Sei du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt“ (Mahatma Gandhi)
Neues aus Bad Hersfeld * kulturell * interessant * wissenswert*

Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine

Die alljährlichen Festspiele finden in der Stiftsruine von Bad Hersfeld statt. Ein einmaliges Erlebnis, nicht nur für die Zuschauer
sondern auch für die Schauspieler

Sie gilt als eine der größten romanischen Basiliken nördlich der Alpen und ist heute die größte romanische Kirchenruine der Welt.

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Klicken Sie auf das o. g. Bild und es
erklingt die Festspielfanfare


Freuen wir uns auf die 69. Bad Hersfelder Festspiele 2020 mit dem Intendanten Joern Hinkel


70 Jahre Bad Hersfelder Festspielzeit.
Großes Programm nicht nur in der Festspielruine im Jubiläumsjahr 2020.

Fast ein ganzes Menschenleben lang spielen namhafte Schauspieler in den altehrwürdigen Ruine der Stiftskirche der ehemaligen Abtei Hersfeld in Bad Hersfeld. Viele Intendanten waren schon in Bad Hersfeld und haben sicherlich ihr Bestes gegeben.

Im nächsten Jahr feiern die Bad Hersfelder ihre 70. Spielzeit mit dem Intendanten Joern Hinkel, der im nächsten Jahr viel den Besuchern bieten will.

Deshalb steht im Mittelpunkt aller Aufführungen die Kraft der Sprache. Sind wir doch einmal ehrlich zu uns selbst. In der heutigen Zeit ist einige Verblasst in der Kommunikation untereinander. Unsere Unterhaltung besteht aus Abkürzungen, immer neuen geflügelten Worten und Lautmalereien ohne Bedeutung.

„Worte sind keine Wegwerf-Ware, die man, einmal benutzt, entsorgen kann“, betonte Joern Hinkel anlässlich der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Programms.

Wer denken kann, kann die Worte auch aussprechen. Gefühle zeigen muss man nicht per Smartphone-Knopfdruck oder gar im Internet durch Symbole ausdrücken, dazu gibt es auch Worte.

Aus diesem Grund steht im Mittelpunkt der Stücke die Kraft der Sprache.

„Es geht dabei um die Fähigkeit, Menschen zu beflügeln, sie über sich selbst hinauswachsen zu lassen, aber auch um die Macht Menschen zu verführen, zu manipulieren oder zu zerstören“, sagte Intendant Joern Hinkel.

Zwei große Uraufführungen davon die erste Europäische Uraufführung am 26. Juni 2020 ist der Club der toten Dichter nach dem Film von Regisseur Peter Weir.

Die zweite große Uraufführung am 27. Juni 2020 ist die Italienische Nacht, man könnte dazu auch sagen, „die Sprachlosigkeit der Demokraten“.
Das Stück behandelt ein gesellschaftlich relevantes Thema, das so aktuell wie nie ist. Ein Stück von Ödön von Horvárth. Auch in diesem Stück kommt ein Missbrauch der Worte vor.

Lieber Schweigen die Horvárts Figuren, bevor sie in Gefahr geraten, etwas zu sagen, was ihnen zum eigenen Nachteil ausgelegt werden könnte. So ist es auch immer noch im täglichen Leben, dabei spielt die Feigheit einer Gruppe oder eines einzelnen eine große Rolle.

Kann von einem Dichterfürsten ein Musical machen? Das werden die Festspielbesucher in der Uraufführung am 10. Juli 2020 erleben.
Goethe, die Kraft der Liebe. Buch und Regie von Gil Mehmert. Martin Lingnau macht die Musik und Frank Ramond die Song-Texte. Das Musical wird aufgeführt in Kooperation mit der Stage Entertainment, und ist ein MUSS für alle die gerne in Musical gehen.

Die Wiederholung von „My Fair Lady“ und „Emil und die Detektive“ steht in 2020 in der Stiftruine ebenfalls auf dem Programm. Eine „Extrawurst“ bekommt das Schloss Eichhof im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei geht es um eine rasante, witzige, schräge und sehr aktuelle Komödie der Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, bekannt unter anderem von „Wochenshow“, „Ladykracher“ u. s. w.

70 Jahre Festspiele in Bad Hersfeld, ein besonderes Jahr, ein Jahr für die Kraft der Sprache und ein weiteres Jahr mit dem Intendanten Joern Hinkel.

Lassen wir uns überraschen auf eine mitreißende Saison 2020.


Freunde der Bad Hersfelder Festspiele übergeben 15.000 Euro

(PM) Zu einem Nachmittag für die „Freunde der Bad Hersfelder Festspiele“ hatte der Förderkreis am letzten Tag der diesjährigen Festspiel-Saison ins Bücking-Zelt in den Festspielpark eingeladen. Nach dem Programm mit Talk und Gesprächen mit Künstlern der Festspiele überreichten die Vorstandsmitglieder Schecks in Höhe von insgesamt 15.000 Euro an den Intendanten Joern Hinkel.

Rund 30 Mitglieder und Interessenten kamen an diesem Nachmittag in den Stiftspark. Moderatorin und zweite Vorsitzende des Freundeskreises Franziska Reichenbacher führte durch das Programm, sprach mit Intendant Joern Hinkel und Bürgermeister Thomas Fehling, interviewte Schauspielerin Natascha Hirthe (A long way down) sowie die beiden Schauspieler Günter Alt (Der Prozess) und Andres Mendez (Nipplejesus).

 

Von dem erstaunlich langen Weg zu den Aufführungsrechten für ein Theaterstück, berichtete Chefdramaturgin Dr. Bettina Wilts die Festspiel-Freunde. Sie schrieb die Bühnenfassung von Nick Hornbys Roman „A long way down“ und erläuterte die Hürden, die sie bis zur Uraufführung zu meistern hatte.

 

Der Nachmittag für die Freunde der Festspiele stand ganz im Zeichen des letzten Tages der Festspiele und so ging es neben der Neugier auf die kommende Saison natürlich auch um ein Resümee der endenden Festspiel-Saison, um weitere Künstler-Engagements, um Bad Hersfeld als Festspiel-Stadt mit ihrer besonderen Atmosphäre. Denn die Sommermonate in Bad Hersfeld sind für die meisten Schauspieler etwas ganz Besonderes. Viele sind bereits zum wiederholten Male bei den Festspielen und so ist es auch für viele stets ein Nachhausekommen,  ein Wiedersehen in der großen Festspielfamilie.

 

Am Ende der Saison paart sich Wehmut mit Stolz auf das Geleistete, Dankbarkeit für den Applaus eines aufmerksamen Publikums. Einige der Darsteller haben bereits Anschlussverträge bei Theatern oder beim Film in der Tasche, anderen bleibt - zum Erstaunen der Freunde der Bad Hersfelder Festspiele - zunächst nur der bittere Weg zur Arbeits-Agentur.

 

Höhepunkt des Nachmittags war die Scheckübergabe des Freundeskreises an die Festspiele. Mit 10.000 Euro wird in diesem Jahr der Kauf eines Gabelstaplers unterstützt. Weitere 5000 Euro gehen in die Renovierung der Backstage-Garderoben in der Stiftsruine. Intendant Joern Hinkel bedankte sich bei dem Freundeskreis und lobte das außerordentliche Engagement der Mitglieder.

 

Der überregional vernetzte Freundeskreis war in dieser Saison auch an anderer Stelle aktiv: So warb für sich in diesem Jahr nicht nur mit den feinen Handkäs-Spezialitäten von Promi-Koch Mirko Reeh aus Frankfurt bei der Eröffnungs-Premiere, auch die Süßigkeiten-Bar im Stil der 20er Jahre zur Emil-Premiere und zum Sommerfest, die von Freundeskreis-Mitglied Kornelia Müller gestaltet wurde,  war ein Hingucker und machte die Gäste auf die Aktivitäten des Freundeskreises aufmerksam.

 

Gegründet wurde der überregionale Freundeskreis vor gut vier Jahren mit der ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisterin Dr. Petra Roth an der Spitze,  die bis heute den Vorsitz inne hat.  Auf Anregung des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier sollten die Bad Hersfelder Festspiele mit der Gründung eines Förderkreises, der seine Mitglieder auch im Süden des Landes Hessen sucht,  zu einem noch größeren Bekanntheitsgrad gelangen.

 

„Wir sind auf einem sehr guten Weg“, betont die stellvertretende Vorsitzende Franziska Reichenbacher. Bis heute konnten knapp 30.000 Euro für konkrete Projekte an die Festspiele übergeben werden. So unterstützten bereits im ersten Jahr nach Gründung die „Freunde der Bad Hersfelder Festspiele“ e.V. die Kindertheater-Produktion „Das tapfere Schneiderlein“, 2018 übergaben die Freunde dann einen Scheck über 10.000 Euro für den Ausbau der Tonanlage in der Probenhalle, in diesem Jahr nun konnten schon 15.000 Euro übergeben werden.

 

Aber nicht nur die finanzielle Unterstützung spielt bei den „Freunden der Bad Hersfelder Festspiele“ e.V.  eine Rolle. Auch das Bilden von Netzwerken ist in einem Kulturbetrieb, wie es die Bad Hersfelder Festspiele sind, unerlässlich.  So geht es auch um neue Kontakte in Vorstandsebenen und um ein wachsendes Zusammenspiel von Wirtschaft und Kultur.

 

Die Mitglieder der „Freunde der Bad Hersfelder Festspiele“ genießen durch ihr Engagement eine besondere Nähe zu den Festspielen. Der Freundeskreis wirbt aktiv für die Festspiele, unterstützt mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen und lädt seine Mitglieder zu verschiedenen Events ein. Die Mitglieder nutzen das exklusive Vorkaufsrecht für die Tickets vor dem offiziellen Verkaufsstart und für die Eröffnungspremiere.

             


FINALE FURIOSO – die Gala zum Abschluss der 69. Bad Hersfelder Festspiele mit vielen Festspiel-Stars

(PM) Die Bad Hersfelder Festspiele sind fast vorbei. Aber einer der künstlerischen und emotionalen Höhepunkte steht noch bevor: Der festliche Abschluss der Saison, das FINALE FURIOSO. Ein zauberhaftes, außergewöhnliches Konzert mit klassischen und modernen Orchesterstücken, Soli, Duetten und hinreißenden Ensemble-Nummern.

Moderiert wird die Gala von Katharine Mehrling und Mathias Schlung. Dabei sein werden u.a.: Marianne Sägebrecht, Günter Alt, Markus Majowski, Corinna Pohlmann (alle DER PROZESS), Ute Reiber (EMIL UND DIE DETEKTIVE), Merlin Fargel, Christof Messner, Donne Wudu (HAIR), Alen Hodzovic (FUNNY GIRL), Natascha Hirthe (ALONG WAY DOWN) und natürlich das großartige Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben.
Die Künstler präsentieren Lieblings-Texte und Lieblings-Songs, vom Chanson über Jazz-Standards bis hin zu Rock und Pop. Es werden zum Beispiel Filmmusiken aus „Out of Africa“ oder „Krieg der Sterne“ und Titel wie „Bohemian Rhapsody“ und „Skyfall“ gespielt und präsentiert.

Im Rahmen der Abschluss-Gala wird außerdem der begehrte Zuschauerpreis in diesem Jahr zum 25. Mal in Folge verliehen: Die Festspielbesucher wählen den Preisträger aus allen Darstellern der Neuproduktionen in der Stiftsruine der Spielzeit 2019 aus. Abgestimmt werden kann bis zum kommenden Samstag, den 31. August bis 20 Uhr auf den Stimmzetteln im Eingangsbereich der Stiftsruine, aber auch online -  unterstützt durch die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg. Unter allen Teilnehmern werden Gutscheine für Eintrittskarten für die nächsten, die 70. Bad Hersfelder Festspiele verlost.

Finale Furioso
Moderation: Katharine Mehrling und Mathias Schlung
Musikalische Leitung Christoph Wohlleben
Sonntag, 1. September 2019 / 20:00 Uhr
Stiftsruine Bad Hersfeld

Tickets und Informationen: 

Karten ab 29 EuroTelefon +49 6621 640200
ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de 

www.bad-hersfelder-festspiele.de

 


Die Sparkasse fördert auch im Jahr 2020 die Festspiele mit 100.000 Euro

Magnus ab ultima Festspiele Bad Hersfeld - Sparkasse ist und bleibt der Hauptsponsor

Die diesjährige Saison der Bad Hersfelder Festspiele geht langsam zu Ende. Es war wieder ein Kultursommer der besonderen Art.

Ein Neues, dem Weltgeschehen angepasste Stücke wie der Prozess von Franz Kafka brachte nicht Schwung in die Stiftsruine, sondern sorgte auch für lebhafte Diskussionen in diesem Jahr.

Für die Musical-Fans waren die Stücke „Funny-Girl“ und die Wiederholung des Musicals „Hair“ mit neuer Besetzung herausragende Aufführungen.

Dazu kamen neue Formate wie etwa die „Nachteulen“ im Kapitelsaal, was für einen zusätzlichen Gewinn für die Festspiele sorgte.

Bad Hersfeld ist mit den Festspielen nicht nur in Deutschland bekannter denn je, sondern findet auch in Europa immer mehr Freunde.

v.li.n.re.: Helgo Hahn, Freunde der Festspiele, Joern Hinkel Intendant, Reinhard Faulstich Sparkasse Hersfeld-Rotenburg, Thomas Fehling Bürgermeister Bad Hersfeld, Matthias Haupt, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg Reinhard Faulstich sagte passend dazu: „Die Bad Hersfelder Festspiele gehören zu den kulturellen Leuchttürmen in unserer Republik. Außerdem sind sie nachgewiesener Maßen in wirtschaftlicher Hinsicht sehr bedeutend für die Region“.

„Fast 70 Jahre Partnerschaft zwischen der Sparkasse und den Festspielen steht für eine kulturelle Erlebensqualität mit Anspruch und guter Unterhaltung allgemein“, so Faulstich weiter.

„Durch die deutschlandweite Beachtung der Festspiele, werden wir auch weiterhin in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, die Festspiele tatkräftig mit unterstützen“, sagte Matthias Haupt, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen abschließend.

Der Intendant Joern Hinkel bedankte sich bei allen, insbesondere bei den zahlreichen Ehrenamtlichen für die Unterstützung. Beeindruckend war für ihn, dass trotz des Hessentages in diesem Jahr die Besucherzahl sich nicht verringerte.

„Die Zuschauerzahlen sind annähernd gleich wie in den beiden letzten Jahren“, betonte Joern Hinkel als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele.

Laut Hinkel ist der Spielplan 2020 zum 70- jährigen Bestehen der Bad Hersfelder Festspiele fast fertig, „aber was und wer kommt, wird hier an dieser Stelle noch nicht verraten“.

Joern Hinkel hob das hervorragende Miteinander im Team noch einmal hervor, und erinnerte dabei an einmalige tolle auch menschliche Momente während der Festspielzeit.

Bürgermeister Thomas Fehling bedankte sich bei Allen für die herausragende Mitarbeit uns insbesondere für die langjährige Unterstützung der Sparkasse als Hauptsponsor.

Bei den Bad Hersfelder Festspiele ist alles wie ein Uhrwerk, „es sind nicht nur die Schauspieler die zum Erfolg beitragen, sondern auch und insbesondere die vielen Menschen hinter der Bühne“, sagte Thomas Fehling abschließend.


HAIR auch 2019 in der Stiftsruine – Prämiere am 16. August – Love and Peace

Es ist genau 50 Jahre her: Das WOODSTOCK-Festival begann am 15. August 1969 und endete am Morgen des 18. August. Passend zum Jubiläum und auch wegen der hohen Nachfrage nach Karten zeigen die Bad Hersfelder Festspiele das Musical „HAIR“ ab dem 16. August noch einmal in der Stiftsruine.

Regisseur Gil Mehmert schreibt dazu im Programmheft der Bad Hersfelder Festspiele zu seiner Inszenierung und dem Bühnenbild von Jens Kilian: „Das Setting ist eine Hommage an Woodstock und diesen unvergesslichen Summer of Love aus Musik, Liebe und Regen.

Die Bühnenaufbauten sind nach diesem Open-Air-Ereignis aus dem Entstehungsjahr gestaltet. Die Texte sind immer noch eine Collage, diesmal aus dem Original-Skript, dem späteren Drehbuch und Zitaten vieler Protagonisten des Hippie-Zeitalters.
HAIR soll in dieser Inszenierung eine Bewegung sein, die langsam anfängt, immer mehr Fahrt aufnimmt und schließlich alles mitreißt. HAIR ist und bleibt im wahrsten Sinne des Wortes: ein großer Trip! Ein Trip im Rausch des Lebens, das wir hier in all seinen Facetten auf der Bühne feiern. LET THE SUNSHINE IN!“
Im Jahr 2019 präsentiert Regisseur Gil Mehmert wieder ein für ihn und Bad Hersfeld gewohnt hochkarätiges Ensemble. Dazu gehören als Claude Christof Messner und Bettina Mönch in der Rolle der Sheila.

Hier einige Eindrück aus der Generalprobe ...                             bevor der große Regen kam.













Neu im Ensemble ist Merlin Fargel als Berger anstatt Ricardo Greco im vergangenen Jahr. Markus Schneider spielt in diesem Sommer anstatt Nils Klitsch Woof.
Außerdem erleben die Zuschauer in diesem Sommer neben den vielen wunderbaren Tänzern und Sängern, Dionne Wudu, Maike Merkel, Samantha Turton, Nicky Milford, Pascal Cremer, Stefan Zenker als neue Ensemblemitglieder. Begleitet werden die Sängerinnen und Sänger, Tänzerinnen und Tänzer wieder Abend für Abend live von der Band der Bad Hersfelder Festspiele unter Leitung von Christoph Wohlleben.

Als HAIR das erste Mal gezeigt wurde, war es eine Revolution. Statt Musical- und Operettenseligkeit brachte eine besondere Generation ihre Themen und ihre Musik auf die Bühne. Vor 51 Jahren, am 29. April 1968 feierte HAIR am Broadway Premiere. Rund 1800-mal wurde es alleine dort aufgeführt, bevor es seine Reise um die ganze Welt antrat. 1979 wurde HAIR durch Miloš Forman verfilmt. Allerdings unterscheidet sich der Film deutlich von der Musicalfassung.

"Harmonie und Verständnis, Sympathie und Vertrauen, keine Falschheit mehr oder Spott, lebendige Träume goldener Visionen ...“ so heißt es im ersten Song, AQUARIUS. Ein neues Zeitalter „im Zeichen des Wassermanns“ wird angesprochen.

