"Wo Liebe ist, da ist Leben." Mahatma Gandhi
Neues aus Bad Hersfeld * kulturell * interessant * wissenswert*

Klinikum Bad Hersfeld stellt sich vor

Das Klinikum Bad Hersfeld ist als Akademisches Lehrkrankenhaus der Justus-Liebig Universität Gießen und der Hochschule Fulda angeschlossen. Des weiteren hat es die Funktion einer Lehreinrichtung der Technischen Hochschule Mittelhessen für Krankenhaus-Hygiene und Krankenhaus-Technik. Es ist ein modernes Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 600 Betten verteilt auf 19 Kliniken und Fachabteilungen

in Osthessen.

- http://www.klinikum-hersfeld.de -

 

 

 

Was sind Notfälle?
Typische Notfälle, die keinen Aufschub dulden und sofort durch einen Notarzt behandelt werden müssen, sind zum Beispiel:

  • Stürze bzw. Unfälle mit offensichtlich höhergradigen Verletzungen, Blutungen oder in Verbindung mit Bewusstlosigkeit, starken Kopfschmerzen oder Verwirrtheit
  • Plötzlicher und ausgeprägter Brustschmerz ist bis zum Beweis des Gegenteils ein Herzinfarkt. Dies gilt umso mehr, wenn eine Herzkrankheit bekannt ist. Typische Begleitsymptome des Herzinfarktes sind Ausstrahlung der Beschwerden (in Arme, Schulter, Rücken oder Bauch), Luftnot, Kaltschweißigkeit, Blässe und Schwindel
  • Weitere gefährliche Erkrankungen, die typischerweise mit plötzlichem Brustschmerz einhergehen können, sind zum Beispiel der akute Lungenarterienverschluss (Lungenembolie) und Verletzungen der Hauptschlagader (Aortendissektion).
  • Plötzliche Luftnot kann ebenfalls auf eine Lungenembolie, aber auch zum Beispiel auf einen Lungenkollaps (Pneumothorax) oder Asthmaanfall hindeuten.
  • Plötzliche Bewusstlosigkeit, Sprechstörung, halbseitige Lähmung oder Verwirrtheit sind bis zum Beweis des Gegenteils als Schlaganfall zu deuten und ebenfalls ein dringlicher Notfall. Auch ein Krampfanfall kann Symptom eines Schlaganfalls sein und muss durch einen Notarzt versorgt werden.
  • Bewusstseinstörungen, Atemnot oder andere Symptome in Folge von Vergiftungen sind ebenfalls dringliche Notfälle, die umgehend durch einen Notarzt behandelt werden müssen.

Wie verhalte ich mich im Notfall?

Ruhe bewahren und den Notruf 112 absetzen.

WER ruft an?
WAS ist passiert?
WO ist es passiert?
WIE viele Verletzte?
WARTEN auf Rückfragen, nicht auflegen!

 



„Neurology meets Nephrology“ Zweites Intensivsymposium des Klinikum Hersfeld-Rotenburg im „wortreich“

Bei bestem Sommerwetter trafen sich am Samstag zahlreiche Fachleute des Klinikkonzerns zu einer hochkarätig besetzten Fortbildungsveranstaltung im Bad Hersfelder „wortreich“.

Eingeladen hatten die Kliniken für Nephrologie und Neurologie mit ihren Chefärzten Dr. Gisela Schieren und Prof. Dr. Markus Horn. Unter dem Motto „Neurology meets Nephrology“ wurden praxisnah und lebhaft, anhand von Fallbeispielen aus dem Alltag verschiedene lebensbedrohliche Krankheitsbilder mit Beteiligung des Nervensystems und der Nieren vom Erstsymptom  bis zur Akut-Therapie diskutiert.
Gut 30 Intensivmediziner tauschten sich in kollegialer Atmosphäre zu klinisch relevanten Inhalten rund um immunologische Erkrankungen mit lebensbedrohlicher Multiorganbeteiligung und Erfordernis für eine Intensivmedizinische Behandlung aus.

Dr. Schieren zu der gemeinsamen Veranstaltung: „Hier treffen sich Neurologe und Nephrologe zur gemeinschaftlichen Diagnose-Stellung und Therapie-Planung der Grunderkrankung am Bett des Patienten - bedingt durch die häufig parallel auftretende Schädigung von Nervensystem und Niere“ . Prof. Horn ergänzt: „Hier ist Teamwork im eigentlichen Sinn gefragt. Nur ein unter allen beteiligten Fachdisziplinen abgestimmtes Vorgehen sichert unseren Patienten das Überleben und den bestmöglichen Therapieerfolg.“

 


Ein wenig skeptisch im Feld der vielen lachenden Erwachsenen schaut er schon drein, der kleine Manuel Tissen mit seinem Vater Waldemar beim Fototermin für die tolle Auszeichnung der Kinderklinik . Mit Freude präsentieren Chefarzt Dr. Holger Hauch, Pflegedienstleiterin Eva Fehr und Schwester Elke Weppler die Urkunde „Ausgezeichnet! FÜR KINDER“ .

„Ausgezeichnet! Für Kinder" - Bad Hersfelder Kinderklinik auf dem richtigen Weg

Der Wunsch einer kindgerechten stationären Versorgung in angemessener Entfernung zum Wohnort ist das zentrale Anliegen einer Daseinsvorsorge im Gesundheitswesen. Als Merkmal, ob die für sie nächstliegende Kinderklinik die Qualitätskriterien einer gut geführten Kinderklinik erfüllt, wurde das Gütesiegel „Ausgezeichnet. Für Kinder" entwickelt. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin unter der Leitung von Chefarztgespann Dr. Carmen Knöppel und Dr. Holger Hauch hat sich dieser Qualitätsprüfung zum wiederholten Male gestellt und mit Bravur bestanden. Sie hat die dem Qualitätskatalog zugrunde liegenden Kriterien ausnahmslos erfüllt und das entsprechende Gütesiegel „Ausgezeichnet! FÜR KINDER 2018-19" erhalten.

Die Prüfung ob sie diese Anforderungen tatsächlich erfüllen haben Vertreter der Fachverbände für Kinder- und Jugendmedizin ins Leben gerufen um den Eltern Transparenz in der Bewertung der Kliniken zu geben, denen sie ihre Kinder anvertrauen.

Sie zielt darauf ab, Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der stationären Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu sichern und eine qualitativ hochwertige altersgerechte stationäre Versorgung für alle Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten – unabhängig von Wohnort und finanziellem oder sozialem Hintergrund. Die Genesung und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen, die stationär behandelt werden müssen, soll verbessert werden. Hierzu gehört auch, dass Eltern bzw. Erziehungsberechtigte oder sonstige Bezugspersonen der Kinder und Jugendlichen in deren Versorgung mit einbezogen, darin geschult und dabei fachgerecht angeleitet werden. Die Mitaufnahme eines Elternteils oder einer Bezugsperson in der Nähe des kranken Kindes sollte ebenfalls ermöglicht werden.

Insgesamt kümmern sich im Klinikum 14 Ärzte und 57 Pflegekräfte um die kleinen Patienten. Die Kinderklinik verfügt über 38 Betten, insgesamt wurden dort im Jahr 2017 2700 Kinder stationär behandelt. Dazu kommt eine noch viel höhere Zahl von ambulanten Behandlungen. „Kinder sollen wie Kinder und nicht wie kleine Erwachsene versorgt werden", sagt Pflegedienstleiterin Eva Fehr, die für die Kinderklinik zuständig ist. Das Gütesiegel sei daher ein wichtiges Kriterium für die Qualität einer Kinderklinik und ein Argument im Wettbewerb der Krankenhäuser. Denn Eltern prüfen sehr kritisch, welche Klinik ist die Richtige für mein Kind.

 „Alle Kriterien sind in Bad Hersfeld ausnahmslos erfüllt" sagt Dr. Knöppel und ihr Kollege Dr. Hauch ergänzt „ Die Zeiten des generalistisch ausgebildeten Kinderarztes sind vorbei. In Bad Hersfeld  wird auf die Kompetenzen vieler hochspezialisierter Mitarbeiter in Diagnostik, Therapie und Pflege der uns anvertrauten Kinder zurück gegriffen". Dr. Knöppel:  „Wir haben ein Netzwerk geschaffen, das auf Wissen und Erfahrungen der universitären Partner in Gießen und Marburg sowie den geschätzten Kollegen der Kliniken in Fulda und Kassel zurückgreifen kann. Profitieren wird von diesem Expertenpool in erster Linie das uns anvertraute Kind".

Hintergrund:

Abgestimmtes Strukturpapier

Grundlage für das Gütesiegel ist ein mit allen pädiatrischen Fachgesellschaften abgestimmtes  Strukturpapier aus dem Jahr 2007. Die darin vereinbarten Mindestkriterien definieren, was eine Kinderklinik auszeichnet. Seit 2009 können Eltern somit selbst prüfen, ob es in ihrem Umfeld eine Qualitäts-Kinderklinik gibt.  Die Auszeichnung ist jeweils für 2 Jahre gültig. Im Jahr 2017 hat die Bewertung der Kinderkliniken  zum 5. Mal stattgefunden. Durch die regelmäßige Neubewertung der Kinderkliniken soll eine stetige Verbesserung der stationären Versorgung unter stützt werden (siehe dazu auch weiter unten, „was sich verändert hat").

Klare Strukturvorgaben

Die Kliniken müssen ausnahmslos alle Standards für die multiprofessionelle und interdisziplinäre Versorgung erfüllen. Dies umfasst eine kontinuierliche kinderärztliche bzw. kinderchirurgische Besetzung, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger(- innen) sowie speziell für Kinder qualifizierte

Teams aus dem pädagogischen und medizinisch-therapeutischen Bereich. Die ausgezeichneten Kliniken müssen zeigen, dass sie nicht nur eine gute Basisversorgung anbieten, sondern auch Netzwerke aufgebaut haben, die eine gute Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit seltenen und schwerwiegen den Krankheitsbildern sicher stellen.  Auch eine Kinder- und Familienorientierte Ausrichtung ist Bedingung für die Zertifikatvergabe.

Dies zeigt sich an Besuchsregelungen und dem Angebot einer kostenlosen Mitaufnahme eines Elternteils bei Säuglingen und Kleinkindern. Sämtliche Punkte der EACH-Charta (Charta für Kinder im Krankenhaus der European Association for Children in Hospital), wie zum Beispiel räumliche Gestaltung oder Sicherheitskriterien, müssen erfüllt werden. Was hat sich in der 5. Bewertungsrunde verändert? Gegenüber der vorhergehenden Bewertung wurden einige Kriterien weiter präzisiert. Zum Nachweis einer hervorragenden Zusammenarbeit zwischen großen und kleineren Kinderkliniken müssen die Einrichtungen dies für die Schwerpunkte Neonatologie, Kinderchirurgie, Kinder-Hämatologie und –Onkologie schriftlich belegen. In dieser Bewertungsrunde wurde auf das erneute Einreichen von Vereinbarungen dann verzichtet, wenn die Klinik die Unterlagen bereits eingereicht

hatte und sich aktuell auch keine Änderungen ergeben haben. Die Anforderungen an den Pflegedienst sind unverändert streng. Seitens der Bewertungskommission wurde sehr darauf geachtet, dass mindestens 95% Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekräfte in der patientennahen Pflege eingesetzt werden. Dies ist gerade vor dem Hintergrund des neuen Pflegeberufegesetzes mit der Abschaffung des klassischen Berufsbildes für die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege ein wichtiges Signal. Insbesondere für die Kinderkrankenpflegeausbildung ist jetzt eine gute Strukturierung der noch zu regelnden Ausbildungs- und Prüfungsverordnung wichtig. Wenn eine Klinik sicherstellt, dass die operative Versorgung von Kindern bis 14 Jahre jederzeit durch einen Facharzt für Kinderchirurgie sichergestellt wird, erhält diese Kinderklinik ein PLUS (+) für die Erfüllung dieses für die hervorragende Behandlung von Kindern entscheidenden Strukturkriteriums. Zusätzlich werden im Internet für jede aktuell ausgezeichnete Kinderklinik die vollen ärztlichen Weiterbildungsbefugnisse für das Fachgebiet Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie sowie pädiatrische und kinderchirurgische Schwerpunkte (z.B. Neonatologie, Neuropädiatrie, Kinder-Hämatologie und –Onkologie, Diabetologie und Endokrinologie, Kinderkardiologie etc....) dargestellt. Hinzu kommen NEU die vorgehaltenen Schwerpunkte und Spezialisierungen für die stationäre Versorgung sowie die vorgehaltenen Ambulanzen und Sprechstunden für die ambulante Versorgung. Dies hilft Eltern, die in ihrer Umgebung eine spezialisierte medizinische Behandlung für ihr Kind suchen, aber auch medizinischem Fachpersonal in Ausbildung. Einen hohen Stellenwert hat auch die kostenfreie Mitaufnahme von Angehörigen, die die Kliniken bei Kindern im Vorschulalter gewährleisten müssen.

Ablauf der Überprüfung

Die Kinderkliniken füllen eine umfangreiche Checkliste aus (s. dazu www.ausgezeichnet-fuer-kinder.de). Die Richtigkeit dieser Selbstauskunft wird

durch Unterschrift der Mitglieder der Betriebsleitung bestätigt. Die Bewertungskommission überprüft die Angaben aus dieser Selbstauskunft u.a. durch Abgleich mit Daten aus dem Internet. Außerdem werden die Kennzahlen mit deutschlandweiten Standards verglichen. Die eingereichten Daten werden geprüft. Ggf. werden ergänzende Unterlagen, wie z.B. Dienstpläne, angefordert. Bei einem Teil der Einrichtungen ist zusätzlich ein Vor-Ort-Besuch vorgesehen.

Homepage:

www.ausgezeichnet-fuer-kinder.de

Die Homepage www.ausgezeichnet-fuer-kinder.de gibt Auskunft über den Stand der aktuellen Bewertungsrunde, das Anforderungsprofil und die Prüfkriterien. Alle ausgezeichneten Einrichtungen erfüllen die anspruchsvollen Mindestkriterien zur Qualitätssicherung. Sie sind übersichtlich gelistet und anwenderfreundlich in einer Landkarte aufgeführt. Es wird unterschieden nach Einrichtungen für Kinder- und Jugendmedizin und Kinderchirurgie.

Man kann erkennen, seit wann die Einrichtungen über das Gütesiegel verfügen und welche medizinischen Spezialangebote sie vorhalten. Nicht zuletzt ist auch erkennbar, ob die Kinderklinik sicherstellen kann, dass jederzeit ein Facharzt für Kinderchirurgie für die operative Versorgung zur Verfügung steht (Kinderklinik PLUS). Bis zum Sommer 2018 werden alle Bewertungen abgeschlossen und die Internetseite aktualisiert sein. Für weitergehende Informationen sind die aktuell ausgezeichneten Kinderkliniken jeweils auf ihre eigene Homepage verlinkt.


Ausgezeichnet! Die Ausbildung im Klinikum Hersfeld-Rotenburg Auszubildende, Ausbilder, Personalleitung, Praxisanleiter und das Team des Instituts für Gesundheitsberufen präsentieren stolz ihre Urkunde

Klinikum Hersfeld-Rotenburg unter den Besten!

In der Studie des Magazins Focus Money 2017 -Deutschlands beste Ausbildung- belegte das Ausbildungszentrum des kommunalen Gesundheitskonzerns einen Spitzenplatz. Jahr für Jahr beginnen mehr als eine halbe Million Schulabgänger mit ihrer Berufsausbildung. In welchen Firmen werden die Fachkräfte von morgen besonders gut ausgebildet?

