochs und freitags von 8 bis 13 Uhr in Bad Hersfeld in der Leinenweberstraße 5 oder telefonisch unter 06621 87 6303 zu erreichen.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite www.vhs-hersfeld.de.

Bad Hersfeld, 10. Januar 2017

Neue Fotoausstellung eröffnet im Landratsamt

„Das findest du nur hier – mein Hersfeld-Rotenburg“ – zwischen Kalirevier, Stiftsruine und Natur.

 „Vom Monte Kali sieht unsere Region komplett anders aus als von der Burg Herzberg“, stellte Landrat Dr. Michael Koch bei der Preisverleihung zum Fotowettbewerb „Das findest du nur hier – mein Hersfeld-Rotenburg“ fest. Die Bilder waren Ende des Jahres im Kurhaus in Bad Hersfeld ausgestellt.

Ab Dienstag, 17. Januar werden die 15 Siegerfotos der Hobbyfotografen im ersten Stock des Landratsamtes in der Friedloser Straße in Bad Hersfeld zu sehen sein. Zur Eröffnungsfeier um 14:30 Uhr laden das Regionalforum Hersfeld-Rotenburg, der Wildhessen e.V. und das Landratsamt herzlich ein. „Mit den Eindrücken der Bilder können alle Bürgerinnen und Bürger ihre Heimat erkunden“, verspricht Sigrid Wetterau vom Regionalforum.

Die Bandbreite der Motive ist groß: das Rotenburger Schloss, Landschaftsaufnahmen der Kuppenrhön, die winterliche Fuldaaue oder Naturbilder aus Bebra sind zu sehen. Fotografien aus Bad Hersfeld zeigen die Stiftsruine und das Lullusfest. „Unsere Heimat hat Besonderes zu bieten. In den nächsten Wochen kann ich jetzt jeden Tag die Schönheit unseres Kreises beim Gang über den Flur bestaunen und ebenso alle Besucher“, ergänzt Landrat Koch.

Neben den Siegerfotos zeigt die Ausstellung in Collagen auch alle anderen Bilder des Wettbewerbes. Bis Ende März können die Fotografien zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes angesehen werden. Danach werden die Bilder im Kalimuseum in Heringen ausgestellt.

Bad Hersfeld, 08. Januar 2017

Verwirrung um Unterhaltsvorschussgesetz - Geplante Änderung noch nicht umgesetzt

Die zum 1. Januar im Unterhaltsvorschussgesetz geplanten Änderungen sind nicht in Kraft getreten (Gesetz zur Sicherung des Unterhalts von Kindern alleinstehender Mütter und Väter durch Unterhaltsvorschüsse oder - ausfallleistungen).

Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend plant das UVG auszubauen. Demnächst sollen Leistungen auch für Kinder bis zum 18. Lebensjahr gewährt werden und die Höchstleistungsdauer von 72 Monaten soll entfallen. Das Bundesministerium teilte nun mit, dass im Frühjahr 2017 neu über die Änderungen verhandelt wird.

Da die Gesetzesänderung noch nicht beschlossen worden ist, haben die bisherigen Regelungen weiter Gültigkeit:

Durch das Unterhaltsvorschussgesetz können Leistungen für Kinder gewährt werden, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Diese Leistungen werden für maximal 72 Monate gewährt.

Dies bedeutet, dass Anträge für Kinder zwischen 12 und 18 Jahren sowie für Kinder, die bereits 72 Monate Leistungen erhalten haben, derzeit von den Unterhaltsvorschussstellen im Landkreis abgelehnt werden.

Bad Hersfeld, 04. Januar 2017

Pflegestärkungsgesetz II bringt Neuerungen - Pflegestützpunkt informiert in einem Vortrag über aktuelle Änderungen

Pflegestärkungsgesetz II bringt Neuerungen - Pflegestützpunkt informiert in einem Vortrag über aktuelle Änderungen

Wer einen Angehörigen pflegt oder aber selbst Pflege benötigt, braucht Unterstützung. Mit dem Pflegestärkungsgesetz I und II hat die Pflegeversicherung bereits seit 2015 ihre Leistungen für Betroffene angehoben. Ab 1. Januar 2017 folgt der nächste -weitaus größere- Schritt. Das Pflegestärkungsgesetz II hat nun grundlegende Veränderungen im Gepäck.
In einem Vortrag am Mittwoch, 22. Februar 2017, stellt der Pflegestützpunkt Hersfeld-Rotenburg die wichtigsten Neuerungen vor. Die Veranstaltung findet von 19 bis 20 Uhr im Kreistagssitzungssaal des Landratsamtes Bad Hersfeld, Friedloser Straße 12, statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind hierzu herzlich willkommen und erhalten im Anschluss an den Vortrag noch Zeit um Fragen zu stellen.
Im Rahmen des Vortrags wird Pflegeberater Markus Harms den veränderten Pflegebedürftigkeitsbegriff vorstellen, der ab Januar 2017 Gültigkeit hat. Künftig sollen psychische und kognitive Beeinträchtigungen in gleichem Maße berücksichtigt werden wie körperliche Erkrankungen, wenn es um die Beurteilung von Pflegebedürftigkeit geht. Hiermit will man insbesondere der wachsenden Zahl von Menschen mit Demenz gerecht werden, die oftmals trotz geringer körperlicher Defizite einen hohen Hilfe- und Betreuungsbedarf haben.
Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird flankiert von einem veränderten Begutachtungsverfahren, über das der Vortrag des Pflegestützpunktes ebenfalls informieren wird. Auch hier gibt es einen grundlegenden Perspektivwechsel: Zeitkorridore für einzelne Pflegeverrichtungen spielen keine Rolle mehr. Vielmehr wird der jeweilige Grad der Selbständigkeit und der vorhandenen Fähigkeiten beurteilt, um hieraus die individuelle Pflegebedürftigkeit abzuleiten.
Fünf Pflegegrade lösen außerdem ab 1. Januar 2017 das bisherige Stufensystem ab. Wer bereits eine Pflegestufe hat, wird automatisch einem Pflegegrad zugeordnet. Wie das geht und welche Leistungsverbesserungen das neue System für eine große Zahl von Betroffenen bereithält, wird ebenfalls Thema des Vortrags am 22. Februar sein.
Wer sich über das Pflegestärkungsgesetz II informieren möchte, ist herzlich eingeladen. Anmeldungen nimmt der Pflegestützpunkt Hersfeld-Rotenburg unter der Tel.: 06621 87-3709 gern entgegen.