 ... und noch ein paar Bilder









Bunt und lustvoll wird der Schrei der Jugend nach Befreiung und der Massenprotest gegen den Vietnam-Krieg inszeniert und die zu dem Zeitpunkt noch getrennten Welten von Rockmusik und Musiktheater wachsen zusammen.

Der Theaterkritiker Scott Miller schrieb damals: "Rassismus. Umweltzerstörung. Armut. Sexismus und sexuelle Repression. Gewalt in der Familie. Entfremdung von neuen Technologien und politische Korruption. Die Hippies sahen sich als die wahren amerikanischen Patrioten, die dieses Land retten wollten. Lange Haare waren ihr Emblem – nicht nur als Symbol der Rebellion, sondern auch gegen die Diskriminierung und die überkommenen Gender-Rollen."*

Die Geschichte kreist um den jungen Claude Bukowski, den seine Eltern zum Militärdienst zwingen wollten. In New York stößt er auf eine Clique langmähniger Hippies, die einen alternativen Stil lebt. Claude findet sich in einer Dreierbeziehung wieder – zwischen der politisch engagierten Sheila und dem Anarchisten Berger. Und in dem Konflikt zwischen Kriegsdienst und Verweigerung. Die Vision von einer friedlicheren, besseren Welt endet letztlich in einem Albtraum, in dem die Schrecken des Krieges verdeutlicht werden.

50 Jahre später inszenierte Regisseur Gil Mehmert 2018 HAIR in der Stiftsruine. Zu seinen herausragenden Arbeiten gehören neben zahlreichen Musicals, darunter „DAS WUNDER VON BERN“ in Hamburg, und Bühnen-Bearbeitungen von Filmstoffen. In Bad Hersfeld inszenierte Gil Mehmert „SUNSET BOULEVARD“ im Sommer 2011 mit Helen Schneider, Rasmus Borkowski, Helmut Baumann und 2016 „CABARET“ mit Bettina Mönch, Rasmus Borkowski, Helen Schneider und vielen anderen. Zu „HAIR“ in Bad Hersfeld sagt Regisseur Gil Mehmert: „Man kann HAIR nicht mehr so spielen, wie vor rund 50 Jahren. Aber man begibt sich immer auf dünnes Eis, wenn man sich an der Tagespolitik, oder zum Beispiel an Trump abarbeitet. Wir machen eine Ikonografie der 70er-Jahre. Es treten unter anderem Jimi Hendrix und Liz Taylor auf. Und wir zitieren natürlich Woodstock als DAS Happening dieser Zeit.“

Trotzdem ist der Stoff in seinen Augen so aktuell wie lange nicht: „Ich habe HAIR im Jahr 2001 schon mal inszeniert, und da kam es mir weiter weg vor. Bis zum Anschlag auf das World Trade Center lebten wir in politisch eher ruhigen Zeiten. Jetzt ist das anders, ganz besonders auch in den USA. Deshalb stellt sich jetzt wieder die Frage, wie sich gerade die junge Generation zum Weltgeschehen verhält.“
„Love and peace“ war das Motto der Hippie-Bewegung, viele der über 30 Songs aus HAIR wurden Hits. In Bad Hersfeld werden die Songs in englischer Sprache präsentiert, „weil die Songs eher Haltungen beschreiben und weniger die Handlung vorantreiben“, begründet Gil Mehmert diese Entscheidung. Gespielt wird aber auf Deutsch.

„Love and Peace“ ist also wieder das Motto in 13 Vorstellungen des Musicals HAIR in der Stiftsruine bis Ende August 2019.


HAIR
Inszenierung: Gil Mehmert
Premiere:  16. August 2019/ 20:30 Uhr
Stiftsruine, Bad Hersfeld

Tickets und Informationen: 

Telefon +49 6621 640200 

ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de 

www.bad-hersfelder-festspiele.de 


Gangsterjagd in der Stiftsruine Bad Hersfeld

Sitz man auf einer Bank vor der Stiftsruine zum richtigen Zeitpunkt, ertönt ständig die „Parole Emil“. Das Lied wird zum Ohrwurm, so erging es uns jedenfalls am Nachmittag, als die Prämiere aufgeführt wurde, und wir aus diesem Grund eine kurze Rast einlegten.
Auch andere Besucher wird es ähnlich ergangen sein. Es ist ein besonderes Musical, das zurzeit in den altehrwürdigen Mauern ertönt.
Wer kennt nicht die Geschichte von „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner, und welches Kind hat es nicht schon gelesen oder im Fernsehen angeschaut.Wir hatten damals als Kinder unsere helle Freude und hatten das Buch regelrecht verschlungen. Heute hören und sehen wir es wieder als Musical in den Bad Hersfelder Festspielen.

Hier ein paar Eindrücke














Das ist natürlich ein Klares muss für alle Kinder, und für die die es noch einmal sein wollen.
Es ist eine fast alltägliche Geschichte und doch hat es etwas Besonderes an sich.

Der kleine Emil fährt mit 140 Mark, die er von seiner Mutter für die Oma erhielt, mit der Eisenbahn nach Berlin. Während der Fahrt wird ihm das Geld von einem Gangster gestohlen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Der Gangster wird ausfindig gemacht und eine Gruppe von Kindern unterstützt Emil bei der Suche nach dem gestohlenen Geld.
Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Wir können das Musical vollsten empfehlen. Es ist nicht nur eine Erinnerung an die Zeiten der Kindheit, es ist auch eine perfekte Inszenierung für kleine und sicherlich auch für große Kinder.

Die musikalische Begleitung, wie soll es auch anders sein, erfolgt durch Helgo Hahn. Sabine Stein hat die Chorografie und Rainer Niemann ist der Regisseur. Paul Rümann tritt als „Emil“ auf und hinter ihm eine große Schar von Jugendlichen die u. a. auch bei Sommernachtsträumer in den letzten Jahren schon ihr Debüt gegeben haben.

Am Schluss wird der Bösewicht „Grundeis“ gespielt von Tilo Keiner von den Jungs und Mädchen doch noch geschnappt, und das Geld kann der Großmutter von Emil übergeben werden.

Erich Kästners „Emil und die Detektive“ in der Stiftsruine Bad Hersfeld. Der Applaus gehört nicht nur den Schauspielern auf der Bühne, sondern auch dem Intendanten Joern Hinkel und seinen Machern hinter den Kulissen der Festspiele von Bad Hersfeld. 
Erich Kästners „Emil und die Detektive“ in der Stiftsruine Bad Hersfeld. Der Applaus gehört nicht nur den Schauspielern auf der Bühne, sondern auch dem Intendanten Joern Hinkel und seinen Machern hinter den Kulissen der Festspiele von Bad Hersfeld.


Großer Hersfeldpreis für Katharine Mehrling (FUNNY GIRL)
Hersfeldpreis für Günter Alt (DER PROZESS)


Es war keine leichte Entscheidung, denn alle Neu-Produktionen der Bad Hersfelder Festspiele werden sowohl Abend für Abend vom Publikum in der Stiftsruine mit sehr viel Applaus gefeiert als auch fast durchgehend von den Kritikern gelobt. Doch die Jury ist wieder zu einem Ergebnis gekommen und so werden heute (ab 11 Uhr) in der Stiftsruine in Bad Hersfeld die Hersfeldpreise verliehen.
Mit dem Großen Hersfeldpreis 2019 bei den Bad Hersfelder Festspielen wird Katharine Mehrling für ihre Darstellung der Fanny Brice in dem Musical FUNNY GIRL ausgezeichnet. In der Inszenierung von Stefan Huber überzeugt sie als deutscher Bühnenstar in der Rolle einer Broadway-Legende und verkörpert eine selbstbewusste, starke Frau. 

Katharine Mehrling spielt mit außerordentlicher physischer Präsenz die Geschichte der Fanny Brice vom frechen Pummelchen zur traurigen Diva, die selbstbestimmt weiter ihren Weg geht.  
Katharine Mehrling begeistert als Sängerin facettenreich und mit fulminanter Stimme. Sie ist gleichermaßen sinnlich, komisch und zeigt menschliche Tiefe; eine Frau, deren Herz auf dem rechten Fleck und oft auf der Zunge sitzt. 
Mit dem Großen Hersfeldpreis werden Darstellerinnen und Darsteller ausgezeichnet, die die weiträumige Bad Hersfelder Festspielstätte in Spiel und Sprache beherrschen und die sich in ihr als rollenausschöpfende Schauspielerpersönlichkeiten erweisen. Der erste Preisträger war im Jahr 1962 Hans Caninenberg. Zu den Preisträgern gehörten seitdem unter anderem auch Volker Lechtenbrink, Uwe Friedrichsen, Mario Adorf, Tilly Lauenstein, Helen Schneider, Christian Schmidt, Christian Nickel und im letzten Jahr Natalja Joselewitsch und Dennis Herrmann für ihre Rollen in SHAKESPEARE IN LOVE.


Mit dem Hersfeldpreis 2019 bei den Bad Hersfelder Festspielen wird Günter Alt für seine Rollen in Kafkas DER PROZESS ausgezeichnet.
In der Romanbearbeitung und Regie von Joern Hinkel spielt er den Onkel Albert und den „Mann im Dom“. Für diese beiden unterschiedlichen Rollen findet er jeweils seinen eigenen Ton. Sein Onkel ist ein boulevardesker, hilfloser Typ, als „Mann im Dom“ setzt er als messerscharfer Intellektueller einen markanten Schlusspunkt.
Der Hersfeldpreis wird an Darstellerinnen und Darsteller vergeben, die sich durch ihre Leistung profiliert haben, wobei die Auszeichnung insbesondere den Nachwuchs-Schauspielern und/oder für „beste Nebenrolle“ zuerkannt werden soll. Der Hersfeld Preis wurde 1969 zum ersten Mal vergeben: Albert Hormann erhielt ihn. Im Laufe der Jahre kamen Namen wie Cornelia Froboess, Uwe Friedrichsen, Dietlinde Turban, Jutta Speidel, Marie-Therese Futterknecht, Christoph Wohlleben und im letzten Jahr Corinna Pohlmann dazu.

Mit einer besonderen lobenden Erwähnung hebt die Jury den Festakt zur Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele 2019 hervor.
Drei außergewöhnliche Reden von Intendant Joern Hinkel, dem Journalisten Deniz Yücel und Ministerpräsident Volker Bouffier setzten starke gesellschaftspolitische Akzente. Aus Anlass des Mordes an Regierungspräsident Walter Lübcke, der vor zwei Jahren Ehrengast dieser Preisverleihung war, verbanden die Redner persönliche Statements mit einer klaren Analyse der gesellschaftlichen Situation. Die Rückbesinnung auf Kernsätze unseres Grundgesetzes wurde zu einer ergreifenden Mahnung.

Der auf offener Bühne ausgetragene Diskurs aus verschiedenen Blickwinkeln führte zu einem engagierten Appell für gemeinsame Werte, für Demokratie und Freiheit.

Hintergrund:
Die undotierten Hersfeldpreise werden von der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine alljährlich vergeben. Eine unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der Preise. Die Hersfeldpreis-Jury: Martina Mattick-Stiller (ZDF/3sat, Vorsitz), Bettina Fraschke (HNA), Christoph Brandner (Fuldaer Zeitung), Hermann Diel (hr/Juryvorsitzender), Pit Rampelt (ZDF).


Zum ersten Mal auf einer Bühne:

A LONG WAY DOWN nach dem Roman von Nick Hornby – Wie aus Verzweiflung Lachen entsteht ...

(PM) Ein Mann steht auf dem Dach eines Hochhauses und will springen. Er wird von einer Frau angesprochen. Er antwortet: „Jesus! Ich war eigentlich gerade dabei mich umzubringen, aber kein Thema, für ein Autogramm ist immer Zeit. Aber was machen Sie eigentlich hier oben?“ Auch sie will springen, wenn auch aus ganz anderen Gründen. Es kommen noch zwei hinzu, die keine Lust mehr auf ihr Leben haben.

Vier potentielle Selbstmörder auf der Bühne im Schloss Eichhof? Dem Platz, an dem die Bad Hersfelder Festspiele eigentlich Komödien zeigen? Geht das? Ja, es geht, denn es fängt tragisch an, aber es kommt dann doch ganz anders, als man erwartet hat

Die Dramaturgin der Bad Hersfelder Festspiele, Dr. Bettina Wilts hat den Roman A LONG WAY DOWN von Nick Hornby erstmals für die Bühne bearbeitet und eine kurzweilige, amüsante, aber auch tiefgründige Fassung geschaffen: „Hornby nimmt sich heraus, auch schwierige und traurige Themen wie Lebensmüdigkeit mit Humor – ja man kann sogar sagen: mit Lebensfreude – anzugehen. Das habe ich natürlich in die Theaterfassung übernommen.“

A LONG WAY DOWN – schon der Titel ist doppeldeutig – ist die Geschichte von vier Menschen, die sich in einer Silvesternacht zufällig auf dem Dach eines Londoner Hochhauses treffen. Martin ist ein gefallener Medienstar, er hatte Sex mit einer Minderjährigen, im Gefängnis gesessen und Familie und Karriere ruiniert; Maureen pflegt seit fast 20 Jahren alleine und überlastet ihren schwer behinderten Sohn; John Julius, genannt JJ, wäre gerne ein Rockstar, fährt aber Pizza aus, und Jess, die aufmüpfige Politikertochter, weiß nicht, warum ihr Freund sie verlassen hat ...Alle vier sind gekommen, um A LONG WAY DOWN, den LANGEN WEG NACH UNTEN zu nehmen. Das Hochhaus ist bekannt dafür, sich für Selbstmord besonders zu eignen. Aber sie entschließen sich, von ihren Plänen abzurücken und machen sich zunächst gemeinsam auf die Suche nach dem Freund von Jess, denn da gibt es einiges zu klären! Und sie vereinbaren, den Selbstmord erst einmal zu verschieben

Regisseur Christian Nickel sagt dazu: „Sie erinnern ein wenig an die Bremer Stadtmusikanten, die sich ja unter dem Motto ´etwas Besseres als den Tod finden wir überall´ auf ihren Weg machen.“

Vier fremde, sehr unterschiedliche Menschen, ihre Geschichten, Erfahrungen und Motive prallen aufeinander. Auf dem Weg zurück ins Leben entstehen berührende, komische und skurrile Szenen mit viel englischem Humor.

Karsten Speck, der den Martin spielt, eben diesen ehemaligen Talkmaster, der im Gefängnis saß, hat viel Spaß an dieser Rolle und sagt: „Die Figur hat nichts mit mir zu tun. Man muss kein Mörder sein, um einen Mörder zu spielen. Ich kann mir vorstellen, wie er sich fühlt und das sehe ich positiv. Ich glaube, es ist uns gelungen, die entscheidenden Charaktere herauszuarbeiten ...“
Christian Nickel fasst A LONG WAY DOWN so zusammen: „Mit klugem Humor erzählt Nick Hornby von der Brutalität und Einsamkeit des Großstadtlebens und von dem menschlichen Bedürfnis nach gegenseitiger Wahrnehmung, ein Thema, das erst einmal nicht zum Lachen reizt. Doch genau diese Herausforderung gefällt mir: auf der Bühne zu zeigen, wie aus Verzweiflung Lebensfreude und Lachen entstehen kann und daraus einen unterhaltenden Abend mit Tiefgang zu machen.“
In den letzten Jahren stand Christian Nickel in Bad Hersfeld in Hauptrollen auf der Bühne der Stiftsruine. Für seine Rollen in HEXENJAGD und MARTIN LUTHER-DER ANSCHLAG erhielt er 2016 und 2017 den Großen Hersfeldpreis, den eine Jury aus Kritikern vergibt, und für seine Auftritte als PEER GYNT gaben ihm die Besucher ihre Stimmen für den Zuschauerpreis 2018. Nun führt Christian Nickel das erste Mal in Bad Hersfeld Regie.
A LONG WAY DOWN wird in 30 Vorstellungen bis zum 25. August im Schloss Eichhof in Bad Hersfeld gezeigt. Die Karten kosten 29 Euro auf allen Plätzen.

Uraufführung:

A LONG WAY DOWN

(EIN LANGER WEG NACH UNTEN)

von Nick Hornby
Deutsch von Clara Drechsler und Harald Hellmann

Bühnenfassung von Bettina Wilts

Inszenierung: Christian Nickel
Uraufführung: 20. Juli 2019/ 20:30 Uhr
Schloss Eichhof
Tickets und Informationen:

Telefon +49 6621 640200 

ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de 

www.bad-hersfelder-festspiele.de


Glamour, hinreißende Songs und eine tragisch-schöne Liebesgeschichte - FUNNY GIRL in der Stiftsruine
und eine wundervolle, wahre Geschichte die auch heute noch Gültigkeit besitzt, genau passend für die Stiftsruine in Bad Hersfeld zu den diesjährigen Festspielen unter der Leitung von Indentant Joern Hinkel.

 Das Musical FUNNY GIRL verlangt nach einer ganz großen Show-Treppe und traumhaften Kostümen und das wunderbare Ensemble um Katharine Mehrling und Alen Hodzovic bekommt diese ganz große Show-Treppe (Bühnenbild: Harald Thor) und diese glamourösen Kostüme (Susanne Hubrich) in der Stiftsruine in Bad Hersfeld.

Erzählt wird mit wunderbaren Songs zu Live-Musik des großartigen Orchesters (Musikalische Leitung: Christoph Wohlleben) die Geschichte der Fanny Brice und ihrer ungewöhnlichen Karriere und dem Konflikt zwischen Familie und Showgeschäft.
Denn FUNNY GIRL ist auch die Geschichte zweier Spieler. Da ist Fanny (Katharine Mehrling), die von Zweifeln geplagt auf der Bühne über sich hinauswächst und die Herzen der Zuschauer im Sturm erobert. Sie hat dem Schönheitsideal ihrer Zeit nicht entsprochen: „Sie hat diese vermeintliche Schwäche zu einer Stärke gemacht und ihr Aussehen ironisiert“, sagt Katharine Mehrling zu ihrer Rolle. Unterstützt wird Fanny dabei von dem Komödianten Eddy Ryan (Marc Seitz).