Eine zentrale Frage ist dabei – neben der Berufswahl – sicher auch: Welche Firma bildet mich optimal aus? DEUTSCHLAND TEST ging dieser Frage auf den Grund. Basis der Untersuchung waren die 5000 mitarbeiterstärksten Unternehmen des Landes. Heraus kam am Ende ein „Ausbildungsatlas für Deutschland“ – mit den besten Ausbildungsbetrieben aus mehr als 50 Branchen.
Basis der Ergebnisse ist eine Befragung der 5000 mitarbeiterstärksten Unternehmen in Deutschland. Dabei wurden die Verantwortlichen zu verschiedenen ausbildungsspezifischen Themenfeldern befragt. Berücksichtigt wurden überdies die unterschiedlichen Branchenbedingungen, was eine bessere Vergleichbarkeit schafft
„Das Krankenhaus mit seinem Markenkern Gesundheitsberufe, bietet ein deutlich breiteres Spektrum an Ausbildungsberufen“ so Personaldirektor Sascha Sandow im Gespräch nach der Urkundenübergabe. „Wir bilden sowohl im kaufmännischen, als auch technischen Bereich junge Menschen, vorwiegend aus der Region, aus.“ Eine Kooperation mit allen allgemeinbildenden Schulen des Landkreises sichert den frühen Kontakt der potentiell zukünftigen Mitarbeiter schon aus dem Klassenzimmer heraus und gibt dort Hilfestellung bei der Wahl des Ausbildungsplatzes.

Über 150 Auszubildende hat das Klinikum Hersfeld-Rotenburg in den Berufen: Gesundheits- Krankenpflege / Kinderkrankenpflege, Krankenpflegehilfe,  Diätassistenz, Diätetik, Kaufleute für Büromanagement, Operationstechnische Assistenten, Medizinische Fachangestellte und Fachinformatiker für Systemintegration in seinen Betrieb integriert.
„Wir sind im Thema Ausbildung auf Teamwork sowohl innerhalb des Bildungszentrums, als auch in dem berufspraktischen Anteil in den Abteilungen und Stationen der Kliniken des Unternehmens angewiesen“ sagt die Leiterin des Instituts für Gesundheitsberufe Verena Hörbelt mit Blick auf die vielen Mentoren und Praxisanleiter , die die Ausbildung in der Praxisphase begleiten und sicherstellen. „ Ohne engagierte Zusammenarbeit aller an der Ausbildung Beteiligten ist die Ausbildung in der Pflege nicht vorstellbar“ so Hörbelt weiter.

Hintergrund:

Die Studie „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ wurde im Auftrag von DEUTSCHLAND TEST und dem Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Werner Sarges durchgeführt. Sarges ist einer der führenden Wissenschaftler und Berater zu eignungsdiagnostischen Fragen im Management-Bereich. Bekannt ist er außerdem durch seine Arbeit an der Helmut-Schmidt-Universität (Hamburg). Zudem ist er Institutsleiter und beratender Psychologe am Institut für Management-Diagnostik (Barnitz bei Hamburg).



Geschäftsführer des Klinikums Hersfeld-Rotenburg Martin Ködding

Standortentscheidung für Orthopädie ist gefallen
Beschluss der Gremien des Klinikums sichert Spitzenmedizin im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Der in einigen Jahren anstehende Umzug der Orthopädie war in den vergangenen Tagen Thema in der lokalen Presse. Der Geschäftsführer des Klinikums Hersfeld-Rotenburg Martin Ködding sagt: „Die Entscheidung ist gefallen. Die Klinik wird verlagert, entsprechende Vorbereitungen und Planungen sind bereits beauftragt.“ In den kommenden Jahren werden knapp 80 Millionen Euro in die Umstrukturierung des Klinikums investiert. Bei der Neuausrichtung geht es nicht nur um die Verlagerung der Orthopädie, vielmehr wird ein Gesamtkonzept angestrebt. Die Zukunftsfähigkeit der Standorte Bad Hersfeld und Rotenburg für die kommenden Jahrzehnte ist das erklärte Ziel.
Hierzu sagt Martin Ködding: „Unsere Entscheidung zur Verlagerung der Orthopädischen Klinik an das HKZ in Rotenburg ist nach ausführlicher Abwägung die einzige Möglichkeit, langfristig den Erhalt dieser herausragenden Einrichtung im Landkreis zu sichern. Damit ermöglichen wir dem Team der Orthopädie unter Leitung von Chefarzt Dr. Härer weiterhin die Bedingungen, um die hervorragende Arbeit auch in Zukunft fortzusetzen. Der bundesweit gute Ruf und die hohe Akzeptanz der Orthopädischen Klinik können so dauerhaft für den Landkreis erhalten werden."

Noch Orthopädie Bad Hersfeld

Mit der getroffenen Entscheidung kann absehbaren Risiken vorgebeugt werden, die sich zum Beispiel aus bundespolitischen Vorgaben, aus der Mietimmobilie oder sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für kleine, alleinstehende Standorte ergeben. Geschäftsführer Martin Ködding: „Spitzenmedizin in Wohlfühlatmosphäre ist seit Jahren das Erfolgsrezept unserer Orthopädie. Das wollen wir dauerhaft fortführen. Die neue Klinik für Orthopädie in der eigenständigen Rodenbergklinik am HKZ ist dann mit dem äußert großzügigen Raumangebot auch weiterhin überregional eine erste Adresse. Und bei Bedarf stehen im HKZ alle weiterführenden medizinischen Angebote direkt vor Ort zur Verfügung.“
Der Medizinische Direktor des kommunalen Gesundheitsunternehmens Dr. Tobias Hermann ergänzt: „Die Verantwortung für die Sicherung der Arbeitsplätze und der herausragenden Arbeit des Teams in der Orthopädie, die bundesweite Reputation sowie die Sorge um den langfristigen Erhalt der Klinik erlauben es nicht, einfach abzuwarten und zu hoffen, dass die erkennbaren Veränderungen im Gesundheitswesen an Bad Hersfeld vorbeigehen und alles so bleibt wie es ist. Wer den Erhalt der Orthopädie im Landkreis wirklich will, der muss die zukunftsweisende Veränderung unterstützen."


Tag der offenen Tür im Klinikum Bad Hersfeld - Hauptthema der Schwindel „Alles dreht sich …“

Viel Betriebsamkeit im Klinikum Bad Hersfeld an einem Samstagmorgen gegen 10 Uhr und das bei einem herrlichen, sonnigen Wetter.

Am Haupteingang sind bereits die ersten Besucher angekommen. Einige Mitarbeiter des Klinikums waren noch mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt.

Zu Beginn des Events hielt der Landrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Dr. Michael Koch die Begrüßungsrede. Koch sprach davon, „dass er sehr stolz ist auf das Klinikum Bad Hersfeld, auch und insbesondere im Zusammenhang mit den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die hier im Hause ihr Bestes für die Patienten geben“. „Wir haben hier eine tolle medizinische Versorgung, uns beneiden viele Landkreise“, so Landrat Dr. Koch weiter.


Für die musikalische Unterhaltung sorgte die N'Awlins Brass Band aus Bad Hersfeld

v.li.n.re. Landrat Dr. Michael Koch, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Markus Horn

Besucher im Klinikum Bad Hersfeld

Geschäftsführer des Klinikums Bad Hersfeld Martin Ködding


Im Anschluss sagte der Geschäftsführer des Klinikums Martin Ködding, „ich freue mich sehr, dass bereits jetzt so viele Besucher ins Klinikum gekommen sind“. Ködding bedankte sich nochmals bei den Mitarbeitern für ihre tägliche und mach mal stressige Arbeit“. „Die Menschen, die zu uns kommen, begeben sich vertrauensvoll in unsere Hände, für dieses Vertrauen möchten wir uns ebenfalls bedanken“, so Ködding weiter.

Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Markus Horn begrüßte ebenfalls die Anwesenden und berichtete über die tägliche medizinische Arbeit im Klinikum und über zahlreiche medizinische Neuerungen, welche hier im Haus Einzug gehalten haben. Wichtig ist auch der vertrauensvolle Kontakt zu den Patienten.

Die Rundumversorgung des Klinikums hier in Bad Hersfeld in der heutigen Zeit soll zukünftig zweimal im Jahr durch einen „Tag der offenen Tür“ mit einem speziellen Thema hervorgehoben werden.


N'Awlins Brass Band aus Bad Hersfeld am Haupteingang

Kardiologie-Herzkatheter Labor

Deutsche Herzstiftung informiert

Verschiedene DEFI für eine Implantation

Dr.med. Uwe Timmann u. Team

Beratung im Klinikum

Die Küchenfeen in Aktion

Neurologische Funktionsdiagnostik

Neurologische Funktionsdiagnostik

HNO Ambulanz Prof.Dr. Peter Issing

Schwindel verursacht im Innenohr

Klinikhygiene heutzutage wichtiger denn je


Alles dreht sich …

Der Schwindel als Hauptthema an diesem Tag kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gab es eine Reihe von Fachvorträgen. Der Mensch sollte einen auftretenden Schwindel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das Krankheitsbild kann mit dem Herz zusammenhängen, dazu gehört zum Beispiel Bluthochdruck und auch Diabetes. Um sich näher an das Thema heranzutasten, konnten die Besucher mit einem Blick hinter die Kulissen der einzelnen Stationen mehr erfahren. Mit praktischen Beispielen standen die Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung, damit sich der Besucher ein umfangreiches Bild machen konnte.

Informationen an diesem Tag auch anhand von Fachvorträgen

Akutpsychosmatik Klinik am Hainberg

Klinikhygiene
Psychosomatik & Psychotherapie
Kardiologie-Herzkatheter Labor - HNO Ambulanz
Kardiologische Ambulanz
Nephrologie (Ultraschall, Blutzucker, U-Stix)
Neurologische Funktionsdiagnostik und Geriatrie

 

Hintergrund:

Das Klinikum Bad Hersfeld ist als Akademisches Lehrkrankenhaus der Justus-Liebig Universität Gießen und der Hochschule Fulda angeschlossen. Des Weiteren hat es die Funktion einer Lehreinrichtung der Technischen Hochschule Mittelhessen für Krankenhaus-Hygiene und Krankenhaus-Technik. Es handelt sich hier um ein modernes Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 600 Betten verteilt auf mehr als 20 Kliniken und Fachabteilungen in Osthessen.
Pro Jahr werden im Klinikum mehr als 86.000 Patienten, davon über 26.000 stationär und 60.000 ambulant behandelt.


Um das leibliche Wohl sorgten sich die Küchenfeen des Klinikums. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die N'Awlins Brass Band, als Vorgeschmack für die dem nächst- stattfindenden Jazztage in Bad Hersfeld.

Mit einer positiven, großen Resonanz und zahlreichen konstruktiven Gesprächen ging der „Tag der offenen Tür“ im Klinikum Bad Hersfeld am späteren Nachmittag zu Ende.

Kontakt:

Klinikum Bad Hersfeld GmbH
Seilerweg 29
36251 Bad Hersfeld

Telefon +49 (6621) 88-0

Telefax +49 (6621) 88-1088


Klinikum Bad Hersfeld - Haupteingang

Tag der offenen Tür im Klinikum Bad Hersfeld - Schwindel, alles dreht sich…

Unter dem Motto „Schwindel-Alles dreht sich…“ öffnet das Klinikum Bad Hersfeld am Samstag, dem 14.04.2018, seine Türen und lädt die Bürgerinnen und Bürger von 10 bis 15 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. In diesem Rahmen präsentieren sich sieben Kliniken und Abteilungen mit ihren medizinisch-therapeutischen Angeboten zum Thema Schwindel.

Im Foyer des Klinikums werden sich, neben dem Info-Point und dem Stand mit allgemeinen Angeboten, auch die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie die Abteilung für Klinikhygiene präsentieren und ihr Leistungsspektrum den  Besuchern nahe bringen.

„Wir freuen uns, nicht nur unser breites Spektrum präsentieren zu können, sondern insbesondere Medizin für die Besucher erlebbar zu machen“, betont Prokurist Wilfried Imhof  „Die Gäste haben die Gelegenheit, persönlich und unbefangen mit uns ins Gespräch zu kommen.“

Führungen im Klinikum  / Herzkatheterlabor, Funktionsdiagnostik und Vorträge

Wie facettenreich die Arbeitswelten der Kliniken sind, erfährt der Besucher im gesamten Erdgeschoß:

An 8 Stationen erwartet die Gäste ein breites Spektrum an Demonstrationen und Information der einzelnen Fachabteilungen.

Führungen durch das Herzkatheter-Labor der Klinik für Kardiologie und Intensivmedizin von Chefarzt Dr. Reinhard Funck oder durch die HNO Ambulanz von Prof. Dr. Peter Issing stehen ebenso auf dem Plan, wie die umfangreiche Diagnostik in der Neurologischen- und Kardiologischen Funktionsdiagnostik. Auch das Zentrum für klinische Geriatrie, die Klinik für Nephrologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin stellen ihre Angebote rund um die Schwindel-Diagnostik und -Therapie vor.

Chef- und Oberärzte der beteiligten  Kliniken  informieren in 12 Kurz-Vorträgen über das Thema Schwindel und stehen darüber hinaus auch für persönliche Fragen zur Verfügung. Start der Vorträge ist 10:00 Uhr, ein rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze.

Gewinnspiel- Ein „Apple iPad 9.7“ winkt als Hauptpreis

Der Besuch aller Stationen und ein komplett abgestempelter Laufzettel im Lostopf schafft die Chance auf einen Gewinn. Die Verlosung wird in der Woche nach der Veranstaltung durchgeführt.

Essen, Trinken und Unterhaltung

Natürlich darf auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen: Ein Würstchen- und Getränkestand im Foyer sowie Kaffee und Kuchen stehen für die Besucher parat. Unter dem Motto „Jazz in der Klinik“ werden die Musiker der N’awlins Brass Band für Unterhaltung sorgen.

Termin, Anfahrt und Parken

Der Tag offenen Tür findet statt am Samstag, 14. April, von 10:00 bis 15:00 Uhr im Erdgeschoß des Klinikums Bad Hersfeld, Seilerweg 29 in  36251 Bad Hersfeld statt. Parkplätze stehen in ausreichender Anzahl direkt an der Klinik zu Verfügung. An diesem Tag können Sie zwischen 9 Uhr und 16 Uhr unser Parkhaus kostenfrei nutzen. Von dort aus sind nur wenige Meter von dort bis zum Eingang.


Amtseinführung mit Urkunden: In der offiziellen Feierstunde wurden die neuen Ärztlichen Direktoren im HKZ eingeführt. im Bild v.l.n.r. Dr. Michal Koch, Dr. Reinhard Funck, Priv. Doz. Dr. Dieter Fischer, Dr. Marcel Kunde, Martin Ködding

Neue Ärztliche Direktoren im Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg - Privatdozent Dr. Dieter Fischer und Dr. Marcel Kunde übernehmen für vier Jahre

In der Chefarztkonferenz des Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg wurden PD Dr. Dieter Fischer zum neuen Ärztlichen Direktor und Dr. Marcel Kunde zu seinem Stellvertreter gewählt. Ihre Amtszeit für die Dauer von vier Jahren startete  am 01.02.2018.
Die Ärztlichen Direktoren sind in ihrer Funktion Mitglieder der  Betriebsleitung des Herz-Kreislauf-Zentrums, in der sie, gemeinsam mit der pflegerischen Leitung Stefanie Lehman und der standortverantwortlichen Prokuristin Sabine Eydt, die Geschicke der Klinik leiten.
Den Dank für das in ihn gesetzte Vertrauen bekundete Dr. Fischer in seiner Antrittsrede und hob an, er sei  zuversichtlich, dass das Ziel Spitzenmedizin in unserer Region zu etablieren, der richtige Weg für das Herz-Kreislauf-Zentrum sei.  „Durch die Einbindung  der Ärztlichen Direktoren in die Leitungsstruktur der Klinik und deren strategische Planungen sind wir als Mediziner maßgeblich an Entscheidungsfindungen und deren Durchsetzung beteiligt.“ „ Die Balance zwischen medizinischem Fortschritt und Ökonomie ist in einem paritätisch besetzten Gremium wie der Betriebsleitung sicher nicht immer leicht, aber das erklärte Ziel aller Beteiligten.“ bemerkte Fischer abschließend.
In seinem Vortrag wünschte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Koch beiden eine glückliche Hand und viel Erfolg in ihrem neuen Verantwortungsgebiet. Die kleinen Feierstunde diente auch einem Rückblick auf bewegte zwei Jahre seit Übernahme der Klinik durch das kommunale Klinikum Bad Hersfeld und dem Ausblick auf anstehende Meilensteine .
„ Wir wollen heute nicht nur von Herausforderungen und Risiken sprechen, sondern auch zuversichtlich das wahrnehmen, was wir in dieser Region an Gesundheitsvorsorge haben und mit der neuen Klinikstruktur absichern wollen.  Unser  Angebot an medizinischer Versorgung kann sich sehen lassen!“ so Koch, „Hier lohnt es sich, unser Angebot zu sichern und auszubauen, damit die Gesundheitswirtschaft als einer der größten Arbeit- und Ausbildungsgeber in der Region  für uns  erhalten bleibt.“ 
Den scheidenden Amtsträgern Prof. Dr. Ardawan Rastan und Dr. Reinhard  Funck dankte Dr. Koch auch im Namen der Klinikleitung für ihre erfolgreiche Arbeit der vergangenen Amtsperiode.


Geschäftsführer Martin Ködding

Spekulationen der UBR zur Schließung der Dialyse in Rotenburg unhaltbar

Die von dem Vorsitzenden der Unabhängigen Bürger Rotenburg Hartmut Grünewald verfasste Pressemitteilung unterstellt dem HKZ bzw. dem Klinikum Bad Hersfeld eigene Absichten bei der Schließung des Dialysestandorts in Rotenburg.

Diesen Unterstellungen tritt die Geschäftsführung des Klinikums und des HKZ entschieden entgegen.

Die Geschäftsführung zeigt sich bestürzt, dass mit einem solchen parteipolitischen Statement mit Ängsten von chronisch kranken Menschen gespielt und sie für einen kleinen öffentlichen Effekt in der Lokalpresse missbraucht werden.

„Wozu diese Stimmungsmache“ fragen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im HKZ, da auch den Mitgliedern der UBR bekannt sein dürfte, dass die Klinikleitung jederzeit für Gespräche zur Verfügung steht, sodass es leicht möglich gewesen wäre, sich sachkundig zu machen.

Weder die medizinische  noch die  räumliche Weiterentwicklung des kommunalen und bürgernahen Herz-Kreislauf-Zentrums haben etwas mit der Schließung der Dialyse zu tun.

Vielmehr hat der Betreiber der Dialyseeinrichtung, das Kuratorium für Heimdialyse und Nierentransplantation e.V. (KfH) aus Neu-Isenburg  am 10. Januar 2018  die Geschäftsleitung des HKZ über die Schließung der Dialyseabteilung im HKZ informiert, voraussichtlich soll die Schließung am 30.6.2018 erfolgen. „ Diese Mitteilung seitens des KfH kam für uns völlig überraschend, da just zu diesem Datum ein Gespräch anberaumt war, in dem die Verlängerung und die Anpassung der Konditionen des Mietvertrages Thema sein sollte. Als Begründungen für die Schließungsentscheidung   wurden seitens des KfH Schwierigkeiten bei der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung und die wirtschaftliche Lage angegeben“ so  Klinikumgeschäftsführer Martin Ködding. „Ebenso hat uns überrascht, dass das KfH  Patienten und Mitarbeitervertretung im Vorfeld schon  über die geplante Schließung informiert hatten“ Ködding weiter.

Das HKZ ist sehr an der Fortführung der Dialyseeinrichtung interessiert. Dieses Angebot ist für die ambulanten Patienten aus der Region im Sinne einer wohnortnahen Versorgung sehr wichtig; aber auch das HKZ braucht für die Versorgung seiner stationären Patienten die Vorhaltung einer Dialyse.

Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg arbeitet zur Zeit mit Hochdruck an einer Lösung, die die zusätzlichen Belastungen der Dialysepatienten am Standort Rotenburg verhindern soll.


Hubschrauber-Landeplatz auf dem HKZ wieder im vollen Betrieb - Luftfahrt-Bundesamt hat Start- und Landegenehmigung erneuert

2014 legte die Europäische Union neue Richtlinien für Hubschrauberlandeplätze fest – und prompt  entstanden öffentliche Diskussionen, ob die Lufttransporte in der bisherigen Form überhaupt noch aufrecht erhalten werden könnten. Mittlerweile ist man im Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrum wieder recht entspannt. Denn der Helikopter-Landeplatz auf dem Dach des HKZ erfüllt die Ansprüche an einen Klinik-Sonderlandeplatz.

Eindrucksvoll bestätigt wurde dies zum Jahreswechsel: Das Luftfahrtbundesamt hat die Start- und Landegenehmigung für das HKZ im vollen Umfang erneuert – dabei sind die geänderten Prüfkriterien durchaus anspruchsvoll. Der Landeplatz auf dem Dach des Herz-Kreislauf-Zentrums hat auch für 2018 seine Prüfung bestanden und wird wieder regelmäßig angeflogen. Die das HKZ anfliegenden Organisationen wie der ADAC und die Rettungsflugwacht wurden darüber informiert.

Die Bilder zeigen den Rettungshubschrauber „Christoph Thüringen“, der gerade einen Patienten aus einer anderen Klinik zu den Spezialisten des Herz- und Kreislaufzentrums verlegt. Routinemäßig wird er von dem medizinischen Personal des Herz-Kreislauf-Zentrums in Empfang genommen und dabei von der Besatzung des Hubschraubers bis in die Klinik begleitet.

Wenn „Luftpost“ kommt, ist es immer dringend

Denn wenn die Helikopter für den Krankentransport eingesetzt werden, dann ist meist kein anderer sicherer Transportweg für einen Patienten mehr möglich, sei es aus Zeitgründen wegen des lebensbedrohlichen Zustandes oder weil die Schwere der Verletzungen keine Beförderung auf der Straße mehr zulässt. „Luftpost“ nennen die Profis in den Kliniken die anfliegenden Patienten im Fachjargon.
Neben den Notarzt-Hubschraubern landen in Rotenburg immer wieder auch die „fliegenden Intensivstationen“ wie der Christoph Thüringen, der jährlich über 1000 Einsätze absolviert. Die Besatzungen gehören zu den erfahrensten Piloten des Landes; auf dem in Bad Berka stationierten Christoph Thüringen fliegt in einer der wechselnden Besatzungen sogar ein Mitglied der Deutschen Segelflug-Nationalmannschaft als Copilot.


Gruppenbild der Mitglieder: v.l.n.r. PD Dr. Peter Vogel, Dr. Stefan Steiner, Dr. Reinhard Funck, Prof. Dr. Markus Horn, Dr. Gisela Schieren, Dr. Martin Grapengeter, Joachim Lindner, (es fehlt Prof. Dr. Ardawan Rastan)

Herausforderung Klinikum Hersfeld-Rotenburg - Medizinischer Beirat nimmt seine Arbeit auf

In der Strukturierung des kommunalen Gesundheitsunternehmens ist ein weiterer Meilenstein erreicht. Mit seiner konstituierenden Sitzung Mitte August 2017 hat ein standortübergreifendes, medizinisches Gremium seine Arbeit aufgenommen. Nachdem schon in vielen Zentralabteilungen der Verwaltungsablauf der einzelnen Gesellschaften vernetzt geregelt wird, soll in Zukunft, als ein integraler Bestandteil des Klinikums Hersfeld-Rotenburg, ein Medizinischer Beirat die Balance zwischen ökonomischen und medizinischen Belangen gewährleisten. In einer Vorbereitungszeit von nur einem halben Jahr von der ersten Idee bis zur Gründung wird die Leitungsstruktur rund um das Direktorium unter Geschäftsführer Matin Ködding durch ein unabhängiges, medizinisches Gremium ergänzt.

Der Medizinische Beirat des Klinikums Hersfeld-Rotenburg besteht aus acht leitenden Ärzten/innen verschiedener Fachrichtungen des Unternehmens. Diese werden im 2-jährigen Turnus von der Konzernchefarztkonferenz gewählt. Zum Sprecher des Gremiums wurde der Ärztliche Direktor der Klinik am Hainberg, Chefarzt Joachim Lindner gewählt, die Stellvertretung übernimmt die Chefärztin der Klinik für Nephrologie, Diabetologie und allg. Innere Medizin, Dr. Gisela Schieren.

Es berät die Geschäftsleitung in medizinischen Fragestellungen und versteht sich als Impulsgeber der Zukunftsplanung des Unternehmens. Das Gremium ist eingebunden in strategische Entscheidungen über die Ausrichtung und Weiterentwicklung der medizinischen Strategie, der Medizin-Ethik, der Aus- und Weiterbildung sowie der Versorgungsforschung. Eine wichtige Aufgabe übernimmt das Gremium ferner bei der Integration neuer Kliniken in das Unternehmen und steht bei Bedarf dem Aufsichtsrat als Beratungsorgan zur Verfügung.

Darüber hinaus arbeitet der Medizinische Beirat nach den Prinzipien einer "Denkfabrik" - hier werden in einem kreativen Gruppenprozess zukunftsweisende Ideen und Impulse gesammelt, reflektiert und nutzbar gemacht -



Prof. Dr. Ardawan Julian Rastan

Prof. Rastan zum Universitätsprofessor der Uni Marburg berufen

Mit Beginn des Monats Oktober erhielt der Chefarzt der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg (HKZ), Prof. Dr. Ardawan Julian Rastan seine Berufung zum herzchirurgischen Ordinarius an der Universität Marburg. Dies ist Ausdruck der langjährigen Expertise der herz- und gefäßchirurgischen Klinik in Rotenburg auf internationalem und universitärem Niveau.

Rotenburger Herzchirurg Prof. Ardawan Rastan wird auch Chefarzt in Marburg

Neben seiner Tätigkeit am HKZ übernimmt er die Leitung der herzchirurgischen Klinik an der Universitätsklinik Marburg. Prof. Rastan führt die Klinik am Rotenburger Hausberg chefärztlich seit dem Jahre 2012 und ist zudem seit diesem Jahr auch ärztlicher Direktor des HKZ. Seit Oktober 2016 ist das Herz-Kreislaufzentrum Rotenburg gemeinsam mit den Universitätskliniken Gießen und Marburg (UKGM) sowie der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim Standort des klinischen Zentrums für kardiopulmonale Medizin (CPM). Das gemeinsame CPM-Konzept beinhaltet unter anderem eine Schärfung des herz- und lungen-medizinischen Profils aller Standorte. Mit der gemeinsamen herzchirurgischen Führung in Rotenburg und Marburg ist nun auch hier die universitäre Anbindung im Bereich der Herzchirurgie gelungen, die mit den im HKZ tätigen Chefärzten Prof. Ulrich Wagner für den Bereich der Pneumologie und Privatdozent Dr. Dieter Fischer und Prof. Holger Nef für den Bereich der Kardiologie bereits realisiert ist.

Universitätsmedizin für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg

„Die gemeinsame herzchirurgische Führung in Rotenburg und Marburg ermöglicht zusätzliche Optionen für das CPM. Hier wird eine enge klinische und wissenschaftliche Kooperation der beiden Standorte erleichtert.“ sagt Prof. Rastan nach seiner Berufung „Es kommt hinzu, dass  der bilaterale Austausch nicht nur der Herzmedizinern, sondern auch den Teilbereichen der Kardiotechnik und Op-Pflege möglich ist und wir eine weitere Verbesserung der herz-medizinischen Versorgung herbeiführen werden.“ so Rastan weiter. Durch die enge personelle Kooperation werden beide Standorte profitieren und so den immer größeren wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen sowie der rasanten Entwicklung in der Herzmedizin auch in der Zukunft Stand halten können.

Die gemeinsame Leitungsstruktur und die standortübergreifenden Angebote sind sehr attraktiv für Medizinstudenten und Ärzte. Das HKZ hat den Status als akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Marburg und Gießen beantragt.

An der universitätsmedizinischen Zusammenarbeit wird auch die herzmedizinische Rehabilitation im HKZ teilhaben.

Große Spende für die Kleinen – Studierende der HGU spenden an die Medi-Kids des Klinikums Bad Hersfeld

Soziales Engagement hat für die Studierende der Hochschule der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (HGU) einen hohen Stellenwert. Im Zuge der Tutorentätigkeit konnten die Studierenden des 5. Semesters des Bachelor-Studiengangs „Sozialversicherung,

Schwerpunkt gesetzliche Unfallversicherung“ eine Spende sammeln. Diese ist für den Förderverein der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Bad Hersfeld e.V. bestimmt.

Hauptinitiator dieser großartigen Aktion war Carsten Beyss, Leiter Planung Studiengänge und Zertifikatsprogramme, der den entscheidenden Impuls gab. In Zusammenarbeit mit Dekan Prof. Dr. Axel Weiß und dem Küchenchef Christian Rzeczewsky

(Catering Rzeczewsky) konnten die Studierenden 1.500 € sammeln. Die Spendenübergabe fand am 07.12.2017 um 16:30 Uhr im Klinikum Bad Hersfeld statt. Heino Stange, Schatzmeister der MediKids und Chefärztin Dr. Carmen Knöppel führten die Gruppe durch die Kinderklinik und zeigte vor Ort, für was die Spenden eingesetzt werden. So konnten sich alle Beteiligten davon überzeugen, dass das Geld auch genau da ankommt, wo es am meisten gebraucht wird: bei den Kindern.

„Wir als Studierende der Hochschule der gesetzlichen Unfallversicherung (HGU) fühlen uns der Kinderklinik besonders verbunden, da viele Studierende der öffentlichen Unfallversicherungsträger bereits im Studium mit Verletzungen von Kleinkindern/Schülern in Berührung gekommen sind und diese auch in ihrem späteren Berufsleben betreuen. Die Versorgung unserer Versicherten können wir mit allen geeigneten Mitteln sichern stellen, umso mehr freuen wir uns, dass wir jetzt auch den Kleinsten etwas zukommen lassen können, z.B. für die Ausstattung der Kinderklinik.

Ein verbessertes Umfeld und ein schöner Ort zur Genesung helfen den Betroffenen bei der Regeneration. Versicherte Kinder sind für uns nicht nur ein Fall oder eine Akte. Wir kümmern und sorgen uns um unsere Versicherten. Unser Ziel ist es, mit unserem Beitrag den Aufenthalt der Kinder im Krankenhaus zu verschönern und angenehmer zu gestalten. Bei der Umsetzung sprechen wir den MediKids Bad Hersfeld unser vollstes Vertrauen aus. Auch in Zukunft wollen wir die Zusammenarbeit fortführen und Andere ermutigen, aktiv zu werden.“ So die Studienvertreter des 5. Semesters, die bei der Spendenscheckübergabe anwesend waren.