Ihr Mann und der zweite Spieler ist Nick (Alen Hodzovic), gutaussehend und selbstbewusst. Er glaubt, die Anerkennung seiner Mitmenschen nur durch seinen im Glücksspiel erworbenen Reichtum zu erhalten, der es aber nicht erträgt, sich von seiner erfolgreicheren Gattin Fanny ernähren zu lassen, sobald ihn das Glück am Spieltisch verlässt. Regisseur Stefan Huber beschreibt Nick Arnstein so: „Er  ist ein professioneller Spieler, der zu seinem Vorteil einen flexiblen Umgang mit Recht und Gesetz pflegt und dafür mehrfach im Gefängnis landet.“

 Hier einige Bilder aus dem Stück

















Diese zwielichtige Seite der Rolle des Betrügers Nick Arnstein ist es, die Alen Hodzovic an seiner Rolle besonders fasziniert: „Das ist nicht einfach eine glatte Musicalfigur, sondern vielmehr einer, der einbricht, dem die Felle wegschwimmen. Die starke Frau ist auch bedrohlich.“

Fanny bekommt ihre große Chance in der Show von Florenz Ziegfeld (Heinrich Schafmeister). Der amerikanische Theater- und Filmproduzent war bekannt für aufwendige Bühneninszenierungen. „Dieser Mann entdeckt in Fanny Brice die Komödiantin und holt sie in seine Show“, beschreibt Schafmeister seine Figur als leidenschaftlichen Theatermacher, dem die Qualität und spektakuläre Effekte wichtiger waren als die Kosten.
Fanny liebt Nick, sie bricht sogar ihren Vertrag mit Ziegfeld und folgt ihrem Mann - merkt aber bald, dass ihr das Showgeschäft fehlt. Reumütig kehrt sie auf die Bühne zurück. Ihr Mann verwickelt sich derweil immer weiter in fragwürdige Geschäfte. Beide können eben das Spiel nicht lassen...
FUNNY GIRL ist aber nicht nur die Geschichte zweier Spieler. „Es ist auch die Geschichte einer starken Frau, eine Emanzipationsgeschichte“, sagt Regisseur Stefan Huber.  Für Fanny Brice stelle sich immer wieder die Frage, ob sie ihr eigenes Leben und ihre Karriere in den Vordergrund stellen soll oder das gemeinsame Leben mit Nick Arnstein wählen möchte.

Das Musical FUNNY GIRL hat einen realen Hintergrund und bezieht sich auf das Leben von Fanny Brice, einer US-amerikanischen Komikerin, Entertainerin, Sängerin, Theater- und Filmschauspielerin ungarisch-jüdischer Abstammung. 

Sie wird am 29. Oktober 1891 als Fania Borach in New York geboren und wächst in Brooklyn auf.

Von Kindesbeinen an ist das ambitionierte Mädchen mit dem ausgesprochen komischen Talent fest entschlossen im Showgeschäft zu arbeiten. Die Schule verlässt sie 1908 nach der achten Klasse, um einen Job als Chorus Girl in einer Burlesque-Show anzunehmen. Ende des Jahres ändert das Naturtalent seinen Namen in Fanny Brice, vermutlich um jeden jiddischen Klang zu vermeiden. Ein erster Broadway-Erfolg gelingt ihr mit dem Musical THE COLLEGE GIRLS, wo sie Sadie Salome mit falschem jiddischem Akzent singt und dabei eine Parodie von Salomes Schleiertanz darbietet. Das Lied hatte Irving Berlin für sie geschrieben, mit dem sie anschließend noch jahrelang zusammenarbeitet. Hier präsentiert sie erstmalig eine Mischung aus Körperkomik und Parodie, kombiniert mit Sprachwitz und ihrem ausgezeichneten Gesang. Durch diesen großen Erfolg wird der Theaterproduzent Florenz Ziegfeld jr. auf sie aufmerksam. Fanny Brice debütiert 1910 in Ziegfelds FOLLIES OF 1910 vor begeistertem Publikum. Sie wird eine seiner treuesten Künstlerinnen und bleibt bis in die 1930er Jahre einer der Stars in diversen FOLLIES und Broadway-Shows.

Fanny Brice war dreimal verheiratet. Als Teenager ehelicht sie kurz einen Friseur namens Frank White. 1912 trifft Fanny nach einer Vorstellung auf Nick Arnstein (eigentlich heißt er Julius W. Arnstein). Auch seine Familie ist in die USA eingewandert und stammt ursprünglich aus Berlin. Nach mehrjähriger Beziehung heiraten sie 1918. Das Ehepaar hat zwei Kinder, Frances (1919–1992) und William (1921–2008), der unter dem Namen William Brice ein bekannter Maler wird.

Fannys zweiter Ehemann ist ein professioneller Spieler, Dieb und Betrüger. Er ist untreu, ständig in dubiose Geschäfte verstrickt, „arbeitet“ viel auf Luxusdampfern und besucht allerlei Spielcasinos in Amerika und Europa. Er ist charmant, aber finanziell wenig erfolgreich, das Paar lebt von Fannys Einnahmen. 1920 wird Nick erneut angeklagt und zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Presse stürzt sich auf den Skandal, den Fanny hochschwanger ertragen muss. Nach seiner Haftentlassung lässt sich Fanny Brice, die immer zu ihm gestanden hat, von ihm scheiden, nicht wegen seiner Kriminalität oder seiner Spielleidenschaft, sondern wegen seiner unaufhörlichen Untreue. Ihr dritter Gatte ist der Songwriter und Theaterproduzent Billy Rose, in dessen Revuen, z. B. CRAZY QUILT, sie auftritt. Leider scheitert auch diese Ehe. Finanziell unabhängig verkündet sie mit 47 Jahren, nie mehr heiraten zu wollen.

Fannys Schwiegersohn, der Filmproduzent Ray Stark, hatte die Idee, das Leben seiner Schwiegermutter zu verfilmen, entschied sich dann jedoch für ein Broadway-Musical. Als Komponisten gewann er Jule Styne, das Drehbuch verfasste die Hollywood-Autorin Isobel Lennart, die Songtexte stammen aus der Feder von Bob Merrill. Als Titel wurde FUNNY GIRL gewählt. Die Uraufführung fand in Boston statt und wurde wegen des Erfolges an den Broadway verlegt. Hier fand die Premiere am 26. März 1964 im Winter Garden Theatre statt und war ebenfalls ein riesiger Erfolg. Als Glücksfall erwies sich die Besetzung mit der damals erst 22jährigen Barbra Streisand. Das Musical lief hier bis Juli 1967 mit insgesamt 1348 Vorstellungen. Barbra Streisand übernahm die Rolle der Fanny Brice neben Omar Sharif als Nick Arnstein ebenfalls in der Verfilmung von 1975, für die sie einen Oscar gewann.


Eröffnung der 69. Bad Hersfelder Festspiele
Wie in jedem Jahr ein großes Ereignis in Bad Hersfeld. Wir zeigen Ihnen einige Bilder vom "roten Teppich" und von den Feierlichkeiten vor der Prämiere "DER PROZESS".
Viel Spaß beim Anschauen.
Ihnen allen wünschen wir schöne und erquickende Festspiele in Bad Hersfeld.











































Bühne frei für Franz Kafka „DER PROZESS“
Bad Hersfelder Festspiele beginnen heute auf hohem Niveau.

Intendant Joern Hinkel traut sich einiges zu, in seiner von ihm inszenierten Komödie, die vom Inhalt her gesehen voll und ganz in die Gegenwart passt. Sicherlich nicht einfach, aber immerhin war Kafkas Prozess einer der ersten Psychothriller in der Weltliteratur.

Der Prozess, der zum ersten Mal in der Stiftsruine spielt, wird die Besucher der 69. Bad Hersfelder Festspiele begeistern. Die Szenen darin sind nicht nur traurig und naiv, sie sind zugleich sehr tiefsinnig und geben zum Denken Anlass, was in vielen Ländern dieser Welt Gang und gebe ist.

Da wird in der Fassung der Bankangestellte Josef K. gespielt von Ronny Miersch eines Morgens, dazu noch an seinem 30. Geburtstag, verhaftet. Die beiden Vollstreckungsbeamten gespielt von Markus Majowski und Thomas M. Held gehen mit dem angeblichen Angeklagten nicht gerade zimperlich um. Selbst das Frühstück mit dem Geburtstagskuchen, was übrigens die Haushälterin Grubach gespielt von Marianne Sägebrecht  liebevoll hergerichtet hat, verspeisten die Beamten.

Eine Anklageschrift gibt es nicht und auch der Bankangestellte Josef K. versucht verzweifelt herauszubekommen, warum und weshalb er zu Gericht muss.

In diesen Szenen sieht man deutlich, dass Franz Kafka auch filmische Gedanken einfließen lässt. Er war so die Geschichte ein begeisterter Kinogänger und das wirkt sich in dem Stück der Prozess deutlich aus.

Hier einige Bilder von der Generalprobe













Nicht in einer Szene ist Langweiligkeit zu verspüren, stattdessen steckt dahinter viel Wahrheit, was sich heutzutage insbesondere in den totalitären Staaten auf dieser Welt abspielt.

Thomas M. Held - Beauftragter des Gerichts

Dazu sagt der Intendant Joern Hinkel folgendes: „Der Prozess ist ein Fest der Poesie des Scheiterns, ein Sammelsurium von Liebesszenen, wenn auch außergewöhnlich dazu noch in leeren Gerichtssälen, in dunklen Gängen und Büros“. Ein Zeremoniell des bürokratischen Irrsinns, der deutlich auch heute in Erscheinung tritt und mit dem wir täglich zu kämpfen haben.

Ingrid Steeger - Felices Freundin

Die Figuren bei Franz Kafka zeigen vielfach die Hilflosigkeit vor der Obrigkeit, die gefühlte Angst, die man bei dem Stück deutlich spürt. Plötzlich und unerwartet wird auf der Bühne getanzt, Zärtlichkeiten kommen zum Austausch. Es ist wohl ein Überspielen der Perspektivlosigkeit, dass das Stück der Prozess in einer besonderen Art und Weise hervorhebt.

Das Stück der Prozess passt in die heutige Zeit. Diese Komödie beinhaltet Fantasie, aber zugleich eine große Menge an Wahrheit und vor allem ein Weckruf an uns alle einfach Mal über den Tellerrand hinauszuschauen.

Deniz Yücel der als Journalist ein Jahr lang ein Martyrium in einem Gefängnis erlebt hat, wird die Ansprache zur Eröffnung der 69. Bad Hersfelder Festspiele halten.

Nicht nur die Ansprache, sondern das Stück von Franz Kafkas der Prozess ist sehenswert und zugleich eine Mahnung an die Menschen sich zu wehren gegen die in vielen Staaten herrschende Ungerechtigkeit insbesondere in den Staaten wo Politiker ihre Machtbesessenheit an uns Menschen ausüben.


Von Harald Krichel - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=73752882

Deniz Yücel hält die Festrede zum Auftakt der 69.Bad Hersfelder Festspiele 

Der deutsch-türkische Publizist und Journalist Deniz Yücel wird die Festrede zum Beginn der Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine halten. Festspiel-Intendant Joern Hinkel freut sich, dass Deniz Yücel die Einladung angenommen hat, seine Neufassung und Inszenierung von Kafkas PROZESS am Freitag, den 5. Juli 2019, zu besuchen. Deniz Yücel war von 2007 bis 2014 Redakteur der taz und ist seit 2015 Türkei-Korrespondent der Welt. Der Journalist saß über ein Jahr ohne Anklageschrift in der Türkei im Gefängnis, davon lange Zeit in Einzelhaft. Der absurde Vorwurf: Terrorpropaganda. Erst im Februar 2018 wurde Deniz Yücel entlassen.

Intendant Joern Hinkel: „In Kafkas PROZESS geht es um eine willkürliche Verhaftung in einem Land, in dem die Rechtsstaatlichkeit immer mehr verloren geht.  Ich beobachte mit Sorge, was derzeit in der Welt passiert. Etwa, wie manche europäische Nachbarn Systeme jenseits der Rechtsstaatlichkeit installieren. Wie Lehrer, Journalisten und Politiker verschwinden oder mundtot gemacht werden – das passiert nicht nur in Schurkenstaaten, sondern in unserer Nachbarschaft. Auch in Deutschland wächst die Lust an der Denunziation. Menschen werden Dinge unterstellt, Mutmaßungen werden mit Tatsachen verwechselt, gleichzeitig verändern sich die Medien in Zeiten des Internets, die Wahrheit gerät durch steigenden Kostendruck, Aktualität und Sensationshunger immer öfter in den Hintergrund.“

Der Besuch von Deniz Yücel ist durch die Vermittlung des Staatsministers für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, möglich geworden, der sich seit vielen Jahren mit großem Engagement für die Bad Hersfelder Festspeile einsetzt. „Als ich mich vor einigen Monaten mit Intendant Joern Hinkel über Franz Kafkas DER PROZESS austauschte, kam mir sehr schnell Deniz Yücel in den Sinn. Sein Schicksal hat mich in meiner Arbeit als Europa-Staatsminister ganz besonders bewegt. Und ich werde die Zeit, als wir uns im Auswärtigen Amt um seine Freilassung bemühten, niemals vergessen. Seitdem stehen wir im Kontakt. Die lange Haftzeit hat sicher Spuren hinterlassen, aber sie konnte ihn nicht brechen. Er war, ist und bleibt ein freier Geist und kritischer, unbequemer Journalist. Ich bewundere ihn sehr. Es ist großartig, dass Deniz Yücel und seine Frau Dilek nach Bad Hersfeld kommen werden“, so Michael Roth.

Mit der Premiere von DER PROZESS in einer Fassung und Inszenierung des Intendanten und Regisseurs Joern Hinkel nach Franz Kafka beginnen die 69. Bad Hersfelder Festspiele, die der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier bei dem Festakt in der Stiftruine eröffnen wird. Auf der Bühne der beeindruckenden Stiftsruine steht ein Ensemble aus renommierten Bühnen- und Filmschauspielern. Es spielen: Ronny Miersch, Marianne Sägebrecht, Dieter Laser, Markus Majowski, Thomas Maximilian Held, Thorsten Nindel, Jürgen Hartmann, Corinna Pohlmann, Ingrid Steeger, Mathias Schlung, Maria Radomski, Günter Alt, Nicole Sydow und Lou Zöllkau.

Regisseur Joern Hinkel fasziniert Kafkas Text seit langem: „Kafkas Roman ist ausgesprochen vielschichtig. Auf den ersten Blick ist es eine Geschichte über den Verlust von Rechtsstaatlichkeit, ausgelöst durch eine undurchdringliche Organisation, ein anonymes „Gericht“, das durch seine Vorgehensweise elementare Menschenrechte verletzt. Aber es ist auch die Geschichte über eine schweigende Masse, die das Unrecht als gegeben hinzunehmen scheint. Josef K. begehrt auf. Er versucht, hinter das Unrechts-System zu blicken, und wird dafür bestraft. Auf den zweiten Blick ist der PROZESS eine Parabel über die Befreiung aus den Fesseln eines unzumutbaren, willkürlichen Gesetzes, über die Auflehnung gegen einen ungerechten Gott, der den Menschen in einer absurden Welt allein zu lassen scheint.“


Eröffnung der 69. Bad Hersfelder Festspiele:

Festakt 5. Juli 2019/ 18:00 Uhr

DER PROZESS
von Franz Kafka
Fassung für die Stiftsruine und Inszenierung: Joern Hinkel
Premiere: 5. Juli 2019/ 21:00 Uhr
Stiftsruine Bad Hersfeld



Nun ist es wieder soweit, die 69. Bad Hersfelder Festspiele beginnen mit den Proben.

Als erstes Stück wurde heute der Prozess von Franz Kafka vorgestellt.
„Der Roman ist ausgesprochen vielschichtig und eigentlich eine Geschichte über den Verlust von Rechtsstaatlichkeit, ausgelöst durch eine undurchdringliche Organisation, mit einem anonymen Gericht, das durch seine Vorgehensweise elementare Menschenrechte verletzt“ so Joern Hinkel in der Vorstellung.

Zur ersten Leseprobe waren Markus Majowski, Ingrid Steeger, Ronny Miersch, Thomas Maximilian, Thorsten Nindel, Dieter Laser gekommen. Marianne Sägebrecht die als Frau Grubach spielt, konnte aus Termingründen leider nicht teilnehmen.

Das Medienaufgebot an Journalisten und TV Kameras in der „Festspielfactory“ war immens, und zeigt deutlich das große Interesse an den Festspielen in Bad Hersfeld.
Der Bürgermeister der Stadt Bad Hersfeld Thomas Fehling ließ es sich nicht nehmen die Schauspieler im Namen der Kreisstadt zu begrüßen.

„Normalerweise ist jetzt der Moment, wo in Bad Hersfeld das sogenannte Festspielfieber beginnt“. „Aber in diesem Jahr steht unsere Stadt unter einer besonderen Herausforderung, nämlich dem Hessentag und da ist ganz Hessen zu Besuch in der Festspielstadt“, sagte Fehling bei der Begrüßung.

„Das Bad Hersfeld in den 10 Tagen die heimliche Hauptstadt von Hessen sein wird, ist auch für unsere Festspiele von immenser Bedeutung“, so Thomas Fehling.
Fehling hofft nicht, dass es während den Proben zu Einschränkungen kommt, „aber es werden viele Besucher in der Stadt unterwegs sein“.

„10 Tage Party in der Stadt und um die Stiftsruine herum wird hoffentlich die Schauspieler nicht aus dem Konzept bringen“, sagte Fehling und wünschte dem Intendanten Joern Hinkel und den Schauspielern in diesem Jahr erfolgreiche Festspiele.

„Ein Mann wird morgens in seinem Schlafzimmer von drei ihm unbekannten Menschen besucht und es wird ihm mitgeteilt, dass er verhaftet sei. Er erfährt nicht wer ihm etwas andichtet, wer ihn angeklagt hat und erfährt auch nicht warum er verhaftet wird, und das bleibt auch so für den Rest der Geschichte“, sagte Joern Hinkel zum Auftakt der Probe „Der Prozess“ von Franz Kafka.

Auch auf die Freiheit in diesem Land, die vorhandene Rechtssicherheit nehmen die drei Herrschaften überhaupt keine Rücksicht, das sei nun mal so und er hat sich zu fügen.
Es geht durch Instanzen, Freunde, Kollegen und Familie wird mit einbezogen und es entsteht eine Art unendliche Geschichte.

Was vor rund 100 Jahren den Lesern absurd vorkam, ist in der heutigen Zeit in vielen Ländern gang und gäbe. Menschen werden ohne Grund verhaftet, eingesperrt und vergessen. Keiner weiß, ob ihnen der Prozess gemacht wird und oftmals hört man nichts mehr von ihnen.

„Selbst bei unseren Nachbarländern, wird dies praktiziert obwohl sie sich als Demokratie bezeichnen“. „Die schleichende Änderung der eigenen Gesetze führt dazu, dass die Demokratie letztendlich unterlaufen wird“, so Joern Hinkel.

Vieles davon schrieb Franz Kafka vor über 100 Jahren in seinem Roman, also noch vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges.

Ein sogenannter Schlüsselroman, der in die Gegenwart geholt und in diesem Jahr in der Stiftsruine aufgeführt wird. „Es gibt eine neue, moderne Fassung für die diesjährigen Festspiele mit Blick auf die aktuellen politischen Geschehnisse, sagte Joern Hinkel bei der Vorstellung.

Das Theaterstück „Der Prozess“ in eine außergewöhnliche Handlung die umgesetzt und dabei Poesie, Finsternis, Humor und auch Musik enthält. Ein Theaterstück zum Nachdenken, denn vieles darin spiegelt sich in der heutigen Zeit wieder.
„Der Prozess“ passt ausgesprochen gut in die Stiftsruine, dazu noch mit einem außergewöhnlichen Schauspieler-Ensemble.


Die Uraufführung erfolgt am Freitag, 5. Juli um 21 Uhr zur Eröffnung der 69. Bad Hersfelder Festspiele 2019.

 



Neues Festspieldach 2019 in der Stiftsruine Bad Hersfeld

Ein neuer Regenschirm für die zukünftigen Festspiele in Bad Hersfeld

nun ist es so weit: Das eindrucksvolle historische Zeltdach der Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine wurde zum dritten Mal erneuert. Vor 25 Jahren wurde die Dachhaut ausgetauscht und hat wieder lange gehalten.

1968 wurde die großartige Konstruktion des Star-Architekten Frei Otto über dem Zuschauerraum installiert und schützt seitdem die Besucher vor Regen und Witterung. Das Dach hängt an netzartig aufgespannten Drahtseilen, befestigt an einem einzigen, 36 Meter hohen Mast.

Fast 23 000 Kilometer Polyestergarn wurden verarbeitet.

21 Elektromotoren fahren die rund 1500 qm große Dachhaut aus und ein. Die Konstruktion berührt das Gebäude nicht, eine Auflage des Denkmalschutzes.

Das Dach ist eine einmalige Konstruktion und architektonisches Vorbild für eine Vielzahl moderner Zeltbauten und Überdachungen, wie zum Beispiel die des Olympiastadions in München.

Das Bad Hersfelder Unternehmen „The Filament Factory“ sponserte das neue Zeltdach für die Stiftsruine, das in München bei der Firma Velabran konfektioniert wurde.

Richtfest









Hier die Worte des Zimmermanns (in Vertretung von Dietmar Wolf -Technischer Bühnenleiter).

Seit herzlich willkommen, die hier sich vereinen, so lass uns nach dem Brauch jetzt unser Richtfest halten.

Dietmar Wolf stellvertretend

Die Bad Hersfelder Ruine und die Festspiele, sind im ganzen Land bekannt, ab heute trägt sie ein neues weißes Gewand.

Die Festspielmitarbeiter möchte ich als erstes begrüßen, so ist es der Brauch und so reiche ich als Zimmermann euch als erstes die Hand. Denn unser Tun an der Kulisse, gibt eurem Wirken erst Bestand.

Unsere Freunde, Förderer und Sponsoren sind natürlich zuerst mit Dank gedacht. Haben sie doch das Dach mit ihrem wollen zum Stehen gebracht.
Ich dank dem Architekten, der zu diesem Himmelsdach den Plan erdacht. Was man für diesen Bau bezweckt, hat er durch sein Können erbracht.

Auch sei Dank dem Statik-Ingenieur den man für die Sicherheit gewann, was wäre ein Baum von Wert, wenn er sich nicht gegen Stürme wehrt.

Dank sei auch den vielen fleißigen Händen, die es formten und zum Himmel hochhievten. Ein Haus mit neuem Dach, das nun die Kunst beschirmt kann jeder Sehen der gern die Theaterwelt bestaunt. Von vielfältigen Geschichten wird uns die Bühne berichten.

Die Bühne lässt uns das erleben wonach wir gerne würden streben. Es ist die liebe Freud des Daseins, die Macht von Treue, Freiheit, Leid und Tod. Sind unseren Geschichten für das Publikum passend, ist das für uns ein großes Gut.

Ich wünsch ein volles Haus und gefüllte Kassen, bewahrt sei es von Sturm und Brand vom Blitz und hohen Wasserstand und auch vom Krieg.

Doch nun zum Schluss, so ist es der Brauch, reicht uns das Glas vom guten Weine. Das Glas zerschmettert auf die Erden, damit dieses Dach gesegnet sei.

Hintergrund (Auszug aus einem Beitrag der Freunde der Festspiele)

Es sollte noch bis 1968 dauern, bis einer der Entwurfseinreicher, Professor Dr. Frei Otto (1925-2015), den Traum vom Regendach für die Stiftsruine Wirklichkeit werden ließ. Heute ist es für die Festspiele eine fundamentale technische Einrichtung, auf die nicht verzichtet werden kann.

Die Dachhaut ist aus Trevira gefertigt, damals wurden die Fäden noch von der Hoechst AG in Bad Hersfeld hergestellt. Das Dach hängt an netzartig aufgespannten Drahtseilen, befestigt an einem einzigen, 36 Meter hohen Mast. 21 Elektromotoren fahren die 1500 m 2  große Dachhaut aus und ein. Die Konstruktion berührt das Gebäude nicht, eine Auflage des Denkmalschutzes. Zwischenzeitlich existiert bereits die 2. Überdachungsgeneration. Das heutige Dach wiegt ca. 1,2 Tonnen.

Die "Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine" ließ später auch Pläne für die Überdachung der Bühne anfertigen. Auch hierbei waren die Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten. Deshalb überschritt der notwendige Aufwand einerseits die finanziellen Möglichkeiten, andererseits ist auch heute noch zu bedenken, ob dann das Freilichterlebnis, das auch den Charme der Bad Hersfelder Festspiele ausmacht, nicht vollkommen abhandenkäme.

Frei Otto ist für eine wunderbare Konstruktion zu danken, die ein wichtiger Beitrag für die Bad Hersfelder Festspiele ist und neben dem einzigartigen Raum- und Kulturerlebnis auch das Wohlbefinden unserer Besucher gewährleistet.



(PM) Bad Hersfelder Festspiele 2019 mit vielen Stars

(PM) Marianne Sägebrecht, Karsten Speck, Ingrid Steeger, Thorsten Nindel, Markus Majowski, Thomas Maximilian Held, Ronny Miersch, Katharine Mehrling, Heinrich Schafmeister, Brigitte Grothum, Martin Semmelrogge u.v.a.

 Zur Pressekonferenz nach Bad Hersfeld kamen Welt-Star Marianne Sägebrecht, Ronny Miersch, Markus Majowski und Thorsten Nindel – sie werden alle im Sommer in DER PROZESS in der Fassung von Intendant Joern Hinkel auftreten.

Intendant Joern Hinkel stellte mit diesen Künstlern in einem Sitzungssaal des Amtsgerichtes Bad Hersfeld das Ensemble der 69. Bad Hersfelder Festspiele vor, die am 5. Juli mit der Premiere von DER PROZESS nach Franz Kafka eröffnet werden.

Ronny Miersch wird Josef K. in DER PROZESS spielen. Joern Hinkel ist froh, dass er die Hauptrolle trotz seiner vielen Theater-Engagements übernehmen wird: „Ronny Miersch habe ich zum ersten Mal im Schauspielhaus in Bochum auf der Bühne gesehen und war sofort fasziniert von seiner Präsenz. Mit vollkommener Ernsthaftigkeit spielte er da die komischsten Szenen. Seine Darstellung ist zielstrebig, klar, unverkünstelt, aber gleichzeitig strahlt er eine Zerbrechlichkeit und Verspieltheit aus. Ich war schon lange auf der Suche nach einem Schauspieler, der diese ehrgeizige, eitle, im Verlauf der Geschichte langsam an sich zweifelnde Hauptrolle verkörpern kann, diesen Joseph K., der kaum in der Lage ist, Gefühle zu zeigen und sich hinter der Maske des erfolgreichen Bankers versteckt, der scheinbar immer alles unter Kontrolle hat.“

Hier einige Eindrücke von der heutigen Pressekonferenz im  Amtsgericht









Bereits während des Studiums spielte Ronny Miersch am Schauspielhaus Bochum und blieb bis 2014 als festes Ensemblemitglied. 2012 wurde er mit dem Bochumer Theaterpreis in der Sparte „Bester Nachwuchskünstler“ ausgezeichnet. 

Seit 2014 ist er als freier Schauspieler und Choreograph für Bühnenkampf tätig. In dieser Zeit spielte er unter anderem am Staatstheater Augsburg den Brick in DIE KATZE AUF DEM HEISSEN BLECHDACH (Regie: Matthias Fontheim), an der Komödie am Kurfürstendamm in DER RAUB DER SABINERINNEN (Regie: Katharina Thalbach), am Theater Münster in EIN MANN, ZWEI CHEFS und FLOH IM OHR (Regie: Christian Brey), am Schauspielhaus Bochum in MONTY PYTHON`S SPAMALOT, DER MANN OHNE VERGANGENHEIT (Regie: Christian Brey) und VERBRECHEN UND STRAFE (Regie: Jan Klata). Zuletzt war er als Merkl Franz in KASIMIR UND KAROLINE (Regie: Frank Behnke) in Münster zu sehen. 

Außerdem spielt Ronny Miersch in verschiedenen Film- und Fernsehrollen, u.a. im TATORT Köln.

Marianne Sägebrecht, die nicht zuletzt auch durch Hollywood-Produktionen wie DER ROSENKRIEG mit Michael Douglas und Danny DeVito bekannt wurde, wird in DER PROZESS die Rolle der Haushälterin Frau Grubach übernehmen.

Intendant und Regisseur Joern Hinkel ist glücklich, dass Marianne Sägebrecht zugesagt hat: „Sie  ist eine Schauspielerin, die so viel Warmherzigkeit und Humor auf der Bühne ausstrahlt, wie ich es selten erlebt habe. In ihrem ganz eigenen, unverwechselbaren Ton wird sie die Haushälterin von Josef K. spielen, eine Frau, die sich um den Angeklagten sorgt wie um einen Sohn, manchmal mehr, „als ihr vielleicht zusteht“, wie sie selber sagt.
Ich bin überzeugt, dass ihre Wärme, ihre Offenheit und ihre direkte Art Kafkas Texten sehr zugute kommt. Seine Geschichten werden oft als düster empfunden, umso wichtiger ist es mir, das Stück mit Schauspielern zu besetzen, die  Dialoge leichtfüßig und unpathetisch sprechen können, ohne die Tiefe und Doppelbödigkeit zu verlieren - Marianne Sägebrecht scheint mir in diesem Sinne die ideale Besetzung von Frau Grubach.“
 

Joseph K. wird von am Morgen seines 30. Geburtstags von Willem und Franz verhaftet. Markus Majowski kehrt nach Bad Hersfeld zurück und spielt Willem. Er wurde durch die Sat.1-Comedy-Serie DIE DREISTEN DREI bekannt, spielte aber auch sechs Jahre lang an der Seite von Ulrich Mühe in DER LETZTE ZEUGE (ZDF). Im Kino wandert er zum Beispiel als Cookie mit OTTOS SIEBEN ZWERGEN durch den Wald. Und auch auf der Theaterbühne begeistert Markus mit Erfolgsstücken wie DIE 39 STUFEN (2017/ Bad Hersfelder Festspiele) oder WEIHNACHTEN AUF DEM BALKON (2018, Theater am Dom, Köln).

Franz wird von Thomas Maximilian Held gespielt. Ihn kennt das Publikum aus sieben Staffeln SECHSERPACK und vielen anderen TV-Produktionen wie  LENA - LIEBE MEINES LEBENS, HELEN DORN, DER HELDT, DER LETZTE BULLE oder SCHILLERSTRASSE (mit Jürgen Vogel). Der in Köln geborene Österreicher war in Helmut Dietls LATE SHOW oder auch im Kinofilm MIRACLE AT ST.ANNA in der Regie von Spike Lee zu sehen. Am Theater spielte er unter anderem in ZAUBERHAFTE ZEITEN in Düsseldorf, MESSIAS in Gelsenkirchen oder 2018 mit Jürgen von der Lippe in dem Stück DIE WOLLEN NUR SPIELEN.

Joern Hinkel hat die beiden Vertreter des Gerichts Franz und Willem, die Josef K. verhaften und später auch zu seiner Hinrichtung bringen, ganz bewusst mit zwei Erz-Komödianten besetzt: „Ich will erreichen, dass die Zuschauer - ähnlich wie Josef - die beiden Beamten zunächst nicht ganz ernst nehmen und sie unterschätzen. Josefs erste Reaktion ist: die machen sich einen Spaß mit mir. Umso unheimlicher stelle ich es mir vor, wenn sich diese komischen Figuren allmählich als gewissenlose Killer herausstellen.“

 

Thorsten Nindel lieben die Fernsehzuschauer spätestens seit seiner Rolle als Zorro in der LINDENSTRASSE. Und sie kennen ihn aus Serien wie DAS AMT (RTL) oder ROTE ROSEN (ARD) – auch hier spielte er Hauptrollen. Zu sehen war er auch in zahlreichen Folgen des TATORT und des POLIZEIRUF 110 (ARD), er war Polizist in DER LANDARZT, Kommissar im DOPPELTEN EINSATZ, Soldat in AFRICA MON AMOUR, Nazi in DER UNTERGANG DER GUSTLOFF, aber auch Feuerwehrhauptmann in EINE FÜR ALLE und ein russischer Mig-Pilot in UFOS ÜBER WATERLOO.              Der Schauspieler hat aber die Bühne nie richtig verlassen. So trat er mit Dirk Bach am Theater am Ku’damm in dem Zweipersonenstück KLASSENTREFFEN oder gleich in drei Hauptrollen in den VENEZIANISCHEN DRILLINGEN am Ernst Deutsch Theater auf. Festspielerfahrung sammelte er zum Beispiel bei den Salzburger Festspielen oder auch in Bad Segeberg. Thorsten Nindel spielt in DER PROZESS den Maler und Fotografen Titorelli. 

Ingrid Steeger wird im Sommer in der Stiftsruine in DER PROZESS ehemalige Nachtclub-Sängerin Gretchen Montag auftreten. Bekannt wurde sie durch Michael Pfleghars Kult-TV-Se­rie KLIMBIM, in der sie das Nummerngirl sowie die schräge Göre Gaby war. Die Serie wurde mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Unter der Regie von Michael Pfleghar dreht Ingrid Steeger auch die erfolgreichen Comedy-Serien ZWEI HIMMLISCHE TÖCHTER (1978) mit Iris Berben und SUSI (1980) mit Peer Augustinski. Danach war sie in vielen TV-Produktionen wie DER KOM­MISSAR, DERRICK, BEWEGTE MÄNNER oder auch EDEL & STARCK zu sehen. Auch in den Erfolgsmehrteilern WILDER WESTEN INKLUSIVE und DER GROSSE BELL­HEIM von Dieter Wedel spielte sie Hauptrollen. Zugleich feiert sie bis heute deutschlandweite Bühnenerfolge.

 

Zwei Publikumslieblinge kommen erneut nach Bad Hersfeld: Corinna Pohlmann und Matthias Schlung treten ebenfalls in DER PROZESS auf.

 

Kafkas PROZESS, einer der ersten Psychothriller der Weltliteratur, sprüht vor komischen, absurden Situationen, ist manchmal tiefsinnig und traurig, aber genauso naiv und verspielt. „Dass Kafka ein begeisterter Kinogänger und Witze-Erzähler war, merkt man den slapstick-haften Szenerien hier ganz besonders an“, sagt Regisseur Joern Hinkel.

 

„Kafka war ein regelmäßiger Besucher von Tanzlokalen, seine Erlebnisse aus dem Prager Nachtleben fließen auf jeden Fall in unsere Fassung mit ein“, betont Joern Hinkel. „Tagsüber irrt Josef K. durch die Instanzen der Gerichte, nachts versucht er, diesem Albtraum in Nachtclubs zu entfliehen. Es wird gesungen und getanzt, inspiriert durch die überbordende Swing-Musik der 20er Jahre. Ein Tanz auf dem Vulkan! Ich will versuchen, diese besondere Kafka’sche Mischung aus Poesie, Finsternis, Humor und Musik auf die Bühne zu bringen, mit einem ganz und gar außergewöhnlichen Schauspieler-Ensemble.“

 

Zum Inhalt: Der Bankangestellte Josef K. wird am Morgen seines dreißigsten Geburtstags in seinem Schlafzimmer verhaftet. Die beiden Herren, die plötzlich im Auftrag des Gerichts neben seinem Bett stehen und ihm genüsslich sein Frühstück wegessen, nennen ihm keine Gründe dafür. Vergeblich versucht er herauszufinden, weshalb er angeklagt wurde. Auf seiner fieberhaften Suche irrt er durch ein mysteriöses Gerichtsgebäude, dessen Kanzleien sich auf den Dachböden heruntergekommener Mietskasernen befinden. Am Ende findet er sich in einer leeren Kathedrale wieder: Hier sucht er nach Klarheit, nach Erlösung, doch selbst der Kaplan arbeitet im Auftrag des Gerichts ...

 

FUNNY GIRL mit Musical-Stars Katharine Mehrling, Alen Hodzovic, dem bekannten Schauspieler Heinrich Schafmeister und vielen anderen.

 

Auch FUNNY GIRL, das neue Musical des Sommers 2019, ist hochkarätig besetzt. Musical-Star Katharine Mehrling wird Fanny Brice spielen und die Entwicklung eines unscheinbaren Mädchens zum Star zeigen. Alle Träume scheinen in Erfüllung zu gehen. Eine große Karriere, ein wunderbarer Mann – der sich dann aber als ruinöser Spieler entpuppt. Diesen Nick Arnstein spielt Alen Hodzovic. Ihn kennen die Festspiel-Besucher zum Beispiel aus TITANIC in der Stiftsruine.

 

Auch Katharine Mehrling hat das Publikum in Bad Hersfeld bereits überzeugt: in KISS ME KATE (2014). Die gebürtige Hanauerin studierte in New York. Seit 2000 lebt sie in Berlin, wo sie bereits zum fünften Mal mit dem Publikumspreis Goldener Vorhang als beliebteste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde ihr 2016 der Berliner Bär und der BZ Kulturpreis verliehen. Es gibt kaum eine große Musical-Rolle, in der Katharine nicht inzwischen überzeugt hat. In dem speziell für sie geschriebenen Musical THE BIRDS OF ALFRED HITCHCOCK, 2010 im Stadttheater Bielefeld uraufgeführt, spielte sie außerdem die Rolle der Hollywood-Legende Tippi Hedren.