Fünftklässler lernen, wie man Leben rettet - Aktionstag im Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg

700.000 Menschen sterben in Europa jährlich am plötzlichen Herztod. Nur etwa zwei bis fünf Prozent der Betroffenen überleben den Herzstillstand, der völlig unvermittelt eintritt. Dabei könnte die Überlebensrate viel größer sein. Doch wissen viele nicht, wie man im Ernstfall helfen kann. Trotz des Erste-Hilfe-Kurses, der für den Führerschein Pflicht ist, gerät bald darauf wieder vieles in Vergessenheit. Dazu kommt die Angst, im Notfall etwas falsch zu machen.

Prof. Dr. Holger Nef, Chefarzt am Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg, legt die Stirn in Falten. „Man kann nichts falsch machen“, sagt der Kardiologe. „Der einzige Fehler, den man machen kann, ist nichts zu tun.“

Sein Kollege Dr. Dieter Fischer ergänzt: „Wenn das Herz stehen bleibt, ist der Mensch tot. Wer in dieser Situation hilft, kann ein Leben retten. Schaden kann man dem Betroffenen auf keinen Fall zufügen.“

Die geringe Überlebenschance bei einem plötzlichen Herzstillstand ist für die beiden Chefärzte schon lange ein Thema, über das sie immer wieder diskutieren. „Man muss sich vorstellen, dass es Jahr für Jahr um Fallzahlen in einer Größenordnung der Einwohner von Frankfurt am Main geht“, verdeutlichen sie die Zahl der europaweiten Todesfälle.

Starten eine Initiative, in der die Kinder der fünften Klassen des Kreises Hersfeld-Rotenburg lernen, wie man Leben rettet: Die beiden Chefärzte Dr. Dieter Fischer (li.) und Prof. Dr. Holger Nef (re.) vom Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg.

Schon lange denken die beiden Herzspezialisten darüber nach, wie man die Überlebenschancen erhöhen kann. „Der Schlüssel liegt in der Aufklärung. Wenn Menschen wissen, wie sie helfen können, steigen die Überlebenschancen für die Betroffenen deutlich“, sind sich die beiden Mediziner einig.

Mit gutem Beispiel gehen skandinavische Länder voran. Hier werden bereits Schulkinder trainiert, wie man im Falle eines Falles durch Erste Hilfe und Wiederbelebungsmaßnahmen helfen kann. „In unseren Schulen wird kein Reanimationstraining angeboten“, sagt Professor Nef. Dabei gibt es europaweit die „Kids save lifes“-Aktion, die von der europäischen Wiederbelebungsgesellschaft (ERC) initiiert wurde und sich an Schulkinder richtet.

An dieser Aktion haben sich die beiden Herzspezialisten orientiert und einen Versuch gewagt und freuen sich über den großen Zuspruch. Die Resonanz ist riesig. Über 400 Kinder sind für den Lebensrettungs-Vormittag bereits angemeldet. Am 5. Dezember soll die Aktion im Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg (HKZ) stattfinden. Unter dem Titel „Hersfeld-Rotenburger Kids retten Leben“ hat  das HKZ hat alle fünften Klassen des Landkreises eingeladen, Erste Hilfe für den Notfall zu lernen. „Neben dem praktischen Unterricht dürfen sich die Kinder dann das Katheterlabor ansehen und erfahren, wie die Patienten dann nach der Ersten Hilfe weiter versorgt werden“, erklären die beiden Ärzte. Zudem hat das HKZ ein begehbares Herz organisiert, in dem die Kids die Funktion des Organs genau kennen- und verstehen lernen.

„Wir freuen uns schon jetzt auf den Tag“, sagen Nef und Fischer, wohlwissend mit welchem Feuereifer die Kids bei der Sache sind. Wie gut es sich anfühlt, wenn man ein Leben rettet – das wissen die beiden Ärzte ohnehin.


Über 300 Besucher- Thema schwaches Herz findet Anklang

Den Rahmen des von vielen Patienten, Angehörigen und Interessierten besuchten Veranstaltung bildete auch in diesem Jahr das Hotel am Kurpark. Die  Begrüßungen des Klinikum-Geschäftsführers Martin Ködding, des ärztlichen Direktors Prof. Markus Horn und des Bürgermeisters Thomas Fehling hatten die rasante Entwicklung der Medizinstruktur und die Bedeutung einer Weiterentwicklung der medizinischen Angebote hin zum Klinikum Hersfeld-Rotenburg im Focus.

Die mittlerweile eingeführte Veranstaltung im Rahmen der Herzwochen, der Deutschen Herzstiftung war diesem Jahr dem Thema „Das schwache Herz“ gewidmet. Von vielen Fachleuten aus unterschiedlichem Blickwinkel beleuchtet war das Resümee -Herzschwäche ist viel häufiger als man üblicherweise denkt- Es bestehen in der Bevölkerung oft nur vage Vorstellungen über die Beschwerden bei Herzschwäche“ sagt der Organisator der Veranstaltung und Chefarzt der Klinik für Kardiologie am Klinikum Dr. Reinhard Funck.  „Vor allem wenn diese sich erfreulicherweise noch im Anfangsstadium befindet, kommen Laien kaum darauf, die Symptome wirklich ernst zu nehmen und ihren Hausarzt diesbezüglich zu konsultieren“.  So Funck weiter. Die fachliche Ausgestaltung hatten neben Mitarbeiten aus dem Funck‘schen Team wie Dr. Uwe Timmann, Dr. Susanne Kölsch, Lena-Maria Müller auch Prof. Ardawan Rastan und Prof. Ulrich Wagner aus dem Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg übernommen.

Das diesjährige Patientenseminar wurde wieder in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Bad Hersfelder Verein für Sport und Gesundheit (BVSG), einigen Selbsthilfegruppen sowie dem Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Hersfeld-Rotenburg durchgeführt.

Hintergrund:

Die Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist eine schwerwiegende Krankheit, die im fortgeschrittenen Stadium zu erheblichen Beschwerden führt, den Alltag stark beeinträchtigt und das Leben bedroht. Gleichzeitig werden entsprechende Beschwerden oft anderen Organen, einer länger dauernden Erkältung oder besonderen Lebensumständen oder schlicht Trainingsmangel zugeschrieben. Dies mag vor allem daran liegen, dass so verschiedene Symptome wie Luftnot unter Belastung, Beinkrafterschöpfung, Leistungsmangel, Konzentrations- und zugleich Schlafstörungen genauso wie geschwollene Beine und nächtlicher Harndrang Ausdruck einer Herzschwäche sein können. Dabei muss die Ursache der Herzschwäche keineswegs immer in einer eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens liegen.

In Deutschland wird die Zahl der Menschen mit Herzschwäche auf zwei bis drei Millionen geschätzt. 2010 wurden deshalb fast 400.000 Betroffene in ein Krankenhaus eingeliefert; fast 50.000 starben an der Herzinsuffizienz. Mangelnde Aufmerksamkeit für die Symptome der chronischen Herzschwäche ist einer der Gründe für die hohe Sterblichkeit bei dieser Erkrankung. Viele Patienten neigen dazu, krankheitstypische Anzeichen wie Atemnot, Leistungsabfall und geschwollene Beine mit Knöchelödemen (Wassereinlagerungen) nicht wahrzunehmen oder resigniert auf das Alter zu schieben. Vielen sind zudem die Ursachen einer Herzschwäche nicht bekannt, z. B.: Koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Klappenerkrankungen, Herzentzündung.

Je früher eine Herzschwäche erkannt und die Ursachen konsequent behandelt werden, desto größer sind die Chancen, sie wirksam zu bekämpfen. Hier besteht dringlicher Aufklärungsbedarf. 


Bildunterschrift: Feierstunde mit Gästen: Prof. Dr. Ardeshir Ghofrani, Prof. Dr. Ardawan Rastan, Elke Künholz, Prof. Dr. Bernhard Schieffer, Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Martin Ködding, Stefan Grüttner v.l.n.r.

Hessischer Gesundheitsminister Stefan Grüttner besucht das Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg

Anlass ist das 1-jährige Bestehen des Zentrums für cardiopulmonale Medizin (CPM). Das Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg ist gemeinsam mit den Universitätskliniken Gießen und Marburg (UKGM) sowie der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim Standort des klinischen Zentrums für cardiopulmonale Medizin. Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner hat am Montag die Rotenburger Spezialklinik besucht, um sich über den Fortschritt dieses bundesweit einmaligen Kooperationsprojektes zu informieren.

„Ich werbe seit 2013 für Verbundbildungen von Kliniken, weil so weiterhin hochwertige, zukunftsfeste Medizin auf wirtschaftlich soliden Füßen für die Patienten sichergestellt werden kann. Einzelkämpfer werden es schwer haben und ich habe es daher sehr begrüßt, dass das HKZ übernommen und gesellschaftsrechtlich mit dem Klinikum Bad Hersfeld zusammengeführt wurde. Ich habe es immer bedauert, dass es vor Ort nicht gelungen ist, auch das Kreiskrankenhaus Rotenburg in diesen Verbund zu integrieren, weil ein Verbund die viel höhere Verbindlichkeit hat als eine Kooperation“, teilte der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner mit. „Zu Verbünden gehören Schwerpunktsetzung und Spezialisierung. Daher haben wir es von Anfang an unterstützt, hier im HKZ auch ein kardiopulmonales Zentrum zu eröffnen, bei dem die Patienten eine umfassende Kompetenz im Herz-Lungenbereich erhalten. Seit einem Jahr ist das Herz-Kreislauf-Zentrum nunmehr Teil des neuen universitätsmedizinischen Verbundes für Herz- und Lungenmedizin und bietet so Spitzenmedizin im universitären Umfeld an.  Hier vereinigt sich das Wissen der größten hessischen Spezialkliniken für Herz- und Lungenmedizin interdisziplinär“, so der Minister.

Hohes Interesse

Unter den Gästen waren Mitarbeiter aus Medizin und Verwaltung des Klinikums Hersfeld-Rotenburg, sowie Vertreter aus Politik und Mitarbeitervertretungen des Unternehmens. Sie machten sich vor Ort ein Bild über die Bauplanung an den Standorten Hersfeld und Rotenburg. In ihrer Begrüßung hob die 1. Kreisbeigeordnete Elke Künholz die Bedeutung dieser wegweisenden Entscheidung des Krankenhausträgers mit breiter Zustimmung über Parteigrenzen hinweg hervor: „Mit jeder großen und kleineren Maßnahme kommen wir unserem Ziel einen Schritt näher: Einem Klinikum Hersfeld-Rotenburg - ein Krankenhaus mit den beiden Standorten Bad Hersfeld und Rotenburg. Ich freue mich über die erkennbaren Fortschritte und danke neben dem Land Hessen vor allem den Mitarbeitern für ihre Bereitschaft zu den notwendigen Veränderungen.“

Seit Herbst des Jahres 2016 ist das Herz-Kreislauf-Zentrum Teil eines neuen universitätsmedizinischen Verbundes für Herz- und Lungenmedizin (offizieller Name: CPM) und bietet so Spitzenmedizin im universitären Umfeld an. Das Zentrum für cardiopulmonale Medizin ist als standortübergreifendes  Netzwerk der größten hessischen Spezialkliniken für Herz- und Lungenmedizin entstanden. Im CPM sind die Kompetenzen der Standorte in Rotenburg, Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim und der Universitätskliniken Gießen/Marburg gebündelt worden. Das Neuartige des medizinischen Konzepts ist es, Patienten mit Herz- und Lungenerkrankungen an einem Ort zu behandeln und dabei die jeweiligen Spezialkompetenzen der einzelnen Partner maximal zu nutzen. Da die  lebenswichtigen Organe Herz und Lunge im Krankheitsfall zumeist gleichzeitig betroffen sind, erfordert die Behandlung den Einsatz interdisziplinärer Teams aus Herz und Lungenspezialisten.Medical Board des Zentrums für cardiopulmonale Medizin komplett

Repräsentant des Verbundes ist deshalb ein interdisziplinäres Medical Board, bestehend aus einem Spektrum von Pneumologie, Kardiologie, Onkologie, Kardiochirurgie mit den jeweilig wichtigsten Schlüsselakteuren dieser Fächer: Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger (UKGM-Gießen), Prof. Dr. Christian Hamm (Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim), Prof. Dr. Bernhard Schieffer (UKGM-Marburg), Prof. Dr. Ardawan Rastan (Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg), und Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer (Klinikum Bad Hersfeld).

Der Sprecher des Gremiums Prof. Grimminger zu den Aufgaben:

„Das Medical Board ist mit dem endgültigen Eintritt von Prof. Schieffer seit 8 Wochen komplett und trifft sich seither regelmäßig in Rotenburg. Hier werden komplexe Fälle  in interdisziplinären Fallkonferenzen mit den Mitgliedern besprochen und deren Therapien abgestimmt und an die neuesten Standards angepasst. Auch das Fallmanagement beim Übergang in den Rehabereich - insbesondere am Standort Rotenburg und die Hinzuziehung von universitätsmedizinischer Fachkompetenz aus anderen Fachgebieten bei komplexen Begleiterkrankungen der Patienten sind unser Thema“.

Prof. Ghofrani, der ärztliche Geschäftsführer der Kerckhoffklinik und Träger des Deutschen Zukunftspreises lobt den CPM-Standort Rotenburg  in seinem Grußwort ; „Als einer von 3 Standorten des CPM ist Rotenburg in der "Championsleague" der Herzzentren in Deutschland und so wie die anderen europäischen Spitzenzentren mit Universitätsprofessoren besetzt. Jedes Mitglied hat  damit direkten Zugang zu dem Wissens- und Kompetenzpool des europäischen Unikliniknetzwerkes u.a zum ECCPS , dem Excellenzcluster Cardiopulmonales System“. Prof Rastan, seit einem Monat auch für die Kardiochirurgie in Marburg zuständig, freut sich über die dynamische Entwicklung des Verbunds: "Wir können nun direkt zum Nutzen unserer Patienten an dem Innovationsschub in der universitären Herzmedizin teilnehmen. Dies optimiert den direkten Zugang zu klinischen Studien und den  neuen Therapieverfahren. Gleichzeitig fördert eine personelle Vernetzung mit den Universitäten die akademische Entwicklung des Herz-Kreislauf-Zentrums. Wenn dann weiter der Investitionsstau abgebaut wird, so wie aktuell durch die geplanten Baumaßnahmen am Klinikum Hersfeld-Rotenburg, sind wir für die Zukunft hervorragend aufgestellt.“


Vorfreude auf die Fertigstellung: Yvonne Grzeschik, Prof. Ulrich Wagner, Petra Höhn v.l.n.re.

Moderne Bronchoskopie-Einheit im Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg

Noch vor ein paar Tagen sah es aus wie auf einer Baustelle. Kabel hingen lose, Staub bedeckte Boden und Fensterbänke, Werkzeuge prägten das Bild – inzwischen hat sich im HKZ-Diagnostikgebäude einiges getan. Die hölzernen Schutzwände wurden abgebaut, der Raum von Grund auf gereinigt und ein Großteil der Anlagen stehen schon auf dem vorgesehenen Platz. Anfang November muss dann nur noch der C-Bogen – das dreh- und schwenkbare Röntgengerät – integriert werden, fertig sind die Räumlichkeiten für eine hochmoderne Bronchoskopie. Mit einer solchen Lungenspiegelung werden Veränderungen an Luftröhre und Bronchialsystem erkannt und behandelt.