Dem Film- und Fernsehpublikum ist Katharine Mehrling durch den Bryan-Singer-Film OPERATION WALKÜRE und die TRAUMSCHIFF-Folge MAURITIUS bekannt. In dem in Kapstadt gedrehten Sat1 Film LIEBE AUF DEN ERSTEN TRICK war sie an der Seite von Dieter Hallervorden, Veronica Ferres und Steffen Groth zu sehen.

 

Die Rolle des Florenz Ziegfeld jr. in FUNNY GIRL wird Heinrich Schafmeister spielen. Die größte Popularität erlangte er durch seine Darstellung des Sängers Erich A. Collin im Kinofilm COMEDIAN HARMONISTS, für die er auch den Bayerischen Filmpreis bekam. Dem Fernsehpublikum ist er durch sehr viele Rollen bekannt, vor allem durch die des treuen WILSBERG-Freundes Manni Höch oder auch die Vaterrolle in der erfolgreichen Kinderserie WIE ERZIEHE ICH MEINE ELTERN.

 

Zum Ensemble von Regisseur Stefan Huber gehören außerdem Marianne Larsen, Marc Seitz, Sylvia Wintergrün, Pamela Zottele, Konstantin Zander und viele andere.

 

A LONG WAY DOWN mit Karsten Speck im Schloss Eichhof

 

Karsten Speck spielt Martin in A LONG WAY DOWN nach dem Roman von Nick Hornby in der Bühnenfassung von Bettina Wilts und der Regie von Christian Nickel.

Sein Handwerk erlernte der Schauspieler, Musiker und Moderator Karsten Speck an den Berliner Hochschulen Hanns Eisler und Ernst Busch. Nach seinem Diplom überzeugte Speck im politischen Kabarett DIE DISTEL in Berlin und erlangte als Moderator der Kult-Sendung EIN KESSEL BUNTES Berühmtheit. Rollen in den ZDF-Serien FREUNDE FÜR’S LEBEN, HALLO ROBBIE! und DAS TRAUMSCHIFF vergrößern seine Fangemeinde. Zuletzt war Karsten Speck in Christian Ulmens und Fahri Yardims Comedy-Format JERKS. auf ProSieben zu sehen. Er moderiert neben seinen Theater-Engagements derzeit auch die Show in Alfons Schuhbecks TEATRO in München.

 

In der Erfolgsproduktion und deutschen Erstaufführung SHAKESPEARE IN LOVE in der Regie von Antoine Uitdehaag treten auch im Sommer 2019 unter anderen Natalja Joselewitsch, Dennis Herrmann, Brigitte Grothum, Martin Semmelrogge, Jens Schäfer, Uwe Dag Berlin, Robert Joseph Bartl, Christian Schmidt, Bettina Hauenschild, Tilo Keiner, Hanns Jörg Krumpholz u.v.a.m. auf.

 

Der Publikumsrenner HAIR, inszeniert von Regisseur Gil Mehmert ist ebenfalls wieder erstklassig besetzt. Unter anderen spielen und singen Christof Messner, Bettina Mönch, Victor Hugo Barreto, Eva Zamostny, Ruth Fuchs und Thorsten Krohn.

 

NEU IM SPIELPLAN:
EMIL UND DIE DETEKTIVE

von Erich Kästner
als Musical für kleine und große Zuschauer ab 5 Jahren ab Sonntag, 11. August 2019 in der Stiftsruine.

 

Intendant Joern Hinkel zeigt auch in diesem Sommer wieder eine Inszenierung für kleine und große Zuschauer, Schulklassen und Familien. Er hat Erich Kästners EMIL UND DIE DETEKTIVE ausgewählt und wird selbst Regie führen: „Erich Kästners EMIL ist für mich eine Geschichte über Zusammenhalt, heute würde man sagen über „Solidarität“. Eine Gruppe von Kindern hilft, ohne mit der Wimper zu zucken, einem vollkommen fremden Jungen, der sich zum ersten Mal in einer Großstadt aufhält, bei der Jagd nach einem Dieb. Sie fangen den Gangster, indem sie zusammenhalten. Heute scheint es mehr Interesse an Mobbing und Wettbewerb, als an Zusammenhalt zu geben.“

 

Emil reist das erste Mal in seinem Leben in die Großstadt, nach Berlin zu seinen Verwandten. Seine Mutter hat ihm 140 Mark für die Großmutter mitgegeben. Aber kaum ist er im Eisenbahnabteil angekommen, wird ihm das Geld von einem Mitreisenden gestohlen. Weil Emil daheim etwas ausgefressen hat, traut er sich nicht, sich an den Polizisten auf dem Bahnsteig am Zoologischen Garten zu wenden. Also nimmt er auf eigene Faust die Verfolgung des Diebes auf. Auf seiner Suche wird er von einer Gruppe Berliner Jungs und Mädchen unterstützt. Ein großes Abenteuer inklusive nächtlicher Hotelbeschattung, Verfolgungsjagden und einem Finale in der Polizeiinspektion beginnt ...

Komponist Marc Schubring und Autor Wolfgang Adenberg haben aus Kästners Klassiker ein Musical für die ganze Familie geschaffen, das mit seinen gefühl- und temperamentvollen Songs das Berlin der 1920er Jahre wieder aufleben lässt.


Marianne Sägebrecht bei den Festspielen 2019 in Bad Hersfeld

Hollywood-Star Marianne Sägebrecht in Joern Hinkels Inszenierung DER PROZESS während der Bad Hersfelder Festspiele 2019

(PM) Intendant Joern Hinkel ist es gelungen, Welt-Star Marianne Sägebrecht für die Bad Hersfelder Festspiele 2019 und seine Inszenierung DER PROZESS (Premiere am 5. Juli 2019)  zu gewinnen.

Marianne Sägebrecht, die nicht zuletzt auch durch Hollywood-Produktionen wie DER ROSENKRIEG mit Michael Douglas und Danny DeVito bekannt wurde und gerade in BIER ROYAL im ZDF zu sehen war, wird in DER PROZESS die Rolle der Haushälterin Frau Grubach übernehmen.

Intendant und Regisseur Joern Hinkel ist glücklich, dass Marianne Sägebrecht zugesagt hat: „Marianne Sägebrecht ist eine Schauspielerin, die so viel Warmherzigkeit und Humor auf der Bühne ausstrahlt, wie ich es selten erlebt habe. In ihrem ganz eigenen, unverwechselbaren Ton wird sie die Haushälterin von Josef K. spielen, eine Frau, die sich um den Angeklagten sorgt wie um einen Sohn, manchmal mehr, „als ihr vielleicht zusteht“, wie sie selber sagt.
Ich bin überzeugt, dass ihre Wärme, ihre Offenheit und ihre direkte Art Kafkas Texten sehr zugute kommt. Seine Geschichten werden oft als düster empfunden, umso wichtiger ist es mir, das Stück mit Schauspielern zu besetzen, die  Dialoge leichtfüßig und unpathetisch sprechen können, ohne die Tiefe und Doppelbödigkeit zu verlieren - Marianne Sägebrecht scheint mir in diesem Sinne die ideale Besetzung von Frau Grubach.“

Und auch Marianne Sägebrecht freut sich auf die Zeit in Bad Hersfeld und die Zusammenarbeit mit Joern Hinkel: „Ich bin immer neugierig  auf Rollen, die sich spannend in mein Lebensprofil einfügen. Frau Grubach ist eine solche Rolle. Ich kenne Joern Hinkel schon seit über 20 Jahren und habe  mich im vergangenen Sommer bei unserer erfolgreichen Zusammenarbeit  für  „Romeo & Julia“  in Bad Hersfeld sehr wohl und geborgen gefühlt.“

Joern Hinkel lernte Marianne Sägebrecht vor 20 Jahren nach Abschluss seines Studiums der Opern- und Theaterregie bei August Everding an der Bayerischen Theaterakademie während eines Ausfluges in die Filmwelt als Praktikant bei den Dreharbeiten zu GANZ UNTEN, GANZ OBEN von Matti Geschonneck kennen. Beide schätzen sich seitdem sehr.

Im letzten Sommer trat Marianne Sägebrecht deshalb zum ersten Mal in der Stiftsruine auf. Im Rahmen des Konzertes des Hessischen Staatsorchesters mit dem Titel ROMEO UND JULIA las sie gemeinsam mit Robert Joseph Bartl zur Musik passende Texte.

Marianne Sägebrecht

wurde von Filmregisseur Percy Adlon für die Leinwand entdeckt und drehte vier Filme mit ihm: DIE SCHAUKEL, ZUCKERBABY, OUT OF ROSENHEIM und ROSALIE GOES SHOPPING. Dass Marianne Sägebrecht die Herzen der Zuschauer erobert, blieb auch in Hollywood nicht unerkannt. Sie stand mit Michael Douglas und Danny DeVito in DER ROSENKRIEG vor der Kamera, spielte mit John Malkovich in DER UNHOLD, mit Michel Piccoli in MARTHA UND ICH und mit Gérard Depardieu in ASTERIX UND OBELIX GEGEN CÄSAR. Nach zahlreichen TV-Produktionen kehrte Sägebrecht 2012 in der Rolle der Oma Marguerita in Tomy Wigands OMAMAMIA auf die Leinwand zurück. 2014 war sie im international preisgekrönten Film DER KREIS von Stefan Haupt zu sehen, der auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin Premiere feierte.

Marianne Sägebrecht wurde vielfach ausgezeichnet, 1982 mit dem Schwabinger Kunstpreis, 1986 mit dem Ernst-Lubitsch-Preis für ZUCKERBABY und 1988 mit dem Filmband in Gold und dem Bambi für OUT OF ROSENHEIM. Für ihre Rolle an der Seite von Michel Piccoli in Jirí Weiss’ MARTHA UND ICH wurde Marianne Sägebrecht 1991 auf dem Filmfestival von Seattle als „Beste Darstellerin“ ausgezeichnet. 2003 wurde ihr der Bayerische Verdienstorden verliehen.

In PETTERSSON UND FINDUS – FINDUS ZIEHT UM übernahm Sägebrecht die Rolle der Nachbarin Beda. Zu ihren Kinorollen gehören außerdem Parts in der österreichischen Produktion ERIK & ERIKA (2017) von Reinhold Bilgeri und in Jeffrey Freedmans Filmbiografie BACH mit Max von Sydow, Gérard Depardieu und Axel Milberg.

Gerade war sie im ZDF in dem Comedy-Zweiteiler BIER ROYAL mit Gisela Schneeberger, Lisa Maria Potthoff und Ulrike Kriener zu sehen.

 

DER PROZESS

Was Josef K. an seinem dreißigsten Geburtstag widerfährt, ist nur der Beginn einer atemberaubenden, irrwitzigen Odyssee. – Kafkas PROZESS, einer der ersten Psychothriller der Weltliteratur, sprüht vor komischen, absurden Situationen, ist manchmal tiefsinnig und traurig, aber genauso naiv und verspielt. Dass Kafka ein begeisterter Kinogänger und Witze-Erzähler war, merkt man den slapstick-haften Szenerien hier ganz besonders an.

Festspiel-Intendant Joern Hinkel hat den PROZESS eigens für die riesige Bühne der Bad Hersfelder Stiftsruine bearbeitet: „Kafka ist ein lustvoller Beschwörer der kleinen Absurditäten des Alltags, ganz klar ein Vorbild für die peniblen Wortverwicklungen eines Loriot, für den schwarzen Humor der Coen-Brüder oder die surrealen Traumlandschaften eines René Magritte. Sein PROZESS ist ein Fest der Poesie des Scheiterns, ein Sammelsurium außergewöhnlicher Liebesszenen in leeren Gerichtssälen, dunklen Gängen, Nachbarszimmern, Büros und verwinkelten Küchenschränken, ein Zeremoniell des bürokratischen Irrsinns, ein schillerndes Panoptikum zärtlicher, hilfloser, finsterer, lebenshungriger Figuren“ betont Hinkel, „und ein Plädoyer gegen die Verletzung der Grundrechte. Kafkas Roman war selten so aktuell wie heute!“

Der Bankangestellte Josef K. wird am Morgen seines dreißigsten Geburtstags in seinem Schlafzimmer verhaftet. Die beiden Herren, die plötzlich im Auftrag des Gerichts neben seinem Bett stehen und ihm genüsslich sein Frühstück wegessen, nennen ihm keine Gründe dafür. Vergeblich versucht er herauszufinden, weshalb er angeklagt wurde. Auf seiner fieberhaften Suche nach den Gründen irrt er durch ein mysteriöses, nicht greifbares Gerichtsgebäude, dessen Kanzleien sich auf den Dachböden heruntergekommener Mietskasernen befinden. Am Ende findet er sich in einer leeren Kathedrale wieder: hier sucht er nach Klarheit, nach Erlösung, doch selbst der Kaplan arbeitet im Auftrag des Gerichts...

Kafkas PROZESS – eine Hymne an die Fantasie, ein Hohelied der Liebe aus heiterem Himmel, ein Irrgarten, eine Komödie im Dunkeln, ein fiebernder Weckruf, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen!

  

DER PROZESS
von Franz Kafka
Fassung für die Stiftsruine und Inszenierung: Joern Hinkel
Premiere: 5. Juli 2019
Stiftsruine Bad Hersfeld

FUNNY GIRL
Inszenierung Stefan Huber
Premiere: 12. Juli 2019
Stiftsruine Bad Hersfeld

SHAKESPEARE IN LOVE
Inszenierung: Antoine Uitdehaag
Premiere: 6. Juli 2019
Stiftsruine Bad Hersfeld

HAIR
Inszenierung Gil Mehmert
Premiere: 16. August 2019
Stiftsruine Bad Hersfeld

A LONG WAY DOWN
nach dem Roman von Nick Hornby
in der Bühnenfassung von Bettina Wilts
Inszenierung: Christian Nickel
Uraufführung: 20. Juli 2019
Schloss Eichhof

ANNETT LOUISAN
LIVE 2019

29. Juli 2019
Stiftsruine, Bad Hersfeld

Tickets und Informationen: 
Telefon +49 6621 640200 
ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de
 
www.bad-hersfelder-festspiele.de



Joern Hinkel bleibt bis 2022 Intendant der Bad Hersfelder Festspiele

(PM) Joern Hinkel wird bis 2022 Intendant der Bad Hersfelder Festspiele bleiben. Der Magistrat der Kreisstadt und der der 48-jährige Festspielleiter einigten sich jetzt auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung.

Joern Hinkel arbeitet seit 2014 für die Festspiele und ist seit Februar dieses Jahres deren Intendant. Nach Ansicht des Magistrates habe er „das Intendantenamt unter schwierigen Umständen übernommen und die Festspiele mit Umsicht und Kompetenz durch eine sehr erfolgreiche Spielzeit 2018 geführt.“

Nachdem Hinkel mit der Spielzeit 2019 seine ersten eigenen Planungen als Intendant vorlegte und sein Konzept sich durch einen hervorragenden Vorverkaufsstart bestätigt hat, beschloss der Magistrat der Kreisstadt Bad Hersfeld in seiner gestrigen Sitzung, den Vertrag des Intendanten schon jetzt zu verlängern.

Dazu Bürgermeister Thomas Fehling, Vorsitzender des Gremiums: „Wir freuen uns sehr, dass Herr Hinkel dieses Angebot angenommen hat. Damit haben wir nun Kontinuität bis 2022 und können mit ihm den eingeschlagenen Weg der Modernisierung der Festspiele weiter voranbringen. Wir werden zielgerichtet daran arbeiten, die Bad Hersfelder Festspiele als hessischen kulturellen Leuchtturm zu erhalten und zum führenden Freiluft-Theater in Deutschland zu machen.“

Im Namen des Magistrates hatte Fehling zuvor die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, und den hessischen Ministerpräsidenten Bouffier über die Entscheidung unterrichtet.

Auch in diesem Schreiben machte er das volle Vertrauen der Stadt in Joern Hinkel deutlich: „Nicht nur auf der Bühne hat Joern Hinkel dabei eigene Akzente gesetzt; auch in der Bad Hersfelder Bürgerschaft, bei den politischen Entscheidungsträgern, den Partnern und den Medien hat er sich durch sein engagiertes Bekenntnis zu den Festspielen, seine Zugänglichkeit und seinen klugen Humor in kürzester Zeit großen Respekt und Anerkennung verschafft.“

Der Vertrag soll in den nächsten Tagen unterschrieben werden.

Das Schlusswort gehört Joern Hinkel selbst: "Dem Magistrat und Bürgermeister Thomas Fehling bin ich dankbar für das Vertrauen, das sie in meine Arbeit setzen, und freue mich auf eine konstruktive und kreative Zusammenarbeit. Dass die Stadt Bad Hersfeld meinen Vertrag bis zur Spielzeit 2022 verlängert hat, ermöglicht es mir nun, längerfristig zu planen. Ich kann jetzt die Vorgespräche, die ich mit Regisseuren, Autoren, Komponisten und Schauspielern für die kommenden Jahre geführt habe, konkretisieren.

Ich übernehme diese Aufgabe mit Respekt vor der Verantwortung, aber auch mit großer Freude. Das liegt an der guten Zusammenarbeit mit dem Land Hessen, dem Bund und dem Landkreis und an der großzügigen, nicht nur finanziellen Unterstützung durch Sponsoren, Förderer und Freunde.

Ich habe Mitarbeiter, auf die ich mich zu hundert Prozent verlassen kann. Ich habe die Möglichkeit, auf einer der schönsten, beeindruckendsten Bühnen, die ich je gesehen habe, Theater zu machen, mit Künstlern, die hier auftreten, weil sie für die Festspiele und den Spielort brennen. Die von einem Publikum getragen werden, das aus dem ganzen deutschsprachigen Raum anreist, weil es hier etwas Einmaliges zu erleben hofft. Ich weiß, dass die Menschen, die nach Bad Hersfeld kommen, Mitarbeiter, Darsteller und Zuschauer, hier nicht das Alltägliche erwarten, sondern die Ausnahme. Die Bad Hersfelder Festspiele bedeuten für sie nie das Gewohnte, sondern das Besondere."


c: Stadt TV Bad Hersfeld - Joern Hinkel, Intendant der Bad Hersfelder Festspiele

Auf ein Wort

Unsere Welt ist im Umbruch. Demokratien verschwinden, manche stillschweigend, manche mit lautem Getöse. In vielen Ländern wird der Ruf nach einem starken Anführer laut, zu misstrauisch sind die Menschen gegenüber jahrelangen Bündnissen, alt eingesessenen Strukturen.