„Wir können es kaum erwarten, die Arbeit nun endlich in den neuen Räumen fortzusetzen“, so Prof. Dr. Ulrich Wagner, Chefarzt der Klinik für Pneumologie am HKZ, der mit seinen Kollegen seit Start der Klinik Anfang des Jahres auf diesen Punkt hinarbeitet. Mitte  November wird nun der Umzug folgen.

Die Versorgung der bis zu 40 stationären Patienten der Klinik für Pneumologie findet auf der Station 28 im Akut-Krankenhaus des Herz-Kreislauf-Zentrums statt.

Information und Kontakt über:

Sekretariat Klinik für Pneumologie
Yvonne Grzeschik

Tel. 06623 88-6501

Fax 06623 88-6525



80 junge Menschen starten ihre Ausbildung

Herzlich Willkommen im Klinikum Hersfeld-Rotenburg - 80 junge Menschen starten ihre Ausbildung

„Hier sieht’s ja aus wie an einer Uni“ – Diese und ähnliche Aussagen konnte man im Rahmen der Begrüßungsveranstaltung der neuen Auszubildenden durch die Unternehmensleitung im Hörsaal des Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg häufig hören.


Im Auditorium des HKZ in gab es den symbolischen Startschuss für rund 80 neue Auszubildende, Ausbildungsjahrgang 2017, des Klinikum Hersfeld-Rotenburg. Es ist der Nachwuchs in den Berufen Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Diätassistenz, medizinische Fachangestellte und Kaufleute im Gesundheitswesen. Die Ausbildungsleiter Andreas Boß, Leiter der Personalabteilung, Irmtraud Weidenbach, Leiterin der Diätschule die Leitung des Institut für Gesundheitsberufe Verena Hörbelt, ihre Stellvertreterin Petra Roth waren zusammen mit den Lehrkräften und Auszubildenden des Bildungszentrums an den Standort Rotenburg gekommen.

Geschäftsführer Martin Ködding begrüßte die jungen Leute und gab ihnen einen Einblick

ins Unternehmen. Er stellte die einzelnen Häuser des kommunalen Gesundheitsunternehmens vor und richtete sein Augenmerk auch auf die nahe Zukunft. „Noch in Ihrer Ausbildungszeit entsteht hier direkt neben dem Auditorium der neue Funktionsbau des Herz-Kreislauf-Zentrums, in dem moderne OPs und Funktionsbereiche untergebracht sein werden.“


Unter dem Titel „Gefühlsmomente der Ausbildung“ erläuterte Pflegedirektor Marcus Ries,

was eine erfolgreiche Ausbildung ausmacht und warum sie wichtig ist. In seinem humoristischen Vortrag verglich er die kommende Zeit unter anderem mit einem Marathonlauf.

„Geduld und Durchhaltevermögen sind gefragt“, so Ries und weiter: „Dabei sollten Sie immer

fest das Ziel im Blick haben, an dem Sie in drei Jahren ankommen möchten – und am Ende wird´s gut!“

Die Zukunftsaussichten hier in der Region seien gerade in den Gesundheitsberufen ganz ausgezeichnet.

„Eine Ausbildung bei einem der größten Arbeitgeber des Landkreises ist genau der richtige Einstieg.“ sagte Ries und beglückwünschte sie zu ihrer Entscheidung für das Klinikum Hersfeld-Rotenburg.

Bei einem kleinen Imbiss kamen die Auszubildenden miteinander sowie mit Lehrern und

Ausbildern ins Gespräch. Gleichfalls wurde die Gelegenheit genutzt, das HKZ näher kennenzulernen. Pflegedienstleiterin Steffi Lehmann und Bereichsleitung Kristin Schenk führten einzelne Gruppen durchs Haus. Insbesondere den beiden Intensivstationen galt das Interesse.

Hintergrund:

Mit insgesamt 150 Ausbildungsplätzen ist das Klinikum Hersfeld-Rotenburg aktuell der größte Ausbildungsbetrieb im Landkreis. Und wer weiß, vielleicht lernen einige nach ihrer Ausbildung einen echten Hörsaal kennen.  Im größten Gesundheitsunternehmen der Region sind viele Wege möglich.


Morbide Adipositas-Krankhafte Fettleibigkeit am 02.11.2017, in der Zeit von 18:00- 20:00 Uhr in den Hörsaal 1 des Klinikums Bad Hersfeld einladen.

Besonderes Augenmerk lenken wir auf die Telefonsprechstunde  „Der heiße Draht“ am 02.11.17 von 14:00- 15:00 Uhr Anrufen!!!

Hier bieten wir Interessierten im Vorfeld unserer Veranstaltung die Möglichkeit, den Kontakt zum Adipositas Team über folgende Tel. Nummern aufzunehmen.

06621 88 1520     Dr. Peter Holke -        
06621 88 1521     Nirit Ajose -        
06621 88 1522     Dr. Michael Metzler -        
06621 88 1523     Ingrid Meese- Alles







Hintergrund:

Krankhafte Fettleibigkeit heißt die Übersetzung des Fachbegriffs morbide Adipositas.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist ein Mensch übergewichtig, dessen Body-Mass-Index (BMI) den Wert 25 übersteigt.

Der BMI errechnet sich aus dem Körpergewicht in kg, dividiert durch die Körpergröße in m im Quadrat. Liegt der Index bei 30, gilt ein Mensch als fettleibig (adipös).

Bei einem Wert größer als 35 sprechen wir von schwerer Fettleibigkeit. Das massive Körpergewicht geht einher mit vielen Begleiterkrankungen wie z.B.. Bluthochdruck.....und gilt als Risikofaktor von Herz- Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)  und bestimmten Arten von Krebs.
Wir möchten Sie an diesem Abend informieren und Wege aufzeigen, um gemeinsam gegen Pfunde zu kämpfen... sowie weit verbreitete Vorurteile zum Thema Körpergewicht versuchen auszuräumen, denn Gewichtsdiskriminierung kommt gar nicht so selten in unserer Gesellschaft vor.
Viele Patienten haben es seit 2015 geschafft, Hunderte von Kilos zu reduzieren, ein neues Lebensgefühl mit mehr Mobilität und Qualität zu erarbeiten und auch halten zu können.


Willkommen im Klinikum: Standortleiter Wilfried Imhof, Chefarzt PD Dr. Alexander Schneider und Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Markus Horn v.l.n.r.

Privatdozent Dr. Alexander Schneider ist seit 01.10.2017 Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie/Hepatologie am Klinikum

Zum 01.10.2017 übernahm Privatdozent Dr. Alexander Schneider die Leitung der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Klinikum Hersfeld.

Das „Herzlich Willkommen“ von PD Dr. Schneider fand im Rahmen einer Feierstunde mit Chefärzten und Abteilungsleitern des Klinikums statt, zu der er die besten Wünsche für seine Aufgabe durch Standortleiter Wilfried Imhof und den ärztlichen Direktor Prof. Dr. Markus Horn erhielt. In seiner Begrüßung dankte Schneider für die herzliche Aufnahme durch die Mitarbeiter des Hauses. „ Ich habe in allen Bereichen positive Ansprache und Hilfsbereitschaft erfahren“ so Schneider, „die bisher durch Dr.Torsten Winzer geführte Klinik ist exzellent aufgestellt. Hier gilt es für mich anzuknüpfen“ so Schneider weiter.

PD Dr. Schneider hat an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg studiert. Die Facharztausbildung im Bereich Innere Medizin sowie die Weiterbildung zum Gastroenterologen hat PD Dr. Schneider überwiegend an der Universitätsmedizin Mannheim absolviert. Er war dort zuletzt als stellvertretender Leiter der interdisziplinären Endoskopie tätig. PD Dr. Schneider ist ein national und international anerkannter Experte bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Der gebürtige Badener ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat 2 Kinder (5 und 12 Jahre).


Trotz Sammelfieber: Augen auf bei der Pilzwahl. Foto: Waschke/DJV) 30.08.2017 (LJV_Hessen)

Auf die Pilze, fertig, los!
In deutschen Wäldern ist ein regelrechtes Sammelfieber ausgebrochen: Aufgrund der feuchtwarmen Witterung wachsen Pilze besonders gut.
Verantwortungsvolle Pilzsucher nehmen Rücksicht auf Wildtiere. Der DJV gibt Verhaltenstipps.

Marone, Pfifferling oder Steinpilz: Der spätsommerliche Wald steckt voller kulinarischer Verführungen. Auch Blau- und Brombeeren haben mancherorts noch Hochsaison. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz darf jedermann Früchte des Waldes und Pilze für den eigenen Gebrauch in kleinen Mengen sammeln, sofern ein Gebiet nicht einem Betretungsverbot unterliegt. Einzelheiten regeln die Länder. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet Waldbesucher, sich rücksichtsvoll und umsichtig zu verhalten. „Der Wald ist das Wohnzimmer vieler Wildtiere, Waldbesucher sind nur zu Gast“, sagt Dr. Hans-Heinrich Jordan, zuständiges DJV-Präsidiumsmitglied für Forstwirtschaft.

Ausgewiesene Wildruhezonen sollten ebensowenig betreten werden wie unübersichtliche Dickungen, etwa aus Brombeeren oder jungen Bäumen. Rehe, Wildschweine oder Hirsche nutzen diese häufig tagsüber als Rückzugsort. Für ein harmonisches Miteinander sollten Pilz- und Beerensammler ihre Leidenschaft nicht in der Dämmerung und nachts ausleben – zum Schutz der Wildtiere.
Allgemein gilt beim Pilzesammeln die goldene Grundregel: Nur das ernten, was man hundertprozentig kennt beziehungsweise bestimmen kann. Anfängern empfiehlt sich die Teilnahme an Pilzexkursionen. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. bietet eine Pilzberatung durch Pilzsachverständige an. Im Sinne der Nachhaltigkeit: Nur so viele Pilze sammeln, wie man verwerten kann. Wegen des Fuchsbandwurmrisikos ist es ratsam, Walderdbeeren wie Blau,- Brom- oder Heidelbeere

Bad Hersfeld/Rotenburg, 10. August 2017

Studenten-Boom in Rotenburg - Herz-Kreislauf-Zentrum wird Zuhause für angehende Finanzexperten

Studenten-Boom in Rotenburg: Das Land Hessen stockt seinen Nachwuchs im Bereich der Finanzverwaltung und Justiz gewaltig auf. So viele, dass in Rotenburg der Wohnraum knapp wird. Zwar gibt es in der Hochschule selbst zahlreiche Zimmer, dennoch wird es eng. Hier springt gerne der Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein, für 192 Studenten wird in diesem Semester das kreiseigene Herz-Kreislauf-Zentrum ihr neues Zuhause.

„Allein im Fachbereich Steuer kommen 458 neue Studierende", erklärt Professor Lothar Seitz, Direktor des Studienzentrums und Rektor der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege: „Jetzt ziehen die ersten 169 zukünftigen Steuerexperten ins HKZ ein. Vollbelegung haben wir dort dann, wenn in Kürze noch die Juristen hierher kommen.“ Am Montag übergaben Landrat Dr. Michael Koch und der Geschäftsführers des Klinikums, Martin Ködding, dem Studienzentrum symbolisch die ersten Zimmerschlüssel. Die Studierenden sind in Patientenzimmern mit Bad untergebracht, Gemeinschaftsräume und Küchen gibt’s auf den Fluren.

„Es ist ein wichtiges Signal für unsere Region und für die Stadt Rotenburg, dass das Land sein Engagement hier ausbaut und der Versuchung widerstanden hat, eine Filiale der Hochschule in Südhessen einzurichten", lobt Landrat Koch, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums. „Rotenburg bleibt der Standort für die Ausbildung der Finanzverwaltung und der Justiz in Hessen, das ist gut und richtig, auch für das Herz-Kreislauf-Zentrum.“ Sein ausdrücklicher Dank gilt den Dozenten und vor allem Prof. Seitz, der sich mit viel persönlichem Engagement für den Ausbau des Standorts in Rotenburg stark gemacht hatte. In Spitzenzeiten der Lehrgänge werden zudem weitere 40 Betten im Kreisjugendhof angemietet.

 Bad Hersfeld, 19. Juli 2017

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie als Kompetenzzentrum für Minimalinvasive Chirurgie anerkannt

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie hat die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie am Klinikum Bad Hersfeld als Kompetenzzentrum für Minimalinvasive Chirurgie (sogenannte Knopfloch-Chirurgie) anerkannt.

Bei der minimalinvasiven Chirurgie handelt es sich um eine schonende Technik, bei der auf große Bauchschnitte verzichtet werden kann. Der Operateur führt den Eingriff mittels Videokamera und mit speziellen Instrumenten durch, die über kleine Einstiche in die Bauchhöhle eingebracht werden. Operationstrauma und Blutverlust sind deutlich geringer als beim herkömmlichen Vorgehen, die Schmerzbelastung ist geringer, die Erholung gelingt schneller.

In einer eintägigen Prüfung (sogenanntes Audit) wurde die Klinik, die u.a. über vier Viszeralchirurgen verfügt,  durch einen Fachexperten der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie auf Herz und Nieren überprüft. Um die Anerkennung zu erlangen, werden hohe Anforderungen an die Klinik gestellt. Neben einer speziellen Ausrüstung zur Durchführung der Eingriffe werden auch die Personalausstattung, die Ausbildung, die Leistungsfähigkeit sowie Arbeitsabläufe und Räumlichkeiten untersucht. Ganz im Mittelpunkt steht dabei die nachgewiesene Erfahrung speziell ausgebildeter Operateure.

Die Abteilung führt mehr als 600 Eingriffe/Jahr minimal-invasiv durch. Dazu gehört nicht nur die als Routineeingriff bezeichnete Entfernung der Gallenblase und die Behandlung der Bauchwandbrüche. Vor allem auch Krebsoperationen am Darm, der Leber, der Speiseröhre und an der Bauchspeicheldrüse werden in einem speziell für diese schonende Technik ausgerüsteten Op-Saal vorgenommen. Anlässlich der Zertifizierung wurde u.a. eine Leberteilentfernung wegen eines bösartigen Tumors demonstriert und der Gutachter konnte feststellen, dass im Klinikum fast 40% der großen Eingriffe auch bei Krebserkrankungen minimalinvasiv vorgenommen werden.

Ein spezielles Qualitätskriterium stellt die Behandlung der sogenannten Sigmadivertikulitis dar. Es handelt sich dabei um eine Entzündung von Ausstülpungen des Dickdarms. Der Verlauf dieser Erkrankung kann u.U. sehr schwer sein. Auch hier erfüllte die Abteilung die von der Fachgesellschaft gestellten Anforderungen um ein vielfaches.

Anfang des Jahres wurde die Abteilung bereits als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert. Jetzt wurde zusätzlich auch die Zertifizierung zum Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie als erstes Zentrum in Nordhessen erfolgreich abgeschlossen.

 Bad Hersfeld, 09. Juli 2017

Die erfolgreichen Absolventen mit Fachprüferin Dr. Nidhal Schlanz und Kursleiter Dieter Rehm

Klinikum Hersfeld-Rotenburg: Erfolgreicher Abschluss der Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie - Qualifiziertes Fachpersonal im Pflegedienst trägt entscheidend zur Qualität der Patientenversorgung bei.