Große „Volkswirtschaften“ verlieren ihre Wähler – und die Nutznießer dieser Verunsicherungen sind Schreihälse, Angstmacher, Demagogen, Kraftmeier. Dabei wären in einer immer komplizierter werdenden Welt, die voller Hunger, Krieg und Flucht ist, voller religiösem und politischen Größenwahn, die gleichzeitig in einem unfassbaren Tempo täglich neue Technologien entwickelt, die immer vernetzter, durchsichtiger und undurchsichtiger wird, verantwortungsvolle Menschen vonnöten, um die Rahmenbedingungen für unser aller Leben mitzugestalten.

Wie konnte es soweit kommen? Was kann man dagegen unternehmen? Ist es möglich, aus der Geschichte und begangenen Fehler zu lernen?
Leider kann ich diese Fragen nicht beantworten. Vermutlich gibt es keine zufriedenstellenden Antworten darauf. – Was wir tun können, ist uns gegenseitig zu erzählen und zuzuhören. Wie ist es anderen in den Zeiten von Revolution und Krieg gegangen? Wie gingen sie mit ihrem neu errungenen Frieden um? Was für Zeugnisse haben uns Autoren, Komponisten, Historiker oder Maler hinterlassen? Wie spiegeln sich ihre Zweifel, Ängste und Hoffnungen in unserem Alltag wieder?

Theaterspielen ermöglicht Simulation und Reflektion. Wir bemühen uns, so aufrichtig wie möglich emotionale Versuchsanordnungen zu schaffen, in denen Sie, liebe Zuschauer, sich wiederfinden und selbst befragen können: „Wie würde ich in einer solchen Lage handeln? Was würde ich empfinden? Halte ich das, was die Figur auf der Bühne tut, für richtig oder falsch?“ – Ich wünsche mir, dass es unserem Darsteller-Ensemble und allen Mitarbeitern auf und hinter der Bühne gelingt, in die vergangenen Welten der Autoren einzutauchen, ihren Figuren Leben einzuhauchen, dabei gleichzeitig etwas über unsere eigene Zeit zu erfahren und unser Publikum zu verzaubern, zu bewegen und zu inspirieren.

Joern Hinkel
Intendant der Bad Hersfelder Festspiele



Der Prozess, Funny Girl, Shakespeare in Love und Hair in 2019

Die 69. Bad Hersfelder Festspiele vom 5. Juli bis zum 1. September 2019 wurden anlässlich einer Pressekonferenz in der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg vom Intendanten Joern Hinkel vorgestellt.

„Geschichten voller Liebe und Widerstand“, so bezeichnet Joern Hinkel die neuen Stücke im Spielplan 2019.

Das Theaterstück der Prozess ist seiner Meinung nach eine Hymne an die Fantasie, zugleich ein Hohelied der Liebe aus heiterem Himmel, ein Irrgarten, aber auch eine Komödie im Dunkel und ein Weckruf wenigsten einmal über seinen eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

Die Komödie „der Prozess“ wurde eigens für die Stiftsruine von Joern Hinkel bearbeitet.

Josef Kafka, von dem das Theaterstück „der Prozess“ stammt ist ein lustvoller Beschwörer der kleinen Absurditäten des Alltags, ein Vorbild für Wortverwicklungen eines Loriot. Dabei darf auch nicht der schwarze Humor der Coen-Brüder fehlen. Ein Stück mit einem Sammelsurium außergewöhnlichen Liebesszenen in leeren Gerichtssälen, in dunklen Gängen, Nachbarszimmern und auch ein Plädoyer gegen die Verletzung der Grundrechte betonte Joern Hinkel bei der Vorstellung.

Eindrücke von der Pressekonferenz

Wer bekommt das beste Bild

Zahlreiche Journalisten aus nah und fern

Wer ist der Erste der Veröffentlicht

Vorstellung der Theaterstücke 2019


Hervorragendes Catering durch Familie Bücking

Ein Theaterstück, das zum Nachdenken anregt und hervorragend geeignet ist zur Aufführung auf der großen Bühne in der Stiftsruine. Was die wenigsten wissen, ist das Theaterstück von Josef Kafka einer der ersten Psychothriller der Weltliteratur und ganz nebenbei wohl auch der erste Psychothriller in der Stiftsruine in Bad Hersfeld.

Es muss also nicht immer das Fernsehgerät für ein solches Stück eingeschaltet werden. Auch die Stiftsruine ist dazu gerade in idealer Weise geeignet. Breitbandfernsehen in Echtzeit und bequemes Sitzen wie Zuhause ist allemal garantiert.

Hinreisende Songs und eine außergewöhnliche Liebesgeschichte bietet das Musical „Funny Girl“ als zweites großes Ereignis bei den Bad Hersfelder Festspielen 2019.

Das Musical „Funny Girl“ basiert auf einer wahren Begebenheit im Leben von Funny Brice kurz vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Als Entertainerin, Sängerin, Komikerin schlägt sie sich auf dem amerikanischen Kontinent durch Leben. Ihre Karriere begann in der Lower East Side von New York.

Funny Girl wurde 1964 in Bosten uraufgeführt und 1968 mit Barbra Streisand und Omar Sharif verfilmt. Die Inszenierung erfolgt durch Stefan Huber unter der musikalischen Leitung von Christoph Wohlleben.

Mit „Funny Girl“ ist dem Intendanten wieder einmal gelungen ein weiteres großes Musical nach „Hair“ für die Bad Hersfelder Festspiele im kommenden Jahr zu gewinnen.

Das Musical „Hair“ wird auch in 2019 wieder Bestandteil der Festspiele sein, so wie das Theaterstück „Shakespeare in Love“. Beide Aufführungen hatten in diesem Jahr einen großartigen Erfolg erzielt.

Geschichten zum Nachdenken, spannende Momente nicht nur im Fernsehen und musikalische Unterhaltung bieten im kommenden Jahr die 69. Bad Hersfelder Festspiele.
Das Publikum wird also auch in 2019 garantiert verzaubert und gleichzeitig inspiriert bei den großartigen Aufführungen in der Stiftsruine in Bad Hersfeld.



Ministerpräsident Bouffier unterstützt die Umwandlung der Bad Hersfelder Festspiele in eine GmbH

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat in einem Brief an den Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling  seine Unterstützung bei der Umstrukturierung der Bad Hersfelder Festspiele in eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) zugesagt.

„Die Umwandlung der Bad Hersfelder Festspiele in eine gGmbH halte ich aus fachlicher Sicht im Sinne der Festspiele für ein sinnvolles Vorhaben. Dies zeigt auch das Gutachten der Firma Actori aus dem Jahr 2014. Die meisten Großfestivals werden inzwischen als GmbH geführt“, schrieb der Ministerpräsident in dem Brief vom 21. August.

Er nennt dabei als Beispiele die Salzburger Festspiele, die Bregenzer Festspiele, das Beethovenfest Bonn, den Heidelberger Frühling, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die Schwetzinger Festspiele, die Händel-Festspiele Göttingen und die Nibelungen-Festspiele Worms.

„Die Vorteile einer solchen Ausgründung dürften zunächst vor allem auf Seiten Ihrer Kommune liegen, daneben wird dem künstlerisch-operativen Betrieb die Arbeit deutlich erleichtert. So dürfte die Steuerung des Betriebes deutlich schneller und effizienter zu bewältigen sein als innerhalb einer kommunalen Verwaltung“, heißt es weiter in dem Brief von Volker Bouffier. Weitere Positiva seien: Flexibler Mitteleinsatz, Verbleib von Gewinnen im Unternehmen, Auflösung der Differenz zwischen Haushaltsjahr und übergreifender Saisonplanung (dadurch überjährige Planungssicherheit), Stärkung der Fachlichkeit in den Aufsichtsgremien. Zudem sei die Einbindung weiterer Gesellschafter möglich.

„Aus Sicht der Landesregierung kann ich Sie daher in Ihrem Vorhaben nur bestärken und darf Ihnen versichern, dass wir dies gerne wohlwollend begleiten werden“, so der Ministerpräsident.

Zwar erscheine es zunächst nicht erforderlich, dass das Land selbst als Gesellschafter der gGmbH beitrete. Als maßgeblicher Zuschussgeber wäre es allerdings sinnvoll und wünschenswert, wenn das Land einen oder mehrere Sitze im Aufsichtsrat bekommen würde.

„Ich wäre Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie dies entsprechend in der noch zu konzipierenden Satzung berücksichtigen könnten. Ein möglicher Beitritt des Landes zur Gesellschaft kann dann auch zu einem späteren Zeitpunkt noch erfolgen. Die Förderung der Festspiele wäre damit auch zu keiner Zeit gefährdet“, erklärte der Ministerpräsident in dem Schreiben, in dem er Bürgermeister Thomas Fehling zudem für sein großes Engagement dankte. 

Der Bad Hersfelder Bürgermeister hatte den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier im Juli in einem Brief um Unterstützung zur Ausgründung der Festspiele in eine gGmbH gebeten und freut sich über die aktuelle Antwort aus der Staatskanzlei.

Voraussichtlich im September und Oktober werden die politischen Gremien in Bad Hersfeld über die Umwandlung der Festspiele in eine gGmbH entscheiden.


Hervorragendes Ergebnis für die 68. Bad Hersfelder Festspiele Gesamtauslastung von rund 86 Prozent - Punktlandung bei den Einnahmenzielen: Großer Erfolg für Intendant Joern Hinkel

Intendant Joern Hinkel hat in seiner ersten Spielzeit bei den Bad Hersfelder Festspielen eine Punklandung erzielt. Die Festspiele 2018 gingen mit einer hervorragenden Gesamtauslastung zu Ende, insgesamt wurden rund 86 Prozent aller Karten (Gesamtkapazität rund 110.000) verkauft, über 94.000 Besucher kamen in diesem Sommer zu den Bad Hersfelder Festspielen. Auch das Einnahmeziel von über 4,2 Millionen Euro wurde erreicht, das belegen die aktuellen Zahlen. Festspiel-Intendant Joern Hinkel ist glücklich über dieses erfolgreiche Ergebnis: ,,Meine Erwartungen wurden übertroffen, ich bin sehr zufrieden. Dass wir unseren Zuschauern so unglaublich unterschiedliche, kraftvolle und mitreißende Inszenierungen zeigen konnten, verdanke ich einem phantastischen Team auf und hinter der Bühne. Darsteller und Gewerke haben voller Hingabe und Hand in Hand zusammengearbeitet, mit einer unfassbaren Liebe zum Detail. Und einen strahlenderen Sommer konnte man sich für Theaterfestspiele kaum wünschen! Selten wurde das Zeltdach über der Zuschauertribüne so oft geöffnet wie in dieser Saison!“

Krisensituation gemeistert

Bei diesen Festspielen ging es um viel mehr als nur um Zahlen, es ging Anfang des Jahres um die Frage, ob sie in diesem Sommer überhaupt stattfinden würden. Denn nach dem unerwarteten Rücktritt von Dieter Wedel als Intendant im vergangenen Januar war unklar, wie sich die Festspiele entwickeln würden. Die kaufmännische Leiterin Andrea Jung dankte Bürgermeister Thomas Fehling und dem Magistrat für die schnelle und einmütige Entscheidung, Joern Hinkel ein Mandat für zwei Jahre zu erteilen. Damit wurden die Weichen auf Erfolg gestellt. Mit dem Engagement von Joern Hinkel, der den Mut hatte, in dieser Krisensituation das Amt des Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele zu übernehmen, wurde eine Spielzeit 2018 ohne Abstriche und Einbußen wieder möglich. Durch die schwierige Situation Anfang des Jahres ist diese Bilanz zunächst in keiner Weise mit anderen Festspieljahren zu vergleichen – trotzdem wurden die geplanten Einnahmen erreicht. Es wäre nicht seriös, diese Saison mit der vergangenen zu vergleichen. Denn mit dem populären Lutherjahr 2017 entstand schon im Vorfeld ein besonderes Interesse an der Inszenierung MARTIN LUTHER – DER ANSCHLAG, das man in der Geschichte der Festspiele als einmalig bezeichnen kann (bereits vier Monate vor der Premiere war das Schauspiel ausverkauft). Nimmt man das Jahr 2016 zum Vergleich, in der das erste Mal die HEXENJAGD in einer Inszenierung von Dieter Wedel gezeigt wurde, kommt man auf eine Gesamtauslastung von 88 Prozent, damals besuchten rund 94.000 Zuschauer die Veranstaltungen der Festspiele (abzüglich der Vorstellungen auf der Spielwiese, die heute als Aufführungsort nicht mehr existiert). 

Der neue Intendant hatte viele Hürden zu überwinden, denn bei Mitarbeitern und Publikum herrschte gleichermaßen große Unsicherheit. Würden die angefragten Darsteller und Teammitglieder für einen neuen Intendanten und einen geänderten Spielplan zur Verfügung stehen? Würden bei der Eröffnungspremiere weiterhin prominente Gäste über den Roten Teppich vor der Stiftsruine laufen? Kann das riesige bundesweite Medieninteresse gehalten werden? Würden die Zuschauer wie in den letzten Jahren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum anreisen?

„Mit einer unglaublichen Ruhe und Gelassenheit gab Joern Hinkel den Ton an, damit schaffte er es, das Vertrauen in die Bad Hersfelder Festspiele nach innen und nach außen in kürzester Zeit wieder zu stärken“, erklärt die kaufmännische Leiterin Andrea Jung. Ein ganzes Team, von den Gewerken über die Schauspieler bis hin zur Verwaltung, stehe geschlossen hinter Joern Hinkel, so Jung. Bürgermeister Thomas Fehling hob bereits in seiner Rede bei der Festspiel-Eröffnung am 6. Juli den unermüdlichen Einsatz, und auch den hohen künstlerischen Anspruch des neuen Intendanten hervor. „Wir freuen uns auf die nächste Spielzeit mit ihm“, erklärt der Bürgermeister und hofft, dass bis dahin endlich die Weichen für die Umwandlung der Festspiele in eine gGmbH gestellt sind. Ende September soll in der Stadtverordnetenversammlung darüber entschieden werden. „Das würde die Organisation von Festspielen dieser Größenordnung wesentlich erleichtern. Denn die kommunalen Richtlinien und die Art des modernen  Managements, die ein solcher Kultur-Event braucht, passen einfach nicht zusammen“, erklärt Thomas Fehling. 
Der neue Intendant Joern Hinkel führt die Bad Hersfelder Festspiele nach dem Konzept von Dieter Wedel weiter und entwickelt dabei seine eigene künstlerische Handschrift, bescheinigen ihm die Medien. Er schafft Netzwerke, begeistert durch unkonventionelle Reden, wie beispielsweise bei der Verleihung der Abiturzeugnisse in der Stiftsruine oder beim Festakt zur Eröffnung der Festspiele, und beeindruckt mit seinem Führungsstil und hoher künstlerischer Qualität auch die Medien regional und überregional.

 

Alle reden über PEER GYNT

Zu Hinkels schwierigsten Entscheidungen zählte gleich am Anfang, DAS KARLOS-KOMPLOTT von Dieter Wedel aus dem Programm nehmen zu müssen. Zwei ausschlaggebende Gründe hatte es dafür gegeben: Ein Wedel-Stück ohne Wedel wäre in der kurzen Zeit einfach nicht umsetzbar gewesen. Und: Das Stück hätte nach den Vorwürfen gegen Dieter Wedel wohl kaum die Chance auf eine objektive künstlerische Betrachtung gehabt. So wurde PEER GYNT von Henrik Ibsen kurzfristig auf den Spielplan gesetzt. Zur Eröffnung der Festspielsaison 2018 kamen neben zahlreichen Prominenten aus Fernsehen, Theater, Wirtschaft, Sport und Politik auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier sowie der Vize-Kanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Regisseur Robert Schuster inszenierte PEER GYNT in einer neuen modernen Fassung für die Bad Hersfelder Festspiele mit einem ungewöhnlichen, international besetzten Ensemble (mit Christian Nickel, Andreas Schmidt-Schaller, Nina Petri, Anouschka Renzi, Pierre Sanoussi-Bliss, André Hennicke, Claude-Oliver Rudolph, Corinna Pohlmann, Leena Alam u.a.) und beeindruckender Bühnentechnik mit zwei mobilen Leinwänden.

Der zweifache Hersfeld Preisträger Christian Nickel wurde als PEER GYNT bejubelt, Corinna Pohlmann erhielt für ihre Darstellung der Ingrid und der Trollprinzessin den Hersfeldpreis 2018. Das Stück, das eine ganz neue Sicht auf die Suche des Peer nach Erfüllung seiner Träume, nach Bedeutung und Reichtum wagte, erhielt viele positive Kritiken. So bezeichnete beispielsweise Judith von Sternburg von der Frankfurter Rundschau PEER GYNT als „schauwertes, schönes Theater“, und Bettina Fraschke von der HNA Kassel sah in dem Stück einen „modernen, opulenten Bilderbogen“. Auch sie lobte das ,,großartig aufspielende Ensemble“. Beeindruckt vom Stück zeigte sich ebenso Christoph A. Brandner von der Fuldaer Zeitung: ,,Die Inszenierung – eine, wenn nicht gar die mutigste, ja die kühnste in der Festivalhistorie – ist eine Demonstration beindruckenden Regie-Theaters und rückt die Bühne in das Zentrum spannender Dispute.“ Die Premiere beglücke, irritiere und provoziere mit einer bildmächtigen, hochaktuellen, aber auch verwirrenden Bedeutung von PEER GYNT. 

Selten wurde über ein Stück in den letzten Jahren so lebendig diskutiert, während viele Zuschauer jubelten, blieben aber auch einige irritiert zurück. Peer Gynt erzielt trotz eines zweieinhalb- monatigen Marketing- und PR-Rückstandes aufgrund der kurzfristigen Planung eine Auslastung von 63 Prozent in 18 Aufführungen. Dazu Joern Hinkel: ,,PEER GYNT hat natürlich die Gemüter gespalten, aber es freut mich, dass die Inszenierung die Menschen so bewegt hat. Selten haben die Leute so nachhaltig über ein Stück geredet und diskutiert. Fast jeden Tag habe ich Mails von Zuschauern bekommen nach ihrem Besuch von PEER GYNT, die meisten davon waren positiv. “ 

Die kaufmännische Leiterin Andrea Jung ist mit dieser Auslastung zufrieden:  „In Anbetracht der Tatsache, dass für PEER GYNT überhaupt erst am 17. Mai das Ensemble der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte, sind 63 Prozent Auslastung ein gutes Ergebnis!“      

Große Erfolge im  Schloss Eichhof

Neues wagte Intendant Joern Hinkel auch im Schloss Eichhof, der kleinen Festspielbühne mit 230 Plätzen, mit dem Hemingway-Bestseller DER ALTE MANN UND DAS MEER (Sieben Aufführungen, 100 Prozent Auslastung) und Horst Janson in der Hauptrolle, indem er dort erstmals ein ernstes Stück auf den Spielplan setzte. Die Kritiker lobten Horst Jansons wunderbare Darstellung als Fischer Santiago. Außerdem inszenierte Joern Hinkel im Eichhof mit großem Erfolg die Komödie INDIEN (22 Veranstaltungen, 90 Prozent Auslastung) von Josef Hader und Alfred Dorfer über zwei „Grantler“, die sich mühsam während einer Wirtshaus-Odyssee zusammenraufen, über Träume von einem besseren Leben. In der Rolle der zwei unterschiedlichen Restauranttester begeisterten Robert Joseph Bartl als Kurt Fellner und Mathias Znidarec als Heinz Bösel Publikum und Kritiker gleichermaßen. 

SHAKESPEARE IN LOVE: Das erste Mal auf einer deutschen Bühne

Als Joern Hinkel von einer Aufführung von SHAKESPEARE IN LOVE im Wiener Theater in der Josefstadt erfuhr, sicherte er sich durch rasche Verhandlungen und mit dem Hinweis auf den einmaligen Aufführungsort, die Hersfelder Stiftsruine, beim Rowohlt-Verlag und den Vertretern von Disney die Aufführungs-Rechte des Stückes. SHAKESPEARE in LOVE in der Bühnenfassung von Lee Hall nach dem Oscar-prämierten Drehbuch von Tom Stoppard wurde in der Stiftsruine in Bad Hersfeld zum ersten Mal in Deutschland  gezeigt.

Mit 88 Prozent Auslastung und jubelnden Besuchern ist die Geschichte um den jungen Will Shakespeare in jeder Hinsicht ein Erfolg. Die positiven Kritiken wurden durch den Großen Hersfeldpreis für die beiden Hauptdarsteller Natalja Joselewitsch und Dennis Herrmann bestätigt. Regisseur Antoine Uitdehaag und Intendant Joern Hinkel stellten ein hinreißendes Ensemble aus begabten jungen Nachwuchstalenten und bekannten Darstellern wie Brigitte Grothum und Martin Semmelrogge zusammen, das alle überzeugte.

Ausverkaufte Musicals

Ein riesiger Erfolg ist das Musical HAIR mit Bettina Mönch als Sheila. Es erreichte eine Auslastung von 99 Prozent und war nach wenigen Wochen ausverkauft.

„HAIR ist vor allem eine Ensembleleistung und überzeugt mit ausgelassener Spielfreude und tänzerischem Körpereinsatz.“ schrieb Kai A. Struthoff von der Hersfelder Zeitung. Ob Ensembleleistung oder Kostümbild, alle sind sich einig: Gil Mehmerts HAIR-Inszenierung in der Stiftsruine ist großartig: „Neben dem stimmigen Kostümbild - mit Mode der Flower-Power-Generation - zeigte das Ensemble temporeiche Tänze. Choreographin Melissa King zeigte einmal mehr ihre Klasse und versetzte das etwa 20-köpfige Team der Akteure nahezu fortwährend in Bewegung“, schreibt Joern Perske von dpa, und Matthias Witzel von osthessennews bestätigt: „Die Choreografien von Melissa King im geschickten Überall-Bühnenbild von Jens Kilian waren atemberaubend, und die Kostüme von Dagmar Morell passten voll ins Bild.“

Außerdem stand das Musical TITANIC in der spektakulären Inszenierung von Stefan Huber bereits in der zweiten Saison auf dem Spielplan. 93 Prozent der Plätze waren belegt, auch dies ein großer Erfolg.

LENAS GEHEIMNIS für kleine und große Festspielbesucher begeisterte

Immer wieder wurde von vielen Besuchern der Wunsch nach einem Stück für Kinder in der Stiftsruine an die Festspiele herangetragen. Franziska Reichenbacher schrieb und inszenierte die märchenhafte Geschichte um LENAS GEHEIMNIS – VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und sorgte für begeisterte Reaktionen der großen und kleinen Zuschauer. Erstmals standen prominente Ensemblemitglieder aus den Schauspiel- und Musicalproduktionen in einem Kinderstück gemeinsam auf der Bühne, unter anderem Brigitte Grothum, Horst Janson, Martin Semmelrogge, Uwe Dag Berlin, Ute Reiber, Diana Margolina, Amelie Hinkel, Alicia Hohmann und Mitglieder des HAIR-Ensembles.

Die Produktion entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Projekt „Künste öffnen Welten“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, unter Beteiligung der Konrad-Duden-Schule (KulturSchule des Landes Hessen unter der Koordination von Andrea Exner). Rund 30 Kinder aus diesem Projekt spielten gemeinsam mit Schauspielern, Sängern und Tänzern und sorgten für eine Auslastung von fast 93 Prozent.

Konzert ROMEO UND JULIA: Ein Highlight in der Stiftsruine

Mit Standing Ovations gefeiert wurde der Konzert-Abend ROMEO UND JULIA in der Stiftsruine. Das renommierte Hessische Staatsorchester der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Patrick Lange hat eigens für die Bad Hersfelder Festspiele das Musik-Programm für diesen Abend zusammengestellt. Intendant Joern Hinkel gelang es, Weltstar Marianne Sägebrecht und den Hersfelder Publikumspreisträger 2017 Robert Joseph Bartl  für die musikalische Lesung zu gewinnen. Die beiden trugen Texte aus ROMEO UND JULIA von William Shakespare passend zu Sergej Prokofievs gleichnamiger Ballett-Suite und Peter Tschaikowskys Ouvertüre vor. Marianne Sägebrecht begleitete Nikolai Rimsky-Korsakows Orchester-Fantasie „Scheherazade“ auch mit Geschichten aus  TAUSEND UND EINE NACHT. Die Auslastung des Abends lag bei 66 Prozent.


Konzerte von MICHAEL PATRICK KELLY, GREGOR MEYLE, DIE PRINZEN

Die drei Pop-Konzerte dieses Sommers lassen sich kurz und knapp zusammenfassen: Sie waren blitzschnell ausverkauft und die Besucher waren mehr als begeistert.

FOYER IM GRÜNEN noch beliebter

Das gute Wetter hat das FOYER IM GRÜNEN in diesem Sommer natürlich noch attraktiver gemacht. Das Catering-Unternehmen der Familie Bücking zeigte sich besonders erfreut, dass inzwischen viele Hersfelder unabhängig vom Besuch einer Vorstellung das zauberhafte Ambiente und das gastronomische Angebot genossen. Vor und nach den Vorstellungen blieben viele Zuschauer länger in der Festspiel-Lounge als in den vergangenen Spielzeiten, sodass Frank Bücking mit dem Gesamtergebnis mehr als zufrieden sein kann.

Abschluss-Gala und Publikumspreis

SUMMERSONGS war die Abschluss-Gala der 68. Bad Hersfelder Festspiele überschrieben und begeisterte auch in diesem Jahr die Besucher (Auslastung 72 Prozent).

Mathias Schlung moderierte das Konzert des Orchesters der Bad Hersfelder Festspiele unter Leitung des Hersfeld-Preisträgers 2017 Christoph Wohlleben. Die vielseitigen Musiker, die sich aus Orchestern in ganz Deutschland zusammensetzen, sich jedes Jahr wieder in Bad Hersfeld einfinden und in geradezu jedem Genre zuhause sind, von der Oper über Musical bis hin zu Rock- und Pop-Musik, begleiteten Gast-Star Katja Ebstein, Bettina Mönch, Riccardo Greco, Christof Messner (HAIR), Roland Riebeling, Günter Alt (SHAKESPEARE IN LOVE), Ute Reiber (SHAKESPEARE IN LOVE/ PEER GYNT / LENAS GEHEIMNIS) und Corinna Pohlmann (PEER GYNT/ Hersfeld-Preisträgerin 2018), die ihre ganz persönlichen SUMMERSONGS präsentierten.

Im Rahmen der Gala wurde der Zuschauerpreis 2018 an Christian Nickel für seine Rolle Peer in PEER GYNT verliehen. Das ist bereits der dritte Preis in Folge, den der Schauspieler in Bad Hersfeld erhalten halt – in den letzten beiden Jahren ist er für seine Darstellung in HEXENJGAD und in MARTIN LUTHER –DER ANSCHLAG mit dem Großen Hersfeldpreis ausgezeichnet worden.

Dass die Festspiele auch ein enormer Wirtschaftsfaktor für die Stadt Bad Hersfeld und die Region sind, hat die wissenschaftliche Studie zur Umwegrentabilität der Festspiele gezeigt, die die renommierte Hochschule Worms im April dieses Jahres vorstellte. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Bad Hersfelder Festspiele im Jahr 2017 eine Gesamt-Wertschöpfung von 6,5 Millionen Euro generiert haben. Diese Wertschöpfung übersteigt den öffentlichen Zuschuss der Stadt, der in diesem Jahr 1,4 Millionen Euro beträgt, deutlich.       

Der Gesamt-Etat der 68. Bad Hersfelder Festspiele beläuft sich auf acht Millionen Euro, eine Million Euro weniger als im vergangenen Jahr. Intendant Joern Hinkel: „Ich danke allen Freunden, Förderern und Sponsoren. Ich bin sehr froh über die Förderung durch den Bund, das Land Hessen, den Landkreis Hersfeld-Rotenburg und die Stadt Bad Hersfeld. Dass sie mir durch ihre Zuwendungen ihr Vertrauen ausgesprochen haben, betrachte ich keineswegs als selbstverständlich, im Gegenteil: in einer Zeit, in der oft als Erstes am Kulturetat gespart wird, ist es ein besonderes Zeichen für die Festspiele, dass sie durch öffentliche Mittel gestärkt werden. Nur durch diese Unterstützung kann das hohe Niveau, für das die Festspiele über die Grenzen hinweg bekannt sind, überhaupt gehalten werden.“   

Eine seriöse Geschäftsbilanz der Festspiele 2018 kann erst im Winter gezogen werden, da das Geschäftsjahr der Saison bis zum 31. Dezember 2018 läuft und viele Buchungsvorgänge noch nicht abgeschlossen sind.


Bild copyright: Jim Rakete - Katja Ebstein in der Stifsruine

Katja Ebstein als Star-Gast in SUMMERSONGS am 2. September in der Stiftsruine

Katja Ebstein wird mit den großartigen Künstlern der 68. Bad Hersfelder Festspiele in der Abschluss-Gala SUMMERSONGS am 2. September ab 21:00 Uhr in der Stiftsruine auftreten.

Intendant Joern Hinkel freut sich, dass es ihm gelungen ist, sie für diesen Abend zu gewinnen: „Katja Ebstein ist eine Legende, eine Frau, die mit ihrer warmen Stimme, ihren Songs, ihrer Vielfältigkeit und vor allem ihrer Unabhängigkeit und ihrem Engagement einen besonderen Platz in der Zuneigung des Publikums hat. Ich freue mich, dass sie für uns in der Stiftsruine so wunderbare Titel wie „Theater, Theater„, „Wo sind die Clowns“, „Sag mir, wo die Blumen sind“ oder “Funny Valentine"  singen wird.“

Katja Ebstein hat viele Pop-Songs und Lieder veröffentlicht, die Evergreens wurden. Sie war ganz früh dabei, internationale Songpoeten wie Cat Stevens, Bob Dylan, Leonhard Cohen oder Stevie Wonder in deutscher Sprache zu interpretieren. Sie hat die großen Musical- und Filmmelodien gesungen, hat Fernsehen gemacht und Theater-Hauptrollen gespielt. Sie hat Gedichte von Heinrich Heine, Bertold Brecht und Frauenlyrik zum Klingen gebracht. Sie singt in sieben Sprachen und hat es in den entsprechenden Ländern hoch in die Charts geschafft. Sie hat rezitiert und deklamiert, sie hat protestiert und fasziniert. Keiner kann mehr zählen, wie oft sie auf der Bühne stand und in den verschiedenen Genres mit Standing Ovations und Kritikerlob gefeiert wurde. Und auch in der Stiftsruine wird man sie feiern!

Dort präsentiert Mathias Schlung SUMMERSONGS, die Große Abschluss-Gala der 68. Bad Hersfelder Festspiele mit dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter Leitung des Hersfeld-Preisträgers 2017, Christoph Wohlleben, Katja Ebstein und Sängerinnen und Sängern und Schauspielerinnen und Schauspielern der aktuellen Festspiel-Produktionen.

Aus HAIR werden zum Beispiel Bettina Mönch, Riccardo Greco und Christof Messner dabei sein. Aus den Schauspiel-Ensembles werden Darsteller wie Roland Riebeling, Günter Alt (SHAKESPEARE IN LOVE), Ute Reiber (SHAKESPEARE IN LOVE/ PEER GYNT/ LENAS GEHEIMNIS) Corinna Pohlmann (PEER GYNT/ Hersfeld-Preisträgerin 2018) und andere ihr Können erneut unter Beweis stellen. 

Und ebenfalls wie im letzten Jahr dürfen sich die Besucher zum Abschluss des großartigen SUMMERSONGS-Abends am 2. September ab 21.00 Uhr auf ein Feuerwerk in und an der Stiftsruine freuen.

Im Rahmen dieser Gala wird auch der Zuschauerpreis 2018 verliehen. Mit Unterstützung der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg wurde dafür ein Online-Portal geschaffen, in dem jeder Besucher seiner Favoritin oder seinem Favoriten aus einer der beiden Neuproduktionen in der Stiftsruine seine Stimme geben kann. Im letzten Jahr erhielt Robert Joseph Bartl den begehrten Preis.

SUMMERSONGS
Abschluss-Gala der Bad Hersfelder Festspiele
2. September/ 21:00 Uhr
Stiftsruine


Uraufführung LENAS GEHEIMNIS - VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – Eine zauberhafte Geschichte von Franziska Reichenbacher exklusiv für die Stiftsruine geschrieben

Franziska Reichenbacher bringt LENAS GEHEIMNIS - VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN mit prominenten Festspiel-Schauspielern, Mitgliedern des Bad Hersfelder HAIR-Ensembles und Kindern und Jugendlichen aus Bad Hersfeld und Umgebung in die Stiftsruine.
Das Kind Lena (Amelie Hinkel) steht im Mittelpunkt der zauberhaften Geschichte vor realem Hintergrund. Sie kommt mit ihrer Großmutter (Brigitte Grothum), einer ehemals bekannten Schauspielerin und dem Requisiteur und Fahrer (Uwe Dag Berlin) zu einem Casting der Bad Hersfelder Festspiele. Unversehens geraten sie in eine Probe zu HAIR (Victor Hugo Barreto, Jurriaan Bles, Ruth Fuchs, Gina Marie Hudson, Nils Klitsch, Martina Lechner, Giovanni Menig, Karen Müller, Eva Zamostny), dem Musical des Sommers 2018. Sie schauen den Tänzern und Sängern, dem Pianisten (Christoph Wohlleben) und der Regieassistentin (Ute Reiber) zu und es ist spannend für Lena, das zu erleben - bis plötzlich die Technik ausfällt

Waren das etwa Mäuse? Hausmeister Horst Bastian, genannt „Knauster“ (Horst Janson) ist davon überzeugt und droht mit drastischen Maßnahmen. Lena gerät in die Welt der Ruinen-Mäuse, trifft den unheimlichen Mäusekönig Roderich XXVIII. (Martin Semmelrogge), dessen Tochter Polly (Alicia Hohmann), die Obermaus (Diana Margolina) und erkennt die Not der kleinen Tiere  ...

Franziska Reichenbacher spielt in ihrem Stück mit dem, was tatsächlich jeden Sommer in der Stiftsruine passiert und dem, was sein könnte. Bekannte Schauspieler und Sänger aus realen, aktuellen Inszenierungen treten mit Kindern auf und alle gemeinsam erfahren viel über Musicals und Schauspiel und die Protagonisten des „geheimen Stiftsruinen-Universums“, den Mäusen. Richtig spannend wird es in Reichenbachers Geschichte, wenn die Festspiele in Gefahr geraten. Müssen sie etwa ausfallen?

Zum Schluss wird allen bewusst, dass sich vieles, aus einer anderen Perspektive betrachtet, meist ganz anders darstellt. Das Spiel mit dem Spiel, das Franziska Reichenbacher für die historische Stiftsruine entwickelt hat, lädt Kinder und Erwachsene ein, sich erstmals oder ganz neu auf Theater und seine vielen Ebenen einzulassen.
Die Produktion ist in enger Zusammenarbeit mit dem Projekt „Künste öffnen Welten“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung entstanden. Beteiligt ist unter anderem die Konrad-Duden-Schule (KulturSchule des Landes Hessen). Rund 30 Kinder aus diesem Projekt, stehen mit den Schauspielern, Sängern und Tänzern auf der Bühne.
LENAS GEHEIMNIS - VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN ist Franziska Reichenbachers erste Inszenierung in der Stiftsruine. In den letzten drei Jahren begeisterte sie mit ihren Fassungen von Märchen der Gebrüder Grimm für die Bad Hersfelder Festspiele Kinder und Erwachsene im Theaterzelt an der Stiftsruine und im Buchcafé in Bad Hersfeld.

 

Uraufführung

LENAS GEHEIMNIS - VON MENSCHEN, MÄUSEN, ZAUBERWESEN

Ein Theaterstück von Franziska Reichenbacher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Buch und Inszenierung: Franziska Reichenbacher

Uraufführung: 16. August 2018, 10:30 Uhr

Weitere Termine:

19. August/ 11:00 Uhr

20. August/ 10:30 Uhr

21. August/ 10:30 Uhr

 

Tickets und Informationen: 

Telefon +49 6621 640200 

ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de 

www.bad-hersfelder-festspiele.de 


Tolle Atmosphäre bei den diesjährigen Festspielen – Sparkasse unterstützt Bad Hersfelder Festspiele mit über 100.000 Euro.

„Die Festspiele Bad Hersfeld werden unter der Leitung des neuen Intendanten Joern Hinkel mit einer guten Saison abschließen, wir gehen einen guten und vielversprechenden Weg“, sagte Bürgermeister Thomas Fehling anlässlich der Pressekonferenz, zu der die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg eingeladen hat.

Dass Joern Hinkel als Nachfolger von Dieter Wedel dies ebenso schafft, darüber gibt es nicht nur bei den Besuchern der Festspiele, sondern auch und insbesondere bei den Sponsoren überhaupt keinen Zweifel.