Nach zwei Jahren Weiterbildungszeit haben am Institut für Gesundheitsberufe am Klinikum Bad Hersfeld 12 Teilnehmer die  Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie erfolgreich absolviert.
Der von Dieter Rehm in der Weiterbildungsstätte geführte Lehrgang wurde mit einer Prüfung vor Vertretern des Regierungspräsidium Kassel, nach den gesetzlichen Vorgaben für die Qualifikation von Fachpflegkräften, mit einer Examensprüfung erfolgreich beendet. Die Staatliche Abschlussprüfungen am 29.und 30.06.2017  setzten mit der Übergabe der Zeugnisse an Nils Röder, Steffi Kaufmann, Inna Kravchenko, Sandra Schmalz, Lena Berneburg, vom Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg, Nadine Köhler-Diehl, Sabine Scherze , Yvonne Beck, Jörg Reim aus dem Klinikum Bad Hersfeld, sowie Christine August, Nadeschda Löwen vom Kreiskrankenhaus Rotenburg und  Karen Heipel aus dem Kreiskrankenhaus Alsfeld den Schlusspunkt unter ihre Zusatzqualifikation. Sie absolvierten in dieser Zeit insgesamt 720 Stunden theoretischen Unterricht und 1800  Stunden berufspraktischen Anteil auf Intensivstationen und Anästhesieabteilungen in den an der Weiterbildung kooperierenden Krankenhäusern (Klinikum Bad Hersfeld, HKZ Rotenburg, Kreiskrankenhaus Rotenburg sowie dem Kreiskrankenhaus des Vogelsbergkreises in Alsfeld). Die stolzen Absolventen werden mit ihrem erworbenen Fachwissen künftig die Qualität der Betreuung von Intensivpatienten und in der Anästhesie in ihren Heimatkliniken sichern.

Bad Hersfeld, 04. Juli 2017

Klinikum Bad Hersfeld- Bär Benny hat keine Angst in der Kinderklink

Mehr als 2500 Kinder werden jedes Jahr in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Hersfelder Klinikums stationär behandelt, viele von ihnen auch dort operiert.
Um die Angst vor Behandlung und Operation zu mildern, haben Renate Lissek und Dr. Wolfram Geiger vom Jollydent-Förderverein ein Geschenk für die kleinen Patienten übergeben.

Der Teddybär Benny, ein anatomisches Stofftier, soll als Patient den Kindern Behandlungen und Operationen nahe bringen und erklären.
Chefärztin Dr. Carmen Knöppel und ihr Team der Kinderklinik freuen sich über die Bereicherung durch Erklärbär Benny: "Er ist kein Spielzeug, sondern soll Diagnosen und Therapien anschaulich, altersangepasst und kindgerecht verdeutlichen." Als besonderes Schmankerl haben die beiden Kliniken in Hersfeld und Fulda eine speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnittene Krankenakte und ein Kurvenblatt entwickelt.

"Die beiden Bennys sind eine phantastische Hilfe in der Kinderklinik", freut sich Stationsleitung Silvia Selimi. Die erfahrene Kinderkrankenschwester weiß, dass Kinder eine lebhafte Phantasie haben. "Da kann man häufig gar nicht so schnell antworten, wie die Fragen über uns hereinbrechen. Es wird deutlich einfacher, wenn sie eine Vorstellung von der Operation oder  Behandlung mit Hilfe der Bären entwickeln".

Das anatomische Stofftier ist in seinem Aufbau dem menschlichen Körper nachempfunden und erleichtert dem Kind das Verständnis. Z.B. Ultraschalluntersuchungen der inneren Organe, die Behandlung von Knochenbrüchen oder Untersuchungen beim Hals-, Nasen-, Ohrenarzt - werden anhand von Benny erklärt und gezeigt. Ganz tapfere kleine Patienten können Benny sogar Blut abnehmen und er wird nicht weinen.

Verwaltungsdirektor Wilfried Imhof dankte herzlich für diese außergewöhnliche Initiative durch den Förderverein Jollydent: "In Zeiten immer schmalerer Kassen der Krankenhäuser besteht die Gefahr, dass solche Investitionen aus Versichertenmitteln dem Rotstift zum Opfer fallen. Deshalb auch mein besonderer Dank für diese Initiative des Fördervereins und den Beteiligten der Kinderklinik."
Die beiden Teddys waren kaum übergeben,  da wurden sie auch schon von Levi, Alessandra und Fionain Beschlag genommen. Nach chefärztlicher Anleitung und Untersuchung wurden die beiden flauschigen Patienten in mit großem Dank und Vorfreude auf den gemeinsamen Arzt-Patienten-Einsatz in das Kinderklinikteam aufgenommen.

Bad Hersfeld/Rotenburg a.d.F.. 15. Juni 2017

Dr. Edel beim Vortrag am Tag der offenen Tür

Riesenandrang - Angebote des Klinikum Hersfeld-Rotenburg als Magnet

Das Motto - Klinikum Hersfeld-Rotenburg / Das Gesundheits-Netzwerk - war in jeder Ecke des Messesaals im Durstewitzhaus zu sehen. Viele Kliniken und Abteilungen des Klinikums, des Herz-Kreislauf-Zentrums, der Orthopädie Bad Hersfeld, der Klink am Hainberg und des MVZ Hersfeld-Rotenburg präsentierten ihre medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Angebote - sie waren den ganzen Tag in Gespräche mit interessierten Gästen vertieft. 
Geschäftsführer Matin Ködding versuchte die vielen Eindrücke des Tages in Worte zu fassen:

„Wir sind positiv überrascht von dem starken Zuspruch, den unser Angebot hier findet. Die vielen interessierten Besucher und die hochengagierten Mitarbeiter aller Bereiche machen diesen Tag der offenen Tür zu einem unserer Highlights in diesem Jahr.“ so Ködding und fügt an,“ Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg mit seinen insgesamt rund 3.100 Mitarbeitern an den Standorten Hersfeld und Rotenburg gehört nun zu den zehn größten Kliniken in Hessen und stellt somit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Region und darüber hinaus dar. Auf diese Entwicklung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg können wir stolz sein“.

HKZ Rotenburg a.d.Fulda, Hybrit OP Tag der offenen Tür

Führungen im Halbstundentakt

Wie facettenreich die Arbeitswelten des Krankenhauses sind, erfuhren die Besucher dann zusätzlich im Inneren des Hauses: Im Labor für Elektrophysiologische Untersuchungen von Rhythmologie-Chefarzt Dr. Stefan Steiner hatte das Maskottchen „Leo“ auf dem Tisch Platz genommen, Oberärztin Stefanie Bergmann erläutert den Besuchergruppen ihre tägliche Arbeit mit der Elektrik des menschlichen Herzens. Von großem Interesse war der Besuch des Hybrid-OP-Saals. „Wann kommt man hier schon mal hin?“ hörte man von vielen Gästen. Dort erläuterten die beiden Ärztlichen Leiter der Anästhesie, Dr. Andreas Kayß und Dr. Marcel Kunde, die Besonderheiten dieses modernen Saals, der in der Herzklappentherapie von Risikopatienten eine besondere Stellung einnimmt. Auch eine Herz-Lungen-Maschine hatten die Kardiotechniker mit vielen Fragen und Antworten für die Besucher vorbereitet. Im Bereich der Funktionsdiagnostik mit EKG-, 

Prof. Nef beim Vortrag am Tag der offenen Tür

Blutdruck-Langzeitmessungen und Ultraschalldiagnostik zeigten die Echokardiografie-Spezialisten Kurt Heise und Oberarzt Dr. Bruno Löprich an einem Probanden Bilder des bewegten Herzens. In der Lehrküche der Klinik ging um die Herstellung von Kostformen bei Schluckbeschwerden und die Verkostung der Ergebnisse vor Ort. Beim Fachsimpeln der Besucher mit dem Ernährungsteam stand auch die herzgesunde Ernährung im Mittelpunkt. Die frisch renovierte Geriatrie im Bettenhaus 2 des Herzzentrums lud bei bestem Wetter zu Fachgesprächen rund um Alterserkrankungen und deren Behandlung aber auch zum Verweilen im Patientengarten ein.


Kinderklinik, Spass mit Clown am Tag der offenen Tür

Kinder entdeckten derweil die Hüpfburg, das Kinderschminken oder das Spiel mit dem Klinikclown „Tiffi“. Auch malen, basteln und marmorieren mit Ergotherapeuten Peter Kreiling in den Räumen des Freizeitzentrums fanden regen Zuspruch.

Fachvorträge waren ein Renner

Einen immensen Zuspruch hatte das Vortragsforum, das parallel in zwei Vortragssälen stattfand, zu verzeichnen. Im 30 Minuten-Takt wechselten die hochkarätigen Referenten – darunter viele Chefärzte des Klinikverbundes - und häufig auch die Zuhörer. Auch hier zählten die Organisatoren etwa 1000 Zuhörer bei den Fachvorträgen im Auditorium und im Foyer des Therapiezentrums.

Busreise zum Herz-Kreislaufzentrum

Die vermutlich weiteste Anreise hatte die Koronarsportgruppe aus Mittelhessen. Mit einem Reisebus kamen die Gäste aus der Region Marburg nach Rotenburg. Ein Mitreisender bedankte sich für den erlebnisreichen Tag zum Abschluss mit einem Trompetensignal im Rosengarten. Dort wie auch im Durstewitz-Haus gab es an mehreren Ständen Schmackhaftes aus der Klinikküche. Insbesondere die Sonnenplätze auf der Terrasse luden zu kleine kulinarischen Pausen ein.

Bad Hersfeld, 26. Mai 2017

Starker Zuspruch schon zur Eröffnung der Veranstaltung, Prof. Dr. Gerald Schiller bei seiner Ansprache

Reges Interesse am Innenleben der Klinikumpsychiatrie
Feinste musikalische Untermalung durch die beiden 9-jährigen Schülerinnen der Musikschule Meckbach Nele Schindler und Nina Ziehn starteten den Tag, an dem sich nicht nur die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit ihren Räumlichkeiten sondern besonders mit ihren Mitarbeitern und externen Kooperationspartnern dem zahlreichen Publikum präsentierten.

Schon in den Eröffnungen durch Prof. Gerald Schiller der 1. Kreisbeigeordnete Elke Kühnholz und Standortleiter Wilfried Imhof kam das Kernanliegen der Veranstaltung zur Sprache. Stigmatisierung und Ausgrenzung sind die Worte, die immer wieder benutzt wurden- Dem ist nur durch Offenheit, Abbau von Vorurteilen und Transparenz in der Behandlung psychisch kranker Mitmenschen zu entgegnen- war die einhellige Meinung der Vortragenden. Die Programmpunkte des Tages gingen von Vorträgen über Filmvorführungen bis zur Präsentation der Räumlichkeiten der Klinik. Alles perfekt organisiert und durchgeführt von den Mitarbeitern der Abteilung, deren besonders Engagement in allen Bereichen von den Organisatoren Prof. Gerald Schiller und Karin Weiser hervorgehoben wurden

Bad Hersfeld, 11. Mai 2017

Bildunterschrift: Das Herz-Team stellt sich vor: v.l.n.r.: PD Dr. Dieter Fischer, Prof. Dr. Ardawan Rastan, Prof. Dr. Holger Nef, Dr. Bernd Abt, Dr. Andreas Kayß, Dr. Martin Kolhoff, Dr. Henning Köhler

Herz-Kreislauf-Zentrum erhält Zertifizierung als TAVI-Zentrum

1. Zentrum in Nordhessen - Das Alter als Risikopotential

Die Erkrankungen an Herzklappen insbesondere der Aortenklappe, nehmen mit dem Alter kontinuierlich zu. Betroffen sind vor allem Menschen, die das 70. Lebensjahr überschritten haben. Der chirurgische Ersatz durch eine künstliche Klappe erlaubt die fast vollständige Regeneration. Neben der klassischen Operation wurde seit 2008 durch ein neueres alternatives Verfahren namens TAVI der Ersatz der Aortenklappe auch für alte und kranke Risikopatienten möglich, die bis vor einigen Jahren nicht mehr behandelt wurden, weil eine Herzoperation häufig zu riskant erschien. TAVI steht für englisch „Transcatheter Aortic-Valve Implantation“ und revolutioniert die Behandlung der Aortenklappen-Erkrankung insbesondere bei älteren Patienten und hat sich zu einem festen Bestandteil in der Therapie der Aortenklappenstenose entwickelt.

Herzklappe mittels Katheter

Bei dem Eingriff wird eine passgenaue, zusammengefaltete Herzklappe über einen Katheter, vornehmlich über die Leistenarterie in die Position der degenerierten Aortenklappe des Patienten vorgeschoben und dort entfaltet. Dies geschieht schonend am schlagenden Herzen, so dass auf den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine und auch zumeist auf die Eröffnung des Brustkorbes verzichtet werden kann. Der erfolgreiche Ersatz der Herzklappe bedeutet für den so behandelten Patienten eine verlängerte Lebenserwartung mit verbesserter Lebensqualität.

Erstes Zentrum in Nordhessen

Das Herz-Kreislauf-Zentrum in Rotenburg ist nach der Auditierung am 13. Januar 2017 im Februar 2017 als erste Klinik in Nordhessen mit dem Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als „TAVI-ZENTRUM“ ausgezeichnet worden. „Große Sorgfalt und ein hoher Qualitätsanspruch bei einem solchen Verfahren sind die Eckpfeiler einer erfolgreichen Behandlung“ sagt Kardiologie Chefarzt Prof. Dr. Holger Nef. „Wir besprechen in regelmäßigen „Herz-Team“-Konferenzen jede einzelne Patientengeschichte. Dabei sind wichtige Fragen zu dem individuellen Risiko für den Eingriff selbst und für Komplikationen zu diskutieren. Eine weitere wichtige Rolle spielen bei der Entscheidung auch weitere Erkrankungen des Patienten“ so Nef weiter. Die Gutachter der DGK attestieren dem Team des Herz-Kreislauf-Zentrums in Rotenburg ein „sehr gut strukturiertes Klappenprogramm. Mehrere Ärzte mit hoher Expertise. Exzellente Kooperation zwischen den Disziplinen Herzchirurgie und Kardiologie. Kurze organisatorische Wege und Prozeduren werden sehr sorgfältig durchgeführt." Zudem wurde die im Bundesdurchschnitt außergewöhnlich geringe Sterblichkeit am HKZ hervorgehoben.

In Hessen gibt es bislang nur in Frankfurt, Bad Nauheim und Gießen zertifizierte TAVI-Zentren; in Deutschland sind es insgesamt 36.

 Sicherheit, Teamarbeit und kurze Wege

„Unser Herz-Team aus Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesisten und wenn nötig weiteren Fachdisziplinen vor Ort, arbeitet vorbildlich zusammen“, betont Prof. Dr. Ardawan Rastan, Chefarzt der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie. „Unsere über alle Fach- und Berufsgruppen gelebte Kooperation wird durch gute bauliche Voraussetzungen unterstützt. So stehen uns ein  moderner Hybrid-OP, mehrere Herzkatheterlabore und zwei Intensivstationen rund um die Uhr zur Verfügung. Die Anbindung im Zentrum für Cardiolpulmonale Medizin (CPM) erleichtert zudem seit Herbst 2016 den Austausch mit den Herzzentren in Giessen, Marburg und Bad Nauheim. Eine unserer Stärken ist, dass wir im Falle einer Komplikation, diese sehr zeitnah operativ versorgen und so die damit verbundene Gefahr für den Patienten rasch kontrollieren können“, so Rastan weiter.