Hervorragende Zusammenarbeit

Nach einer Umfrage von Stadt TV Bad Hersfeld unter dem Ensemble haben die Schauspieler „noch nie so gerne gearbeitet wie unter Joern Hinkel“. Die Aussagen waren stets alle positiv und „einen besseren Intendanten können sie sich nicht vorstellen“.

„Die Zusammenarbeit mit den politischen Gremien der Stadt war und ist hervorragend“, betonte Bürgermeister Thomas Fehling zum Abschluss.

v.li.n.re.: Helgo Hahn, Joern Hinkel, Thomas Fehling, Reinhard Faulstich, Matthias Haupt

Botschaft aus Bad Hersfeld

Nicht nur für den Bürgermeister ist es wichtig, dass eine besondere Botschaft von den Festspielen in der Stiftsruine nach außen getragen wird. „Bad Hersfeld wird auch zukünftig eine Festspielstadt ersten Ranges sein, und dazu trägt nicht nur Joern Hinkel, sondern auch die zahlreichen Sponsoren, insbesondere die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg mit ihrem Vorsitzenden Reinhard Faulstich und die Sparkassen Stiftung Hessen-Thüringen viel dazu bei.

Für das „großartige Engagement der Sparkasse“ bedankte sich Thomas Fehling bei Reinhard Faulstich von der Sparkasse Bad Hersfeld und Matthias Haupt von der Sparkassenstiftung Hessen/Thüringen.

Den Mut für neue Ideen

Die Festspiele Bad Hersfeld werden nicht stehen bleiben, wir probieren immer etwas Neues aus und sind allen dankbar, die uns Ideen und Vorschläge bringen, so der Intendant Joern Hinkel. Auch er bedankte sich für die zahlreiche Unterstützung, die er hier in Bad Hersfeld erhielt und er würde gerne, nach Ablauf der vereinbarten Vertragszeit, weiter als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele sein Bestes geben.

Joern Hinkel, Reinhard Faustich, Thomas Fehling

Das Smartphone wird zur Geldbörse - Bezahlung der Festspielkarten nun auch mobil möglich

Ab sofort können Kunden der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg ihre Festspielkarten in der
Kartenzentrale und der Theaterkasse einfach und sicher mit dem Smartphone bezahlen.

Dazu gibt es weitere Informationen unter - www.sparkasse.de/mobiles-bezahlen -

Kunst und Kultur – Ist und bleibt ein Schwerpunkt der Sparkassenförderung

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg Reinhard Faulstich sprach kurz über „die Stiftsruine, sie ist einmalig in Deutschland und wird mit jedem Jahr auch unter Joern Hinkel immer bekannter“.

Reinhard Faulstich ist erfreut über die zahlreichen neuen Impulse des Intendanten und seinen Mitarbeitern, die er selbst bei den Besuchen in der Stiftruine und am Schloss Eichhof erfahren durfte.

„Peer Gynt ist aus meiner Sicht ein gutes Beispiel für den Mut einer solchen Inszenierung mit fantastischen Schauspielern, und Festspiele ohne das großartige Engagement der der vielen Menschen ist nicht möglich und dafür meinen herzlichen Dank“, so Reinhard Faulstich zum Abschluss.

Pressekonferenz/Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg

Hintergrund

Festspiele und Sparkasse sind langjährige Partner und engagieren sich über die Landkreisgrenzen hinaus als eine Art Botschafter für die Region.

Seit dem Jahr 1998 unterstützt die Sparkasse die Bad Hersfelder Festspiele. Seit 2016 kam auch die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, die sich ebenfalls an der Förderung den Bad Hersfelder Festspielen beteiligt. Nebenbei werden einzelne Festspielmaßnahmen wie zum Beispiel Kinderstücke, Veranstaltungen etc. finanziell unterstützt.

Kunst und Kultur nehmen im Rahmen des Förderkonzeptes der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg einen besonderen Stellenwert ein. Aufgrund der regionalen Verbundenheit ist die Sparkasse ein natürlicher Partner der Bad Hersfelder Festspiele. Dadurch kann in der Region Hersfeld-Rotenburg ein qualitativ hochwertiges Kulturangebot präsentiert werden.



Marianne Sägebrecht in Bad Hersfeld

Intendant Joern Hinkel holt Hollywood-Star nach Bad Hersfeld: Marianne Sägebrecht moderiert am Samstag, den 25. August,  das Konzert ROMEO UND JULIA des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden

Intendant Joern Hinkelist ein weiterer Coup gelungen. Er konnte den Welt-Star Marianne Sägebrecht für die Bad Hersfelder Festspiele gewinnen.

Marianne Sägebrecht, die nicht zuletzt auch durch Hollywood-Produktionen wie DER ROSENKRIEG mit Michael Douglas und Danny DeVito bekannt wurde, wird durch das Konzert ROMEO UND JULIA am Samstag, den 25. August, in der Stiftsruine führen.  Das renommierte Hessische Staatsorchester der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Patrick Lange hat eigens für die Bad Hersfelder Festspiele das Musik-Programm für diesen Abend zusammengestellt.

Festspiel-Intendant Joern Hinkel: „Marianne Sägebrecht ist nicht nur eine hervorragende Schauspielerin, sie hat sich auch als phantastische Moderatorin und Erzählerin einen Namen gemacht. Ob sie aus JEDERMANN oder aus Texten von Hilde Domin zitiert, sie löst Begeisterung aus. Sie ist eine warmherzige Frau und beliebt bei Jung und Alt. Ich freue mich unglaublich, dass Marianne Sägebrecht zugesagt hat.“  

In Bad Hersfeld wird sie aus ROMEO UND JULIA und anderen Texten von William Shakespare passend zu Sergej Prokofievs Ballett-Suite und Peter Tschaikowskys Ouvertüre zu „Romeo und Julia“ lesen und Nikolai Rimsky-Korsakows Orchester-Fantasie „Scheherazade“ mit Geschichten aus  TAUSEND UND EINE NACHT begleiten.

Joern Hinkel lernte Marianne Sägebrecht vor 20 Jahren direkt nach Abschluss seines Studiums der Opern- und Theaterregie bei August Everding an der Bayerischen Theaterakademie während eines Ausfluges in die Filmwelt als Praktikant bei den Dreharbeiten zu GANZ UNTEN, GANZ OBEN von Matti Geschonneck kennen. Beide schätzen sich seitdem sehr.

Die Besucher des Konzertes können sich auf einen wundervollen Abend freuen. Ein renommiertes Orchester mit begeisternden Musikern trifft auf eine grandiose Erzählerin.

Marianne Sägebrecht wurde von Filmregisseur Percy Adlon für die Leinwand entdeckt und drehte vier Filme mit ihr, darunter DIE SCHAUKEL, ZUCKERBABY, OUT OF ROSENHEIM und ROSALIE GOES SHOPPING. Dass Marianne Sägebrecht die Herzen der Zuschauer erobert, bleibt auch in Hollywood nicht unerkannt. Sie steht mit Michael Douglas und Danny DeVito in DER ROSENKRIEG vor der Kamera, spielt mit John Malkovich in DER UNHOLD, mit Michel Piccoli in MARTHA UND ICH und mit Gérard Depardieu in ASTERIX UND OBELIX GEGEN CÄSAR. Nach zahlreichen TV-Produktionen kehrt Sägebrecht 2012 in der Rolle der Oma Marguerita in Tomy Wigands OMAMAMIA auf die Leinwand zurück. 2014 war sie im international preisgekrönten Film DER KREIS von Stefan Haupt zu sehen, der auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin Premiere feierte.

Marianne Sägebrecht wurde vielfach ausgezeichnet, 1982 mit dem Schwabinger Kunstpreis, 1986 mit dem Ernst-Lubitsch-Preis für ZUCKERBABY und 1988 mit dem Filmband in Gold und dem Bambi für OUT OF ROSENHEIM. Für ihre Rolle an der Seite von Michel Piccoli in Jirí Weiss’ MARTHA UND ICH wurde Marianne Sägebrecht 1991 auf dem Filmfestival von Seattle als „Beste Darstellerin“ ausgezeichnet. 2003 wird ihr der Bayerische Verdienstorden verliehen.

In PETTERSSON UND FINDUS – FINDUS ZIEHT UM übernimmt Sägebrecht zum dritten Mal die Rolle der Nachbarin Beda. Zu ihren aktuellen Kinorollen gehören außerdem Parts in der österreichischen Produktion ERIK & ERIKA (2017) von Reinhold Bilgeri und in Jeffrey Freedmans Filmbiografie BACH mit Max von Sydow, Gérard Depardieu und Axel Milberg.

Im Fernsehen war Sägebrecht zuletzt in der neuesten Staffel von SOKO MÜNCHEN (2016/17) zu sehen. Bereits abgedreht ist weiterhin der Comedy-Zweiteiler BIER ROYAL für das ZDF mit Gisela Schneeberger, Lisa Maria Potthoff und Ulrike Kriener.

Das Klassik-Konzert am Freitag, 24. August, muss leider aus organisatorischen Gründen abgesagt werden. Bereits gekaufte Karten für Freitag, den 24. August, können im Ticket-Service der Bad Hersfelder Festspiele gegen Karten für das Klassik-Konzert mit Marianne Sägebrecht am Samstag, den 25. August, getauscht werden.  Wer am 25. August keine Zeit hat und sein Geld zurückbekommen möchte, kann sich ebenfalls einfach an den Ticket-Service wenden: 

Tickets und Informationen: 
Telefon +49 6621 640200 
ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de
 
www.bad-hersfelder-festspiele.de 

ROMEO UND JULIA

mit Marianne Sägebrecht und dem
Hessischen Staatsorchester Wiesbaden
Leitung: Patrick Lange
25. August 2018/ 20:00 Uhr
Stiftsruine


Aufregende und entspannten Begegnungen mit Schauspieler, Tänzer und Sänger

Ein Treffen mit den Festspiel-Stars und viel Programm

Zum dritten Mal gab es in diesem Jahr ein Sommerfest im Park der Stiftsruine, im sogenannten GRÜNEN FOYER trafen die Besucher auf zahlreiche Schauspieler, Sänger, Tänzer und alle anderen Mitwirkenden der Festspiele Bad Hersfeld. Auch in diesem Jahr war der Eintritt frei. Besucher aller Altersgruppen aus Bad Hersfeld und der Umgebung verbrachten einen schönen, sonnigen Sonntag. Die Firma Bücking versorgte die Gäste gewohnt gut und zuverlässig mit Speisen und Getränken.

Bei verschiedenen Darstellungen im Park begegneten die Besucher zum Bsp. dem Bürgermeister Thomas Fehling nebst „Sir Henry“ und dem Intendanten Joern Hinkel.





Viele Schauspieler, Sänger und Tänzer der Inszenierungen in diesem Sommer gaben den Besucher Autoramme. Dabei waren u. a. Anouschka Renzi, Christian Nickel, Andreas Schmidt-Schaller, Bettina Hauenschild, Simone Kabst, Tilo Keiner, Robert Joseph Bartl, Peter Englert, die unter anderem einen kurzen Ausschnitt aus dem Theaterstück „INDIEN“, das derzeit im Eichhof gespielt wird, vorstellten.





Die Firma Bücking servierte in der Festspiel-Lounge Snacks, Kaffee und Kuchen und bei diesem Wetter selbstverständlich auch kalte Getränke.

Es waren auch in diesem Jahr wieder einmal zahlreiche Gelegenheiten zu schönen, aufregenden und spannenden Begegnungen mit den Schauspielern die uns in der Stiftsruine für ein paar Stunden den Alltag vergessen lassen.


Sommerfest im GRÜNEN FOYER der Stiftsruine am Sonntag - Begegnungen mit Stars der 68. Bad Hersfelder Festspiele - Programm für Kinder und Erwachsene 

Nach dem großen Erfolg der beiden ersten Sommerfeste wollen die Schauspieler, Sänger, Tänzer und alle anderen Mitwirkenden der Bad Hersfelder Festspiele auch in diesem Jahr  wieder ein schönes Fest mit allen Hersfeldern und allen Gästen von außerhalb, die Lust haben, vorbei zu kommen, feiern. 
Am Sonntag findet das Sommerfest der 68. Bad Hersfelder Festspiele ab 11 Uhr im GRÜNEN FOYER vor der Stiftsruine statt. Der Eintritt ist frei.
In diesem Jahr werden zwei Schauspieler etwas ganz besonderes anbieten: Sie werden für die Gäste kochen. Pierre Sanoussi-Bliss (in PEER GYNT zu sehen) hat, bevor er die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin besucht hat, eine Ausbildung zum Koch absolviert. Roland Schreglmann spielt nicht nur in SCHAKESPEARE IN LOVE, er präsentierte auch AN DIE TÖPFE, FERTIG, LECKER! (DIE COMEDY-KINDER-KOCHSHOW) des Disney Channel. Die beiden großartigen Schauspieler werden sich am Sonntag an die Töpfe wagen und die Besucher mit leckeren Kostproben überraschen.
Robert Joseph Bartl und Mathias Znidarec sind gerade für ihre Auftritte in INDIEN im Schloss Eichhof von allen Kritikern mit Lob überschüttet worden. Sie werden unter anderem einen kurzen Ausschnitt aus INDIEN bieten.
Maximilian Wigger (PEER GYNT/ SHAKESPEARE IN LOVE) liest aus heiteren Texten, zum Beispiel von Kurt Tucholsky.
Corinna Pohlmann (PEER GYNT) wird singen, Leo Gmelch und Mathias Trippner (INDIEN) werden Musik machen, Jurriaan Bles (HAIR) bietet einen kleinen Tanzkurs für große und kleine Besucher an. Maskenbildnerinnen der Festspiele werden auch in diesem Jahr Kinder schminken und das Team des wortreich bietet Spiele an.
Und zu all diesen kommen viele Schauspieler, Sänger und Tänzer der Inszenierungen dieses Sommers dazu und geben auch gerne Autogramme. Dabei sein werden unter anderen auch Anouschka Renzi, Christian Nickel, Andreas Schmidt-Schaller, Bettina Hauenschild, Simone Kabst, Peter Englert  ...
Die Firma Bücking wird in und an der Festspiel-Lounge Snacks, Kaffee und Kuchen vorbereiten und es werden sich auch in diesem Jahr wieder viele Gelegenheiten zu schönen, aufregenden und entspannten Begegnungen ergeben.




Shiregreen auf Schloss Eichhof - Liederabend im Rahmenprogramm der Festspiele 2018

Am Sonntag, dem 12. August 2018, tritt Shiregreen im Rahmenprogramm der Hersfelder Festspiele auf. Gemeinsam mit seiner Band wird der Liedermacher und Sänger Klaus Adamaschek seine ganz persönliche Mischung aus klassischer deutscher Liedermacherkunst und anglo-amerikanischer Folkmusik auf die Bühne von Schloss Eichhof bringen.

Bereits zehn Alben hat der 60-jährige Liedermacher und Sänger Klaus Adamaschek aus Rotenburg veröffentlicht, er gilt heute als „einer der profiliertesten Vertreter des Songwriter Genres in Deutschland“ (Musikmagazin Roadtracks). Und ganz gleich, ob Adamaschek den Zug der Kraniche über dem Fuldatal beschreibt, die raue Schönheit der Natur in Schottland besingt oder den Lebensweg eines Kindersoldaten aus dem Südsudan nachzeichnet, immer sind es authentische und bewegende Geschichten, die er mit einer guten Portion Lebensweisheit und samtweicher Stimme vorträgt.   

Mit im Gepäck hat Shiregreen das aktuelle Doppelalbum „Earthbound Songs & Traumwandler“, das aus einer deutschsprachigen und einer englischsprachigen CD besteht. Die Fachkritik zeigte sich begeistert: „Bei diesem Album halten alle Fans von gehaltvoller Musik inne. Ein hochklassiger Genuss!“ schreibt das Musikmagazin Rocktimes, und der bekannte Musikjournalist Volker Rebell urteilt: „Shiregreen gelingt die Verbindung von Folk, Blues und Country mit der Tradition des deutschen Liedguts, immer poetisch formuliert und mit einer humanistischen Botschaft.“

Auftreten wird Shiregreen mit Paul Adamaschek an Bass und Piano, Lukas Bergmann an der Geige, Sascha Schmitt am  Akkordeon und der Sängerin Marisa Linß, die 2017 mit dem 2. Platz beim Bundesentscheid „Jugend musiziert“ ausgezeichnet wurde. Bewegende Lieder voller Poesie mit dreistimmigem Harmoniegesang und fünf virtuosen Musikern - die Konzertbesucher können sich auf einen faszinierenden Liederabend freuen.   

Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Karten zum Preis von 22 € bzw.17 € für Ermäßigte gibt es über den Kartenservice der Hersfelder Festspiele unter www.bad-hersfelder-festspiele.de (Tel. 06621 - 640200) und beim Tourist Service Rotenburg (Tel. 06623/5555).


 

 


Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele und sie kamen alle zum roten Teppich

Auch in diesem Sommer werden die Bad Hersfelder Festspiele wieder ein großartiges Ereignis sein. Schon bei der Eröffnung gab es viel Glanz und Glamour auf dem roten Teppich. Vor der Aufführung von PEER GYNT wurden die zahlreichen Gäste darunter auch Schauspieler im Stiftsbezirk begrüßt.

Vor der Eröffnungs- Premiere von PEER GYNT hielt wird der Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz die Festrede und der Ministerpräsident des Landes Hessen und Schirmherr der Bad Hersfelder Festspiele, Volker Bouffier hat anschließend die Festspiele offiziell eröffnen.

Zur Eröffnung der Bad Hersfelder Festspiele hatten namhafte Gäste aus Politik, Kultur, Fernsehen, Wirtschaft, Medien und Sport ihr kommen angesagt, wie beispielsweise Ex- Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung, FDP-Schatzmeister Hermann Otto Solms, die frühere Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth, HR-Intendant Manfred Krupp und "hart aber fair"-Moderator Frank Plasberg, „tagesschau“-Chefsprecher Jan Hofer, den Börsen-Experten Frank Lehmann, die Moderatorinnen Jule Gölsdorf (ntv, NDR), Mara Bergmann (ntv), Jennifer Sieglar (ZDF/logo), die Schauspieler Martin Semmelrogge, Horst Janson, Walter Plathe, Sarah Timpe und Samuel Koch, Janina Hartwig (z.B. Um Himmels Willen) Thamara Barth, sowie die Schauspielerin und Sängerin Helen Schneider, Joseph Hannesschläger (Rosenheim Cops), die Sängerin Margit Sponheimer  und Box-Legende Henry Maske.

Jetzt ist Schluss mit Schreiben hier die Bilder vom Eröffnungstag der Bad Hersfelder Festspiele