Minimalinvasive TAVI-Aortenklappen-Implantationen werden in Rotenburg bereits seit 2010 vorgenommen, bislang insgesamt 509 Mal. Im Jahr 2016 waren es alleine 108 Eingriffe. Die Zahl des herkömmlichen chirurgischen Aortenklappenersatzes lag im Herz-Kreislauf-Zentrum isoliert oder in Kombination mit anderen Eingriffen für das Jahr 2016 bei 162 Operationen.

Hintergrund:

Für Eingriffe an der Aortenklappe des Herzens, die nicht konventionell mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine am ruhenden Herzen, sondern durch eine katheter-gestützte Herzklappenintervention am schlagenden Herzen vorgenommen werden, gelten seit Januar 2015 qualitätssichernde Mindeststandards. Dies hat seinen Grund darin, dass beide Methoden jeweils spezifische Vor-, aber auch Nachteile haben können und sich beide Verfahren im Spannungsfeld der operativen und internistischen Fachdisziplinen befinden. Um hier eine Konkurrenzsituation auszuschließen und für einen individuellen Patienten die bestmögliche Therapieentscheidung zu finden, hat der Gesetzgeber die feste Implementierung eines interdisziplinären Herzteams und das Vorhandensein fester Kliniks- und Teamqualifikationen eingefordert.

Der gesetzliche Beschluss durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gilt für Krankenhäuser, die katheter-gestützte Aortenklappenimplantationen (TAVI), aber auch katheter-geführte Verfahren an der Mitralklappe durchführen. Diese Zentren müssen bestimmte strukturelle, fachliche und personelle Anforderungen nachweislich erfüllen, um diese Leistungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung anbieten zu dürfen. Die Qualitätsvorgaben der neuen G-BA-Richtlinie betreffen die Indikationsstellung, die Durchführung der Eingriffe sowie die stationäre Nachbehandlung der Patientinnen und Patienten. Ziel ist es, durch Interdisziplinarität das Komplikationsrisiko zu senken und die Behandlung von Komplikationen zu verbessern. Diese Voraussetzungen nach dem G-BA-Beschluss werden vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen überprüft.

Aber auch die jeweiligen Deutschen Fachgesellschaften fordern spezifische Zentrumsvoraussetzungen und individuelle ärztliche Qualifikationen ein. Während die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) eine operateur-spezifische Qualifikation zertifiziert, hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) seit 2015 eine umfassendes Zertifizierungsverfahren entwickelt, das neben Strukturvoraussetzungen des jeweiligen Zentrums auch spezifische Qualifikationen der Herz-Team-Mitglieder und auch ein ausreichendes Behandlungsvolumen abprüft.Diese Kriterien zur Indikations-, Prozess- und Strukturqualität werden durch eine Überprüfung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. mit einem Zertifikat als „TAVI-Zentrum- DGK zertifiziert“ bescheinigt.

 

Bad Hersfeld, 07. Mai 2017

Chefarzt PD Dr. Dieter Fischer

Chefarzt PD Dr. Dieter Fischer am HKZ angekommen

Mit PD Dr. med. Dieter Fischer hat im April ein weiterer Chefarzt der Kardiologie seinen Dienst aufgenommen. Der aus dem Emsland stammende Kardiologe komplettiert damit den Chefärzte-Kreis der Klinik für Kardiologie. Neben ihm sind Prof. Dr. med. Holger Nef, Dr. med. Stefan Steiner (Rhythmologie), Dr. med. Reinhard Funck (Kardiale Bildgebung) und Dr. med. Klaus Edel (Rehabilitation) für die einzelnen Bereiche verantwortlich.

PD Dr. med. Dieter Fischer hat in Hannover studiert und war vor seiner Zeit in Rotenburg als leitender Oberarzt an der Uniklinik Münster tätig. „Da die Kardiologie inzwischen immer breiter aufgestellt ist, halte ich es für gut, die fachliche Verantwortung auf mehrere Personen zu verteilen“, so Fischer. „Das bedeutet keine Trennung der vier Akut-Abteilungen. Es ist eine Abteilung, die in enger Abstimmung von vier Chefärzten geführt wird.“ Dazu trifft sich regelmäßig eine Chefarztrunde. Das HKZ, dessen guter Ruf ihm schon bekannt war, sei ein kardiologischer Maximalversorger. „Bei uns kann in Sachen Herz alles gemacht werden, genau wie in einer Universitätsklinik. Der Vorteil hier sind aber die kurzen Wege.“ Auch dass eine eigene Herzchirurgie angeschlossen ist, sei ein großes Plus. Hierbei denkt er natürlich auch an die Zusammenarbeit mit den Herzchirurgen im Hybrid-OP-Saal. „Unser Bereich ist enorm in Fluss. Vor zehn Jahren war eine Klappentherapie mittels Katheter mit einem kurzen Eingriff noch fast undenkbar. Heute ist das Standard.“

Eine leitliniengerechte Kardiologie auf neuestem Stand nennt Fischer als Ziel. Dabei will er sich mit seinem Team an Studien und fachgerechten Empfehlungen orientieren, um die Effektivität der Behandlungen noch zu verbessern. Auch für die weitere Entwicklung des Hauses hat er schon konkrete Pläne. Für nicht ganz so kranke Patienten würde eine Wachstation (IMC, Intermediate Care) zu Verbesserungen führen. Außerdem sei eine Neuregelung der Notfallaufnahme wünschenswert, damit nicht jeder Patient gleich auf der Intensivstation landet.

Für einen wichtigen Schritt hält der neue Chefarzt den Aufbau der Pneumologie am HKZ. Seit Anfang des Jahres entsteht unter Prof. Dr. med. Ulrich Wagner mit der Lungenheilkunde ein eigener Bereich, der die Kardiologie gut ergänzt. Fischer: „Die beiden Fächer liegen eng beieinander, davon können beide nur profitieren.“

Der 44-jährige Chefarzt, der sich an seiner neuen Wirkungsstätte bestens aufgenommen fühlt und von einem hochmotivierten Team spricht, sieht sich nicht nur als Organisator, sondern in alle Arbeitsabläufe mit eingebunden. „Der Kontakt zu den einzelnen Patienten ist mir wichtig. Ich möchte jede Woche jeden Patienten sehen.“

Zur Klinik für Kardiologie in Rotenburg gehören derzeit 3 Kathetermessplätze, eine Angiographie-Anlage, das Labor für Elektrophysiologische Untersuchungen der Rhythmologie und die Intensivstation mit zertifizierter Brustschmerzeinheit und einer 24-Stunden-Bereitschaft.

Bad Hersfeld, 18. April 2017

Koordiniert den Aufbau der Gesundheitsregion mit den Standorten Rotenburg, Bad Hersfeld, Gießen, Marburg und Bad Nauheim und definiert dabei die Standards: Ausnahmemediziner Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger.

Herausragende Schlüsselfigur für die Gesundheitsregion Hersfeld-Rotenburg

Weil er zwischen Militärdienst und Studium mit einem Bus durch die Wüste fahren wollte, lernte er Kraftfahrzeugmechaniker. Innerhalb von 16 Monaten, vom Beginn der Ausbildung bis zur Gesellenprüfung. „Ich wollte mich unabhängig machen und verstehen, wie das alles technisch funktioniert“, sagt Professor Grimminger. Und lacht. Seinen unbedingten Willen, den Dingen auf den Grund zu gehen, hat der 59-jährige Mediziner gewissermaßen auf die Spitze getrieben. Nach seiner handwerklichen Ausbildung begann er Länder zu erkunden, die man heute kaum noch bereisen kann. Technische Defekte konnten ihn jedenfalls nicht aufhalten. 

Im Anschluss an die abenteuerlichen Reisen nahm Grimminger dann seine Studien auf. Humanmedizin, Biologie und Chemie, gleichzeitig. „Chemie aber ohne Abschluss“, lacht er wiederum, wissend, dass dadurch seine Ausnahmestellung keinesfalls geschmälert wird. „Ich bin leidenschaftlicher Naturwissenschaftler“, verrät Grimminger und fügt hinzu: „Medizin ist ja in vielen Bereichen ähnlich wie ein höher entwickeltes Handwerk.

Ich habe mir damals eingebildet, alle Lebensformen bis ins kleinste Detail verstehen zu können. Vom Molekül bis zum Gesamtorganismus. Bei diesem Versuch wird man allerdings schnell demütig. Akademisch zumindest war das Ganze sehr erfolgreich, denn in beiden Fächern promovierte der gebürtige Frankfurter, in rekordverdächtiger Zeit. Im Abstand von nur einem Jahr schrieb er seine Doktorarbeiten in Humanmedizin und Biologie. Bereits zwei Jahre später folgte die Habilitation an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine Facharzt-Qualifikationen hat er in den Disziplinen Innere Medizin mit den Schwerpunkten Pneumologie, Onkologie, Intensivmedizin, Allergologie, Palliativmedizin und spezielle Schmerztherapie erlangt. Grimminger ist neben seinen vielfältigen Engagements in Deutschland Ehrenprofessor an den Universitäten Kent (Großbritannien) und Texas (USA). 

Intellektueller Hochleistungssportler
Ein derartiger „intellektueller Hochleistungssportler“ fällt auf, wird in seinen Kreisen beinahe zwangsläufig prominent. Auch Martin Ködding, Geschäftsführer des Klinikums Hersfeld-Rotenburg, wusste von dem Ausnahmemediziner in der Nachbarschaft, der gleichzeitig als Direktor der Medizinischen Klinik IV/V des Universitätsklinikums Gießen, Direktor der Abteilung Pneumologie/Onkologie an der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim und Ärztlicher Direktor des Gesundheitszentrums Wetterau tätig ist. 

Ködding nahm Kontakt zu Grimminger auf - und gewann ihn für die Idee, das Klinikum Hersfeld-Rotenburg, bestehend aus dem Klinikum Bad Hersfeld und dem Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg, in ein größeres, weiter gefasstes Gesundheits-Netzwerk einzubauen. Bei der Koordination dieser Strukturen profitiert Professor Grimminger nun in erster Linie von den Erfahrungen, die er während seiner Lehrtätigkeit in den USA gemacht hat. 

„Das US-amerikanische Gesundheitswesen ist nicht sozial und nicht solidargemeinschaftlich“, sagt er, „weil die Amerikaner ein anderes Verständnis von der Freiheit und Unabhängigkeit des Einzelnen haben. Ein paternalistisch bevormundendes Versorgungssystem wie in Deutschland ist im Süden des Landes immer noch undenkbar. Was aber in Amerika perfekt funktioniert, ist die Bildung von Clustern. Dort sind sämtliche Ärzte und Kliniken so eng miteinander vernetzt, dass jeder versicherte Patient bei jedem Problem einen hervorragenden Spezialisten aufsuchen kann.“ Eine solche Idee setzt allerdings voraus, dass Spitzenmediziner nicht mehr ortsgebunden arbeiten, sondern an mehreren Kliniken aktiv sind – eine Art „standortübergreifendes Mehraugensystem der Qualitätskontrolle“, die die Spezialisten immer Bedarfsgerecht am richtigen Ort einteilt. So profitiert nicht nur der Patient, sondern jeder Spezialist sammelt die für sein Gebiet notwendige Erfahrung in kürzester Zeit.

In Deutschland dagegen gilt häufig, dass jeder alles kann, auch wenn er nur kleinste Patientenzahlen mit einer Erkrankung überblickt. Bildlich machen lässt sich das Problem mit dem Satz „Der Mann mit dem Hammer sieht überall einen Nagel“. So kann es passieren, dass manchmal das gemacht wird, was der Arzt am besten kann und nicht das was der Patient am meisten braucht. 


Der Arzt kommt zum Patienten
Professor Grimminger selbst ist das lebende Beispiel, dass ein solches Netzwerk auch in Deutschland funktionieren kann. Sein Ziel ist die Schaffung einer Gesundheitsregion, in der jeder Patient, vollkommen unabhängig davon, in welcher Arztpraxis oder welchem Krankenhaus das Gesundheitssystem zuerst „betritt“, alle relevanten Spezialisten antreffen kann, ohne selbst lange Wege zurücklegen zu müssen. 

„Ich bin sicher, dass wir diese engen Vernetzungen zwischen verschiedenen Krankenhäusern und Ärzten benötigen, um dem drastischen Umbau des Gesundheitssystems in Deutschland adäquat zu begegnen“, sagt der Netzwerk-Koordinator. Die Gesundheitsregion, wie sie hier derzeit aufgebaut wird, wäre früher allerdings undenkbar gewesen – Basis dafür sind nicht nur die hoch qualifizierten Ärzte, die eine ausgeprägte Teamfähigkeit mitbringen müssen, sondern auch schnelle Internet-Verbindungen und eine hoch entwickelte medizinische Software, die den Spezialisten alle relevanten Daten aus den beteiligten Versorgungseinrichtungen an ihren jeweiligen Einsatzorten zur Verfügung stellt.

Friedrich Grimminger ist nicht der unnahbare Abgehobene – er ist vielmehr der Prototyp empathischen, offenen Sympathieträgers. Für seine Vision hat der Mann, dessen Tag deutlich mehr als 24 Stunden zu haben scheint, bereits jede Menge Mitstreiter gefunden. Professor Grimminger koordiniert den Aufbau des interdiszipliniären Zentrums für Cardio-Pulmonale Medizin an den Standorten Rotenburg an der Fulda mit den Schwerpunkten Kardiologie, Herzchirurgie, Pneumologie und Pneumo-Onkologie gemeinsam mit dem Klinikum Bad Hersfeld und mit dem Universitätsklinikum an den Standorten Gießen und Marburg und der Kerckhoffklinik in Bad Nauheim offenbar virtuos. Anders ließe sich das große Interesse an hoch qualifizierten Chefärzten, die in diesem Projekt mitarbeiten, kaum erklären.

Bad Hersfeld, 13. April 2017

Klinikum Bad Hersfeld verfügt über ein zertifiziertes Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie - Über 1000 Patienten in 3 Jahren operiert

 „Spezialisierung ist gerade in der Chirurgie von großer Bedeutung“ so PD Dr. Vogel, Chefarzt der Klinik für Allgemein-Viszeral- Minimalinvasive Chirurgie des Klinikums Bad Hersfeld. So hat die Klinik seit langem nicht nur einen Schwerpunkt im Bereich der chirurgischen Behandlung bösartiger Erkrankungen (Krebs), sondern nimmt seit 2014 auch an Qualitätssicherungsstudien der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zur Behandlung von Bauchwandbrüchen teil.

Jetzt wurde die Abteilung als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie (Bauchwandbrüche) von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zertifiziert.

Dabei wurde die Qualität der Behandlung über drei Jahre geprüft. In dieser Zeit wurden am Klinikum Bad Hersfeld fast 1000 Bauchwandbrüche operiert. Die aufwändige Prüfung befasste sich nicht nur mit der Ergebnisqualität – hier konnte die Abteilung von PD Dr. Vogel deutlich bessere Werte für alle Brucharten nachweisen als von der Fachgesellschaft gefordert. Auch der Umgang mit schwierigen Bruchbehandlungen wurde begutachtet: „Hier habe ich ein hochentwickeltes System gesehen“, so der Prüfer der Fachgesellschaft.

Spezialisten für Bauchwandbrüche im Klinikum Hersfeld, v.l.n.r. Leitender Oberarzt Jochen Wiegand und Chefarzt PD Dr. Peter Vogel

„Die Anforderungen haben sich neuerdings noch einmal verschärft und werden auch in Zukunft steigen“, stellte der leitende Oberarzt der Klinik für Allgemein- Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie des Klinikums, Herr Jochen Wiegand, fest. Er leitet alle Maßnahmen im Rahmen der Behandlung von Bauchwandbrüchen. Besonders betont wurde, dass bedingt durch die Größe des Klinikums der Abteilung vier Viszeralchirurgen (Sonderausbildung in der Chirurgie) zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht eine spezialisierte Versorgung 24 Stunden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr auch für Patienten mit Bauchwandbrüchen, so PD Dr. Vogel.

Ergänzt wird dies durch eine Spezialsprechstunde (montags von 13:00 – 15:00 Uhr) für Patienten mit Bauchwandbrüchen. Hier erfolgt die gezielte patientenbezogene Untersuchung und Beratung ob eine Therapie erforderlich ist und welche Therapie am besten zu jedem einzelnen Patienten passt.

Informationen unter Tel.-Nr. 06621-88 92 26 45.

Bad Hersfeld, 11. April 2017

v.l.n.r. Leitender Oberarzt Dr. Stephan Metzelder, Gastgeber Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer, Referentin Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic und als Gast Prof. Dr. Horst Jürgen Feldmann

Volles Haus bei Prof. Jürgen Lohmeyer am Klinikum in Hersfeld - Partikeltherapie - Mit Ionenstrahlen gegen Tumoren

Der Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Prof. Dr. med. Jürgen Lohmeyer stellte seine erste onkologische Fortbildung im Klinikum Bad Hersfeld unter den Titel: "Stellenwert der Partikeltherapie in der modernen Onkologie".

Die Direktorin der Abteilung für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) Prof. Dr. med. Rita Engenhart-Cabillic, eine der renommiertesten Spezialisten zu diesem Thema in Deutschland, berichtete über eineinhalb Jahre Erfahrung an mehr als 250 Patienten am Standort Marburg mit dieser hochspeziellen Therapieform in der Krebsbehandlung. Prof. Lohmeyer zu seiner Referentin: „Ich bin dankbar für Ihre klare Präsentation dieser Patientenschicksale, hinterlegt mit topaktuellen Forschungs- und Studiendaten. Meine Verbundenheit gilt nicht zuletzt der Tatsache, dass ich  in gemeinsamen klinischen Visiten an der Uniklinik Gießen extrem viel von Ihnen gelernt habe.  “. Über 30 Mediziner hatten sich trotz Osterferien diesen Termin und den vor- Ort Austausch mit dem hochkarätigen Gast nicht entgehen lassen. Die angeregte Diskussion rund um Fragen wie: "Für welche Patientenklientel und Tumorarten ist das hochmoderne Therapiekonzept geeignet, oder ganz praktische Erwägungen wie Zugang, Kosten und Wartezeiten" zeigten die Aktualität und Brisanz des gewählten Themas.

Hintergrund:

Seit Oktober 2015 werden unter Leitung von Prof. Rita Engenhart-Cabillic  im Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) Patienten behandelt. Angewandt wird eine besondere Technik  Krebstumore zu bestrahlen, die man auf „normalem“ Wege nicht erreicht. Diese werden dabei mit Kohlenstoff- und Wasserstoffionen beschossen. Ionen können gesundes Gewebe durchdringen, ohne dort Schaden anzurichten, tief im Tumor entfalten sie ihre zerstörerische Wirkung.

Von einer Ionentherapie profitieren Krebspatienten, bei denen das Tumorwachstum mit der herkömmlichen Strahlentherapie nicht gestoppt werden kann, weil es technisch unmöglich ist, eine ausreichend hohe Strahlendosis zu verabreichen. Diese Patienten leiden an Tumoren, die tief im Körper liegen, extrem widerstandsfähig gegenüber herkömmlicher Bestrahlung sind, oder von hoch strahlenempfindlichem gesunden Gewebe umschlossen werden, beispielsweise Sehnerv, Hirnstamm, Rückenmark oder Darm.

Besonders günstig ist der Einsatz von Ionenstrahlen auch bei bestimmten Krebsarten im Kindesalter. Gerade bei Kindern ist es wichtig, Langzeitnebenwirkungen einer Therapie zu vermeiden. Mit Ionenstrahlen ist es möglich, das gesunde Gewebe maximal zu schonen. So können unter anderem Wachstums- und Entwicklungsdefizite sowie die Entstehung von Zweittumoren vermieden werden.

Quelle: http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/umr_ptz/index.html

Bad Hersfeld, 23. März 2017

Chefarzt Dr. Stefan Steiner Rhythmologie der Klinik für Kardiologie und Stefanie Bergmann

Das Rotenburger Arzt-Patienten-Seminar wird fortgesetzt!

Am kommenden Samstag, 25. März 2017, widmet man sich im HKZ der Frage "Vorhofflimmern - harmloses Herzstolpern oder eine Volkserkrankung?" Dabei trifft man sich erstmals am Vormittag. Von 9.30 bis 13.00 Uhr referieren drei Chefärzte und eine Oberärztin im Festsaal des Dr. Durstewitz-Hauses. Der Eintritt ist wie immer frei. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Herzstiftung ausgerichtet. "Wir wollen mit unserem Arzt-Patienten-Seminar über den neuesten Stand der Medizin zum Vorhofflimmern informieren", so Chefarzt Dr. Stefan Steiner aus der Rhythmologie der Klinik für Kardiologie. "Dabei möchten wir uns aber auch nicht zuletzt bei Walter Bernhardt für sein jahrzehntelanges Engagement und seinen Einsatz für die Deutsche Herzstiftung und damit für Herzpatienten und Angehörige bedanken." Der agile Herr aus Altmorschen wird zu Beginn der Veranstaltung aus seinem Ehrenamt verabschiedet.

Neben den Vorträgen werden sich an Infoständen die Deutsche Herzstiftung, die Rotenburger Selbsthilfegruppen Herz und ICD sowie Defibrillator-Deutschland vorstellen. Das Deutsche Rote Kreuz bietet die Möglichkeit, Wiederbelebung zu üben. In der Ausstellung können Katheter, Schrittmacher und Instrumente der Kardiotechniker etc. in Augenschein und in die Hand genommen werden 

"Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende, informative diskussionsfreudige Veranstaltung."

Informationen unter:
Sekretariat Klinik für Kardiologie, Carmen Griese
Tel. 0 66 23 - 88 60 10, kardiologie@hkz-rotenburg.de

Hintergrund Rhythmologie:

"Vorhofflimmern - harmloses Herzstolpern oder eine Volkserkrankung?"

Seit dem 17. Jahrhundert kennt man aus Tierexperimenten Vorhofflimmern. Vor gut 100 Jahren wurde zum ersten Mal die Aufzeichnung eines EKG bei einem Menschen von Willem Einthoven in Leyden (Südholland) beschrieben. Mit dieser Ableitung der Herzströme war der Grundstein zum Verständnis für Herzrhythmusstörungen gelegt. 1969 gelang es schließlich, über Herzkatheter elektrische Signale direkt am Herzen abzuleiten, mit Perfektionierung dieser Technik wuchs das Verständnis über die Entstehung von Herzrhythmusstörungen. In den Achtziger-Jahren wurde schließlich begonnen, zur Behandlung von Rhythmusstörungen Gewebe im Herzen zu veröden (zu „abladieren“).

Heute leiden an Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung überhaupt, fast 1,8 Millionen Patienten in Deutschland, weltweit circa 30 Millionen! Die Häufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu, weswegen Vorhofflimmern nicht zuletzt angesichts der demographischen Entwicklung ein brennendes Thema darstellt. Früher oft als völlig harmlose Rhythmusstörung verniedlicht, wird es heute differenzierter betrachtet und intensiv wissenschaftlich erforscht, um die Diagnostik und Therapie zu optimieren.

Tückisch bei Vorhofflimmern ist vor allem die Tatsache, dass es vom Patienten unbemerkt bleiben, zugleich aber zu Komplikationen wie einem Schlaganfall führen kann. Je nach Art, Schweregrad und Ursache der Herzrhythmusstörung gibt es verschiedene Therapien: Medikamente, Schrittmacher, Operationen oder interventionelle Verfahren (Katheterablation).

Programm:

9.30 Uhr
Begrüßung ...
Chefarzt Prof. Dr. med. Ardawan Rastan, Herzchirurgie

... und Verabschiedung von Walter Bernhardt
Prof. Dr. med. Christian Vallbracht, Direktor a.D. der Kardiologie am HKZ
Martin Vestweber, Geschäftsführer der Deutschen Herzstiftung

10.00 Uhr
„Einführung zum Thema Vorhofflimmern“
Chefarzt Dr. med. Stefan Steiner, Rhythmologie 

10.10 Uhr
„Was ist überhaupt Vorhofflimmern?“
Oberärztin Stefanie Bergmann, Rhythmologie

10.30 Uhr
„Schlaganfall als Folge des Vorhofflimmerns“
Chefarzt Prof. Dr. med. Markus Horn, Klinik für Neurologie / Geriatrie

11.00 Uhr - Kaffeepause

11.45 Uhr
„Erkrankung der Mitralklappe als Ursache des Vorhofflimmerns“
Chefarzt Prof. Dr. Ardawan Rastan, Herzchirurgie

12.15 Uhr
„Behandlung von Vorhofflimmern mit Kathetertechniken“
Chefarzt Dr. med. Stefan Steiner, Rhythmologie

Abschluss-Diskussion und Ausklang

Bad Hersfeld, 11. März 2017

Von Montag den 13. März 2017 bis Donnerstag 16. März 2017, findet bundesweit zum neunzehnten male die Nierenwoche statt.

Die Eröffnung durch die Chefärztin der Klinik für Nephrologie, Dr. Gisela Schieren und Verwaltungsdirektor Wilfried Imhof findet am Montag den 13.03.2017 um 14:00 Uhr  im Foyer des Klinikums Bad Hersfeld statt.

 

Die Selbsthilfe Niere Osthessen e.V. wird auch in Bad Hersfeld  von Montag bis Donnerstag jeweils von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Klinikum Bad Hersfeld mit einem Infostand entsprechend informieren.  Ziel der  Aktion ist es, ein Bewusstsein für die chronische Nierenerkrankung zu schaffen und Präventionsmaßnahmen bekannter zu machen. Das Motto der diesjährigen Nierenwoche lautet

„Gesunde Ernährung – gesunde Nieren“

denn eine abnehmende Nierenfunktion ist zwar auch eine Alterserscheinung, sie kann aber durch verschiedene Lebensstilfaktoren beschleunigt werden. Um möglichst lange ohne eine Nierenersatztherapie (Dialyse) leben zu können, sollten gerade ältere und auch junge Menschen auf ihre Nieren achten.

Eine chronische Nierenerkrankung tritt häufig erst in der zweiten Lebenshälfte auf. Zwar ist es normal, dass die Organfunktion im Alter leicht abnimmt, wenn aber Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Rauchen die Gefäße zusätzlich schädigen – die Nieren bestehen aus vielen kleinen Gefäßknäuel – kann die Nierenfunktion rasant abnehmen. Das gilt auch für so genannte Autoimmunerkrankungen, bei denen der Körper seine eigenen Nieren angreift. Liegt die Organfunktion unter 10% spricht man von einem Nierenversagen. Die Betroffenen sind dann auf eine Nierenersatztherapie, d.h. entweder auf eine Transplantation oder auf die Dialyse („Blutwäsche“) angewiesen. Das stellt einen tiefen Einschnitt im Leben der Patienten dar. Derzeit gibt es in Deutschland 71.000 Dialysepatienten, die meisten von Ihnen sind über 65 Jahre alt.  Sie müssen dreimal pro Woche vier bis fünf Stunden lang dialysiert werden. Da das Nierenversagen nicht nur mit Einbußen in der Lebensqualität verbunden ist, sondern auch mit einem deutlich erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko einhergeht, sollten gerade ältere Menschen darauf achten, ihre Nieren möglichst lange funktionstüchtig zu erhalten.

Wie das geht, darüber informieren Sie gerne die Ärzte im Klinikum Bad Hersfeld, dem KfH, Am Wendeberg  2, die Mitglieder der „Selbsthilfe Niere“ Osthessen e.V. und/oder ein Faltblatt der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie, der Deutschen Nierenstiftung und des KfH Kuratoriums für Dialyse und Nierentransplantation e.V.. Wichtig für die Vermeidung eines Nierenversagens ist alles, was die Gefäße schützt, denn die Nierenkörperchen, die die Filterfunktion des Organs übernehmen, bestehen aus vielen Kleinstgefäßen. Aktiver Gefäßschutz ist daher wesentlich und das bedeutet konkret Nichtrauchen, gesunde Ernährung und die Vermeidung von Übergewicht. Ältere  Menschen sollten zudem regelmäßig ihren Blutdruck messen (und ggf. medikamentös einstellen auf <140/90 mmHg) sowie regelmäßig eine Blutzuckerkontrolle durchführen. Menschen mit Bluthochdruck wie auch Diabetiker sind besonders gefährdet, ein Nierenversagen zu entwickeln, die Blutdrucksenkung bzw. Blutzuckereinstellung  sind daher wichtige Maßnahmen für ein langes, dialysefreies Leben! Wollen Sie Genaueres wissen, so besuchen Sie doch während der Nierenwoche den Stand der Selbsthilfegruppe im Foyer des Klinikums Bad Hersfeld. Dort erhalten Sie auch Informationsmaterial und haben Gelegenheit, mit Betroffenen zu sprechen in der Zeit zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr von Montag bis Donnerstag.

Bad Hersfeld, 01. Februar 2017

V.l.n.r. Das Team des Zentrums für Cardio-Pulmonale-Medizin und Mitglieder der Geschäftsleitung: Ulrich Meier, PD Dr. Dieter Fischer, Dr. Marcel Kunde, Dr. Andreas Kayß, Prof. Dr. Holger Nef, Prof. Dr. Ulrich Wagner, Dr. Stefan Steiner, Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Prof. Dr. Ardawan Rastan, Dr. Reinhard Funck, Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer, Martin Ködding, Dr. Yahia Kabel und Hartwick Oswald

Erste Fortbildung des CPM im Herz-Kreislaufzentrum Rotenburg

Unter dem Titel -Update Herz-Lungenmedizin- stellten die „neuen Chefärzte“ am Rotenburger Hausberg ihre Fachgebiete interessierten Medizinern und Mitgliedern deren Praxisteams vor.

Die von Prof. Dr. Ardawan Rastan moderierte Veranstaltung schlug den Bogen von einer Kurzvorstellung des Klinischen Zentrums für Cardiopulmonale Universitätsmedizin Hersfeld-Rotenburg durch  Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, der persönlichen Vorstellung der Akteure bis hin zu Fachvorträgen zum aktuellen Stand der Medizin.  Prof. Dr. Holger Nef bot Einblicke zur  modernen Klappentherapie am Herzen, PD Dr. Dieter Fischer stellte neue Strategien in der Therapie der koronaren Herzkrankheit in den Mittelpunkt seines Vortrags.

Pneumologie Chefarzt Prof. Dr. Ulrich Wagner hatte das Spektrum derbronchoskopischen Interventionen im Blick und die beiden Leiter der Anästhesie am Hausberg,  Dr. Marcel Kunde und Dr. Andreas Kayß boten Einblicke in die „Intensivtherapie des alten Patienten“.

Abgerundet wurde die gut besuchte Veranstaltung durch einen begleitenden Kurs zum Basic-Life-Support, der Vorstellung des Elektrophysiologie-Labors von Rhythmologen Dr. Stefan Steiner und einen Gang durch den Hybrid-Op.